Aciclovir Tabletten Wann Besserung?

Aciclovir Tabletten Wann Besserung
Medikament – Patienteninformation für Aciclovir 800 Heumann 1.Was ist Aciclovir 800 Heumann und wofür wird es angewendet? 1.1.Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?

  • Aciclovir 800 Heumann enthält den Wirkstoff Aciclovir, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Virustatika (Arzneimittel zur Behandlung von Virusinfektionen).
  • Aciclovir ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
  • Ausnahme: Aciclovir-haltige Lippencremes zur Behandlung von Infektionen im Mund- und Rachenraum sind apothekenpflichtig und rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

1.2.Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?

  1. Aciclovir gibt es üblicherweise als
  2. – Tabletten/Filmtabletten enthaltend 200 mg Aciclovir oder 400 mg Aciclovir oder 800 mg Aciclovir;
  3. – Lippencreme enthaltend 50 mg/g Aciclovir;
  4. – Augensalbe enthaltend 30 mg/g Aciclovir;

– Suspension zum Einnehmen enthaltend 40 mg/ml (1 Messlöffel bzw.5 ml Suspension entsp.200 mg Aciclovir). Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.1.3.Aciclovir wird angewendet bei 1.3.a) Herpes-simplex-Virus Infektionen

  • – Infektionen der Haut und der Schleimhäute;
  • – Lippenherpes; zur lindernden Behandlung von Schmerzen und Juckreiz bei häufig wiederkehrenden Herpesinfektionen mit Bläschenbildung im Lippenbereich (rezidivierender Herpes labialis).
  • – Herpes-genitalis-Infektionen (Erstinfektion sowie häufig wiederkehrende Infektion im Genitalbereich);
  • – Hornhautentzündung des Auges.
  • Der Versuch einer vorbeugenden Behandlung bei erwachsenen Patienten, die an sehr schweren Verlaufsformen sehr häufig wiederkehrender genitaler Herpes-simplex-Infektionen leiden, ist angezeigt.
  • Hinweis:

1.3.b) Herpes Zoster (Gürtelrose).2.Was müssen Sie vor der Anwendung von Aciclovir beachten? 2.1.Aciclovir 800 Heumann darf nicht angewendet werden, – wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Aciclovir, Valaciclovir oder einen der sonstigen Bestandteile von Aciclovir 800 Heumann sind.2.2.Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Aciclovir ist erforderlich

  1. Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich, wenn:
  2. – Sie Probleme mit den Nieren haben
  3. – Sie älter als 65 Jahre sind
  4. – Ihr Immunsystem geschwächt ist.
  5. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob dies auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Aciclovir-haltige Arzneimittel einnehmen.
  6. Wenn Sie diese in hohen Dosen einnehmen, sollten Sie darauf achten, ausreichend zu trinken.

Verhütung der Übertragung von Genitalherpes: Falls Sie Aciclovir einnehmen, um Herpes im Genitalbereich zu behandeln oder vorzubeugen, oder falls Sie früher einmal Genitalherpes hatten, sollten Sie sich weiterhin beim Geschlechtsverkehr schützen („Safer Sex”), auch indem Sie Kondome benutzen.

  1. Dies ist wichtig, um zu verhindern, dass Sie die Infektion auf andere übertragen.
  2. Falls Sie wunde Stellen oder Bläschen im Genitalbereich haben, sollten Sie keinen Sex haben.
  3. Lippencreme: Sie dürfen die Creme bei Lippenherpes nicht auf Schleimhäute (z.B.
  4. In der Mundhöhle oder am Auge) auftragen, da sonst mit örtlichen Reizerscheinungen zu rechnen ist.

Augensalbe: Wenn Sie Träger von Kontaktlinsen sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt. Während einer Herpes-Erkrankung der Hornhaut und ihrer Behandlung mit Aciclovir sollten keine Kontaktlinsen getragen werden. Hinweise zu sonstigen Bestandteilen: – Arzneimittel zum Einnehmen können Lactose (Milchzucker) enthalten.

  • Bitte nehmen Sie diese daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
  • Suspension: Methyl-4-hydroxybenzoat und Propyl-4-hydroxybenzoat (Konservierungsmittel) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen.

Glycerol (ein weiterer Bestandteil der Suspension) kann Kopfschmerzen, Magenverstimmung und Durchfall hervorrufen. Bei Fructose-Intoleranz beachten: 5 ml Suspension zum Einnehmen enthalten 1,58 g Sorbitol (eine Quelle für 0,4 g Fructose) entsprechend ca.0,13 Broteinheiten (BE).

