Wieviel Umkleidezeit Steht Mir Zu?

Wieviel Umkleidezeit Steht Mir Zu
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Hallo! Schichtarbeit/Blaumann Hose-Jacke-Schuhe-T-Shirt! Gibt es ein Minimum an Umkleidezeit? Es werden bei uns 2 Minuten vor Schichtbeginn und 2 Minuten nach der Schicht zugestanden effektiv braucht man doch länger als diese 2 Minuten für das umkleiden. Weiß jemand ob es eine Mindestzeit gibt und wenn nicht dann vielleicht wer und wie die Zeit fürs umkleiden berechnet werden?

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4 Antworten Erstellt am 29.11.2019 um 22:17 Uhr von celestro von einer Mindestzeit habe ich noch nie etwas gehört. Macht mMn aber auch nicht wirklich Sinn, weil es ja in verschiedenen Firmen unterschiedlich lange dauert. Die Zeit sollte natürlich ausreichend bemessen sein.

  • Gibt es einen BR? Der hätte hier mAn ein Mitbestimmungsrecht.
  • Erstellt am 01.12.2019 um 13:21 Uhr von alraune Hallo, wenn Umkleidezeit Arbeitszeit ist, dann kleidet man sich während der Arbeitszeit um.
  • Unser Arbeitgeber möchte dass wir bereits umgezogen und pünktlich am Arbeitsplatz zu erscheinen haben.

Deshalb schreibt er uns für jeden Dienst X Minuten für das Umziehen gut. Die meisten empfinden diese Zeit als zu knapp, der AG möchte daran aber nichts ändern. Also stehen wir eben diese X Minuten vor Dienstbeginn in der Umkleide, wenn es mit dem Umziehen länger dauert,dann kommen wir eben später zu unserer Arbeitsstelle.Bis auf den obersten Chef,der sich nicht umziehen muss, praktizieren alle dieses vorgehen.

  1. Der Betriebsrat,hält sich in dieser ganzen Sache eher bedeckt.
  2. Erstellt am 02.12.2019 um 15:24 Uhr von TomScho Hallo Don Erpel und alraune, anbei eine, wie ich finde, gute Zusammenstellung zu diesem Thema.
  3. Von gesetzlichen Regelung über den Zeitraum habe ich auch noch nichts gehört oder gelesen.
  4. Macht doch einfach mal eine eigene Erhebung der Zeiten und schafft Fakten mit denen Ihr zum BR gehen könnt.

https://www.haufe.de/personal/arbeitsrecht/arbeitskleidung-umziehen-und-duschen-als-bezahlte-arbeitszeit_76_316644.html Erstellt am 03.12.2019 um 21:51 Uhr von jimbob2019 Arbeitvorbereitende Maßnahmen gehören zur Arbeitzeit und müssen vergütet werden.

Wie lange darf die Umziehzeit dauern?

Schätzung der Umkleidezeit durch die Gerichte – Nach Auffassung des BAG haben die Vorinstanzen den zeitlichen Umfang der vergütungspflichtigen Umkleide- und Wegezeit in Höhe von 27 Minuten rechtsfehlerfrei unter Anwendung von § 287 Abs.2 ZPO ermittelt.

  1. Hierzu führte das Gericht aus, dass diejenige Zeit vergütungspflichtig ist, die für das An- und Ablegen der Arbeitskleidung und das Zurücklegen der damit verbundenen innerbetrieblichen Wege erforderlich ist.
  2. Bei der Ermittlung der Zeitspanne ist ein modifizierter subjektiver Maßstab anzulegen.
  3. Der Arbeitnehmer darf also seine Leistungspflicht nicht frei selbst bestimmen, sondern muss unter angemessener Ausschöpfung seiner persönlichen Leistungsfähigkeit arbeiten, so dass „erforderlich” nur die Zeit ist, die der einzelne Arbeitnehmer für das Umkleiden und den Weg zur und von der Umkleidestelle im Rahmen der objektiven Gegebenheiten unter Ausschöpfung seiner persönlichen Leistungsfähigkeit benötigt.

Wenn ein Arbeitnehmer hierfür seiner Darlegungs- oder Beweislast nicht nachkommen kann, darf das Gericht die erforderlichen Umkleidezeiten und die damit verbundenen Wegezeiten nach § 287 Abs.2 ZPO schätzen (BAG, Urteil vom 26.10.2016, 5 AZR 168/16). Schlagworte zum Thema:, : Umkleidezeit ist Arbeitszeit und kann vom Gericht geschätzt werden

Wie viel Zeit zum Umziehen Arbeitszeit?

