Wie Sieht Schwarzer Stuhlgang Aus?

Wie Sieht Schwarzer Stuhlgang Aus
Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel – Oft lassen sich auch Präparate aus Apotheke und Drogerie als Auslöser für den schwarzen Stuhlgang ausfindig machen. Speziell Mittel mit Aktivkohle und Eisen werden mit dem Phänomen in Verbindung gebracht. Während die natürlich schwarze Aktivkohle vornehmlich bei Vergiftungen und Durchfallerkrankungen angewendet wird, kommen Eisentabletten bei Eisenmangel und/oder Blutarmut zum Einsatz.

Eisen oxidiert beim Verdauungsprozess, bindet also Sauerstoff, und nimmt dadurch eine rote, braune oder schwarze Farbe an. Möglich ist bei Eisenpräparaten also auch ein, Dazu kommen häufig oder generelle, In manchen Fällen hat schwarzer Stuhlgang allerdings durchaus eine ernste Ursache: Auch eine Blutung im Magen-Darm-Trakt kann verantwortlich sein.

Müsste der Stuhlgang dann aber nicht viel eher rot sein? Das kommt auf den genauen Ort der Blutung an. Tritt im oberen Verdauungstrakt (also in Speiseröhre, Magen oder Zwölffingerdarm) Blut aus, bedeutet das meist schwarzen Stuhlgang. Das Blut gerinnt im Verlauf der Verdauung – und kommt direkt mit Magensäure in Kontakt.

  • Dadurch wird der rote Blutfarbstoff Hämoglobin nicht wie sonst abgebaut.
  • Stattdessen verwandeln ihn die Verdauungsprozesse in schwarzes Hämatin,
  • Moleküle, die die Spaltung der Nahrungsbestandteile unbeschadet überstehen, werden von den Bakterien im Dickdarm verstoffwechselt.
  • Blut im Stuhlgang zeigt sich in der Regel in Form von Teerstuhl.

Dann hat der Kot eine tiefschwarze Farbe. Außerdem fallen ein sehr starker unangenehmer Geruch und sein glänzendes Äußeres auf. Mit medizinischem Namen heißt der Teerstuhl Meläna. Betroffene sollten umgehend einen Arzttermin vereinbaren. Neben schwarzem Stuhlgang kann es außerdem zu folgenden Symptomen kommen:

Bauchschmerzen von Blut (insbesondere bei stärkeren Blutungen; auch: Hämatemesis)kalter SchweißBlutarmutspürbare Einbußen bei der körperlichen Leistungsfähigkeit

Auslöser für Schleimhautverletzungen und Blutungen im oberen Verdauungstrakt sind unter anderem:

stark ausgeprägter (Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre)schwere MagengeschwürMedikamente, die das Risiko für Blutungen in den Verdauungsorganen erhöhen (bspw. bestimmte Schmerzmittel)chronisch entzündliche Erkrankungen des Verdauungstrakts (z.B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)Krebserkrankung von Speiseröhre, Magen oder Zwölffingerdarm

In allen Fällen ist es unbedingt erforderlich, der Ursache auf den Grund zu gehen und so bald wie möglich mit einer passenden Behandlung zu beginnen.

Was ist wenn mein Stuhlgang schwarz ist?

2. Schwarz oder schwarzbraun. Die sehr dunkle Farbe kann ein Hinweis auf Blutungen im oberen Magen-Darm-Trakt sein. Doch auch die Ernährung spielt eine Rolle: Randen, Spinat, dunkle Schokolade, Kohle- oder Eisenpräparate können den Stuhl dunkel färben.

Kann schwarzer Stuhlgang harmlos sein?

Schwarzer Stuhlgang kann ein Anzeichen für ernste Erkrankungen sein. Manchmal verursachen aber auch intensiv färbende Lebensmittel wie Blaubeeren, Lakritz oder Rotwein eine dunkle Stuhlfarbe. Außerdem können auch Nahrungsergänzungsmittel wie Eisenpräparate an der schwarzen Farbe schuld sein.

Hat man bei Darmkrebs schwarzen Stuhlgang?

