Kind Verdient 800 Euro Wieviel Unterhalt Rechner?

Kind Verdient 800 Euro Wieviel Unterhalt Rechner
Müssen beide Elternteile ihrem Kind in der Ausbildung gleich viel Unterhalt zahlen? – Beide Elternteile sind für den Lebensunterhalt ihres volljährigen Kindes verantwortlich, so lange es sich in der Ausbildung befindet. Auch im Falle einer Trennung der Eltern.

Sie teilen sich den Unterhalt jedoch. Stehen dem Kind beispielsweise 930 Euro pro Monat zu, da es studiert und nicht mehr zu Hause lebt, zieht ihr davon Bafög und Kindergeld ab und teilt euch den Restbetrag anteilig eures Einkommens auf. Gut zu wissen: Als Eltern habt ihr einen Selbstanteil, den ihr für euren Eigenbedarf einbehalten könnt.

Er beträgt 1.120 Euro für nicht erwerbstätige und 1.370 Euro für erwerbstätige Unterhaltspflichtige, wenn das Kind unter 21 ist und im selben Haushalt wie die Eltern lebt. Ist es bereits ausgezogen, wird die Grenze des Eigenbedarfs auf 1.650 Euro angehoben.

Wird das Einkommen der Kinder auf den Unterhalt angerechnet?

1. Welches Einkommen des Kindes ist anzurechnen? – Eigene Einkünfte des Kindes mindern in der Regel seinen Unterhaltsanspruch. Dies gilt für alle Einkünfte, also sowohl für Einkünfte aus Erwerbstätigkeit, als auch für Einkünfte aus Kapitalvermögen. Bei volljährigen Kindern wird das Kindergeld als Einkommen angerechnet.

Grundsätzlich wird das Einkommen des Kindes genauso ermittelt wie beim Unterhaltspflichtigen. Näheres dazu siehe Artikel Wie wird das Einkommen ermittelt? Bei Erwerbseinkünften von Kindern ist immer zu prüfen, ob es sich um zumutbare oder um unzumutbare Erwerbstätigkeit handelt: a) Schüler sind grundsätzlich nicht zu einer Nebentätigkeit verpflichtet, auch nicht in den Ferien.

Gehen sie trotzdem einer Schülerarbeit nach, so bleiben die Einnahmen unberücksichtigt, solange es sich um geringfügige Einnahmen handelt, die nur das Taschengeld erhöhen. Soweit das Einkommen darüber hinausgeht, gilt folgendes: ein Teil, mindestens 40 Euro, bleibt als berufsbedingte Aufwendungen anrechnungsfrei.

  1. Der darüber hinausgehende Betrag wird „nach Billigkeit” angerechnet.
  2. In den meisten Fällen wird man die Hälfte des zusätzlichen Betrages anrechnen können.
  3. Beispiel: ein Schüler verdient nebenher 200 Euro netto.
  4. Da 40 Euro anrechnungsfrei bleiben, ist der Rest von 160 Euro nach Billigkeit anzurechnen.
  5. Rechnet man die Hälfte an, so sind dies 80 Euro, das heißt der Unterhalt reduziert sich um 80 Euro.

b) Studenten sind ebenfalls grundsätzlich nicht zu einer Erwerbstätigkeit verpflichtet, auch nicht in den Semesterferien. Ausnahmen gelten nur für Praktika und für Werkstudenten. Arbeitet ein Student dennoch nebenher, so gilt folgendes: Ein Teil, mindestens 40 Euro, bleibt als berufsbedingte Aufwendung anrechnungsfrei.

  • Soweit die Eltern nicht den vollen Studentenunterhalt zahlen, gilt folgendes: Der nach Abzug der 40 Euro verbleibende Teil des Einkommens wird insoweit nicht angerechnet, als die Eltern nicht den vollen Studentenunterhalt zahlen.
  • Dieser beträgt laut Düsseldorfer Tabelle 640 Euro.
  • Beispiel: Der Student erhält von seinen Eltern monatlich nur 350 Euro Unterhalt.

Die Eltern zahlen also 290 Euro zu wenig. Er verdient nebenher 400 Euro. Davon bleiben von vornherein 40 Euro als berufsbedingte Aufwendungen anrechnungsfrei. Von dem Rest (360 Euro) bleiben weitere 290 Euro anrechnungsfrei. Denn erst dann, wenn man diese 290 Euro zu den 350 Euro Unterhalt hinzurechnet, kommt er auf den Bedarf eines Studenten von 640 Euro.