Haufe.de Shop Akademie Service & Support Top-Thema 24.11.2022 Umkleidezeit als Arbeitszeit im öffentlichen Dienst Bild: MEV Verlag GmbH, Germany Wann zählen Umkleidezeiten im öffentlichen Dienst zur Arbeitszeit? Viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst müssen sich erst einmal umziehen, bevor sie ihre Arbeit aufnehmen, z.B. in Pflege- und Betreuungseinrichtungen oder im Krankenhaus.

Wird Umziehzeit bezahlt?

6. Fazit –

  • Arbeitszeit bedeutet nicht automatisch auch Vergütungspflicht: Diese Begriffe sind nicht identisch und es können unterschiedliche Regelungen für die Einordnung gelten.
  • Ob Umziehzeiten vergütungspflichtig sind, richtet sich danach, was im Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder in den Betriebsvereinbarungen gesondert für solche Zeiten oder anderenfalls allgemein für Arbeitszeiten geregelt ist.
  • Ordnet der Arbeitgeber Umkleidezeiten im Betrieb an oder legt der Arbeitnehmer auffällige Berufskleidung im Betrieb an und ab, so dass eine private Nutzung ausgeschlossen ist, zählen diese Umziehzeiten stets zur vergütungspflichtigen Arbeitszeit.

Was zählt zur Umkleidezeit?

Ist Umkleidezeit bezahlte Arbeitszeit? – Das An- und Ausziehen von Kleidung an sich Privatsache und damit grundsätzlich keine Arbeitszeit, Sie ist also nicht nach § 611a BGB zu vergüten. Die Umkleidezeit gilt nach der Rechtsprechung der Arbeitsgerichte jedoch dann als bezahlte Arbeitszeit, wenn das Umziehen der „Befriedigung eines fremden Bedürfnisses” dient und nicht zugleich ein eigenes Bedürfnis erfüllt.

Diese sperrige Voraussetzung ist dann erfüllt, wenn der Arbeitgeber Sie als Beschäftigte dazu anweist, eine bestimmte Dienstkleidung bei der Arbeit zu tragen. Zu entlohnen sind in diesen Fällen neben der Zeit für das reine An- und Ablegen der Kleidung auch alle anderen Tätigkeiten, die damit direkt im Zusammenhang stehen.

Dies umfasst etwa das Abholen der Dienstkleidung, die Auswahl, Anprobe und Entgegennahme der Kleidung sowie die Wegezeit zu dem Umkleidebereich. Im Gegenzug liegt keine bezahlte Arbeitszeit vor, wenn das Umkleiden auch „eigene Bedürfnisse” erfüllt. Zum besseren Verständnis hierzu zwei Beispiele :

Sollten Sie unauffällige Dienstkleidung (z.B. ein Hosenanzug oder ein schwarzes Shirt bei Kellnern) schon zu Hause anlegen, obwohl der Arbeitgeber sowohl Umkleideräume vor Ort zur Verfügung stellt als auch die Zeit vor Ort vergütet, erfüllen Sie damit auch ein eigenes Interesse. Dieses eigene Interesse ist laut der Rechtsprechung darin zu sehen, bekleidet in die Öffentlichkeit zu treten. Daher hat der Arbeitgeber für diese Zeit nichts zu zahlen.

Ist die Dienstkleidung hingegen besonders auffällig (z.B. bei Feuerwehrleuten oder Ärzten in weißen Kitteln), erfüllen Sie bei verpflichtetem Anziehen zuhause grundsätzlich kein eigenes Interesse, da die besondere Kleidung hervorsticht. Das ist aber dann anders, wenn Ihnen gestattet ist, die Kleidung auch außerhalb der Arbeitszeit zu tragen und Sie sich trotz Umkleidemöglichkeit im Betrieb dafür entscheiden, sich zuhause umzuziehen. Dann liegt auch ein eigenes Interesse vor, da Sie keine eigenen Kleidungsstücke auf dem Arbeitsweg brauchen.

Kann mir mein Chef vorschreiben was ich anziehen muss?

