Wieviel Wert Darf Mein Auto In Der Privatinsolvenz Haben?

Wieviel Wert Darf Mein Auto In Der Privatinsolvenz Haben
Was passiert mit meinem Auto, wenn es zu einer Privatinsolvenz kommt? Kann dieses eingezogen werden? Grundsätzlich besteht die Gefahr, dass Ihr Auto vom Insolvenzverwalter oder Treuhänder eingezogen und verwertet wird. Dasselbe gilt für Motorräder, Mopeds, Wohnwagen o.ä.

Lediglich in bestimmten Fällen besteht die Möglichkeit, dass das Auto bzw. Fahrzeug in Ihrem Besitz verbleibt. Die Frage, unter welchen vetraglichen Voraussetzungen Ihr Auto angeschafft wurde, ist dabei äußerst wichtig. Zu unterscheiden ist zwischen folgenden Varianten: A. Das Fahrzeug ist geleast.B. Das Fahrzeug ist finanziert.C.

Das Fahrzeug ist vollständig bezahlt.D, Das Fahrzeug wird Ihnen von dritter Seite zur Nutzung zur Verfügung gestellt.A. Leasingfahrzeug Wenn Sie ein Auto geleast haben, hat der Treuhänder keine Möglichkeit, das Auto einzuziehen. Solange Sie Ihre Leasingraten aus dem unpfändbaren Einkommen weiterhin bezahlen oder ein Dritter die Leasingraten für Sie übernimmt, können Sie das Fahrzeug nutzen, egal ob es sich um einen Mercedes, einen Seat oder einen VW handelt.

  • Leasinggeber ist die Leasingbank.
  • Nur diese hat das Recht, Ihnen den Leasingvertrag zu kündigen.
  • Solange die Leasingraten pünktlich gezahlt werden, hat die Bank keinerlei Interesse an einer Kündigung.B.
  • Finanziertes Fahrzeug I.
  • Der Wert des Autos ist geringer als die offene Kreditsumme Wenn Sie Ihr Fahrzeug auf Kredit gekauft haben, gilt zunächst auch hier, dass nur die finanzierende Bank ein Recht darauf hat, dieses einzuziehen und zu verwerten, da ein vertragliches Absonderungsrecht besteht.

Dieses deshalb, weil die Bank solange Eigentümer des Autos bzw. Motorrads oder Wohnwagens bleibt, bis die letzte Rate gezahlt ist. Für den Antrag auf Privatinsolvenz gilt, dass auch diese Bank als Insolvenzgläubiger im Gläubigerverzeichnis aufgeführt werden muss.

Sofern im Privatinsolvenzantrag kenntlich gemacht wurde, dass die Raten aus dem unpfändbaren Einkommen weiter bezahlt werden, droht keine Kündigung des Kreditvertrages. Das Auto kann weiterhin in Ihrem Besitz verbleiben und wird vom Treuhänder nicht eingezogen. In den meisten Fällen ist die auf dem Auto lastende Schuldensumme höher, als der Wert des Autos selbst.

Wenn das bei Ihnen der Fall sein sollte, droht keine Gefahr der Wegnahme. II. Der Wert des Autos ist höher, als die offene Kreditsumme Sollte das Auto mehr wert sein, als die Restschuldensmme, kann es passieren, dass der Treuhänder die Differenz zwischen Wert des Autos und Restschuldensumme von Ihnen als Geldbertrag zur Insolvenzmasse einfordert.C.

Das Fahrzeug ist vollständig bezahlt Wenn Ihr Fahrzeug vollständig bezahlt ist, der Wert nicht mehr als ca.2000,00 € beträgt und Sie dieses zur Fortführung Ihrer Erwerbstätigkeit brauchen, dürfen Sie das Auto im Fall der Privatinsolvenz behalten. Fortführung der Erwebstätigkeit bedeutet z.B., dass Ihre Arbeitsstelle nicht oder nur unter unzumutbaren Umständen mit öffentlichen Verkehrsmitteln (einfache Fahrt ab 1 1/2 Stunden auffwärts) erreichbar ist.

Dasselbe gilt auch, wenn Sie mit Ihrem Auto Kunden besuchen müssen. Wenn Sie das Auto lediglich zum Einkaufen oder für Freizeitaktivitäten vorhalten, kann der Treuhänder dieses verwerten, selbst wenn es sich um ein Auto handelt, was nur wenige hundert Euro wert ist.

ACHTUNG: Falls Sie vorhaben, Ihr Auto vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens an einen guten Bekannten oder an ein Familienmitglied zu verkaufen, um das Auto zu retten, ist äußerste Vorsicht geboten. Diese Handlung kann der Anfechtung durch den Insolvenzverwalter unterliegen.D. Das Fahrzeug steht im Eigentum Dritter In der Praxis kommt es oft vor, dass unsere Mandanten ein Auto von den Eltern oder dem Ehepartner nutzen.

Im Fall einer Privatinsolvenz ist diese Fallkonstellation kein Problem. Eine korrekte Deklarierung im Privatinsolvenzantrag über die Eigentumsverhältnisse ist jedoch unabdingbar, damit es keine Probleme mit dem Treuhänder gibt.

Wann ist ein Auto Unpfändbar?

6. Fazit – Haben Sie Schulden, ist die Pfändung Ihres Autos möglich. Ihr Gläubiger muss aber einen vollstreckbaren Titel haben und die Pfändung beantragen. Gehört der Wagen nicht Ihnen oder steht er im Gewahrsam eines Anderen, erschwert das die Pfändung.

  1. Eine Überpfändung ist grundsätzlich nicht erlaubt.
  2. Benötigen Sie oder Ihr Ehegatte das Auto für die Arbeit, ist es grundsätzlich unpfändbar.
  3. Eine Austauschpfändung ist möglich.
  4. Die Pfändung erfolgt durch ein Pfandsiegel.
  5. Ihr Auto wird anschließend durch öffentliche Versteigerung verwertet.
  6. Mit dem Erlös werden Ihre Schulden beglichen.

Sie können sich mit verschiedenen Mitteln gegen die Pfändung wehren. Meist ist aber Eile geboten. Bildquellennachweis: comzeal | Panthermedia

Was darf ein Auto in der Insolvenzverfahren?

Darf man bei Privatinsolvenz ein Auto besitzen? – Banken gewähren wegen der schlechten Bonität gewöhnlich keinen Autokredit trotz Privatinsolvenz. Wer Privatinsolvenz anmeldet, muss sich während der Insolvenzverfahrens und auch in der Wohlverhaltensperiode einschränken und auf viele Dinge verzichten.

Denn in dieser Zeit verwaltet der Treuhänder bzw. Insolvenzverwalter das pfändbare Schuldnervermögen (Insolvenzmasse), verwertet dies und verteilt den Erlös an die Gläubiger, um deren offene Forderungen so weit wie möglich zu tilgen. Für den Insolvenzschuldner stellt sich damit die Frage, ob er trotz Privatinsolvenz sein Auto behalten darf.