Vom eigenen Einkommen des Studenten bleiben in diesem Beispielsfall also nur noch 70 Euro übrig. Das verbleibende Einkommen ist dann nach „Billigkeit” anzurechnen, in der Regel also etwa zur Hälfte. Der Unterhaltsanspruch des Studenten reduziert sich in unserem Beispielsfall also nur um 35 Euro. Falls die Eltern den vollen Unterhalt von 640 Euro zahlen, würde sich in unserem Beispielsfall (400 Euro eigenes Einkommen des Studenten) der Unterhalt um 180 Euro verringern.

Die Rechnung wäre: 400 Euro minus 40 Euro Aufwendungen = 360 Euro, davon nach Billigkeit die Hälfte anzurechnen = 180 Euro. c) Lehrlinge: Von einer Ausbildungsvergütung bleiben 90 Euro anrechnungsfrei. Der Rest wird angerechnet. d) Kindergeld: Bei minderjährigen Kindern wird die Hälfte des Kindergeldes als eigenes Einkommen angerechnet.

Deshalb muss von den Unterhaltsbeträgen der Düsseldorfer Tabelle regelmäßig die Hälfte abgezogen werden, um den tatsächlich geschuldeten Betrag zu ermitteln. Bei volljährigen Kindern gilt das gesamte Kindergeld als Einkommen des Kindes und mindert insoweit den Unterhaltsanspruch. e) Wohnvorteil: Wenn minderjährige Kinder zusammen mit einem Elternteil mietkostenfrei wohnen (zum Beispiel in einer Eigentumswohnung), so ist bei ihnen – anders als beim Ehegattenunterhalt – kein Abzug in Höhe des Wohnwerts vorzunehmen.

In den Beträgen der Düsseldorfer Tabelle ist der Umstand, dass der betreuende Elternteil die Wohnung kostenlos zur Verfügung stellt, nämlich bereits berücksichtigt.

Wann entfällt Unterhalt Kind?

2. Bei volljährigen Kindern: – Der Unterhaltsanspruch eines volljährigen Kindes entfällt, wenn es entweder genügend eigene Einkünfte hat (siehe: eigene Einkünfte des Kindes ) bzw. haben könnte oder wenn der Unterhalt zahlende Elternteil nicht (mehr) leistungsfähig ist.

  • Ist das volljährige Kind weder krank noch in einer Ausbildung, so ist es verpflichtet, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen.
  • Ommt es dieser Arbeitspflicht aber nicht nach, so entfällt sein Unterhaltsanspruch ebenfalls.
  • Schließlich kann der Unterhaltsanspruch nach § 1611 Abs.1 BGB verwirkt sein, wenn das volljährige Kind durch sein eigenes sittliches Verschulden bedürftig wurde oder wenn es sich vorsätzlich einer schweren Verfehlung gegen den Unterhaltspflichtigen oder einen nahen Angehörigen des Unterhaltspflichtigen schuldig gemacht hat (z.B.
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tätliche Angriffe, grobe Beleidigungen, sehr grobe Lieblosigkeit gegenüber einem alten oder kranken Elternteil usw.). Die Rechtsprechung ist eher zurückhaltend. Alkoholismus oder andere Drogensucht soll nach der Rechtsprechung nicht ohne weiteres zu einer Verwirkung führen.

  1. Im konkreten Fall ist auch immer zu prüfen, ob das Verhalten des Kindes angesichts der Familiengeschichte „irgendwie verständlich” ist.
  2. Das volljährige Kind kann seinen Unterhaltsanspruch auch dadurch verwirken, dass es hartnäckig gegenüber dem Unterhaltspflichtigen keine oder falsche Angaben über sein eigenes Einkommen macht (KG FamRZ 2016,379).

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Wie berechnet man den Unterhalt ab 18?

Haftungsquote berechnen – Wenn wir nun die Haftungsquote der einzelnen Elternteile berechnen wollen, müssen wir eine bestimmte Formel anwenden. Diese Formel berechnet, abhängig von dem Einkommen, den zu zahlenden Anteil am Kindesunterhalt ab 18. Die Formel ist allgemein: (X Euro Unterhaltsanspruch * X Euro Einkommen des Elternteils) / X Euro Gesamteinkommen beider Elternteile = X Euro zu zahlender Unterhaltsanteil.