Kann der Arbeitgeber einen speziellen Dresscode vorgeben? In vielerlei Berufen gelten an der Arbeitsstelle Kleiderregeln, die aus verschiedenen Gründen vorgeschrieben werden. Doch ist der Arbeitgeber überhaupt berechtigt, seinen Angestellten vorzuschreiben, was diese tragen sollen? Regelungen dazu können sich im Arbeitsvertrag oder in einem Anwendung findenden Tarifvertrag ergeben.

  • Der Arbeitgeber hat auch im Rahmen seines Direktions- und Weisungsrechts die Möglichkeit, Vorschriften hinsichtlich der Bekleidung zu treffen.
  • Dies folgt aus § 106 GewO.
  • Jedoch kann nicht pauschal festgehalten werden, inwieweit der Arbeitgeber die Kleiderordnung bestimmen kann.
  • Notwendig ist folglich stets eine Interessenabwägung unter Berücksichtigung des jeweiligen Einzelfalles.
See also:  Wieviel Grundsteuer Zahlt Man FüR 1.000 Qm?

Zu unterscheiden sind Vorgaben hinsichtlich der Berufs- und Dienstkleidung sowie der Schutzkleidung. Berufskleidung Berufskleidung wird meistens von den Arbeitgebern vorgegeben, um ein einheitliches Erscheinungsbild nach außen zu wahren. Durch die Berufskleidung sollen Kunden und Geschäftspartner direkt eine Zuordnung treffen können, zu welchem Unternehmen der Mitarbeiter gehört.

Insbesondere bei Berufen, die eine gewisse Seriosität ausstrahlen oder einen erhöhten Kundenkontakt erfordern, hat der Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse, dass seine Mitarbeiter gepflegt und angemessen gekleidet den Kunden gegenüber treten. Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer jedoch nicht grundlos einen bestimmten Dresscode vorschreiben, sondern der Arbeitgeber braucht ein berechtigtes Interesse.

Im Rahmen von Arbeits- und Tarifverträgen werden regelmäßig Vereinbarungen hinsichtlich der Arbeitskleidung getroffen. Regelungen bezüglich der Farbe oder Marke der Kleidung, kann der Arbeitgeber nicht vorschreiben, sondern dem Arbeitnehmer muss ein Mindestmaß an individueller Gestaltungsmöglichkeit bleiben.

Dem Betriebsrat steht ein Mitbestimmungsrecht gem. § 87 I Nr.1 Betriebsverfassungsgesetz zu. Dienstkleidung Unter Dienstkleidung versteht man Kleidung, die aufgrund eines dienstlichen Interesses zur besonderen Kennzeichnung während der Arbeit getragen wird. Das Tragen einer bestimmten Dienstkleidung wird in der Regel in Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen geregelt, zudem kann sich eine Pflicht zum Tragen aus Unfallverhütungsvorschriften ergeben.

Typische Beispiele für Berufe, in denen eine Dienstkleidung vorgegeben wird, sind bei der Polizei, Bundeswehr und Feuerwehr. Dienstkleidung ist durch den Arbeitgeber, anders als Berufskleidung, unentgeltlich zu stellen. Schutzkleidung Schutzkleidung dient der Sicherheit des Arbeitnehmers, um diesen vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu schützen.

Dazu zählen insbesondere Helme, Schutzbrillen, Handschuhe oder sonstige Bekleidung. Durch die Schutzkleidung sollen Folgen von Unfällen bei gefährlichen Tätigkeiten, die Einwirkung von schädigenden flüssigen oder gasförmigen Stoffen ausgeschlossen werden. Der Arbeitgeber ist verpflichtet die Schutzkleidung zu stellen und der Arbeitnehmer ist im Gegenzug dazu verpflichtet diese zu tragen und bestimmungsgemäß zu verwenden (§ 15 Abs.2 ArbSchG).

Durch das Arbeitsschutzgesetz wird der Arbeitgeber verpflichtet die branchenüblichen Hygiene- und Unfallverhütungsvorschriften einzuhalten. Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. : Kann der Arbeitgeber einen speziellen Dresscode vorgeben?

Wann und wo beginnt die Arbeitszeit?

Denn die eigentliche Arbeitszeit beginnt formal mit dem Betreten des Firmengeländes. Das heißt: Der Gang vom Eingang bis zum konkreten Arbeitsplatz zählt ge nauso dazu wie die Zeit, bis alle Arbeitsgeräte einsatzbereit sind, zum Beispiel das Hochfahren des Computers oder das Einräumen ei ner Auslage.

Ist Rüstzeit gleich Arbeitszeit?

