Wo Sitzen Die Lymphknoten?

Wo Sitzen Die Lymphknoten
Wo sind die Lymphknoten hinterm Ohr? – Ein Mensch hat zwischen 600 und 700 Lymphknoten im Körper. Diese liegen zum Beispiel in der Achsel und Leiste, in der Nähe der inneren Organe und auch am Hals und hinter den Ohren. Die Lymphknoten hinter dem Ohr liegen am Schläfenbein und unter dem hinteren Ohrmuskel.

Wo kann man Lymphknoten Tasten?

Medizinische Informationen – Halslymphknoten Im Halsbereich befinden sich bei jedem Menschen sehr viele Lymphknoten. Bei Kindern sind die häufig tastbar, bei Erwachsenen im allgemeinen nicht, da sie zu klein und zu weich sind. Bei verschiedenen Krankheitszuständen, insbesondere bei Erkältungskrankheiten wie Anginen oder Nebenhöhlenentzündungen, können sich die Lymphknoten drastisch vergrößern.

Sie werden dann tast- und sichtbar. In den allermeisten Fällen sind vergrößerte Halslymphknoten nicht gefährlich. In einigen wenigen Fällen können allerdings Halslymphknoten auch auf bösartige Erkrankungen hinweisen, besonders auf Metastasen eines Karzinoms oder auf bösartige Lymphknotenerkrankungen. Diese Fälle gilt es rasch zu erkennen und einer entsprechenden Behandlung zuzuführen.

Was sind Lymphknoten? Lymphknoten gehören zu den lymphatischen Organen wie die Gaumenmandeln, die Rachenmandeln, weitere kleinere Mandeln im Halsbereich, die Peyerschen Plaques im Darm und der Wurmfortsatz des Blinddarms. Die Lymphknoten werden von Lymphgefäßen durchzogen und reinigen im Krankheitsfall die Lymphe von Schädlingen, wie z.B.

  • Bakteriengiften oder auch Krebszellen.
  • Im Halsbereich finden sich viele kleine Lymphgefäße, die mit dem bloßen Auge praktisch nicht sichtbar sind, diese Gefäße ziehen durch die Lymphknoten hindurch.
  • Wir kennen das alle.
  • Haben wir z.B.
  • Eine Angina, werden meistens auch die Lymphknoten größer.
  • Dies ist dann keine Krankheit an sich, vielmehr werden Bakterientoxine durch die Lymphknoten aus dem Körper eliminiert, wodurch wir wieder schneller gesund werden.

Manche Menschen haben keine Lymphgefäße mehr nach Operationen im Halsbereich mit anschließender Bestrahlung, In diesem Fall staut sich die Lymphe im Kopf, die Patienten bekommen dann im Extremfall einen sehr großen Kopf mit einem Lymphödem. Wir kennen dies auch manchmal vom Arm bei Frauen mit Brustkrebs, bei denen die entsprechenden Lymphgefäße ausgeräumt worden sind.

Wo befinden sich eigentlich die Halslymphknoten? Die Halslymphknoten können sich am gesamten Hals befinden, insbesondere aber unterhalb des Unterkiefers bis zum Schlüsselbein, außerdem im Nackenbereich, vor den Ohren im Bereich der Ohrspeicheldrüse und auch hinter den Ohren. Im Stirnbereich gibt es praktisch keine Lymphknoten.

Die Ausprägung der Lymphknoten und die Orte sind individuell sehr verschieden. Sind Lymphknoten normalerweise tastbar? Bei Kindern lassen sich Lymphknoten fast regelmäßig tasten. Hier sind sie stärker ausgeprägt als bei Erwachsenen, außerdem wachsen die Lymphknoten im Laufe des Lebens nicht mit.

Es findet sich im allgemeinen bei Kindern weniger Fett im Halsbereich, wodurch die Lymphknoten besser auffallen. Bis zum 7. Lebensjahr muß man sich im Regelfall überhaupt keine Gedanken machen, wenn Lymphknoten zu tasten sind. Auch bei Erwachsenen kann es im Einzelfall mal normal sein, wenn Lymphknoten zu tasten sind.