Normalerweise fällt ein Auto in die Insolvenzmasse. Allerdings wird der Treuhänder nur solche Gegenstände verwerten, also versteigern oder verkaufen, wenn er sich hiervon einen hohen Erlös verspricht. Handelt es sich um einen teuren, noch sehr neuen Wagen, muss der Insolvenzschuldner damit rechnen, dass er diesen herausgeben muss.

Ein altes Auto hingegen hat kaum noch Marktwert, sodass der Schuldner dieses in der Regel behalten darf. Schuldner können ihr Auto unter Umständen auch dann behalten, wenn sie dieses zur Fortführung des Berufs benötigen. In diesem Fall besteht ein Pfändungsschutz, Aber Achtung: Hierbei geht es nicht um den Weg zur Arbeit, sondern nur um die Ausführung der Arbeit, z.B.

als Pizza-Lieferant, Taxifahrer oder mobiler Krankenpfleger.

Wie kann ich mein Auto vor der Pfändung schützen?

Wie kann ich mein Auto vor der Pfändung schützen? – Möchten Sie Ihr Auto vor einer Pfändung schützen, müssen Sie einen Antrag auf Pfändungsschutz beim zuständigen Vollstreckungsgericht stellen und alle Tatsachen nachweisen, die einer Pfändung entgegenstehen.

Welches Auto bei Privatinsolvenz?

Möglichkeiten das Auto in der Privatinsolvenz zu behalten – Sollte der Schuldner bei Eröffnung der Privatinsolvenz vorbehaltloser Eigentümer des Autos sein und dieses nicht zur Fortsetzung seiner Erwerbstätigkeit benötigen, kann es zur Verwertung kommen, wenn er dem Insolvenzverwalter keinen Wertersatz überlässt.

  1. Der Wert des Pkw wird auf Kosten des Schuldners geschätzt und diesen kann er in Raten an den Insolvenzverwalter erstatten.
  2. Bei vollständigem Wertersatz wird der Pkw aus der Insolvenzmasse freigestellt.
  3. Das Auto bleibt trotz Privatinsolvenz im Eigentum des Schuldners.
  4. Darf mein Auto gepfändet werden? Anwalt Heckmann erklärt! – YouTube Privatinsolvenzanwalt 33 subscribers Darf mein Auto gepfändet werden? Anwalt Heckmann erklärt! Privatinsolvenzanwalt Watch later Share Copy link Info Shopping Tap to unmute If playback doesn’t begin shortly, try restarting your device.

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Kann ich ein Auto anmelden Wenn ich in der Privatinsolvenz bin?

Privatinsolvenz Auto anmelden auf einen anderen Namen – eine Lösung – Sollte der Schuldner trotz Privatinsolvenz ein Auto anmelden, das ihm gehört, so läuft er Gefahr, dass der Insolvenzverwalter dieses verwertet. Es besteht die Möglichkeit, dass Schuldner ihr Auto anmelden bei Privatinsolvenz – jedoch auf einen anderen Namen.

Wenn der Halter des Fahrzeugs nicht der Eigentümer ist, fällt der PKW auch nicht in die Insolvenzmasse, Denkbar ist z.B., dass ein Ehemann, der sich in der Verbraucherinsolvenz befindet, ein Auto auf den Namen seiner Ehefrau zulässt. In diesem Fall sollte aber auch der Kaufvertrag nur auf den Namen der Frau laufen.

Allerdings ist bei dieser Vorgehensweise Vorsicht geboten. Lassen Sie sich im Zweifel von einer Schuldnerberatung oder einem Anwalt beraten.

Welche Summe ist unpfändbar?

Wie hoch ist der Pfändungsfreibetrag/die Pfändungsfreigrenze? – Der unpfändbare Grundbetrag (Pfändungsfreigrenze) beträgt bis zum 30. Juni 2023 monatlich 1.330,16 Euro. Die Beträge beziehen sich auf das Nettoeinkommen der betroffenen Person. Unterhaltspflichten werden dabei berücksichtigt: Je nach Anzahl unterhaltsberechtigter Personen erhöht sich der Pfändungsfreibetrag.

Kann ich in der Privatinsolvenz ein Auto bar kaufen?

Nach der Privatinsolvenz Auto kaufen – eine Frage der Bonität und Finanzkraft – Im Zweifel ist es besser zu warten und die Finanzierung genau zu planen, statt während der Privatinsolvenz ein Auto zu kaufen. Einfacher ist es also, wenn sich der Schuldner geduldet, bis das Insolvenzverfahren abgeschlossen ist, In den nächsten drei Jahren nach der Restschuldbefreiung wird seine Kreditwürdigkeit gewöhnlich sehr schlecht eingeschätzt werden.

  1. Das liegt daran, dass die SCHUFA die Restschuldbefreiung drei Jahre in ihren Daten speichert,
  2. Eine SCHUFA-Auskunft fällt also noch lange nach Ihrer erfolgreich abgeschlossenen Privatinsolvenz negativ aus.
  3. Eine Autofinanzierung will außerdem gut überlegt und kalkuliert sein.
  4. Wer hier Fehler macht und beispielsweise den falschen Kredit wählt, landet unter Umständen in einer Schuldenfalle,

Gerade für Verbraucher, die erst eine Insolvenz hinter sich haben, ist das fatal. Sie können erst nach zehn Jahren wieder erneut eine Privatinsolvenz mit Restschuldbefreiung durchlaufen. ( 48 Bewertungen, Durchschnitt: 4,58 von 5) Loading.

Was passiert mit einem geleasten Auto bei Privatinsolvenz?

Leasingvertrag bereits vor der Privatinsolvenz abgeschlossen – Ein vom Schuldner geleastes Auto fällt nicht in die Insolvenzmasse, sondern ist das Eigentum des Leasinggebers. Der Insolvenzverwalter wird das Fahrzeug also nicht verwerten. Der Schuldner könnte also theoretisch sein Auto-Leasing trotz Insolvenz fortsetzen.

  1. Die Praxis sieht jedoch gewöhnlich anders aus.
  2. Der Leasinggeber wird den Leasingvertrag in der Regel kündigen, vor allem dann, wenn der insolvente Leasingnehmer bereits vor der Insolvenzeröffnung mit seinen Leasingraten in Zahlungsrückstand geraten ist.
  3. Er muss den Leasinggeber dann im Rahmen seines Insolvenzantrags als Insolvenzgläubiger angeben und darf die ausstehenden Raten nicht mehr an ihn zahlen, weil er sonst seine Restschuldbefreiung wegen einer unzulässigen Gläubigerbegünstigung riskieren würde.

Es ist deshalb so gut wie ausgeschlossen, ein Auto-Leasing trotz Privatinsolvenz fortzuführen. Tipp: Zwar ist dem Schuldner ein Leasing bei laufender Insolvenz nicht möglich, aber vielleicht hat er die Chance, dass eine ihm vertraute Person den laufenden Leasingvertrag übernimmt.

See also:  Wieviel Watt Sind 1 Kwh?

Welches Geld darf ich in der wohlverhaltensphase behalten?