BAG-Entscheidungen: Höchstrichterliche Rechtsprechung zur Rüstzeit – Was besagt die Rechtsprechung zur Rüstzeit? Wenn es im Arbeitsrecht zu einem bestimmten Punkt keine gesetzlichen Regelungen gibt, hilft oft ein Blick auf die vertraglichen. Manchmal legt bereits d er Arbeits- bzw. Tarifvertrag oder eine entsprechende Betriebsvereinbarung fest, ob die Rüstzeit zur vergütungspflichtigen Arbeitszeit zählt.

Urteil vom 11.10.2000: Die Rüstzeit, die zum An- und Ablegen der vorgeschriebenen Schutzkleidung erforderlich ist, ist zwar Arbeitszeit, aber nicht vergütungspflichtig, Die Argumentation für diese Entscheidung war, dass der Beschäftigte (ein Müllwagenfahrer bzw. Müllwerker) gemäß Arbeitsvertrag nur für die Tätigkeit als Fahrer/Müllwerker bezahlt würde. Nur wenn der Vertrag die Umkleidezeiten ausdrücklich zur vergütungspflichtigen Arbeitszeit erklärte, könnte der Arbeitnehmer eine Bezahlung für diese Zeit erwarten. (BAG, 11.10.2000 – Az.5 AZR 122/99) Beschluss vom 10.11.2009: Ist das Tragen von Arbeitskleidung fremdnützig, fällt das An- und Ausziehen in die vergütungspflichtige Arbeitszeit, Fremdnützigkeit bedeutet, dass das Tragen der Kleidung nicht im Interesse des Beschäftigten liegt, sondern allein in dem des Arbeitgebers, Dieser Umstand ist auch dann erfüllt, wenn besagte Kleidung sich zwar prinzipiell als Freizeitkleidung eignet, sie aber so auffällig ist, dass eine eindeutige Identifikation mit der Firmenkultur des Arbeitgebers besteht. In dem besagten Fall ging es um die Angestellten eines IKEA-Möbelhauses und ihre markante blau-gelbe Dienstkleidung, die sie auch außerhalb der Arbeit als IKEA-Mitarbeiter erkennbar machte. (BAG, 10.11.2009 – Az.1 ABR 54/08) Urteil vom 19.09.2012: Ordnet der Arbeitgeber an, dass die Beschäftigten ihre Arbeitskleidung erst im Betrieb anlegen dürfen, zählt die Umkleide- bzw. Rüstzeit zur vergütungspflichtigen Arbeitszeit, Gleiches gilt für dadurch entstehende innerbetriebliche Wegezeiten, wie z.B. zwischen der Umkleide und dem Arbeitsplatz. (BAG, 19.09.2012 – Az.5 AZR 678/11) Beschluss vom 17.10.2015: Hier kam es zu einem ähnlichen Fall wie bei der „IKEA-Entscheidung” von 2009. Das BAG entschied, dass das An- und Ausziehen auffälliger Dienstkleidung (in diesem Fall der des Fahrpersonals für den öffentlichen Nahverkehr in Stuttgart) in die vergütungspflichtige Arbeitszeit fällt. (BAG, 17.11.2015 – 1 ABR 76/13)

Ist Umziehen und Duschen Arbeitszeit?

5. Fazit –

  • Dusch- und Waschzeiten zählen zur Arbeitszeit, wenn dies arbeits- oder tarifvertraglich bestimmt wird.
  • Für die Frage der Vergütung von Dusch- und Waschzeiten können abweichende Regelungen gemäß Arbeits-, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarungen gelten.
  • Dusch- und Waschzeiten sind bei fehlender Regelung einer Vergütung dann zu bezahlen, wenn der Arbeitnehmer hierzu rechtlich verpflichtet ist und die Reinigung ausschließlich fremdnützig ist, also allein im Interesse der Arbeit erfolgt.

Ist Arbeitsschuhe anziehen Arbeitszeit?

Was hat es mit auffälliger Dienstkleidung auf sich? – Verfügt die Dienstkleidung beispielsweise über ein Firmenlogo, welches für den Mitarbeiter die Zugehörigkeit zum Betrieb signalisiert, so hat der Beschäftigte ein berechtigtes Interesse, die Kleidung nicht bereits zu Hause anzulegen.