Sorbitol kann eine leicht abführende Wirkung haben. – Cetylalkohol, ein Bestandteil handelsüblicher Cremes, kann örtlich begrenzte Hautreaktionen (z.B. Kontaktdermatitis) auslösen. Auch Propylenglycol, ein anderer Bestandteil, kann Hautreizungen hervorrufen.2.2.a) Kinder Aciclovir-haltige Arzneimittel zum Einnehmen (z.B.

Suspension) werden nicht zur Behandlung von Herpes-simplex-Infektionen bei Neugeborenen oder schweren HSV-Erkrankungen bei immunsupprimierten Kindern empfohlen. zur Behandlung von HSV-Infektionen der Haut und von Genitalherpes angewendet. Für Kinder unter 5 Jahren sind Tabletten nicht geeignet.

Hierfür stehen besser geeignete Darreichungsformen (Suspension) zur Verfügung.2.2.b) Ältere Patienten Bei älteren Menschen liegt häufiger als bei anderen Patienten eine Einschränkung der Nierenfunktion vor. Daher ist eine Überprüfung der Nierenfunktion zu empfehlen und verstärkt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei der Einnahme der Tabletten oder Suspension zu achten.

Gegebenenfalls wird der behandelnde Arzt eine Dosisanpassung vornehmen.2.2.c) Schwangerschaft Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

  • Sollte sich eine Behandlung in der Schwangerschaft als notwendig erweisen, so sind der Nutzen und die möglichen Risiken vom Arzt sorgfältig gegeneinander abzuwägen.
  • Die nach Markteinführung dokumentierten Daten zur Anwendung während der Schwangerschaft zeigten keine erhöhte Missbildungsrate im Vergleich zur normalen Bevölkerung.

Die aufgetretenen Missbildungen waren nicht einheitlich, sodass nicht auf eine gleiche Ursache geschlossen werden kann.2.2.d) Stillzeit Nach Anwendung von Aciclovir-haltigen Arzneimitteln wurde Aciclovir in der Muttermilch gefunden. Deshalb soll während der Behandlung nicht gestillt werden.2.2.e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen Aciclovir kann Nebenwirkungen verursachen, die Ihre Fähigkeit zum Steuern eines Fahrzeugs beeinträchtigen können.

  • Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie durch Nebenwirkungen beeinträchtigt sind.
  • Aciclovir-haltige Augensalben können jedoch aufgrund ihrer fettartigen Beschaffenheit zu vorübergehender Beeinträchtigung des Sehens führen.

Besondere Vorsicht ist deshalb bei dem Lenken von Kraftfahrzeugen und der Bedienung gefährlicher Maschinen angezeigt.2.3.Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten? Bei Einnahme von Aciclovir-Tabletten/-Suspension: Informieren Sie insbesondere Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen: – Arzneimittel, die Auswirkungen auf die Nieren haben, z.B.

  • – Mycophenolat-Mofetil (zur Vorbeugung der Abstoßung transplantierter Organe),
  • – Theophyllin (zur Behandlung von Atemwegserkrankungen).
  • Bei Anwendung von Lippencreme/Augensalbe:
  • Wechselwirkungen sind nicht bekannt.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.2.4.Woran ist bei Anwendung von Aciclovir zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken? Es sind keine besonderen Vorkehrungen zu treffen.3.Wie ist Aciclovir anzuwenden? Wenden Sie Aciclovir 800 Heumann immer genau nach der Anweisung des Arztes an.

Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.3.1.Art und Dauer der Anwendung 3.1.a) Tabletten Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut möglichst nach den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit (z.B.1 Glas Wasser) ein. Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist verstärkt auf eine angemessene Flüssigkeitszufuhr während der Behandlung zu achten.

Aciclovir 800 Heumann sollte so früh wie möglich nach Auftreten der ersten Anzeichen einer Infektion eingenommen werden. Insbesondere bei wiederkehrenden Herpes-simplex-Infektionen sollte mit der Einnahme von Aciclovir 800 Heumann bereits bei ersten Anzeichen einer erneuten Erkrankung (z.B.

Juckreiz, Spannungsgefühl, erste Bläschen) begonnen werden. Herpes-simplex-Infektionen: Die Behandlungsdauer beträgt 5 Tage, kann jedoch abhängig vom klinischen Zustand des Patienten verlängert werden. Zur Vorbeugung von Herpes-simplex-Infektionen bei Patienten mit gesunder körpereigener Abwehr ist die Dauer der Behandlung abhängig von der Schwere der Verlaufsformen und der Rückfälligkeit.