  • Wohingegen der Anteil am Kindesunterhalt von der Mutter wie folgt berechnet wird:
  • (545 Euro * 400 Euro) / 2.100 Euro = 103,81 Euro
  • Da der Vater des Kindes, nach Abzug des Selbstbehalts, wesentlich mehr Geld übrig hat als die Mutter, muss dieser den Großteil des Unterhalts ab 18 bezahlen.

Was wird nicht auf den Unterhalt angerechnet?

Berechnung des unterhaltsrelevanten Einkommens – Dr. Britta Beate Schön Finanztip-Expertin für Recht Aktualisiert am 13. Dezember 2012 Ob und wie viel Unterhalt gezahlt werden muss, hängt von den Einkommensverhältnissen der beteiligten Personen – Unterhaltsgläubiger und Unterhaltsschuldner – ab. Deshalb ist die korrekte Berechnung des Einkommens eine der zentralen Fragen im Unterhaltsrecht.

Leider ist diese Berechnung oft nicht einfach. Wir werden Dir hier aber die häufigsten und wichtigsten Fragen beantworten. Die Einkommensberechnung ist beim Unterhaltsgläubiger und beim Unterhaltsschuldner grundsätzlich gleich. Soweit es ausnahmsweise einmal Unterschiede gibt, weisen wir an der betreffenden Stelle ausdrücklich darauf hin.

Für die Berechnung des Unterhaltsanspruchs kommt es entscheidend auf die Ermittlung des unterhaltsrelevanten Einkommens an, und zwar sowohl beim Unterhaltsgläubiger als auch beim Unterhaltsschuldner. Das unterhaltsrelevante Einkommen hat nichts mit dem steuerlichen Nettoeinkommen zu tun, welches für Unterhaltsberechnungen weitgehend irrelevant ist.

Zum Einkommen zählen zunächst die tatsächlichen Einkünfte.Zum Einkommen zählt auch der Wohnvorteil der selbstgenutzten Immobilie.Daneben können fiktive (theoretische) Einkünfte anzurechnen sein (zum Beispiel bei einem Verstoß gegen die Arbeitspflicht).Eventuell bleiben Teile des Einkommens anrechnungsfrei.Vom Einkommen sind sodann Abzüge für Sozialabgaben, Steuern, Werbungskosten, Kindesunterhalt, Schulden und so weiter vorzunehmen.Zur Behandlung von Einkommensveränderungen nach Trennung/Scheidung.Kann der Unterhaltspflichtige gezwungen werden, eine besser bezahlte Erwerbstätigkeit aufzunehmen, um mehr Unterhalt zahlen zu können?

1. Zum Einkommen zählen alle tatsächlichen Einkünfte: Hierzu zählen alle (Brutto-) Einkünfte, also

Einkünfte aus selbstständiger oder unselbstständiger ErwerbstätigkeitKapitaleinkünfte, also Zinsen und Dividenden. Dazu zählen auch Zinseinkünfte aus dem Verkauf der Immobilie, in der die Eheleute früher wohnten.Einkünfte aus Vermietung und VerpachtungRentenEinnahmen aus BeteiligungenSozialvergünstigungen (Krankengeld, Bafög, Sozialhilfe, Ar­beits­lo­sen­geld, Unfallrente), aber nicht alle Sozialleistungen gelten als Einkommen!Auch Steuerrückerstattungen zählen zum Einkommen, ebenso wie Steuervorteile infolge von Abschreibungen oder aus Steuerfreibeträgen. Die Steuervorteile sind allerdings insoweit nicht anzurechnen, als ihnen auf der anderen Seite Belastungen gegenüberstehen. So ist zum Beispiel der Steuervorteil für eine sogenannte Paragraf-10e-Abschreibung bei der Einkommensberechnung mit zu berücksichtigen, allerdings um den Aufwand für das Immobilieneigentum (zum Beispiel Kreditraten) zu kürzen.

Zu den anrechenbaren Einkünften zählen auch die Einkünfte aus einer Nebentätigkeit, Wird allerdings neben einer normalen Vollzeitstelle noch eine Nebentätigkeit ausgeübt, um Schulden abzahlen zu können, so zählen die Nebeneinkünfte bis zur Höhe der monatlichen Schulden nicht mit.