Dies gilt besonders für sehr schlanke Menschen. Bei dickeren Menschen sind im Normalfall keine Lymphknoten tastbar, da diese durch die tastenden Finger nicht vom Fett abgegrenzt werden können. Wann schwellen Lymphknoten an? In den allermeisten Fällen schwellen Lymphknoten bei Infekten der oberen Luftwege und des oberen Verdauungstraktes an.

Bei Erkältungen aller Art tun sie dies, um Krankheitserreger zu bekämpfen. Bei der eitrigen Angina sind Halslymphknoten sehr oft stark vergrößert. Wenn die Krankheit dann ausgeheilt ist, bleiben die Lymphknoten oft noch längere Zeit bestehen. Dies ist praktisch nie als Alarmzeichen zu werten. Es gibt auch spezifische Krankheiten, bei denen die Lymphknoten anschwellen.

Hierzu gehört die Toxoplasmose, eine Parasitenerkrankung, die häufig durch Katzen übertragen wird. Die Toxoplasmose als solche verläuft oft harmlos ohne größere Krankheitsbeschwerden, es treten lediglich einzelne wenige sehr große Lymphknoten auf. Dies ist auch bei der Cytomegalie, einer Viruserkrankung, der Fall.

  1. Bei einer Erkrankung mit dem Eppstein-Barr-Virus, der das Pfeiffersche Drüsenfieber auslöst, kommt es oft zu einer massiven Anschwellung der Halslymphknoten.
  2. Bei den genannten Erkrankungen sind die Lymphknoten im allgemeinen recht druckschmerzhaft.
  3. Die Krankheiten können durch bestimmte Laboruntersuchungen diagnostiziert werden.

Wann wird es gefährlich? Vergrößerte Halslymphknoten können das erste Symptom einer bösartigen Erkrankung sein. Hier kommen insbesondere Krebserkrankungen im Bereich der Mandeln, des Kehlkopfs, aber auch unter Umständen der Bronchien oder in seltenen Fällen der Brust in Frage.

Doch gibt es auch Krankheiten des Lymphsystems ansich, insbesondere der Morbus Hodgkin oder das Non-Hodgkin-Lymphom. Hierbei handelt es sich um Systemerkrankungen, die langsam die Lymphknoten des ganzen Körpers befallen und die unbehandelt mehr oder weniger schnell zum Tode führen. Innerhalb der Ohrspeicheldrüsen, manchmal auch innerhalb der anderen Speicheldrüsen, gibt es auch gutartige Tumoren, die unbedingt behandelt werden müssen, da sie bösartig werden können.

Dies ist das pleomorphe Adenom der Ohrspeicheldrüse. Dieser Tumor zeichnet sich dadurch aus, daß er relativ fest ist, wenig verschieblich und sich im Bereich vor und kurz unterhalb des Ohres befindet. Der Tumor ist praktisch immer schmerzlos und kann jederzeit bösartig werden.

  • Innerhalb der Speicheldrüse gibt es auch noch einen anderen gutartigen Tumor, das Zystadenolyphom.
  • Dieser Tumor ist häufig familiär gehäuft, es treten mehrere Zysten in den Ohrspeicheldrüsen auf, die Erkrankung tritt praktisch nur bei Männern auf und werden nie bösartig.
  • Solche Tumoren können gelegentlich mit Halslymphknoten verwechselt werden.

Selten treten heute vergrößerte Lymphknoten bei Tuberkulose auf. Aber auch diese Grunderkrankung sollte nicht gänzlich vergessen werden. Nach welchen Kriterien können gutartige und bösartige Halslymphknoten unterschieden werden? Folgende Tabelle soll einen ersten Hinweis geben:

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eher harmlos eher verdächtig
Größe keine Aussage keine Aussage
Wachstumstempo keine Aussage keine Aussage
gut verschieblich X
schlecht verschieblich X
weich X
derb X
länglich X
rund X
einseitig X
beidseitig X
druckschmerzhaft X
Kinder X
Entzündung im Halsbereich X
Auftreten von Lähmungen X

Tabelle zur Unterscheidung von Lymphknoten im Halsbereich Es gilt die ganz klare Regel, daß im Zweifelsfall ein Lymphknoten als bösartig anzusehen ist, bis das Gegenteil erwiesen ist. Man darf keinesfalls einen vergrößerten Halslymphknoten bei einem Erwachsenen auf die leichte Schulter nehmen, andererseits sollte man auch nicht bei jedem vergrößerten Lymphknoten in Panik geraten.