Darmkarzinome wachsen nicht von heute auf morgen, sondern ganz langsam im Laufe von Jahren. Meist spürt man nichts davon. Der Körper sendet jedoch einige Warnzeichen, auf die man achten sollte, wie:

Blut im oder am Stuhl, das ihn rot oder schwarz färbt bei Abgang von Blähungen gleichzeitige Entleerung von etwas Blut, Schleim oder Stuhl veränderte Stuhlgewohnheiten, z.B. bleistiftdünner Stuhl; Wechsel von Verstopfung und Durchfall wiederholte, krampfartige Bauchschmerzen, die länger als eine Woche anhalten häufiger Stuhldrang ; Entleeren von auffallend übelriechendem Stuhl Blässe, ständige Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Leistungsabfall, Gewichtsabnahme tastbare Verhärtungen im Bauchraum und/oder vergrößerte Lymphknoten

Wenn man eine oder mehrere dieser Beschwerden beobachtet, sollte man den Arzt aufsuchen. Natürlich können derartige Symptome auch bei anderen, gutartigen Darmerkrankungen auftreten. Daher müssen die Symptome durch Untersuchungen abgeklärt werden. Literatur Leitlinie „Kolorektales Karzinom” der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V.

DGVS) Fachliche Beratung: Frau Dr. Celine Lugnier Assistenzärztin im Fachbereich Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin am Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum Sie arbeitet im Team von Frau Prof. Dr. Anke Reinacher-Schick, das sich auf die Behandlung von Erwachsenen mit Krebs-, Blut- oder Knochenmarkerkrankungen spezialisiert hat.

Schwerpunkt ihrer Arbeit ist das Darm- und Pankreaszentrum, das an zahlreichen nationalen und internationalen Studien beteiligt ist. Letzte inhaltliche Aktualisierung am 14.08.2020

Wie sieht ein Teerstuhl aus?

Was bedeutet schwarzes Blut (Teerstuhl) im Stuhl? – „Ist der Stuhlgang schwarz und glänzend, spricht man vom sogenannten Teerstuhl, Dann ist die Blutung meist im Magen- oder Zwölffingerdarm lokalisierbar”, erklärt Dr. Frost. Seltener sei die Blutungsquelle der Dickdarm.

Durch den Kontakt mit Magensäure und Bakterien oxidiert das Eisen des Hämoglobins (roter Blutfarbstoff) und es entsteht schwarzes Hämatin”, meint der Chefarzt. In seltenen Fällen kann das Blut des oberen Magen-Darm-Trakts auch rot und nicht schwarz erscheinen. In diesem Fall sind entweder Medikamente verantwortlich, die die Magensäureproduktion hemmen, oder es tritt sehr viel Blut aus, das den Darm rasch passiert und daher nicht komplett oxidiert.

Leiden die Betroffenen zusätzlich an schwarz verfärbtem Stuhl unter Erbrechen, ist auch das Erbrochene kaffeesatzartig schwarz. Verantwortlich für Blutungen im oberen Verdauungstrakt sind oft Magengeschwüre. Befindet sich helles Blut im Stuhl können beispielsweise Hämorrhoiden der Grund sein. Darmkrebs Vorsorge und Früherkennung

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Ist es schlimm wenn die Kaka schwarz ist?

Schwarzer Stuhlgang: Behandlung – Ist die Ernährung für die Farbe verantwortlich, können Sie ein paar Tage lang die entsprechenden Lebensmittel weglassen und beobachten, wie sich die Farbe Ihres Stuhlgangs verändert. Normalisiert sie sich wieder, ist der schwarze Stuhlgang unbedenklich. Kann der Arzt Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel als Ursache ausmachen, wägen Sie die weitere Therapie gemeinsam ab. Eventuell ist es möglich, auf andere Präparate umzusteigen, Überwiegt der Nutzen der aktuellen Behandlung, ist es sinnvoll, Proben des schwarzen Stuhlgangs regelmäßig checken zu lassen. Verstecktes Blut sollte nicht übersehen werden, falls es doch einmal dazu kommt. Ist eine Blutung im Verdauungstrakt verantwortlich für den schwarzen Stuhlgang, richtet sich die Behandlung nach deren Ursache. Im Rahmen einer Spiegelung versucht der Arzt, die Blutung zu stillen, Darüber hinaus können magenschonende Kost, Säurehemmer und entzündungslindernde Medikamente zum Einsatz kommen. Cookies f\u00fcr Marketingzwecke akzeptiert haben \u2013 danach k\u00f6nnen Sie es erneut versuchen.”,”moduleData”:,”headers”:null}} id=vue-email-subscription> Ja, Eisentabletten können für schwarzen Stuhlgang verantwortlich sein. Während der Verdauung bindet Eisen an Sauerstoff und nimmt dadurch eine dunkle Farbe an. Schwarzer Stuhlgang ist die Folge. In der Regel ist die Farbe hier unbedenklich. Tritt schwarzer Stuhlgang auf, gilt es, den Grund dafür herauszufinden. Unterschiedliche Auslöser können verantwortlich sein: Häufig sind Nahrungsmittel oder eingenommene Medikamente schuld an der veränderten Farbe. Mitunter liegt sie aber auch an einer Blutung im Verdauungstrakt. Die Ermittlung und Behandlung der Ursache ist dann besonders wichtig. Teerstuhl ist eine Variante des schwarzen Stuhlgangs. Sie lässt sich auf Blut zurückzuführen, das verdaut wurde und gemeinsam mit dem Kot abgeht. Betroffene können Teerstuhl eindeutig an seiner pechschwarzen Farbe, dem sehr unangenehmen Geruch und einem glänzenden Äußeren erkennen. Ein Arzttermin ist in diesem Fall unabdingbar. : Schwarzer Stuhlgang: Was hat er zu bedeuten?