  • Ebenfalls dem Einkommen hinzuzurechnen sind Sachen, die der Arbeitnehmer erhält, wie zum Beispiel eine billige Werkswohnung, kostenloses oder verbilligtes Essen oder der Werkswagen, der auch privat benutzt werden darf.
  • Diese Vorteile müssen in Geld umgerechnet und dem Einkommen hinzu addiert werden.

Ausserdem werden Krankengeld, Ar­beits­lo­sen­geld, Kurz­arbeiter­geld und Schlechtwettergeld angerechnet. Freiwillige Leistungen Dritter (Zahlungen oder Naturalleistungen von Eltern/Großeltern) gehören nicht zum Einkommen, es sei denn, es besteht ein Anspruch auf solche Beträge.

  • Zur Ermittlung der monatlichen Durchschnittseinkünfte werden in der Regel die Einkünfte während der letzten zwölf Monate zusammengezählt und durch 12 dividiert.
  • Bei Selbstständigen sind die Einkünfte der letzten drei Jahre zugrunde zu legen.2.
  • Mietfreies Wohnen in der eigenen Wohnung: Bitte lies unser gesondertes Kapitel „Wohnwert”.3.

Fiktive (theoretische) Einkünfte: Mitunter wird zum tatsächlichen Einkommen ein weiteres, theoretisches (fiktives) Einkommen hinzugerechnet, obwohl das betreffende Einkommen in Wirklichkeit gar nicht vorhanden ist. Es handelt sich dabei immer um Fälle, in denen ein zusätzliches Einkommen möglich wäre und der Betreffende zur Erzielung des zusätzlichen Einkommens auch verpflichtet ist.

Was zählt als Einkommen bei Unterhalt?

Dieses Einkommen wird beim Unterhalt angerechnet: – Grundlage für den Unterhalt ist die Gesamtsumme aller monatlichen Einnahmen. Hierzu zählen alle vorhandenen Einkünfte, also

Einnahmen aus selbständiger oder unselbständiger Erwerbstätigkeit, Kapitaleinkünfte, also z.B. Zinsen und Dividenden. Zinseinkünfte aus dem Verkauf der Immobilie, in der die Eheleute früher wohnten. Einkommen aus Vermietung und Verpachtung, Renten: nähere Informationen zur Unterhaltsberechnung bei Renteneinkünften Einnahmen aus Beteiligungen usw. Sozialleistungen (z.B. Krankengeld, Pflegeld, Elterngeld, BAföG, Sozialhilfe, Arbeitslosengeld, Wohngeld usw.). Unterhalt, wenn er als Geldleistung erfolgt. Eigengeld eines Strafgefangenen Auch Steuererstattungen zählen zum Einkommen, ebenso wie Steuervorteile infolge von Abschreibungen oder aus Steuerfreibeträgen. Die Steuervorteile sind allerdings insoweit nicht anzurechnen, als ihnen auf der anderen Seite Belastungen gegenüberstehen, die ihrerseits unterhaltsrechtlich nicht zu berücksichtigen sind (OLG Schleswig NZFam 2015,370).

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Zur Ermittlung der monatlichen Durchschnittseinkünfte werden in der Regel die Einkommen der letzten 12 Monate zusammenaddiert und durch 12 dividiert. Bei Selbstständigen sind die Einkünfte der letzten drei Jahre zugrunde zu legen. Wird eine Arbeitsstelle neu angetreten, so gilt das Gehalt ab demjenigen Monat als Einkommen, in welchem es tatsächlich ausgezahlt wird.

Wie berechnet das Jugendamt den Unterhalt?

Eltern sind verpflichtet, ihren Kindern Unterhalt zu leisten. Der Elternteil, der nicht mit dem Kind in einem Haushalt lebt, muss den Unterhalt durch Geldzahlungen leisten. Die Höhe dieser Geldzahlungen kann zum Beispiel von Jugendämtern oder Rechtsanwälten ermittelt werden.

Es ist möglich, sich in einer amtlichen Urkunde freiwillig zu einer monatlichen Geldzahlung zu verpflichten. So eine Urkunde kann vom Jugendamt oder Amtsgericht kostenfrei erstellt werden. Das Kind hat einen rechtlichen Anspruch auf einen Unterhaltstitel. Erfolgt die Erstellung einer freiwilligen Urkunde nicht, kann das Kind einen entsprechenden Antrag im so genannten vereinfachten Unterhaltsfestsetzungsverfahren beim Familiengericht stellen.