Bösartige Halslymphknoten erkennt man häufig dadurch, daß sie sehr derb und hart sind, wenig verschieblich und relativ groß. Oft ist das Allgemeinbefinden reduziert, manche Patienten klagen über Nachtschweiß. Dies ist ein Alarmsyndrom! Was macht der Arzt bei vergrößerten Halslymphknoten? Zunächst einmal wird ein Tastbefund erhoben.

Eine Ultraschalluntersuchung des Lymphknotens ergibt erste Hinweise darauf, ob er gut- oder bösartig ist. Es muß eine HNO-ärztliche Untersuchung erfolgen mit Spiegelung des Rachendachs, des gesamten Rachens, des Kehlkopfes und der Mundhöhle zum Ausschluß von bösartigen Tumoren in diesem Bereich.

  • Ist die Gutartigkeit nicht 100% ausgeschlossen, sollte eine Feinnadelbiopsie erfolgen.
  • Hierbei wird mit einer Kanüle der Lymphknoten angestochen und ein bißchen Gewebe entnommen, um es unter dem Mikroskop zu untersuchen.
  • Liegt der Verdacht auf eine spezifische Erkrankung vor, muß dies mit entsprechenden Labor- oder sonstigen Methoden abgeklärt werden.

Besteht nach allen Untersuchungen weiterhin die Möglichkeit, daß es sich um einen bösartigen Lymphknoten handelt, muß der Lymphknoten operativ entfernt werden, um ihn unter dem Mikroskop zu untersuchen. Häufig ist erst dann eine genaue Aussage möglich.

  1. Was muß ich als Patient tun? Wenn Sie bei sich einen vergrößerten Halslymphknoten entdecken und dieser länger als zwei Wochen besteht, sollten sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.
  2. Vermeiden Sie es aber unbedingt, ständig an dem Lymphknoten herumzutasten, da dies das Wachstum fördert und das Abheilen des Lymphknoten erschwert.

Sollte der Arzt Ihnen sagen, daß der Lymphknoten eher harmlos ist, muß nach spätestens zwei Monaten ein erneuter Arztbesuch erfolgen, wenn der Lymphknoten bis dahin nicht abgeheilt ist. Die Entscheidung, was dann weiter gemacht wird, hängt vom Einzelfall ab.

Können Lymphknoten schmerzen verursachen?

Definition: Was sind Lymphknoten? – Das Lymphsystem durchzieht den ganzen Körper, ähnlich wie der Blutkreislauf. Es ist wichtig für die körpereigene Abwehr, das Immunsystem. Geschwollene Lymphknoten oder Lymphknötchen entstehen, wenn das Lymphsystem besonders aktiv ist. Ein gesunder Mensch fühlt sein Lymphsystem und die etwa linsengroßen Lymphknötchen nicht.

Wie merkt man dass man Lymphdrüsenkrebs hat?

Der Lymphdrüsenkrebs (Lymphom) ist eine Krebserkrankung des lymphatischen Systems. Dazu gehören Lymphgefässe und Lymphknoten. Wie bei gewissen Formen der Leukämie entstehen Lymphome aus Blutzellen, den Lymphozyten. Im Unterschied zur Leukämie ist aber bei einem Lymphom in der Regel nicht die Blutbildung im Knochenmark betroffen, sondern nur einzelne Lymphknoten.