Das Wichtigste zum Freibetrag bei Insolvenzverfahren – Kann ich den Freibetrag irgendwie erhöhen? In bestimmten Fällen lässt sich während der Privatinsolvenz der Freibetrag erhöhen. Hierzu muss ein Antrag beim Insolvenzgericht gestellt werden. Eine kostenlose und unverbindliche Beratung dazu, was in Ihrem Fall bezüglich der Erhöhung des Freibetrags möglich ist, erhalten Sie auf www.schuldenanalyse-kostenlos.de **,

  • Was passiert in der Privatinsolvenz mit dem Einkommen des Schuldners? Während der Wohlverhaltensphase muss ein Schuldner nur das pfändbare Einkommen an den Insolvenzverwalter abgeben.
  • Den Rest – den sogenannten Freibetrag – darf er für eine bescheidene Lebensführung behalten.
  • Wie hoch ist der Freibetrag während eines Insolvenzverfahrens? Schuldner dürfen während ihrer Privatinsolvenz mindestens 1.339,99 Euro behalten (Stand: 1.7.2022).

Sie können den während Ihrer Insolvenz geltenden Freibetrag dieser Tabelle entnehmen.

Was darf ich in der Privatinsolvenz und was nicht?

Geldbußen, Ordnungsgelder, Zwangsgelder und Forderungen aus zinslosen Darlehen. Nach § 302 Nr.2 – 3 InsO werden Geldbußen, Ordnungsgelder, Zwangsgelder sowie Forderungen aus zinslosen Darlehen (Stundung Ihrer Gerichtskosten) ebenso nicht von der Restschuldbefreiung umfasst.

Wie hoch ist die Grenze bei einem P-Konto?

Ein P-Konto bietet automatisch einen Pfändungsschutz von 1.340 Euro je Kalendermonat. Weitere Beträge können auf Nachweis freigegeben werden. Off Das P-Konto bietet Schutz vor Kontopfändungen in drei Stufen:

  1. Basisschutz für Guthaben in Höhe von 1.340 Euro Voraussetzung: Umwandlungsantrag des Kontoinhabers bei seiner Bank
  2. Erhöhter Freibetrag mit Bescheinigung bei Unterhalt / Sozial- oder Asylbewerberleistungen für weitere Personen im Haushalt / Kindergeld / einige weitere Leistungen Voraussetzung: Vorlage einer sogenannten P-Konto-Bescheinigung durch die Kontoinhaber:innen bei ihrer Bank
  3. Individuell festgesetzter Freibetrag mit Beschluss/Bescheid bei höheren Einkünften und Sonderfällen Voraussetzung: Antrag mit Nachweisen bei Vollstreckungsgericht/Vollstreckungsbehörde

Zur Umwandlung eines Girokontos in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) reicht ein entsprechendes Umwandlungsverlangen der Kontoinhaber:innen gegenüber ihrer Bank aus. Auf dem P-Konto ist dann grundsätzlich ein Guthaben in Höhe von 1.340 Euro je Kalendermonat vor Pfändungen und Verrechnung geschützt.

Weitere Beträge können auf Nachweis freigegeben werden. Nur in speziellen Fällen ist noch eine gerichtliche Entscheidung bzw. bei öffentlichen Gläubigern eine Entscheidung der vollstreckenden Behörde erforderlich. Auf diese Weise sind Arbeitseinkommen, Renten und Sozialleistungen genauso geschützt wie beispielsweise finanzielle Unterstützungen durch Dritte.

Bei einer Kontopfändung haben Sie in Höhe Ihrer geschützten Freibeträge weiterhin vollen Zugang zum Konto und können zum Beispiel Überweisungen vornehmen. Allerdings: Während Verschuldete keine Alternative zum P-Konto haben, ist es für Kontoinhaber:innen mit schwarzen Zahlen ohne Pfändung nicht zu empfehlen und auch unnötig.

  1. Denn Verbraucher:innen haben häufig noch mit hohen Preisen, eingeschränkten Leistungen und einer gewissen Stigmatisierung bei ihrer Bank zu rechnen, wenn sie ein P-Konto einrichten.
  2. Außerdem entfällt mit der Umwandlung die Möglichkeit, einen Dispokredit oder geduldete Überziehung zu nutzen, da P-Konten nur auf Guthaben-Basis geführt werden können.

Wir haben Wissenswertes rund ums Pfändungsschutzkonto zusammengestellt. Mehr Informationen finden Sie in unseren Fragen und Antworten zum Pfändungsschutzkonto (P-Konto),

  • Für jede:n nur eins: Ein P-Konto kann nur als Einzelkonto, also auf den Namen einer Person, geführt werden. Für Inhaber:innen eines Gemeinschaftskontos bedeutet dies, dass jede:r Kontoberechtigte am besten schon dann, wenn mit Pfändungen zu rechnen ist, ein Einzelgirokonto eröffnet, bevor jeweils die Umwandlung in ein Pfändungsschutzkonto erfolgen kann. Bei Einrichtung oder Umwandlung müssen Sie versichern, dass Sie kein weiteres P-Konto führen, denn jede Person darf nur eines haben. Das kann überprüft werden. Falsche Angaben hierbei können strafbar sein.
  • Nur auf Antrag: Schuldner, die den Kontopfändungsschutz nutzen wollen, müssen selbst aktiv werden. Entweder richten Sie ein neues Konto gleich als P-Konto ein oder wandeln das bestehende Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto um. Hierzu müssen Sie einen entsprechenden Antrag bei Ihrer Bank stellen. Da der P-Kontoschutz auch für Kontopfändungen wirkt, die bis zu 1 Monat vor Umwandlung bei der Bank zugestellt wurden, müssen Sie nicht unbedingt im Vorgriff auf eine drohende Pfändung umwandeln.
  • Umstellung kostenlos: Die Umwandlung des bestehenden Girokontos in ein P-Konto muss kostenfrei sein – nicht jedoch die Kontoführung. Diese darf allerdings nicht teurer werden als zuvor. Die Bank ist verpflichtet, die Umwandlung spätestens nach 4 Geschäftstagen vorzunehmen, wenn das Konto gepfändet wurde.
  • Mehr Schutz mit Bescheinigung: Auf dem P-Konto können weitere Beträge geschützt sein. Kindergeld, Unterhaltsverpflichtungen zum Beispiel für Ehegatten und Kinder sowie Sozial- oder Asylbewerberleistungen, die für weitere Personen im gemeinsamen Haushalt entgegengenommen werden, können den Grundfreibetrag um weitere Freibeträge erhöhen.

So steht Ihnen für die erste Person, der Sie aufgrund des Gesetzes Unterhalt gewähren (zum Beispiel Ehepartner, Kind) ein weiterer Freibetrag von 500,62 Euro zu. Hinzu kommen zusätzliche Freibeträge von jeweils 278,90 Euro, sofern Unterhalt für weitere gesetzlich Berechtigte geleistet wird.