Das Gerichtsverfahren ist mit Kosten und Gebühren verbunden. Der Unterhalt kann als gleichbleibender Monatsbetrag (statisch) oder veränderlich in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes des so genannten Mindestunterhalts (dynamisch) verlangt werden. Der dynamische Unterhalt wird regelmäßig angepasst und staffelt sich in drei Altersstufen auf.

  1. Altersstufe für die Zeit bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres: 437,00 Euro,
  2. Altersstufe für die Zeit vom 7. bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres: 502,00 Euro
  3. Altersstufe für die Zeit vom 13. Lebensjahr an: 588,00 Euro.

Im vereinfachten Verfahren kann maximal das 1,2fache (120 %) des Mindestunterhalts für ein Kind festgesetzt werden. Sollten Sie darüber hinaus Unterhalt geltend machen wollen, muss das in einem Klageverfahren geschehen. Um zu klären, ob und mit welchem Ziel das vereinfachte Verfahren in Ihrem Fall geeignet ist, sollten Sie sich an eine Rechtsanwältin/einen Rechtsanwalt oder an das Jugendamt wenden.

Kann der Vater den Kindesunterhalt kürzen?

Wenn sich das Kind zwar weniger als die Hälfte der Zeit beim anderen Elternteil aufhält, aber trotzdem wesentlich häufiger als bei einem üblichen Umgangsrecht („erweiterter Umgang”): – Wenn der Vater die Kinder zwar einerseits wesentlich häufiger betreut, als es das Standard-Umgangsrecht vorsieht, also wesentlich mehr als vier oder fünf Tage pro Monat, aber andererseits weniger als die Hälfte der Zeit (also z.B.

  • An 11 Tagen pro Monat), dann liegt nach der Rechtsprechung des BGH zwar kein „Wechselmodell” vor, bei welchem sich der andere Ehegatte am Barunterhalt beteiligen müsste.
  • Trotzdem kann der umgangsberechtigte Elternteil den Barunterhalt u.U.
  • Teilweise kürzen, soweit durch den ausgedehnten Unterhallt beim betreuenden Elternteil eine Ersparnis ergibt.

Ein solcher Fall kann vorliegen, wenn sich das Kind an mehr als 10 Tagen im Monat beim anderen Elternteil aufhält. Bei den dadurch entstehenden Kosten muss man unterscheiden zwischen zusätzlichen Kosten, die dem Kind unmittelbar zugute kommen (z.B. für seine Verpflegung) und solchen Mehrkosten, bei denen das nicht der Fall ist (z.B.

Fahrtkosten und Unterbringungskosten). Dem reinen Mehraufwand des betreuenden Elternteils kann dadurch Rechnung getragen werden, dass der Kindesunterhalt aus einer niedrigeren Einkommensstufe der Düsseldorfer Tabelle als der eigentlich zutreffenden Stufe entnommen wird (Herabstufung, OLG Düsseldorf NZFam 2016,268).

Die dem Kind unmittelbar zugute kommenden Zusatzkosten, die über die Kosten des „normalen” Umgangs hinausgehen, können auf zweierlei Weise berücksichtigt werden: Entweder können diese Kosten pauschal berücksichtigt werden, indem eine weitere Herabstufung in der Düsseldorfer Tabelle erfolgt (BGH vom 12.3.2014 – XII ZB 234/13).

  1. Oder die Kosten können um einen konkreten Betrag gekürzt werden.
  2. Maßgeblich für den Kürzungsbetrag ist nicht derjenige Betrag, denn der umgangsberechtigte Elternteil zusätzlich ausgeben muss.
  3. Maßgeblich ist vielmehr derjenige Betrag, den der andere Elternteil durch den häufigen Aufenthalt des Kindes beim barunterhaltspflichtigen Elternteil spart.

Allerdings tritt eine Ersparnis des anderen Elternteils oft nur im Bereich der Lebensmittelkosten ein. Viele andere Positionen, die auch aus dem Kindesunterhalt bezahlt werden, reduzieren sich durch einen längeren Aufenthalt der Kinder beim Vater nicht.