  • Daher kommt der Ausdruck Lymphdrüsenkrebs.
  • Man unterscheidet zwei Hauptgruppen von Lymphomen: Das Hodgkin-Lymphom und alle übrigen Lymphome, die unter der Bezeichnung Non-Hodgkin-Lymphom zusammengefasst werden.
  • Das Hodgkin-Lymphom gehört zu den weniger aggressiven Lymphdrüsenkrebserkrankungen.
  • Bei den Non-Hodgkin Lymphomen gibt es aggressive und weniger aggressive Formen.

Pro Jahr erkranken in der Schweiz etwa 1500 Personen an einem Lymphdrüsenkrebs. Damit ist der Lymphdrüsenkrebs die sechsthäufigste Krebsart in der Schweiz.85% der Lymphdrüsenkrebserkrankungen sind Non-Hodgkin-Lymphome. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.

  1. Ein Lymphdrüsenkrebs kann in jedem Alter auftreten, wobei das Hodgkin-Lymphom gehäuft im Alter zwischen 20 und 40 Jahren und die Non-Hodgkin-Lymphome oft erst nach dem 70.
  2. Altersjahr auftreten.
  3. Die Unterscheidung in die Hauptgruppen der Hodgkin-Lymphome und der Non-Hodgkin-Lymphome geschieht aufgrund der Eigenschaften und des Aussehens der Krebszellen.

Das Hodgkin-Lymphom, welches als charakteristische Eigenschaft sogenannte Riesenzellen enthält, wurde vom britischen Arzt Thomas Hodgkin entdeckt. Unter den Lymphomen gehört das Hodgkin-Lymphom zu den weniger bösartigen Lymphdrüsenkrebsarten. Bei frühzeitiger und konsequenter Behandlung sind die Heilungschancen gut.

Bei den Non-Hodgkin-Lymphomen gibt es bösartige und weniger bösartige Formen. Aber auch bei den bösartigen Formen kann heute in vielen Fällen eine Heilung oder eine deutliche Lebensverlängerung erzielt werden. Die Ursachen für die Entstehung eines Lymphoms sind nicht bekannt. Chronische Virusinfektionen wie HIV-Infektion oder Hepatitis sowie ein geschwächtes Immunsystem gelten als Risikofaktoren.

Charakteristische Beschwerden bei einem Lymphdrüsenkrebs sind Schwellungen der Lymphknoten und Allgemeinsymptome wie Fieber, Nachtschweiss, Gewichtsverlust und Müdigkeit. Geschwollene Lymphknoten kommen auch bei Infektionen oft vor und sind noch nicht unbedingt Grund zur Sorge.

  • Wenn die Schwellung jedoch länger anhält als einige Tage und mit Beschwerden wie Gewichtsverlust oder Nachtschweiss verbunden ist, sollte sie ärztlich unbedingt abgeklärt werden.
  • Diagnostiziert wird ein Lymphdrüsenkrebs aufgrund der Krankheitsgeschichte und mit verschiedenen Untersuchungen.
  • Dazu gehören Blutuntersuchungen, eine Biopsie von verdächtigen Lymphknoten und eine Knochenmarkspunktion,

Die Behandlung richtet sich nach der Art des Lymphdrüsenkrebses. Je nach Stadium der Erkrankung werden Chemotherapie, Strahlentherapie, oder eine Kombination von beidem eingesetzt. In bestimmten Situationen stellt die Stammzellentransplantation eine Behandlungsmöglichkeit dar.

Wo Schmerzen Lymphknoten?

KKI Erkrankungen Lymphome Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) Allgemeine Informationen Symptome

Autor: Maria Yiallouros, Erstellt am 27.11.2017, Zuletzt geändert: 28.05.2020 https://kinderkrebsinfo.de/doi/e15371 Die meisten NHL sind hochgradig bösartig. Sie führen aufgrund ihrer hohen Wachstumsgeschwindigkeit schnell zu Tumoren, die entweder sichtbar sind oder durch ihre Lage Krankheitszeichen (Symptome) verursachen.