Ist Teerstuhl ein Notfall?

Überblick – Der Begriff Haematochezie steht als Synonym für rot oder rotbraun gefärbten Stuhlgang. Sollte Ihr Arzt von Melaena sprechen, so meint er schwarz gefärbten, meist übelriechenden Stuhl. Teerstuhl gilt in der Regel als medizinischer Notfall und muss sofort behandelt werden.

Wie sieht Kaffeesatz Stuhl aus?

Schwarzer Stuhlgang, der aussieht wie Kaffeesatz, kommt dadurch zu Stande, dass Blut mit Magensäure durchmischt wird und dadurch aussieht wie gewöhnlicher Kaffeesatz im Küchenbereich. Dieser schwarze Stuhlgang passiert den gesamten Dünn- und Dickdarm und kommt so „schwarz’ in der Toilettenschüssel an.

Welche Medikamente machen schwarzen Stuhl?

Man unterscheidet zwei Arten des schwarzen Stuhls –

Schwarzer Stuhl (nicht klebrig, kein Geruch) – Ursachen für schwarzen Stuhl sind unter anderem Eisentabletten oder Bismut-haltige Medikamente (wie Bismutsubsalicylat oder Pepto-Bismol). Wenn die Farbe des Stuhls aufgrund eines dieser Medikamente dunkel ist, ist er normalerweise nicht klebrig und riecht nicht übel. Schwarzer, teeriger, klebriger Stuhl – Blutungen im Magen (aufgrund einer Gastritis oder eines Geschwürs) oder im Darm können die Stuhlfarben verändern. Wenn Blutungen im Magen oder im oberen Teil des Dünndarms auftreten, kann der Stuhl schwarz und klebrig werden und wird medizinisch als schwarzer, teeriger Stuhl (Meläna) bezeichnet. In der Regel ist der schwarze, teerige Stuhl auch übel riechend. Diese Veränderung von Farbe und Konsistenz entsteht durch chemische Reaktionen auf Blut im Darm, die durch Verdauungsenzyme im Darm verursacht werden.

Welche Farbe hat Stuhlgang bei Magenschleimhautentzündung?

Wenn die Blutung leicht und langsam verläuft, kann es sein, dass die betroffene Person keine Symptome hat oder lediglich schwarzen Stuhl (Teerstuhl) feststellt, der durch die schwarze Farbe von verdautem Blut entsteht. Bei stärkeren Blutungen kann die Person Blut erbrechen oder es befindet sich Blut im Stuhl.

Wie erkenne ich ob ich ein Magengeschwür habe?

Das Magengeschwür (Magenulkus, Ulcus ventriculi) ist ein Defekt in der Magenschleimhaut. Oberflächliche Defekte werden als Erosion, tiefere Schleimhautdefekte als Ulkus bezeichnet. Eine Infektion mit dem Helicobacter pylori Bakterium und die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten stellen die häufigsten Ursachen für ein Magengeschwür dar.

  • Die Behandlung von Magengeschwüren erfolgt heute meist medikamentös.
  • Eine chirurgische Therapie ist nur noch selten notwendig.
  • Die Magenschleimhaut ist normalerweise geschützt gegen den aggressiven, sauren Magensaft.
  • Verschiedene Faktoren halten ein Gleichgewicht zwischen dem Schutz der Magenschleimhaut und dem Säuregrad der Magensäure aufrecht.