Unterhaltsberechtigte Personen Freibetrag in Euro
1 1.840,62
2 2.119,52
3 2.398,42
4 2.677,32
5 2.956,22

Voraussetzung ist allerdings, dass Sie als Kontoinhaber:in Ihrer Bank eine Bescheinigung vorlegen, dass es sich um solche geschützten Freibeträge oder Geldeingänge handelt. Familienkassen und Sozialleistungsträger müssen, anerkannte Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen oder auch Arbeitgeber:innen können eine solche Bescheinigung ausstellen.

Durch eine Bescheinigung können Sie außerdem noch andere über die oben genannten pauschalierten Freibeträge hinausgehende Freibeträge gegenüber Ihrer Bank nachweisen (z.B. einmalige Sozialleistungen oder laufende Leistungen, die Sie zum Ausgleich eines durch gesundheitlichen Schaden bedingten Mehraufwandes erhalten), so dass dann auch diese Beträge auf dem Konto nicht gepfändet werden können.

Den gleichen Schutz können Sie auch durch einen Antrag beim Vollstreckungsgericht erreichen, wenn Sie vor Ort sonst keine Bescheinigung erhalten oder Ihre Bank die vorgelegte nicht akzeptiert. Höhere Freibeträge: Wenn das pfändungsfreie Einkommen höher ist als durch die Bescheinigung geschützt werden kann, sollten Sie zusätzlich beim Vollstreckungsgericht einen Antrag auf individuelle Kontofreigabe stellen.

  1. Bei einer Pfändung durch eine öffentliche Stelle (z.B.
  2. Finanzamt) stellen Sie den Antrag direkt dort.
  3. Hilfe bei dauernder Unpfändbarkeit: Erhalten Sie regelmäßig Guthaben unterhalb Ihres Freibetrages, können Sie beim Vollstreckungsgericht gemäß § 907 ZPO für jeweils maximal 12 Monate die „Anordnung der Unpfändbarkeit” des Kontoguthabens beantragen.

Damit ist das Konto insgesamt frei, alle Pfändungen laufen für diesen Zeitraum ins Leere und Ihr Kreditinstitut muss weder Freibeträge beachten noch Überwachungen durchführen. Das ist für alle Bezieher:innen von geringen, regelmäßigen Einkünften unterhalb des Freibetrages sinnvoll sowie bei einer Doppelpfändung von Lohn und Konto.

Kann man trotz P-Konto Mehr Geld abheben?

Wie gut kennen Sie Ihre aktuelle Schuldenhöhe? ✔️ Sehr gut, kenne die genaue Höhe 29% 💶 Kenne den ungefähren Betrag 30% 😐 Habe keinen Überblick mehr 42% 4274 Abstimmungsergebnisse Eine Kontopfändung ist Ihre Chance! Fast alle nehmen eine Kontopfändung zum Anlass, aktiv ihre Schulden anzugehen. Starten Sie wieder durch! Mit dem P-Konto schützen Sie einen Grundfreibetrag, den Sie mit Bescheinigungen noch erhöhen können. Wenn ein Gläubiger Ihr Konto pfänden lässt, sollten Sie so rasch wie möglich ein P-Konto einrichten. Damit erwirken Sie einen Pfändungsschutz für einen Freibetrag, der Ihnen jeden Monat zur Verfügung steht.

KindergeldPflegegeldKostenerstattung durch die KrankenkasseUnterhaltSozialleistungen für andere Personen in einer Bedarfsgemeinschafteinmalige Leistungenberufliche Mehraufwendungen

Sie legen Ihrer Bank eine Bescheinigung für die Beträge vor und diese schützt sie auf Ihrem P-Konto. Wie gebe ich Geld vom P-Konto aus? Wenn Sie Ihr Girokonto in ein P-Konto umwandeln lassen, ändert sich für Sie wenig: Sie können beim Einkaufen ganz normal mit Ihrer EC-Karte bezahlen und damit auch Geld am Automaten oder am Schalter abheben.

Es ist Ihnen auch möglich, Einzugsermächtigungen zu erteilen oder Daueraufträge einzurichten. Bei Einzugsermächtigungen und Daueraufträgen ist allerdings Vorsicht geboten: Das P-Konto ist ein reines Guthabenkonto. Einen Dispokredit haben Sie hier nicht. Das heißt, dass Sie nichts mehr abheben oder überweisen können, wenn Ihr Konto nicht gedeckt ist.

Auch diejenigen, denen Sie eine Einzugsermächtigung erteilt haben, bekommen kein Geld, wenn Ihr Konto durch die Abbuchung in Minus rutschen würde. Ihre Kreditkarte können Sie mit einem P-Konto ebenfalls nicht nutzen, wenn Sie ein P-Konto haben: Über Kredit zu kaufen, steht der Grundidee des Pfändungsschutzkontos entgegen. Könnten Sie sich vorstellen Privatinsolvenz anzumelden? 👍 Ja, habe ich vor 49% 💡 Bin unsicher wegen dem Verfahren 22% 👎 Nein, kommt nicht in Frage 30% 4917 Abstimmungsergebnisse Eine Kontopfändung ist Ihre Chance! Fast alle nehmen eine Kontopfändung zum Anlass, aktiv ihre Schulden anzugehen. Starten Sie wieder durch! Tipp: Berechnen Sie direkt bei der Umwandlung Ihres Girokontos in ein P-Konto, welche Fixkosten Sie haben und wie viel von Ihrem Freibetrag für die Daueraufträge und Einzugsermächtigungen auf dem Konto bleiben muss – so können Sie leichter planen! Wie schütze ich auf dem P-Konto möglichst viel Geld? Wenn Sie ein P-Konto einrichten lassen, berechnen Sie am besten sofort, welche Freibeträge zustehen.

Dafür können Sie den kostenlosen Freibetragsrechner auf schutzkonto.de benutzen. Sie beantworten nur einige Fragen zu Ihrer Situation und erhalten dann den passenden Betrag als Ergebnis. Im Anschluss können Sie Ihre Bescheinigung bei uns bestellen, wenn Sie das möchten. Sie erhalten sie zum günstigsten Onlinepreis und ohne jede Verzögerung.

Ist es Ihnen wichtig, dass die Bank die Bescheinigung so schnell wie möglich erhält, schicken wir sie auf Wunsch direkt für Sie dorthin.

Was passiert nach 3 Jahren Privatinsolvenz?

Nach Ablauf der drei Jahre ergeht die Restschuldbefreiung (siehe § 301 InsO). Das bedeutet, dass das Insolvenzverfahren beendet ist und Ihre Schulden mit diesem Zeitpunkt gelöscht werden. Grundsätzlich sind nur Schulden aus 'unerlaubter Handlung’ (wie etwa aus Straftaten, Ordnungswidrigkeiten etc.) nicht davon umfasst.

Was darf ich während der Privatinsolvenz kaufen?

Dürfen Sie in der Insolvenz ein Auto besitzen, geschweige denn kaufen? – Um die Frage zu beantworten, ob Sie in der Privatinsolvenz ein Auto kaufen dürfen, muss Folgendes festgehalten werden: Grundsätzlich gehören Autos in Insolvenzverfahren zur Insolvenzmasse, also zu all den Gegenständen, die Sie bei Eröffnung des Verfahrens besitzen oder währenddessen erhalten und die gepfändet werden dürfen. In der Privatinsolvenz ein Auto behalten statt kaufen, ist leichter. Dem Schuldner bleiben nach der Pfändung die nötigsten Dinge zum Leben, wie etwa Kleidung, Möbel oder einfache elektronische Geräte. Alles, was er nicht benötigt und verkauft werden kann, zieht der Insolvenzverwalter ein.