Anders verhält es sich etwa mit Businesskleidung für Bankangestellte oder Beamte, denn diese eignet sich auch für die private Nutzung, Wichtiger Hinweis: Für Berufe, in denen Sicherheits- und Schutzkleidung wie Sicherheitsschuhe oder spezifische Berufsbekleidung Pflicht sind, gilt die Umkleidezeit als Arbeitszeit.

Als „ auffällig ” gilt die Kleidung unter Umständen jedoch auch schon ohne Firmenlogo. So darf auch der Kranken- oder Altenpfleger, dessen Berufsbekleidung in der Regel ausschließlich in Weiß gehalten ist, auf die Anrechnung von Umkleidezeit bestehen.

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Wann gehört Duschen zur Arbeitszeit?

Vergütung für das Duschen? – Zur Einordnung von Dusch- bzw. Waschzeiten liegt bislang keine gesicherte Rechtsprechung vor. Das LAG Düsseldorf geht nun davon aus, dass solche eher nur für die Mitarbeiter selbst nützlich sind und daher nicht zur Arbeitszeit gehören (Vergleich vom 03.08.2015, 9 Sa 425/15).

Welche Arbeitskleidung steht mir zu?

Gesetzlich vorgeschriebene Schutzkleidung – Im Handwerk, im medizinischen Bereich oder bei der Feuerwehr zu arbeiten, kann gefährlich sein. Deshalb schreiben verschiedene Gesetze in vielen Fällen Schutzkleidung vor. Dabei kann es sich beispielsweise um Schutzanzüge.

Was darf man auf der Arbeit tragen?

Grenzlasten: Frauen nicht mehr als 25 Kilogramm – Männer nicht mehr als 40 Kilogramm – Anders als man allerdings meinen könnte, sind die Gewichte, die man manuell heben und tragen darf, nicht gesetzlich reglementiert. Auf die Frage, wie viel ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin heben oder tragen darf, kann so auch der Facharzt nur Risikofaktoren und keine Grenzwerte oder Ähnliches nennen.

„Wir gehen davon aus, dass ab einem Gewicht von 25 Kilogramm bei Frauen und 40 Kilogramm bei Männern bereits beim einmaligen Heben eine Gefährdung der Gesundheit vorliegen kann”, sagt Liebers und verweist sogleich darauf, dass bei einer Bewertung noch weitere Faktoren – wie zum Beispiel die Häufigkeit des Hebens – berücksichtigt werden müssen.

So heißt es anders herum bei der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro, dass Einzellasten von fünf Kilogramm für Frauen und zehn Kilogramm für Männer mit gesundem Rücken und bei richtiger Körperhaltung als unbedenklich hinsichtlich einer bandscheibenbedingten Erkrankung einzustufen seien.

  • Gleichzeitig betont die BG: „Heben und Tragen ist allerdings ein komplexes Zusammenspiel vieler Faktoren.
  • Von Bedeutung sind insbesondere Alter, Geschlecht, physische Konstitution, Körperhaltung, Bewegungsräume, Gewicht und Greifmöglichkeiten der Last sowie Hebehöhe, Tragdistanz, Häufigkeit und Dauer der Handhabung.

Eine Gefährdungsbeurteilung darf sich daher nie auf das Lastgewicht alleine beziehen.” Als Basis dient hierbei die sogenannte Lastenhandhabungsverordnung mit Vorschriften für das berufliche Heben und Tragen. Doch diese schreibt nur den Weg fest, wie das Risiko bestimmt werden muss, das durch diese Tätigkeiten in einem Betrieb entsteht.

Kann mein Arbeitgeber mich in eine andere Schicht versetzen?

Eine Kollegin würde am nächsten Tag viel lieber die Frühschicht übernehmen und man selbst hat am Abend noch große Pläne – da kommt schnell die Idee auf, einfach die Schichten zu tauschen. Diese Lösung erscheint für alle Beteiligten praktisch und effizient, weil beide Parteien damit einverstanden sind.

  • Häufig tauschen Mitarbeiter auch untereinander die Schichten, um den Vorgesetzten zu entlasten und die Organisation im Team nicht unnötig zu verkomplizieren.
  • Allerdings ist ein selbst initiierter Schichtwechsel aus rechtlicher Sicht nicht erlaubt und nur nach Absprache mit dem Vorgesetzten, beziehungsweise der Stationsleitung, möglich.