  • Langsam wachsende und somit lange Zeit symptomlose Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) sind im Kindesalter selten.
  • Erste Symptom ‎ e eines NHL sind meist ungewöhnliche Lymphknotenschwellungen, die in der Regel keine Schmerzen verursachen.
  • Vergrößerte Lymphknoten ‎ können im Kopf-, Hals- und Nackenbereich, an Armen und Beinen, in der Achselhöhle, in der Leiste oder an mehreren Stellen gleichzeitig auftreten.
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Die Krankheit kann auch in Lymphknotenregionen beginnen, die von außen nicht sichtbar oder tastbar sind, zum Beispiel im Brust- oder Bauchraum. Große Lymphknoten im Bauchraum können sich durch Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Erbrechen und/oder auch durch Rückenschmerzen bemerkbar machen.

  • Unter Umständen kann es zu einem Darmverschluss kommen.
  • Sind Lymphknoten im Brustraum betroffen, zum Beispiel im so genannten Mediastinum ‎, dem Raum zwischen den beiden Lungenflügeln, kann es durch Druck auf Lunge und Atemwege zu Atembeschwerden, Husten und Atemnot kommen.
  • Ähnliche Symptome werden auch durch einen Befall der Thymusdrüse ‎ und/oder der Lunge und der Atemwege ausgelöst.

Häufig sind auch andere lymphatische und nicht-lymphatische Organe und Gewebe betroffen. So können Milz und Leber durch den Befall mit Lymphomzellen vergrößert sein (Splenomegalie beziehungsweise Hepatomegalie). Bei Patienten mit einem NHL kann es auch zu einem Befall der Hirnhäute ‎ kommen; Kopfschmerzen, Gesichtslähmungen, Sehstörungen und/oder Erbrechen können die Folge sein.

  • Nocheninfiltrationen können Knochenschmerzen verursachen.
  • Bei manchen Patienten ist die Zahl der funktionsfähigen weißen Blutzellen vermindert; diese Patienten sind dadurch vermehrt infektanfällig.
  • Bei ausgedehntem Befall des Knochenmark ‎ s kann auch die Zahl der roten Blutzellen und/oder Blutplättchen erniedrigt sein.

Der Mangel an roten Blutzellen führt zu einer Anämie ‎ ; der Mangel an Blutplättchen kann sich in einer Neigung zu punktartigen Blutungen ( Petechien ‎ ) äußern. Daneben können allgemeine (unspezifische) Krankheitssymptome wie Fieber, Gewichtsverlust, Nachtschweiß und Mattigkeit auftreten.

Drei der genannten Symptome kommen bei Patienten mit einem Lymphom häufig gemeinsam vor: Fieber (über 38°C) ohne erkennbare Ursache, starkes nächtliches Schwitzen und ein Gewichtsverlust von mehr als 10 % in sechs Monaten. Diese Symptomkombination wird auch als B-Symptomatik, die einzelnen Symptome als B-Symptome ‎ bezeichnet.

Die häufigsten Symptome sind in der folgenden Symptomliste zusammengefasst:

Ist ein geschwollener Lymphknoten gefährlich?

Geschwollene Lymphknoten wann sind sie gefährlich? Pressemitteilungen Sie befinden sich hier: 22.09.2020 • Diagnostik und Therapie bei Lymphknotenerkrankungen Geschwollene Lymphknoten zeigen eine Aktivierung des Immunsystems an und sind häufig bei akuten Infektionen vergrößert.

Dauerhaft vergrößerte Lymphknoten können aber auch auf Krebs hinweisen. Auch chronisch infektiöse Erkrankungen, wie die Tuberkulose und Mehrorganerkrankungen, wie die Sarkoidose können das Lymphsystem aktivieren.Prof.J. Theisen und Dr.C. Herr berichten auf diesem Forum über Möglichkeiten der Diagnostik bei Lymphknotenerkrankungen und werden u.a.

an Hand von Fallbeispielen dieses Thema vorstellen. Frau PD Dr.S. Jilg aus der onkologischen Praxis in Erding wird als ausgewiesene Expertin über das Thema Lymphdrüsenkrebs referieren. Datum: Dienstag, 29. September 2020 Zeit: 18:00 bis 19:30 Uhr Ort: Bildungszentrum für Gesundheitsberufe, Foyer EG, Raum 004 Referenten: Prof.