  1. Dazu kann auch das Auto gehören.
  2. Wenn Sie auf Ihren PKW weder wegen einer Behinderung, noch für das Ausüben Ihrer Arbeit angewiesen sind und es noch zu Geld gemacht werden kann, dürfen Sie es in einer Privatinsolvenz nicht behalten,
  3. Das gilt nicht für Autos, die beispielsweise schon sehr alt sind und daher kaum Einnahmen erzielen würden.

Und wie sieht es aus, wenn Sie sich ein Auto kaufen trotz Privatinsolvenz? Wenn Sie während der Privatinsolvenz kein Auto kaufen, Ihres dagegen nur behalten wollen, können Sie Ihr Kfz vom Insolvenzverwalter zurückgewinnen, Dafür müssen Sie ermitteln, was Ihr Wagen wert ist.

Was passiert mit Handyvertrag bei Privatinsolvenz?

Kündigung des Handyvertrags durch den Insolvenzverwalter – In der Regel ist nicht davon auszugehen, dass der Handyvertrag des Schuldners bei Eintritt in die Insolvenz gekündigt wird. Der Insolvenzverwalter (auch „Treuhänder genannte”) hat im Rahmen der Insolvenz zwar ein Sonderkündigungsrecht für Dauerschuldverhältnisse – jedoch macht er hiervon bei Handyverträgen eher selten Gebrauch.

Denn seiner Entscheidung liegt in der Regel ein einfacher Grundsatz zugrunde: Kann der Schuldner den Vertrag mit seinem unpfändbaren Einkommen bezahlen, ohne dass eine erneute Verschuldung zu befürchten ist, darf der Handyvertrag weiter laufen. Den bei Ihnen (un-)pfändbaren Betrag können Sie hier kinderleicht berechnen Aus diesem Grundsatz folgt, dass in aller Regel ein Handyvertrag unberührt bleibt.

Ausnahmen sind dann denkbar, wenn ein Geringverdiener einen besonders teuren Vertrag hat, dessen Kosten in keiner Relation zu seinem verfügbaren Einkommen stehen oder wenn gerade keine Flatrate abgeschlossen wurde, jedoch monatlich hohe Verbindungskosten anfallen.

  • TIPP VOM FACHANWALT : Wenn Sie bemerken, dass immer weniger vom monatlichen Einkommen übrig bleibt, schauen Sie insbesondere auf Ihren Handyvertrag.
  • Verursacht er hohe Kosten, kündigen Sie ihn zum nächstmöglichen Zeitpunkt.
  • Billiganbieter ermöglichen günstige Verträge, die die meisten Grundbedürfnisse abdecken.

Teure Handyverträge sind demgegenüber viel häufiger ein Schuldenfaktor, als man denken mag. Auch Prepaid-Verträge sind ein guter Ausweg. Von Handy-Versicherungen ist meist auch abzuraten. Die meisten Schuldner sollten also mit Ihrem Handyvertrag bei einer Insolvenz weiter so verfahren dürfen, wie bisher.

Was sind die Nachteile einer Privatinsolvenz?

Vor- und Nachteile der Privatinsolvenz – Ob die Anmeldung einer Privatinsolvenz bzw. Verbraucherinsolvenz sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab. Wir prüfen Ihren Fall gerne für Sie und stehen Ihnen mit kompetenten Experten zur Seite. Die folgenden Vor- und Nachteile können bei einer ersten Einschätzung helfen.

  • Zu den Vorteilen zählt, dass Schuldner nach Abschluss des Insolvenzverfahrens von ihren Schulden befreit werden.
  • Der Zeitpunkt für die Restschuldbefreiung ist klar definiert, sodass Planungssicherheit für den Schuldner besteht.
  • Seit Oktober 2020 dauert es drei Jahre, bis die restlichen Schulden erlassen werden.

Schon unmittelbar nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens dürfen Gläubiger nicht mehr vollstrecken oder Pfändungen durch einen Gerichtsvollzieher durchführen lassen. Es besteht weiterhin ein unpfändbarer Teil des Einkommens, über den Schuldner frei verfügen können.

Drei weitere Jahre nach der Restschuldbefreiung werden alle Schufa-Einträge gelöscht, die bis zur Eröffnung des Insolvenzfahrens bestanden. Auch das trägt zu einer Erleichterung für den Schuldner bei. Doch natürlich gibt es auch Nachteile der Privatinsolvenz: Besteht pfändbares Vermögen und Einkommen, das über den unpfändbaren Betrag hinausgeht, wird der Insolvenzverwalter dieses einziehen.

Außerdem gibt es für den Schuldner Pflichten für die Zeit des Verfahrens über drei Jahre. Ein außergerichtlicher Vergleich mit Gläubigern würde eine schnellere Lösung darstellen – allerdings auch voraussetzen, dass die Schulden (zumindest zum Teil) beglichen werden können.

Wird Privatinsolvenz in SCHUFA eingetragen?

Stand: 28.03.2023 11:29 Uhr Nach Abschluss einer privaten Insolvenz werden die Daten der Betroffenen von der Auskunftei Schufa künftig nur noch sechs Monate gespeichert. Die Schufa reagiert damit auf ein bevorstehendes Urteil des EuGH. Bereits vor anstehenden Gerichtsentscheidungen hat die Schufa, Deutschlands wichtigste Auskunftei für Finanzdaten, ihre Praxis geändert.

Sie verkürzt ab sofort die Speicherdauer für die Einträge zu abgeschlossenen Privatinsolvenzen von drei Jahren auf sechs Monate. Das teilte die Schufa heute mit. Damit wolle man Klarheit und Sicherheit für die Verbraucherinnen und Verbraucher schaffen, so eine Sprecherin gegenüber dpa. Die technische Umsetzung werde einige Wochen dauern.

Laut eines Gutachters am Europäischen Gerichtshof verstoßen Score-Werte der Schufa gegen Europarecht. mehr

Wie hoch sind die Kosten für eine Privatinsolvenz?

Im Insolvenzverfahren anfallende Kosten | Kanzlei Dr. Banse – Arbeitsrecht und Insolvenzrecht Gerichtskosten Ein Gerichtsverfahren kostet natürlich Geld. Die Gerichtskosten eines Verbraucherinsolvenzverfahren belaufen sich grob geschätzt auf etwa 2.000 €.

Das Insolvenzverfahren eines Selbstständigen ist noch teurer. Wenn Sie kein oder nur überschaubares pfändbares Einkommen haben, werden Ihnen die Gerichtskosten auf Antrag gestundet. Das bedeutet, dass Sie die Gerichtskosten erst einmal nicht bezahlen müssen. Die Staatskasse meldet sich aber nach Abschluss des Verfahrens, also nach Erteilung der Restschuldbefreiung, bei Ihnen und fordert die Gerichtskosten ein, sofern sie nicht während des Verfahrens aus der Masse bezahlt werden konnten.