Der Arbeitgeber hat in diesem Fall das Weisungsrecht gemäß § 106 Gewerbeordnung : Nach der Verkündung des Schichtplans haben sich die Angestellten daran zu halten. Zwar werden in vielen Betrieben die Wünsche der Mitarbeiter während der Erstellung des neuen Dienstplans berücksichtigt, sofern sie nicht im Arbeits- oder Tarifvertrag vereinbart sind. Registrieren Sie sich jetzt und testen Sie Aplano 14 Tage im vollen Umfang unverbindlich und kostenlos Warum ist der Schichttausch untersagt? Diese Regelung schützt nicht nur den Arbeitgeber vor chaotischen Schichtwechseln und daraus resultierenden Personalausfällen – auch die Mitarbeiter profitieren davon.

Der Vorgesetzte darf keinen spontanen Schichttausch anordnen und einem Mitarbeiter abends mitteilen, dass er am nächsten Morgen einspringen soll. Generell gilt: Jeder Schichtwechsel muss im Dienstplan vermerkt sein. Es gibt zwar keine eindeutige gesetzliche Regelung dazu, wie lange im Voraus eine kurzfristige Dienstplanänderung angekündigt werden muss, aber aus einem Urteil des Arbeitsgerichtes Berlin ( 05.10.2012 – 28 Ca 10243/12 ) geht hervor, dass der Arbeitgeber die Dienstplanänderung mindestens vier Tage vorher kommunizieren muss.

Das Verbot eines spontanen Schichttausches schützt also Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen. Hinzu kommt, dass ein selbst initiierter Schichttausch aus haftungsrechtlicher Sicht problematisch ist. Im Krankenhaus haftet beispielsweise die Schichtleitung, wenn ein Fehler oder ein Unfall auf eine falsche Personaleinsatzplanung zurückzuführen ist.

  • Der willkürliche Wechsel im Schichtplan kann also ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen.
  • Schichten tauschen: Vorteile einer Dienstplan-Software Eine Dienstplan-App hilft in diesen heiklen Situationen: Wenn ein Mitarbeiter seine Schicht unbedingt tauschen will, kann der Manager oder Administrator im digitalen Schichtplaner einen offenen Slot erstellen, auf den sich andere Kollegen mit wenigen Klicks bewerben können.

Die Anträge werden bei der Personaleinsatzplanung geprüft und je nach Qualifikation akzeptiert. Durch das Eintragen der Verfügbarkeiten können die Arbeitszeiten flexibel geplant und angepasst werden, ohne lästige Absprachen via Telefon oder WhatsApp. Mit dem Dienstplaner von Aplano ist der Schichttausch daher ebenso einfach wie eine mündliche Absprache, aber wird vom Vorgesetzten abgesegnet.

So sind die Planungsprozesse für alle Beteiligten transparent, unkompliziert und effizient. Andrea Bruchwitz Andrea Bruchwitz hat Medien und Literatur in Tübingen studiert. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie für die internationale Editionsgalerie LUMAS und war als Editor bei einer großen Medienagentur tätig.

Sie hat für Publikationen wie die Bunte geschrieben und das Blogazin mindful-mag.com gegründet. Seit neustem arbeitet sie freiberuflich gemeinsam mit dem Aplano-Team.

Was darf der Chef nicht verlangen?

Muss ich private Dinge berichten? – Bier ist Bier und Schnaps ist Schnaps – dieses Sprichwort kennt man vielleicht in ein einem etwas anderen Zusammenhang. Das heißt aber nicht, dass es deshalb nicht stimmt. Ihr Chef darf nicht von Ihnen fordern, private Dinge zu berichten, die Sie nicht von sich aus erzählen würden.

Bin ich verpflichtet mit meinem Chef zu reden?

Keine „Vertragsgespräche” gegen den Willen des Arbeitnehmers – Keine Pflicht zur Teilnahme an einem Personalgespräch besteht außerdem, wenn der Arbeitgeber nicht über das Erbringen der Arbeitsleistung sprechen will, sondern über eine Änderung des bestehenden Vertrages oder gar über dessen Beendigung BAG, Urteil v.23.6.2009, 2 AZR 606/08).

  • Das Weisungsrecht des Arbeitgebers, so das Bundesarbeitsgericht, bezieht sich nur auf die Konkretisierung des bestehenden Vertragsinhalts, nicht jedoch auf dessen Änderung.
  • Ein Grund für ein Personalgespräch liegt also vor, wenn der Vertrag verschlechtert werden soll, etwa weil das Unternehmen Einsparungen vornehmen will.
See also:  SteuererkläRung Steuerklasse 1 Wieviel Bekommt Man ZurüCk?