Sie sollte jedoch einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten nicht überschreiten. Herpes Zoster: Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, sollte mit der Einnahme von Aciclovir (800 mg Tabletten) so früh wie möglich, d.h. bei Auftreten der ersten Hauterscheinungen, begonnen werden.

  • Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.
  • Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 7 bis 10 Tage.3.1.b) Creme Tragen Sie die Creme bei Lippenherpes mit einem Wattestäbchen auf, das mit einer für die Größe der infizierten Hautbereiche notwendigen Menge bestrichen wird.
  • Achten Sie beim Auftragen darauf, dass Sie nicht nur die bereits sichtbaren Anzeichen des Herpes (Bläschen, Schwellung, Rötung) mit der Creme bedecken, sondern dass Sie auch angrenzende Bereiche in die Behandlung mit einbeziehen.

Falls Sie das Auftragen mit den Fingern vornehmen, sollten Sie diese vorher und nachher intensiv reinigen, um eine zusätzliche Infektion der geschädigten Hautpartie (z.B. durch Bakterien) bzw. eine Übertragung der Viren auf noch nicht infizierte Schleimhaut- und Hautbereiche zu verhindern.

Um einen größtmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, sollten Sie Aciclovir bereits bei den ersten Anzeichen der Herpeserkrankung (Brennen, Jucken, Spannungsgefühl und Rötung) anwenden. Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt. Die Behandlungsdauer beträgt im Allgemeinen 5 Tage. Im Einzelfall führen Sie die Behandlung so lange durch, bis die Bläschen verkrustet oder abgeheilt sind.

Sie sollten jedoch eine Behandlungsdauer von 10 Tagen nicht überschreiten.3.1.c) Augensalbe Die Salbe wird am Auge angewendet. Ziehen Sie das untere Lid herunter und legen Sie den Salbenstrang in den Bindehautsack ein. Durch Schließen der Lider und Bewegen des Augapfels verteilen Sie den Salbenstrang über das Auge.

  • Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.
  • Nach Abheilung der Hornhautentzündung sollte die Behandlung noch mindestens 3 Tage lang weitergeführt werden.3.1.d) Suspension Die Einnahme der Suspension sollte möglichst nach den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit erfolgen.
  • Bei eingeschränkter Nierenfunktion, wie sie insbesondere bei älteren Patienten vermehrt auftreten kann, ist auf eine angemessene Flüssigkeitszufuhr während der Therapie zu achten.

Die Suspension sollte so früh wie möglich nach Auftreten der ersten Anzeichen einer Infektion verabreicht werden. Insbesondere bei rezidivierenden Herpes-simplex-Infektionen sollte die Verabreichung beim Auftreten der ersten Anzeichen einer erneuten Erkrankung (z.B.

  1. Vor Gebrauch ist die Suspension zu schütteln!
  2. Herpes-simplex-Infektionen:
  3. Bei Herpes-simplex-Infektionen beträgt die Behandlungsdauer 5 Tage, kann jedoch abhängig vom klinischen Zustand des Patienten verlängert werden.

Zur Vorbeugung von Herpes-simplex-Infektionen bei Patienten mit gesunder Abwehr ist die Dauer der Behandlung abhängig von der Schwere der Verlaufsformen und der Häufigkeit der Infektionen. Sie sollte jedoch einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten nicht überschreiten.

Die Dauer der Anwendung bei der Prophylaxe von Herpes-simplex-Infektionen bei Patienten mit geschädigter körpereigener Abwehr wird von der Schwere der Abwehrschwäche und von der Dauer des Infektionsrisikos bestimmt.3.2.Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis 3.2.a) Tabletten 3.2.a.1.Herpes-simplex-Infektionen Bei Erwachsenen: 5-mal täglich 200 mg tagsüber im Abstand von jeweils etwa 4 Stunden (1 000 mg Aciclovir pro Tag).

Bei Herpes-simplex-Infektionen beträgt die Behandlungsdauer 5 Tage, kann jedoch von Ihrem Arzt abhängig vom Heilungserfolg verlängert werden. Bei Kindern ab dem 5. Lebensjahr: Kinder ab dem 5. Lebensjahr erhalten die Erwachsenen-Dosis, für Kinder unter 5 Jahren sind Tabletten nicht geeignet.