Wenn Sie dann und der Folgezeit immer noch kein wesentliches denkbares Einkommen haben, schlägt die Staatskasse die Forderung endgültig nieder. Anwaltskosten Die Höhe der Anwaltskosten hängt ganz vom Aufwand ab. Eine Übernahme der Kosten durch den Staat gibt es leider nicht mehr.

Eine erste Beratung rechnen wir nach den gesetzlichen Gebühren ab, das sind bis zu 250,- € zuzüglich USt. Wenn Sie ein Verbraucher sind, also nicht selbstständig tätig bzw. Vertreter einer juristischen Person, bieten wir die Erstberatung zu einem Preis von 100,- € zuzüglich USt. an. Im Regelfall wissen Sie nach der Beratung, welche Möglichkeiten es gibt, um zu einem wirtschaftlichen Neustart zu kommen.

Wenn wir Ihre Schuldenbereinigung dann in die Hand nehmen, kommt es zu weiteren Anwaltskosten. Vorweg gesagt: Wir nehmen natürlich Rücksicht auf ihre schwierige wirtschaftliche Situation, Sie melden ja nicht umsonst Insolvenz an. Das bedeutet konkret: Wir akzeptieren Ratenzahlungen.

  • Die meisten unserer Mandanten stottern die Anwaltskosten monatlich ab.
  • Eine Einschränkung müssen wir aber machen: Spätestens wenn wir die Anträge an das Gericht schicken und unsere Tätigkeit abgeschlossen ist, muss unsere Gesamtrechnung bezahlt sein.
  • Die typischen Verbraucherinsolvenzverfahren sind einigermaßen kalkulierbar.

Deshalb können wir diese pauschal abrechnen, siehe Übersicht, Aber auch dies sind nur Richtwerte; bitte sprechen Sie mich schon in der Erstberatung auf die Kostenfrage an. Wenn der voraussichtliche Umfang unserer Tätigkeit schwer einzuschätzen ist, etwa bei dem Versuch außergerichtlicher Lösungen, bietet sich der Abschluss einer Zeithonorar-Vereinbarung an.

Welche Geldeingänge sind nicht pfändbar?

Kontopfändung Droht Ihnen eine Kontopfändung? Hier finden Sie übersichtliche Informationen zu diesem Thema und welche Handlungsalternativen Sie haben. Wer Schulden hat und diese nicht mehr zurückzahlen kann, dem droht schnell eine Kontopfändung. Durch eine solche Zwangsvollstreckungsmaßnahme versucht der Gläubiger, sein ihm zustehendes Geld einzufordern.

Nach einer Kontopfändung wird das Guthaben auf Ihrem Konto bis zur Höhe der Pfändung gesperrt. Es gibt keinen automatischen Schutz Ihres Existenzminiums, auch nicht eventueller Sozialleistungen. Somit wird das gesamte Girokontoguthaben gesperrt. Auszahlungen sind nur noch möglich, wenn Ihr Girokonto mehr Guthaben als der gepfändete Betrag ausweist. Dies gilt auch für Daueraufträge und Lastschriften. Auch Ihre Sparkassen-Card (Debitkarte) ist im Zahlungsverkehr nicht mehr einsetzbar.

Eine Entsperrrung des Kontos ist ausschießlich durch sofortige Bezahlung der Pfändung möglich. Damit Miete, Strom und Lebensmittel trotz Pfändung bezahlt werden können, lässt sich das Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) umwandeln. Trotz laufender Pfändung kann damit monatlich über einen gesetzlich festgelegten Betrag verfügt werden.

Das P-Konto schützt den monatlichen Betrag fortwährend: Man muss den Freibetrag also nicht direkt nach dem Geldeingang abheben, sondern kann das Girokonto normal weiter nutzen. Ist der Freibetrag noch nicht überschritten, werden auch Lastschriften, Überweisungen und Daueraufträge ausgeführt. Die gesetzliche Freigrenze für eine Person liegt momentan bei 1.340,00 Euro pro Kalendermonat.

Bei Unterhalts-verpflichtungen kann eine Erhöhung beantragt und über das Formular „Bescheinigung nach §903 Abs.1 ZPO” bei uns nachgewiesen werden. Grundsäzlich darf jeder Inhaber eines Girokontos sowie der gesetzliche Vertreter unter folgenden Voraussetzungen sein Konto auf ein P-Konto umstellen bzw.

Sie sind keine juristische Person. Das Girokonto lautet auf eine Einzelperson (keine Gemeinschaftskonten). Sie selbst sind Kontoinhaber bzw. der gesetzliche Verteter des Kontoinhabers. Sie besitzen noch kein P-Konto bei der Sparkasse Karlsruhe oder einem anderen Kreditinstitut.

Die Umwandlung ist auf Wunsch für Kunden auch vorsorglich ohne Vorliegen einer Pfändung möglich. Hier finden Sie eine Übersicht der häufigsten Fragen zum Thema Pfändung und P-Konto. Eine Kontopfändung ist eine Zwangsvollstreckungsmaßnahme, mit der ein Gläubiger sein ihm zustehendes Geld einfordern kann.

  • Dadurch wird das betroffene Konto des Zahlungspflichtigen gesperrt und das darauf liegende Geld gepfändet, um die bestehenden Schulden begleichen zu können.
  • Wird einer Geldforderung nicht nachgekommen, kann der Gläubiger eine Pfändung auf dem Girokonto veranlassen.
  • Dies erfolgt durch die Zustellung eines beim Amtsgericht erwirkten Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses oder einer Pfändungs- und Einziehungsverfügung an die Sparkasse.

Ein Gläubiger ist z.B. ein Unternehmen, das gegen Sie eine Geldforderung aus Leistungen oder Käufen hat, die Sie von ihm bezogen haben. Sie erhalten schriftlich eine ausführliche Information über die Zustellung der Pfändung durch einen Gerichtsvollzieher oder einen öffentlich rechtlichen Gläubiger wie bspw.

  1. Das Finanzamt, die Krankenkasse oder das Hauptzollamt.
  2. Auskünfte speziell zu Ihrer Pfändung kann Ihnen ausschließlich der enstprechende Gläubiger geben.
  3. Welche Auswirkungen eine Pfändung auf Ihre Bankverbindung hat und welche weiteren Schritte Sie vorzunehmen haben, finden Sie hier auf unserer Homepage.

Sollten Sie weitere Informationen wie z.B. zum auszahlbaren Betrag benötigen, wenden Sie sich unter der Telefonnummer 0721 146-1020 an unsere Pfändungshotline (erreichbar Montag-Freitag von 09.00-16.00 Uhr). Trotz laufender Pfändung kann mit einem „Pfändungsschutzkonto” (P-Konto) monatlich über einen gesetzlich festgelegten Betrag zur Existenzsicherung verfügt werden.