Das BAG stellte klar: Der Arbeitnehmer hat keinerlei Pflicht, mit dem Arbeitgeber über eine Änderung des Arbeitsvertrags Gespräche zu führen. Auch das Weisungsrecht ermöglicht es dem Arbeitgeber nicht, „Vertragsgespräche” gegen den Willen des Arbeitnehmers anzuordnen.

Kann man Arbeitskleidung vom Lohn abziehen?

Haufe.de Shop Akademie Service & Support Nach § 3 Nr.31 EStG kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer typische Berufskleidung kostenlos und steuerfrei zur Verfügung stellen oder übereignen. Erhält der Arbeitnehmer die Berufskleidung zusätzlich zum Arbeitslohn, unterstellt die Finanzverwaltung, dass es sich um typische Berufskleidung handelt, sofern nicht das Gegenteil offensichtlich ist.

  • Allerdings setzt die Steuerfreiheit voraus, dass dem Arbeitnehmer tatsächlich Aufwendungen für die Anschaffung von Arbeitskleidung entstehen; fehlende Nachweise gehen – wie im Fall eines Saalassistenten einer Spielbank – zulasten des Steuerpflichtigen.
  • Strittig ist auch hier immer wieder, wann typische Berufskleidung gestellt wird.

Hierzu wurde entschieden, dass

ein mit einem aufgebügelten Firmenemblem versehener Blazer, den der Arbeitgeber Arbeitnehmern für die Dauer einer Messe überlässt und anschließend wieder zurücknimmt, als typische Arbeitskleidung anzusehen ist ; die Gestellung einheitlicher, während der Arbeitszeit von Mitarbeitern eines Lebensmittelkonzerns zu tragender bürgerlicher Kleidung im eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers liegen kann, sodass kein geldwerter Vorteil entsteht ; die jährliche Überlassung der neuesten Kollektion hochwertiger Kleidungsstücke durch den Arbeitgeber an Mitglieder der Geschäftsleitung zu Repräsentationszwecken keine Arbeitskleidung darstellt.

Daraus wird bereits deutlich, dass die Nichterfüllung der Voraussetzungen für die Steuerbefreiung zu einem geldwerten Vorteil in Höhe des Werts bzw. Nutzungswerts der Kleidung führt. Überlässt ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern typische Berufskleidung unentgeltlich zur Nutzung, hat dies keine umsatzsteuerlichen Konsequenzen; es handelt sich um eine nicht steuerbare Leistung.

Kann der Arbeitgeber die Arbeitszeiten ändern wie er will?

Billiges Ermessen – Zwar kann der Arbeitgeber per Direktionsrecht die Arbeitszeiten frei bestimmen, darf dies allerdings nicht nach willkürlichen Maßstäben veranlassen, sondern muss nach dem Prinzip des billigen Ermessens agieren. Ob dies der Fall ist, hängt sehr stark vom Einzelfall ab.

  1. Grundsätzlich kann der Arbeitgeber bestehende Dienst- oder Arbeitspläne nachträglich ändern.
  2. Jedoch muss man als Arbeitnehmer auch nicht fortlaufend damit rechnen, dass man von einer kurzfristigen Planänderung erschlagen wird.
  3. Gemäß §12 Abs.3 TzBfG ist der Arbeitnehmer vier Tage im Voraus über die Arbeitszeit zu informieren.

Bei einer kürzeren Frist ist der Arbeitnehmer dazu berechtigt, die Arbeitsleistung zu verweigern.

Was ist die minimale Arbeitszeit pro Tag?

Als Mindestarbeitszeit pro Einsatztag sind zwei Stunden vertraglich vereinbart. Dann kann der Arbeitgeber die Aushilfskraft im Laufe einer Woche z.B. am Dienstag gar nicht, am Mittwoch für zwei Stunden, am Donnerstag für zwei Stunden und am Freitag für vier Stunden zur Arbeit einbestellen.

Wie lange darf man am Stück in der Pflege arbeiten?

Wie viele Tage am Stück darf man in der Pflege arbeiten? – Laut derzeitigem darf die Höchstarbeitszeit im Jahresdurchschnitt nicht mehr als 48 Stunden pro Woche betragen. Gleichzeitig sind die oben beschriebenen Vorgaben des ArbZG zu Höchstarbeitszeit, Arbeit an Sonn- und Feiertagen sowie zu Ersatzruhetagen zu beachten.