Dr. Jörg Theisen, Chefarzt der Viszeral- und Thoraxchirurgie,Dr. Claus Herr, Oberarzt für Innere Medizin PD Dr. Stefanie Jilg, Gemeinschaftspraxis Onkologie Erding WICHTIG – Anmeldung erforderlich unter: 08122 59 – 57 62 oder Bitte beachten Sie folgende Punkte: – Maskenpflicht: Besucher werden gebeten eine Maske mitzunehmen und sie während des Vortrags zu tragen.- Die Plätze im Vortragsraum sind begrenzt.

Bitte haben Sie daher Verständnis, falls eine Veranstaltung ausgebucht ist.- Jede Person muss einzeln angemeldet werden. – Für die Anmeldedaten gelten die gleichen Datenschutzbedingungen wie bei Besuch im Krankenhaus. Die Daten werden nach Ablauf von 30 Tagen datenschutzkonform entsorgt.

Wann mit geschwollenen Lymphknoten zum Arzt?

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen? – Wenn die Schwellung nach spätestens drei Wochen noch immer nicht nachgelassen hat, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Insbesondere wenn zusätzlich zu den geschwollenen und druckempfindlichen Lymphknoten noch weitere Symptome auftreten – wie etwa anhaltende Müdigkeit, Fieber oder ungewollter Gewichtsverlust.

Wohin strahlt Lymphdrüsenkrebs?

Achtung! Unsere Informationen zum Non-Hodgkin-Lymphom werden momentan überarbeitet. Quelle: © pressmaster – fotolia.com Non-Hodgkin-Lymphome stellen keine einheitliche Erkrankung dar, sondern bilden vielmehr eine äußerst komplexe Krankheitsgruppe. Der Verlauf eines Non-Hodgkin-Lymphoms richtet sich daher entscheidend danach, welche Form der Erkrankung bei einem Patienten vorliegt.

Non-Hodgkin-Lymphome gehen von entarteten Lymphozyten aus. Lymphozyten sind kleine weiße Blutkörperchen, die eine wichtige Rolle in der Immunabwehr spielen. Sie halten sich zu 90 Prozent im lymphatischen Gewebe (zum Beispiel in Lymphknoten, Milz, Thymusdrüse, Rachen- und Gaumenmandeln) auf, um dort ihre spezifische Funktion zu erfüllen.

Da sich im gesamten Körper lymphatisches Gewebe befindet, können Non-Hodgkin-Lymphome überall im Körper entstehen. Die Erkrankung beginnt meist in den Lymphknoten, kann aber auch in anderen lymphatischen Organen und Geweben ihren Ausgang nehmen. Gelegentlich entstehen Non-Hodgkin-Lymphome primär an inneren Organen – meist in den lymphatischen Geweben der Magenschleimhaut (MALT-Lymphome) – oder an der Haut (kutane T-Zell-Lymphome).

Die Krankheit kann sich zunächst innerhalb des lymphatischen Systems ausbreiten. Über den Blutweg können die Lymphomzellen das lymphatische System aber auch verlassen und Leber, Lunge, Knochenmark, Nase, Skelett sowie andere Organe befallen. Leber und Milz können durch den Befall mit Lymphomzellen stark vergrößert sein.

Bei manchen Lymphomformen werden – nach anfänglichem Befall der Lymphknoten – Lymphomzellen in großer Zahl ins Blut ausgeschwemmt. Man spricht daher auch von leukämischen Lymphomformen. Beispiele hierfür sind die chronisch lymphatische Leukämie (CLL) und die Haarzellenleukämie, die aus diesem Grund häufig auch als Leukämien definiert werden.

  • Über Blut- und Lymphgefäße erreichen die Lymphomzellen schließlich auch das Knochenmark und andere Organe.
  • Non-Hodgkin-Lymphome werden – nach Krankheitsverlauf und Prognose – in zwei Hauptgruppen eingeteilt: niedrigmaligne und hochmaligne Lymphome.
  • Hochmaligne (aggressive) Non-Hodgkin-Lymphome schreiten rasch fort und streuen bereits in frühen Krankheitsstadien Lymphomzellen im Körper aus.