  1. Das P-Konto schützt den monatlichen Betrag fortwährend: Man muss den Freibetrag also nicht direkt nach dem Geldeingang abheben, sondern kann das Girokonto normal weiter nutzen.
  2. Auch Lastschriften, Überweisungen und Daueraufträge werden, sofern der Freibetrag noch nicht überschritten ist, ausgeführt.
  3. Der Pfändungsschutz gilt jedoch nur für das Guthaben.

Wer sein Konto also überzieht, muss es zuerst ausgleichen, um das Existenzminimum wieder zu schützen. Jedes Girokonto, das auf eine Einzelperson läuft, kann durch einen Antrag bei einer Sparkasse oder einer Bank kostenlos in ein P-Konto umgewandelt werden.

Für das P-Konto selbst fallen jedoch monatliche Kontoführungsgebühren über 7,90 € an. Ein P-Konto schützt nicht vor einer Pfändung. Wir haben zudem keine Möglichkeiten, die Gründe oder die Umstände einer Pfändung zu prüfen. Weiterführende Informationen können nur beim Gläubiger angefordert werden. Als Privatkunde können Sie über eine Zusatzvereinbarung Ihr bestehendes Girokonto in ein P-Konto umwandeln.

Wichtig ist, dass es sich um ein Einzelkonto handelt und Sie nicht bereits über ein anderes P-Konto verfügen (auch nicht bei anderen Kreditinstituten). Die Umwandlung kann entweder vorsorglich ohne Vorliegen einer Pfändung erfolgen oder auch, wenn bereits eine Zwangsvollstreckungsmaßnahme eingeleitet wurde.

Geschieht dies innerhalb von 4 Wochen ab Zustellung des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses oder einer Pfändungs- und Einziehungsverfügung an die Sparkasse, dann gilt die Schutzwirkung des P-Kontos ab Zustellung des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses oder der Pfändungs- und Einziehungsverfügung.

Das bedeutet, dass Sie sich den Freibetrag auch bis zu vier Wochen nach Eingang der Pfändung sichern können. Ist bei einem Gemeinschaftskonto nur ein Kontoinhaber von der Pfändung betroffen, wird trotzdem das Gemeinschaftskonto gesperrt. Ein P-Konto kann dann ausschließlich auf die Einzelpersonen angelegt werden.

  1. Sofern es sich um Einzelkaufleute oder selbstständige, natürliche Person handelt, kann das P-Konto angelegt werden.
  2. Für juristische Personen ist eine Anlage ausgeschlossen.
  3. Solange keine Pfändungen vorliegen, hat die Zusatvereinbarung zum Pfändungsschutzkonto keine Auswirkungen auf bestehende Kredite.

Der gesetzlich festgelegte Pfändungsfreibetrag beträgt aktuell 1.340,00 € pro Monat. Eine Erhöhung ist grundsätzlich möglich (z.B. bei minderjährigen Kindern im Haushalt). Der erhöhte Freibetrag muss über das Formular „Bescheinigung nach §903 Abs.1 ZPO” bei uns nachgewiesen werden.

Eine Erhöhung ist grundsätzlich möglich (z.B. bei minderjährigen Kindern im Haushalt). Der erhöhte Freibetrag muss über das Formular „Bescheinigung nach §903 Abs.1 ZPO” bei uns nachgewiesen werden. Den Nachweis des Anrechts auf einen erhöhten Freibetrag kann durch den Arbeitgeber, Familienkasse, Jobcenter, Rechtsanwälte, Steuerberater und anerkannte Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen ausgestellt werden.

Sofern diese Stellen keine Bescheinigung ausstellen, hat das Vollstreckungsgericht auf Antrag die Erhöhungsbeträge durch Beschluss festzusetzen. Der verfügbare Betrag und der pfändbare Betrag ist der Teil des Grundfreibetrages, der noch nicht ausgeschöpft ist. Automatische Abmeldung in 20 Sekunden Automatische Abmeldung in 20 Möchten Sie die Sitzung fortsetzen? Wir, als Ihre Sparkasse, verwenden Cookies, die unbedingt erforderlich sind, um Ihnen unsere Website zur Verfügung zu stellen. Wenn Sie Ihre Zustimmung erteilen, verwenden wir zusätzliche Cookies, um zum Zwecke der Statistik (z.B.

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i : Kontopfändung

Sind die 300 Euro Energiepauschale Pfändbar?

Ende der Diskussion und Heilung durch den Gesetzgeber? – Mit dem Jahressteuergesetz 2022 (JStG 2022) intendiert der Gesetzgeber die Regelung, dass die Energiepreispauschale unpfändbar ist ( § 122 Satz 2 EStG ), Das Gesetz ist z.Zt. des Redaktionsschlusses noch nicht verabschiedet,

  1. Zur Begründung führt der Gesetzgeber an: „Der neue Satz 2 regelt, dass die Energiepreispauschale nicht pfändbar ist.
  2. Mit der Gesetzesänderung soll sichergestellt werden, dass die Energiepreispauschale den Empfängern tatsächlich zur Verfügung steht und nicht von Gläubigern gepfändet werden kann.
  3. Dadurch können die Empfänger die Energiepreispauschale einsetzen, um Zahlungen zu leisten, die durch gestiegene Energiekosten verursacht wurden „.

Eine Übergangsregelung ist nicht vorgesehen, was im Sinne einer echten Rückwirkung auch verfassungsrechtlich zumindest bedenklich wäre. Dies wäre war keine Feststellung, die der Rechtsanwender zu treffen hätte, sondern die verfassungsgerichtlich zu klären wäre.

  • Es scheint aber auch dahinstehen zu können, denn jedenfalls hat der Gesetzgeber einen Willen zur Rückwirkung (auch wenn er vorhanden gewesen sein mag), in Art.43 nicht zum Ausdruck gebracht.
  • Eine verfassungskonforme Auslegung des JStG 2022 muss also zu dem Ergebnis kommen, dass die Regelung zur Unpfändbarkeit erst ab dem ersten Tag nach der Verkündung Gültigkeit haben soll (vgl.

Inkrafttreten, Art.43 JStG 2022). Dass dies unter Umständen bedeutet, Gleiches ungleich zu behandeln, ist eine verfassungsrechtlich zu wertende Frage, die nach hiesigem Dafürhalten aber nicht den Raum dafür öffnet, in jedem Fall über § 765a ZPO zu generellem Pfändungsschutz auch für die Vergangenheit zu gelangen.

Was ändert sich 2023 beim P-Konto?

Zusätzlich ein Pfän­dungs­schutz­kon­to? – Jeder Schuldner hat das Recht, ohne ein gerichtliches Verfahren Pfändungsschutz für ein Girokonto zu bekommen, in Form eines sogenannten P-Kontos ( § 850k ZPO ). Der Schutzbetrag auf dem Pfän­dungs­schutz­kon­to gewährt zunächst einmal nur einen statischen Grundfreibetrag, der unabhängig von der Höhe des Einkommens für alle Betroffenen gleich hoch ist.