  1. Das gilt insbesondere für die anteiligen Mietkosten der Kinder, die bei der Mutter ja auch während des Aufenthalts beim Vater ungekürzt weiterlaufen.
  2. Oft ändert ein längerer Aufenthalt der Kinder beim Vater auch nichts daran, dass trotzdem allein die Mutter für Kleidung, Schulbedarf usw.
  3. Aufkommen muss, so dass auch insoweit bei ihr keine Ersparnis eintritt.

Was nun die Lebensmittelkosten anbelangt, so hat der BGH entschieden, dass bei der Mutter noch keine Ersparnis eintritt, falls der Vater die Kinder nur vier Tage mehr sieht als „normal”. Bei noch mehr Zusatz-Tagen tritt allerdings eine Ersparnis ein, die dazu führen kann, dass beim laufenden Barunterhalt eine Herabstufung um eine oder mehrere Stufen in der Düsseldorfer Tabelle stattfindet (OLG Frankfurt FamRZ 2014,46 = FamFR 2013,287).

  1. Weitere Abzüge sind möglich, wenn der Vater nicht nur die Lebensmittelkosten während der Zusatztage trägt, sondern anteilig auch weitere Kosten.
  2. Dabei kann es sich z.B.
  3. Um die Kosten der Kleidung handeln.
  4. Allerdings muss man eine Einschränkung machen: Normalerweise muss die Mutter die Kinder mit sämtlicher benötigten Kleidung ausstatten, wenn sie beim Vater sind.
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Kauft der Vater trotzdem Kleidung für die Kinder, z.B. für die Zeit in der sie bei ihm sind, so ist dies in der Regel freiwillig und entlastet nicht die Mutter. Kauft der Vater aber in Absprache mit der Mutter Kleidung und andere Sachen für die Kinder, so kann er diese Kosten vom Unterhalt abziehen.

Sind Eltern erwachsenen Kindern gegenüber unterhaltspflichtig?

Der Unterhaltsanspruch eines volljährigen Kindes ist an keine Altersgrenze gebunden. Grundsätzlich schulden die Eltern Unterhalt für eine begabungsbezogene Berufsausbildung ihres Kindes. Je nach Lebenslauf und eingeschlagenem Bildungsweg können daher auch ältere Kinder noch Unterhalt beanspruchen, allerdings setzt die Pflicht zur Zielstrebigkeit Zumutbarkeitsgrenzen.

  1. Der Unterhaltsanspruch eines Kindes endet weder mit dem Erreichen der Volljährigkeit noch mit dem Schulabschluss.
  2. Eltern sind unterhaltspflichtig für die Kosten einer optimalen begabungsbezogenen Berufsausbildung, die in aller Regel erst nach der Volljährigkeit abgeschlossen wird.
  3. Während der Dauer der Ausbildung ist das volljährige Kind dem Grundsatz nach weiter unterhaltsbedürftig – unabhängig davon, wie alt es ist und wie lange die Ausbildung dauert.

Es gibt davon allerdings Ausnahmen und es gibt Grenzen für diesen Anspruch.

Wer bekommt den Unterhalt ab 18?

Weil dies sehr oft – auch von Anwälten – übersehen wird, sei es noch einmal ausdrücklich klargestellt: – Bei volljährigen Kindern sind grundsätzlich immer beide Eltern barunterhaltspflichtig. Das gilt auch dann, wenn das Kind zwischen 18 und 21 Jahre alt ist, noch bei einem Elternteil lebt und sich noch in der Schul- oder Berufsausbildung befindet.

  • Beispiel: ein Gymnasiast lebt bei seiner Mutter.
  • Sobald dieser Gymnasiast 18 Jahre alt wird, muss sich auch die Mutter am Barunterhalt beteiligen.
  • Eine ganz andere Frage ist, ob die Mutter die Naturalleistungen, die sie weiterhin erbringt, mit ihrem Unterhalt verrechnen kann (siehe dazu unten Punkt 4).

Das kann dem unterhaltspflichtigen Vater aber egal sein, denn dies hat auf die Höhe des von ihm zu zahlenden Unterhalts keinen Einfluss). Da beide Eltern barunterhaltspflichtig sind, stellt sich die Frage, wie der Unterhaltsanspruch des Kindes auf beide Elternteile aufzuteilen ist.