Niedrigmaligne Lymphome wachsen dagegen relativ langsam. Unbehandelt verlaufen Non-Hodgkin-Lymphome (vor allem die hochmalignen Formen) meist tödlich. Die chronische lymphatische Leukämie (CLL), die zu den niedrigmalignen Lymphomen zählt und meist bei älteren Menschen auftritt, schreitet in der Regel auch ohne Behandlung so langsam fort, dass viele Patienten nicht an ihrer Erkrankung, sondern mit ihrer Erkrankung sterben.

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Wo Schmerzen Lymphknoten?

KKI Erkrankungen Lymphome Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) Allgemeine Informationen Symptome

Autor: Maria Yiallouros, Erstellt am 27.11.2017, Zuletzt geändert: 28.05.2020 https://kinderkrebsinfo.de/doi/e15371 Die meisten NHL sind hochgradig bösartig. Sie führen aufgrund ihrer hohen Wachstumsgeschwindigkeit schnell zu Tumoren, die entweder sichtbar sind oder durch ihre Lage Krankheitszeichen (Symptome) verursachen.

  • Langsam wachsende und somit lange Zeit symptomlose Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) sind im Kindesalter selten.
  • Erste Symptom ‎ e eines NHL sind meist ungewöhnliche Lymphknotenschwellungen, die in der Regel keine Schmerzen verursachen.
  • Vergrößerte Lymphknoten ‎ können im Kopf-, Hals- und Nackenbereich, an Armen und Beinen, in der Achselhöhle, in der Leiste oder an mehreren Stellen gleichzeitig auftreten.

Die Krankheit kann auch in Lymphknotenregionen beginnen, die von außen nicht sichtbar oder tastbar sind, zum Beispiel im Brust- oder Bauchraum. Große Lymphknoten im Bauchraum können sich durch Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Erbrechen und/oder auch durch Rückenschmerzen bemerkbar machen.

Unter Umständen kann es zu einem Darmverschluss kommen. Sind Lymphknoten im Brustraum betroffen, zum Beispiel im so genannten Mediastinum ‎, dem Raum zwischen den beiden Lungenflügeln, kann es durch Druck auf Lunge und Atemwege zu Atembeschwerden, Husten und Atemnot kommen. Ähnliche Symptome werden auch durch einen Befall der Thymusdrüse ‎ und/oder der Lunge und der Atemwege ausgelöst.

Häufig sind auch andere lymphatische und nicht-lymphatische Organe und Gewebe betroffen. So können Milz und Leber durch den Befall mit Lymphomzellen vergrößert sein (Splenomegalie beziehungsweise Hepatomegalie). Bei Patienten mit einem NHL kann es auch zu einem Befall der Hirnhäute ‎ kommen; Kopfschmerzen, Gesichtslähmungen, Sehstörungen und/oder Erbrechen können die Folge sein.

Nocheninfiltrationen können Knochenschmerzen verursachen. Bei manchen Patienten ist die Zahl der funktionsfähigen weißen Blutzellen vermindert; diese Patienten sind dadurch vermehrt infektanfällig. Bei ausgedehntem Befall des Knochenmark ‎ s kann auch die Zahl der roten Blutzellen und/oder Blutplättchen erniedrigt sein.

Der Mangel an roten Blutzellen führt zu einer Anämie ‎ ; der Mangel an Blutplättchen kann sich in einer Neigung zu punktartigen Blutungen ( Petechien ‎ ) äußern. Daneben können allgemeine (unspezifische) Krankheitssymptome wie Fieber, Gewichtsverlust, Nachtschweiß und Mattigkeit auftreten.

  1. Drei der genannten Symptome kommen bei Patienten mit einem Lymphom häufig gemeinsam vor: Fieber (über 38°C) ohne erkennbare Ursache, starkes nächtliches Schwitzen und ein Gewichtsverlust von mehr als 10 % in sechs Monaten.
  2. Diese Symptomkombination wird auch als B-Symptomatik, die einzelnen Symptome als B-Symptome ‎ bezeichnet.