Die geschützte Summe beträgt seit 1. Juli 2022 monatlich 1.339,99 Euro; ab 1. Juli 2023 steigt der geschützte Betrag auf 1.409,99 €. Es kann sein, dass der Pfändungsschutz bei Arbeitseinkommen höher ist als der Basispfändungsschutz durch das Pfän­dungs­schutz­kon­to, etwa weil der Kontoinhaber mehr verdient und sich der Pfändungsfreibetrag dadurch erhöht.

Dadurch kann ein bereits gepfändeter Lohn durch eine zusätzliche Kontopfändung nochmals der Pfändung unterzogen werden. Um das volle unpfändbare Einkommen zu sichern, kannst Du einen Antrag auf Aufstockung des Pfändungsfreibetrages stellen ( § 850k ZPO Abs.4 ZPO ).

Welche Zahlungen sind unpfändbar?

Pfändung von Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld und Überstunden. In unserer erfahren Sie, was von Ihrem Nettoeinkommen pfändbar ist. Sonderleistungen und -zahlungen, wie z.B Weihnachtsgeld oder Überstunden, werden gesondert behandelt. Hier gibt es viele Sonderregelungen, die zu beachten sind. Wichtig ist für Sie natürlich auch, dass Sie wissen, was nicht pfändbar ist.

In der Regel wissen die Arbeitgeber wie die Berechnung zu erfolgen hat. Aber bei kleinen Firmen kann es schon mal vorkommen, dass Fehler erfolgen. Was ist an Sonderleistungen vom Gehalt pfändbar oder auch nicht pfändbar? Die Angaben in der Pfändungstabelle beziehen sich auf Ihr Grundgehalt. Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld und ähnliches sind gesondert geregelt.

Die Unpfändbarkeit ist nur dann gültig, wenn sie nicht den Rahmen des Üblichen übersteigen. Unpfändbare Bezüge sind zum Beispiel:

für geleistete Mehrarbeitsstunden (Überstunden) sind 50% unpfändbar Zuschläge für Arbeit an Sonn- und Feiertagen sowie Nachtschichtzuschläge Urlaubsgeld Zahlungen aus Anlass eines besonderen Betriebsereignisses und Treuegelder Aufwandsentschädigungen, Auslöse und sonstige soziale Zulagen Gefahren, Schmutz- und Erschwerniszulage die Hälfte des Weihnachtsgeldes, aber dieses darf 500,00Euro nicht überschreiten und muss als Weihnachtsgeld auf dem Lohnzettel bezeichnet sein Erziehungsgeld, bis zu einer bestimmten Höhe Studienhilfe und ähnliche Zahlungen Sterbe oder Gnadenbezüge aus Arbeitsverhältnissen Blindenzulage monatliche Leistungen auf vermögenswirksame (spar) Verträge Heiratshilfe und Geburtshilfen, sofern die Schulden nicht aus diesen selbst stammen Einzahlungen für die Riester-Rente ()

Nur bedingt pfändbar sind:

Unterhalt, Renten Bezüge aus Witwen-, Waisen-, Hilfs- und Krankenkassen fortlaufende Einkünfte aus Stiftungen Ansprüche aus Lebensversicherungen auf den Todesfall bei einer Versicherungssumme von unter 3579 Euro.

Voll pfändbare Bezüge sind zum Beispiel:

Essenzuschüsse Zuschläge für Schichtarbeit sowie Zuschläge für Arbeit an Samstagen Geldwertvorteile für die private Mitnutzung eines Dienstwagens und Dienstwohnungen Guthaben bei der Betriebskostenabrechnung (z.B. für die Wohnung)

: Pfändung von Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld und Überstunden.

Welche Leistungen sind unpfändbar?

Nicht pfändbar sind: Sozialhilfe, Erziehungsgeld, Mutterschaftsgeld und Sozialleistungen zum Ausgleich von Mehraufwendungen durch Körper- und Gesundheitsschäden, z.B. Pflegegeldanspruch des häuslich Pflegebedürftigen. Elterngeld, Wohngeld und Kindergeld sind nur unter besonderen Umständen pfändbar.

Wann ist eine Forderung unpfändbar?

Arten unpfändbarer Gegenstände – Das Zwangsvollstreckungsrecht unterscheidet bei den unpfändbaren Gegenständen zwischen unpfändbaren Sachen und unpfändbaren Forderungen / Rechten. Im Folgenden werden einige Beispiele aufgeführt. Unpfändbare Sachen sind laut ZPO beispielsweise:

Kleidung, Wäsche, Betten, Haus- und Küchengerät Nahrungsmittel, Feuerungsmittel und Beleuchtungsmittel, notwendig für einen Zeitraum von 4 Wochen notwendige Gegenstände für die Fortführung der Erwerbstätigkeit beschränkte Anzahl an Haustieren, eine Milchkuh oder je zwei Schweine, Ziegen, Schafe, die für die Ernährung notwendig sind

Unpfändbare Forderungen / Rechte sind laut ZPO beispielsweise:

Arbeitseinkommen, Arbeitsentgelte und Versorgungsrenten unterliegen einer teilweisen Unpfändbarkeit (§ 850 ZPO) Bankguthaben; auf Antrag und Nachweis spezieller Kriterien nach § 850I ZPO nicht abtretbare Forderungen (§ 851 ZPO)

Welche Dinge sind unpfändbar?

2.3.1 Katalog der unpfändbaren Sachen nach § 811 ZPO – Der Kreis der unpfändbaren Sachen ergibt sich aus § 811 ZPO, Danach sind unpfändbar:

Die dem persönlichen Gebrauch oder dem Haushalt dienenden Sachen, insbesondere Kleidungsstücke, Wäsche, Betten, Haus- und Küchengeräte, soweit der Mieter ihrer zu einer seiner Berufstätigkeit und seiner Verschuldung angemessenen bescheidenen Lebens- und Haushaltsführung bedarf. Hierzu gehören u.a. auch eine Nähmaschine, ein Fahrrad, eine Uhr, ein Staubsauger, ein Rundfunkgerät, ein Kühlschrank, eine Waschmaschine und eine Wäscheschleuder. Nach heutiger Rechtsauffassung muss auch ein Fernsehgerät als unpfändbar angesehen werden. Pfändbar sind dagegen eine Stereoanlage, eine Bügelmaschine, eine Geschirrspülmaschine oder eine Tiefkühltruhe; die für den Mieter, seine Familie und seine Haushaltsangehörigen auf 4 Wochen erforderlichen Nahrungs-, Feuerungs- und Beleuchtungsmittel oder, soweit für diesen Zeitraum solche Vorräte nicht vorhanden sind und ihre Beschaffung auf anderem Wege nicht gesichert ist, der zur Beschaffung erforderliche Geldbetrag; Haustiere des Mieters; diejenigen Gegenstände, die der Mieter benötigt, um seinen Erwerb sicherzustellen (Arbeitsgeräte und Arbeitsmaterialien); angemessene Kleidungsstücke; die Geschäftsbücher eines Mieters oder dessen Kundenkartei, auch wenn diese Unterlagen einen allgemeinen Wert haben ; Familienpapiere, Trauringe, Orden- und Ehrenzeichen.