Wenn dieses Gleichgewicht gestört ist, sei es durch verstärkte Magensäureproduktion oder Herabsetzung der Schutzfunktion, können Magengeschwüre entstehen. Die häufigsten Ursachen für eine Beeinträchtigung der Schutzfunktion sind Infektionen mit Helicobacter pylori Bakterien oder die Einnahme von sogenannten nichtsteroidalen Entzündungshemmern.

  1. Diese Medikamente werden oft bei Schmerzen, chronischen Entzündungen oder rheumatischen Erkrankungen verschrieben.
  2. Wenn solche Medikamente über längere Zeit eingenommen werden müssen, können zum Schutz des Magens sogenannte Säureblocker zusätzlich verschrieben werden.
  3. Psychischer Stress sowie chronischer Nikotin- oder Alkoholkonsum können die Entstehung eines Magengeschwürs begünstigen, genügen in der Regel aber nicht als alleinige Ursache.
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Ein Magengeschwür kann sich, je nach Schwere der Erkrankung, unterschiedlich äussern. Charakteristisch sind dumpfe oder brennende Schmerzen im Magenbereich. Beim Magenulkus werden diese durch das Essen meist verstärkt, während bei einem Zwölffingerdarmgeschwür ( Ulcus duodeni) die Schmerzen durch die Nahrungsaufnahme oft gelindert werden.

Völlegefühl, Aufstossen, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen können weitere Beschwerden bei einem Magengeschwür sein. In schweren Fällen, wenn das Ulkus bis in die Magenwand reicht oder diese durchbricht, kann es zu Blutungen kommen. Diese können sich als blutiges Erbrechen oder als schwarze Verfärbung im Stuhl äussern.

Solche Symptome sollten rasch medizinisch abgeklärt werden. Krankengeschichte und Beschwerden lassen oft schon auf ein Magengeschwür schliessen. Gesichert wird die Diagnose mit einer Magenspiegelung, Zur Abklärung gehört immer auch die Suche nach Helicobacter pylori Bakterien.

  • Zum Nachweis einer Helicobacter pylori Infektion stehen verschiedene Tests wie Atemtest, Stuhluntersuchung, Magenbiopsie oder Blutuntersuchung zur Verfügung.
  • Heute reicht eine medikamentöse Behandlung in der Regel aus, um ein Magengeschwür zu heilen.
  • Dazu werden Medikamente eingesetzt, welche die Magensäureproduktion herabsetzen.

Eine Infektion mit Helicobacter pylori wird zusätzlich mit Antibiotika behandelt. Chirurgische Eingriffe sind nur noch dann notwendig, wenn es zu einem Magendurchbruch oder zu einer starken Blutung kommt. Mehr zu Eingriffen am Magen erfahren Sie im Kapitel Magenoperation,

Wie merkt man dass man ein Magengeschwür hat?

Magengeschwür – Symptome, Ursachen und Behandlung Magengeschwür: Wenn aus einer Entzündung ein Geschwür wird Organe Veröffentlicht am: 18.10.2021 8 Minuten Lesedauer Schmerzmittel können die Schleimhaut in unserem Magen schädigen. Ist sie defekt, dann ist die Magenwand nicht mehr vor der reizenden Wirkung der Magensäure geschützt. Wie Sieht Schwarzer Stuhlgang Aus © iStock / Doucefleur Wie Sieht Schwarzer Stuhlgang Aus © Lukas Lehmann Prof. Dr. Alexander Arlt ist Klinikdirektor der Universitätsklinik für Innere Medizin in Oldenburg. Er behandelt tagtäglich Patienten mit Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber, der Bauchspeicheldrüse oder Infektionskrankheiten und Diabetes mellitus.

  1. Das, was der Volksmund unter einem Magengeschwür versteht, ist letztendlich eine entzündliche Veränderung der Magenschleimhaut.
  2. Diese beginnt meist oberflächlich als sogenannte Magenschleimhautentzündung (Gastritis).
  3. Wenn eine solche Magenschleimhautentzündung längerfristig bestehen bleibt, dann werden die einzelnen Schichten der Magenschleimhaut so stark angegriffen, dass ein Geschwür entsteht.

Wir nennen diese tiefe Wunde der Schleimhaut in der Fachsprache „Ulkus”. Häufig findet eine Vermischung der Stadien, von der oberflächlichen Entzündung bis hin zum eigentlichen Geschwür, statt. Da die Magenschleimhautentzündung in ein Ulkus übergehen kann, wird das Schema zur Einteilung für die Ursachen der eigentlichen Entzündung auch beim Magenulkus angewendet.