Die häufigsten Symptome sind in der folgenden Symptomliste zusammengefasst:

Kann man die Lymphknoten spüren?

Ein paar kleine Knoten können oft bei gesunden Menschen ertastet werden. Größere und leicht ertastbare Lymphknoten können ein Zeichen einer Störung sein. Manchmal spricht man von „geschwollenen Drüsen’ und meint damit die Lymphknoten, besonders bei einer Schwellung am Hals.

Sind geschwollene Lymphknoten gutes Zeichen?

Lymphknoten: Seltsame Schwellung „Seit Wochen ertaste ich dicke Lymphknoten am Hals, fühle mich aber gesund. Was kann dahinterstecken?” fragt Dennis M. (23) Hausärztin Dr. Kristina Weiss, Dresden Bei einer Entzündung, erklärt Kristina Weiss, sind geschwollene Lymphknoten ein gutes Zeichen: Das Immunsystem, „der Arzt in jedem von uns”, ist aktiv. Ein Antibiotikum ist daher oft überflüssig, natürliche Unterstützung für die Abwehr der bessere Weg.

Es antwortet Dr. Kristina Weiss Eine Lymphknotenschwellung ohne weitere Krankheitssymptome kann einen erschrecken. Die Betroffenen fragen sich, ob in ihrem Körper eine ernste Erkrankung schlummert, vielleicht sogar Krebs. Meist steckt aber zum Glück eine harmlose Ursache dahinter, bei Schwellungen am Hals zum Beispiel eine Zahnwurzelentzündung, die Sie nicht spüren.

Gezielte Ursachensuche Grundsätzlich gilt: Hält eine Vergrößerung der Lymphknoten länger als zwei bis drei Wochen an, sollten Patienten damit zu ihrem Hausarzt gehen – selbst wenn die Knoten nicht schmerzen. Der Arzt tastet die Schwellung ab und klärt, ob sie weich ist, verschiebbar oder schmerzhaft.

Diese einfache Untersuchung liefert häufig schon entscheidende Hinweise. So rühren derbe, schmerzhafte Knoten in den Achselhöhlen oft gar nicht von den Lymphknoten her, sondern entstehen durch eine entzündete Haartalgdrüse. Sind wirklich Lymphknoten verändert, wird der Arzt Blut abnehmen. Unter Umständen macht er auch einen Ultraschall.

Er sucht nach Zeichen von Entzündungen, von Störungen des Immunsystems oder des Lymphflusses und bei Verdacht auch nach Krebs. Vor allem schmerzhafte Lymphknotenschwellungen haben aber fast nie mit Krebs zu tun. Sie sind vielmehr Zeichen einer gesunden und aktiven Abwehr.

  • Denn die Lymphknoten besorgen nicht nur das Filtern und Abtransportieren von Gewebewasser, sie sind zugleich ein Teil des Immunsystems.
  • Bei Entzündungen in ihrer Umgebung bilden sie massenhaft bestimmte Abwehrzellen, werden dadurch größer und schmerzen.
  • Nach Infektion länger dick Diese Reaktion ist jedem Menschen von einer Erkältung her vertraut.

Mit so einem akuten Infekt müssen Sie nur zum Arzt, wenn Sie starke Beschwerden spüren. Meist können Patienten die Heilung abwarten. Unterstützen Sie Ihren Körper, etwa mit einer Inhalation, greifen Sie nicht sofort zu fiebersenkenden Mitteln, und gönnen Sie sich Schlaf.

Wichtig zu wissen: Klingt ein Infekt ab, bleiben die Lymphknoten manchmal noch tagelang dick, obwohl sich der Patient besser fühlt. Das ist normal, solange der Trend Richtung Abschwellen geht. Sind die Lymphknoten nach zwei Wochen immer noch dick oder werden sie sogar größer, sollten Betroffene das beim Arzt abklären lassen.

Quelle: Wort&Bild Verlag; HausArzt-PatientenMagazin; Foto:W&B/Jürgen Lösel Druckversion Lymphknoten – seltsame Schwellung.pdf Adobe Acrobat Dokument 109.6 KB