Eineswegs ist es etwa so, dass jeder Elternteil automatisch die Hälfte schuldet. Das wäre nur der Fall, wenn beide Eltern zufällig gleich viel netto verdienen würden. Vielmehr haftet jeder Elternteil anteilmäßig in Höhe seines unterhaltsrelevanten Einkommens abzüglich des Selbstbehalts. Das bedeutet, dass derjenige Elternteil, der ein höheres Nettoeinkommen hat als der andere Elternteil, einen größeren Teil des Kindesunterhalts zahlen muss als der andere Elternteil.

Wichtig: Die Unterhaltspflicht eines Elternteils kann deshalb nur dann ausgerechnet werden, wenn auch das Einkommen des anderen Elternteils bekannt ist. Das volljährige Kind, das Unterhalt verlangt, ist verpflichtet, dem einen Elternteil über das Einkommen des anderen Elternteils Auskunft zu geben.

  1. Der eine Elternteil kann aber auch unmittelbar vom anderen Elternteil Auskunft über dessen Einkommensverhältnisse verlangen (OLG Hamm FamRB 2013,175).
  2. Da zu den Einkommensverhältnissen auch ein etwaiger Unterhaltsanspruch gegen den neuen Ehepartner des Elternteils zählt, kann also auch Auskunft über dessen Einkommen verlangt werden.

Das Kindergeld ist auf den Unterhaltsbedarf des Kindes in voller Höhe anzurechnen. In Höhe des Kindergelds verringert sich also der Unterhaltsbedarf. Natürlich muss im Gegenzug das Kindergeld dann auch in voller Höhe an das Kind ausgezahlt werden. Beispiel: Das volljährige Kind geht noch zur Schule.

  1. Der Unterhaltsanspruch wird nach der Düsseldorfer Tabelle berechnet, und zwar nach dem zusammenaddierten Nettoeinkommen beider Elternteile.
  2. Angenommen, der Vater verdient netto 2.500,- €, die Mutter netto 2.000,- €.
  3. Zusammen sind dies 4.000,- €, so dass nach der Düsseldorfer Tabelle ein Unterhalt von 820,- € zu zahlen ist.

Nach Abzug des vollen Kindergelds von 219,- Euro, das ja als Einkommen des Kindes gilt, besteht noch ein offener Unterhaltsbedarf des Kindes von 601,- €. Dieser noch offene Betrag wird auf beide Elternteile gemäß folgender Rechnung aufgeteilt: Zunächst werden für beide Elternteile ihre Einsatzbeträge errechnet, indem man von ihrem Nettoeinkommen den angemessenen Selbstbehalt abzieht.

Wird das Einkommen des neuen Partners bei Kindesunterhalt angerechnet?

Ermittlung des unterhaltsrelevanten Einkommens – Zählt das Einkommen des neuen (Ehe-)Partners des Unterhaltspflichtigen bei der Ermittlung des unterhaltsrelevanten Einkommens mit? Nein! Für die Unterhaltspflicht kommt es nur darauf an, wieviel der Unterhaltspflichtige verdient.

Für was muss der Unterhaltspflichtige Vater alles zahlen?

Regelmäßige Kosten – Sollten zusätzliche Kosten für das Kind regelmäßig anfallen, so spricht man vom Mehrbedarf. Mehrbedarf kann zusätzlich zum Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle gezahlt werden, wenn besondere Aufwendungen benötigt werden. Mehrbedarf sind z.B.: Kosten für Privatschulen, Tagesheimschulen, Internate, Nachhilfeunterricht, Kindergartenkosten, aber auch krankheitsbedingte Kosten für ein dauernd pflegebedürftiges, behindertes Kind.

Diese Mehrkosten können dann zusätzlich zum Unterhalt nach der Düsselorfer Tabelle gefordert werden, wenn für die Kosten triftige (pädagogische, schulische oder krankheitsbedingte) Gründe vorliegen und die anteiligen Mehrkosten dem anderen Elternteil wirtschaftlich zumutbar sind. Der Mehrbedarf sollte im Voraus gefordert werden.

Rückwirkend kann er nicht mehr durchgesetzt werden.

Was gilt als eigenes Einkommen?

Einkommen in der Mikroökonomie – Als Einkommen wird der Reinvermögenszugang einer natürlichen Person oder eines Haushalts im volkswirtschaftlichen Sinne innerhalb eines bestimmten Zeitraums (i.A. ein Kalenderjahr bzw. ein Geschäftsjahr ) verstanden.