Typ A: Autoimmune Ursachen – hierbei entsteht die Entzündung durch fehlgeleitete Abwehrzellen des, die sich gegen die Magensaft-produzierenden Zellen richten. Typ B: Ein Bakterium als Ursache – Das Magenbakterium Helicobacter pylori kann sich in der Schleimhaut einnisten und dort eine Entzündung und Geschwüre verursachen. Typ C: Chemisch-toxische Ursachen – hier wirken schädigende Substanzen (Noxen) negativ auf die Magenschleimhaut, die das Organ vor der eigenen Magensäure schützt. Ist der Schutz weg, kann die Magensäure das Gewebe angreifen., oder auch können die Ursache sein.

Wie entstehen Magengeschwüre und wie werden sie behandelt? Die Antwort liefert Doc Felix. Das steht tatsächlich in der Diskussion. In Medizinlehrbüchern wird eigentlich immer das Magenbakterium Helicobacter pylori an erster Stelle genannt, die autoimmune Form ist die seltenste.

  1. In der Realität und Praxis sehen wir aber deutlich häufiger Patienten mit einer Typ-C-Gastritis, also durch Medikamente ausgelöste Geschwüre.
  2. Da gibt es große Unterschiede, je nachdem wo man lebt.
  3. Das Bakterium wird meist in der Kindheit übertragen.
  4. Je enger wir zusammenleben, desto wahrscheinlicher ist die Übertragung.

Auch die Lebensmittelhygiene spielt eine große Rolle. In asiatischen Ländern zum Beispiel geht man davon aus, dass 80 Prozent der Bevölkerung Träger sind. So ähnlich ist es in Südosteuropa. Je weiter man nach Norden und Westen in Europa schaut, sinkt die Häufigkeit,

In Deutschland zum Beispiel wird von einem Anteil der Bevölkerung mit dem Magenbakterium von 30 Prozent gesprochen. Bei der Frage, ob man jede Besiedelung mit dem Bakterium Helicobacter pylori behandeln muss, ist die klare Antwort: Nein. Auch wenn das Bakterium ein Risikofaktor für Magenschleimhautentzündung, -geschwür und auch -krebs ist, so ist der reine Nachweis des Bakteriums kein Grund für eine Behandlung.

Er wird im Regelfall nur behandelt, wenn auch Beschwerden vorliegen. Das ist sehr schwierig zu sagen, da es dafür keine gute Datenlage gibt. Wir wissen, dass Stress auch Einfluss auf unser Hormonsystem nimmt. Da der Magen auch von dem vegetativen, also dem unwillkürlichen Nervensystem gesteuert wird, wirken auch Gefühle und Stress auf ihn.

  1. Jeder kennt es vermutlich aus stressigen Situationen, wie vor einer Prüfung, dass das auf den Magen schlagen kann.
  2. Da kann man sich als Betroffener und auch als Arzt schon gut vorstellen, dass Stress bei der Entstehung eines Magengeschwürs eine Rolle spielt.
  3. Nun ist aber das Problem, dass Menschen mit viel Stress auch häufig „Stressbewältigung” betreiben.
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Womöglich konsumieren sie, oder große Mengen, um ihren Stress zu reduzieren. Das kann der Magenschleimhaut schaden. Stress beeinflusst unser Leben auf vielen Ebenen und da bleibt die Frage offen, ob Stress direkt der auslösende Faktor ist oder ob der Stress dazu führt, dass wir ein ungesundes Leben führen. Ganz klassische Medikamente, die die Schleimhaut im Magen schädigen, sind die Medikamentengruppe der nicht steroidalen Antiphlogistika (NSAR). Dazu gehören die bekannten Schmerzmittel Diclofenac und Ibuprofen. Diese sind bei einer regelmäßigen Einnahme Risikofaktoren für die Entstehung eines Magengeschwürs, da sie die Produktion des schützenden Schleims im Magen herunterfahren.

Auch eine dauerhafte Einnahme von Aspirin stellt ein Risiko dar. Wenn man aufgrund von Gelenkproblemen oder nach einer Operation Ibuprofen verschrieben bekommt, sollte man – sofern ein Risiko für ein Magengeschwür besteht – die Einnahme mit einem Magenschutz kombinieren. Das sind sogenannte Säureblocker (Protonenpumpenhemmer), die die Magensäureproduktion herunterfahren und die Schleimhaut somit schonen.