  • Dadurch dürfen Beschäftigte in der Pflege meist bis zu 19 Tage am Stück arbeiten.
  • Zur Erklärung: Wenn eine Pflegekraft am Montag anfängt zu arbeiten und die nächsten zwei Wochen komplett arbeitet (inklusive der zwei Sonntage), muss der Ersatzruhetag für den ersten Sonntag erst spätestens 14 Tage danach gewährt werden.

Damit dürfen Mitarbeitende in der Pflege sieben plus zwölf Tage hintereinander arbeiten, also 19 Tage am Stück. Diese Grenze gilt auch in anderen Bereichen, an denen Arbeiten an Sonn- und Feiertagen erlaubt sind.

Ist Duschen während der Arbeitszeit erlaubt?

5. Fazit –

  • Dusch- und Waschzeiten zählen zur Arbeitszeit, wenn dies arbeits- oder tarifvertraglich bestimmt wird.
  • Für die Frage der Vergütung von Dusch- und Waschzeiten können abweichende Regelungen gemäß Arbeits-, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarungen gelten.
  • Dusch- und Waschzeiten sind bei fehlender Regelung einer Vergütung dann zu bezahlen, wenn der Arbeitnehmer hierzu rechtlich verpflichtet ist und die Reinigung ausschließlich fremdnützig ist, also allein im Interesse der Arbeit erfolgt.

Wie oft muss der Arbeitgeber Arbeitskleidung stellen?

Muss der Arbeitgeber die Arbeitskleidung stellen? Arbeitskleidung bezeichnet Kleidungsstücke, die der eigenen Kleidung Schutz bieten sollen und für die Durchführung bestimmter Arbeitsleistungen erforderlich sind. Im Alltag treffen wir auf Arbeitsbekleidung in zahlreichen Branchen und Bereichen wie, Pflege oder in Fitnessstudios.

Sind teildienste erlaubt?

Wie darf der Arbeitgeber um Teildienste entscheiden? – Zwar entspricht es der allgemeinen Auffassung, dass der Arbeitgeber einseitig im Rahmen seines Direktionsrechts die Lage und Verteilung der Arbeitszeit festlegen kann. Dies ist bezüglich der Festlegung von Teildiensten allerdings umstritten.

  • Zum Teil wird angenommen, dass der Arbeitgeber den Teildienst einseitig anordnen darf und der Arbeitnehmer dieser Anweisung nachkommen muss.
  • Andererseits wird auch vertreten, dass sich das einseitige Weisungsrecht des Arbeitgebers nur auf „normale” Arbeitszeiten – also nicht auf Teildienste – erstreckt.

Sofern der Arbeitgeber also die Arbeit im Teildiensten festlegen möchte, muss dies ausdrücklich im Arbeitsvertrag festgehalten werden. So muss die Arbeit in Teildiensten entweder von vornherein im Arbeitsvertrag festgelegt werden oder im Nachhinein mit Zustimmung des Arbeitnehmer im Arbeitsvertrag aufgenommen werden.

  • Der Arbeitgeber kann nach dieser Ansicht (LAG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 21.11.2007, Az.11 Sa 402/07) also nicht von heute auf morgen festlegen, dass in Teildiensten gearbeitet wird, wenn die Arbeitnehmer nicht zustimmen.
  • Im Extremfall muss der Arbeitgeber eine Änderungskündigung aussprechen, wenn er Teildienste durchsetzen möchte.

Wenn keine ausdrückliche Vereinbarung getroffen wurde, muss der Arbeitgeber unter Umständen auch die Zeiten zwischen den Teildiensten vergüten. Teildienst/ Bild: Unsplash.com Profis im Kündigungsschutz : Fachanwalt für Kündigung in Neumünster – Fachanwalt für Kündigung in Harburg – Fachanwalt für Kündigung in Kiel – Rechtsbeistand bei Kündigung in Wandsbek – Rechtsbeistand bei Kündigung in Eppendorf – Bester Anwalt Arbeitsrecht Hamburg – Kündigung Hamburg Anwalt – Terminsvertretung Arbeitsrecht Hamburg – fristgemäße Kündigung – Betriebsratskanzlei – Kündigung Lufthansa – Hamburg Kündigungsschutz Anwalt