Bekannte Wirkstoffe sind Omeprazol und Pantoprazol. Prof. Dr. Alexander Arlt Klinikdirektor der Universitätsklinik für Innere Medizin in Oldenburg Das klassische Symptom ist der Magenschmerz. Der meist stechende Schmerz sitzt klassisch unterhalb des Brustbeins und des linken Brustkorbs, wo der Magen sitzt.

  • Es gibt ansonsten leider keine klaren Warnsymptome, die das Geschwür oder auch Magenkrebs ankündigen.
  • Magenschmerzen können jedoch auch Ausdruck von vielem sein, vor allem Kinder reagieren häufig aus vielfältigen Gründen mit Magenschmerzen.
  • Wenn die Schmerzen aber längerfristig und häufiger bestehen, sollte der Betroffene zum Arzt gehen, um die Ursache abzuklären.

Der erste Ansprechpartner kann der Hausarzt sein. Die eigentliche Diagnose stellt dann aber ein Internist (Facharzt für Innere Medizin). Typische Beschwerden eines Magengeschwürs sind Schmerzen im Oberbauch, Völlegefühl oder Übelkeit im Zusammenhang mit Essen.

schwarz gefärbter Stuhl erbrochenes Blut (rot oder schwarz gefärbtes Erbrochenes) Anzeichen einer Blutarmut wie Abgeschlagenheit, Luftnot bei körperlichen Anstrengungen oder Blässe

Wenn solche Symptome auftreten, sollten diese rasch ärztlich abgeklärt werden. Der Arzt wird zunächst erst mal die wichtigsten Hintergrundinformationen zum Patienten sammeln und ihn nach seinem aktuellen Gesundheitszustand, den Beschwerden und auch der Lebenssituation befragen.

Ist Teerstuhl ein Notfall?

Überblick – Der Begriff Haematochezie steht als Synonym für rot oder rotbraun gefärbten Stuhlgang. Sollte Ihr Arzt von Melaena sprechen, so meint er schwarz gefärbten, meist übelriechenden Stuhl. Teerstuhl gilt in der Regel als medizinischer Notfall und muss sofort behandelt werden.

Was sagt die Farbe des Stuhlgangs aus?

Stuhlgang im Überblick –

Normaler Stuhlgang hat eine hellbraune bis dunkelbraune Farbe, ist weder zu hart noch zu flüssig und hat riecht zwar streng, aber nicht beißend oder faulig. Bei Verstopfung sieht man harte Klümpchen oder zusammenhängende Klumpen, die schwer auszuscheiden sind. Bei Durchfall ist der Stuhl lose und locker oder sogar flüssig. Weicht die Farbe des Stuhls deutlich ab, liegt das meist an bestimmten Lebensmitteln. Zum Beispiel färben Karotten ihn gelb oder orange, Spinat grün und Rote Bete rot. Roter oder schwarzer Stuhl können auf Blutungen hinweisen – das sollte ärztlich abgeklärt werden. Ein Fettstuhl (gelb, schmierig, glänzend, fauliger Geruch) ist ein Hinweis auf Gallensteine, Zöliakie oder Probleme mit der Bauchspeicheldrüse. Haben Sie regelmäßig Probleme mit dem Stuhlgang (wie Verstopfung und Durchfall), können Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn, Lebensmittelunverträglichkeiten oder ausgeprägter Alkoholkonsum verantwortlich sein.

Wie sieht Blut im Stuhl bei Darmkrebs aus?

Blut im Stuhl ist das wichtigste Warnzeichen – Unter den verschiedenen Symptomen wie Bauchschmerzen oder wechselnde Verdauung mit Durchfall und Verstopfung, ist Blut im Stuhl ein echtes Warnzeichen – gerade für das Rektumkarzinom. Denn bei Darmkrebs, der in höher liegenden Darmabschnitten wächst und blutet, ist das Blut im Stuhl mit bloßem Auge oft nicht erkennbar.

Ommt es zu dagegen zu einer Blutung im Enddarm, findet sich Blut meist deutlich rot als Auflage oder dem Stuhl beigemischt. Zwar kann dieses frische Blut im Stuhl auch durch Hämorrhoiden oder einen Polypen verursacht sein, aber eben auch durch ein Rektumkarzinom. „Weil das Blut aber nicht sagt, woher es kommt, muss man auf jeden Fall nachsehen”, betont der Experte.

Nachsehen bedeutet in diesem Fall immer: Darmspiegelung.