  • Zur Vorbeugung sehr schwerer Verlaufsformen von sehr häufig wiederkehrenden genitalen Herpes-simplex-Infektionen:
  • Patienten mit gesunder körpereigener Abwehr 4-mal täglich 200 mg tagsüber im Abstand von jeweils 6 Stunden (800 mg Aciclovir pro Tag).
  • Alternativ: 2-mal täglich 400 mg im Abstand von 12 Stunden (800 mg Aciclovir pro Tag).
  • In Einzelfällen kann eine wirksame Vorbeugung auch mit einer Dosierung von 3-mal täglich 200 mg im Abstand von 8 Stunden (600 mg Aciclovir pro Tag) oder 2-mal täglich 200 mg im Abstand von 12 Stunden (400 mg Aciclovir pro Tag) erzielt werden.

Kommt es trotz einer täglichen Gesamt-Dosis von 800 mg zu einem Rückfall (Durchbruchinfektion), so kann Ihr Arzt die Dosis erhöhen auf 5-mal täglich 200 mg tagsüber im Abstand von jeweils etwa 4 Stunden (1 000 mg Aciclovir pro Tag). Nach einer Behandlungsdauer von 5 Tagen kann erneut die oben genannte Dosierung eingenommen werden.

  1. Zur Vorbeugung von Herpes-simplex-Infektionen bei Patienten mit gesunder körpereigener Abwehr ist die Dauer der Behandlung abhängig von der Schwere der Verlaufsformen und der Häufigkeit der Rückfälle.
  2. Sie sollte jedoch einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten nicht überschreiten.
  3. Patienten mit eingeschränkter körpereigener Abwehr: 4-mal täglich 200 mg im Abstand von jeweils 6 Stunden (800 mg Aciclovir pro Tag).

Patienten mit stark geschädigter eingeschränkter Abwehr, z.B. nach Organtransplantationen: 4-mal täglich 400 mg im Abstand von 6 Stunden (1600 mg Aciclovir pro Tag). Die Dauer der Behandlung hängt von der Schwere der Immunschädigung und von der Dauer des Infektionsrisikos ab und wird von Ihrem Arzt bestimmt.

  1. Die Dauer der Anwendung bei der Vorbeugung von Herpes-simplex-Infektionen bei stark immungeschwächten Patienten wird von der Schwere der Immunschädigung und von der Dauer des Infektionsrisikos bestimmt.
  2. Ältere Patienten: Bei älteren Patienten ist auf eine mögliche Einschränkung der Nierenfunktion zu achten.

Der Arzt wird gegebenenfalls die Dosis anpassen. Ältere Patienten, die Tabletten in hohen Dosen einnehmen, sollten darauf achten, ausreichend zu trinken. Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion: Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, ist möglicherweise eine Anpassung der Aciclovir-Dosis erforderlich.

  • Eine entsprechende Dosisanpassung wird Ihr Arzt in Abhängigkeit von den Nierenfunktionswerten vornehmen.3.2.a.2.Herpes Zoster (Gürtelrose) Erwachsene nehmen 5-mal täglich 1 Tablette mit 800 mg Aciclovir über den Tag verteilt in Abständen von 4 Stunden ein.
  • Bei älteren Patienten ist auf eine mögliche Einschränkung der Nierenfunktion zu achten.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion: Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, ist möglicherweise eine Anpassung der Aciclovir-Dosis erforderlich. Eine entsprechende Dosisanpassung wird Ihr Arzt in Abhängigkeit von den Nierenfunktionswerten vornehmen.3.2.b) Creme Tragen Sie die Creme 5-mal täglich alle 4 Stunden auf die infizierten Hautbereiche dünn auf.3.2.c) Augensalbe Bringen Sie 5-mal täglich alle 4 Stunden einen etwa 5 mm langen Salbenstrang (31 mg Salbe) in den unteren Bindehautsack ein.3.2.d) Suspension zum Einnehmen Erwachsene mit Herpes-simplex-Infektionen: Eine Einzel-Dosis von 200 mg Aciclovir (1 Messlöffel Suspension) 5-mal tagsüber im Abstand von 4 Stunden; Behandlungsdauer: 5 Tage.

  1. Vorbeugung von schweren Verlaufsformen und sehr häufig wiederkehrenden genitalen Herpes-simplex-Infektionen: Patienten mit gesunder Eigenabwehr erhalten eine Einzel-Dosis von 200 mg Aciclovir (1 Messlöffel Suspension) 4-mal täglich im Abstand von 6 Stunden.
  2. Alternativ dazu können auch 400 mg Aciclovir (2 Messlöffel Suspension) 2-mal täglich im Abstand von 12 Stunden verabreicht werden.

In Einzelfällen kann eine wirksame Vorbeugung auch mit einer Dosierung von 3-mal täglich 200 mg Aciclovir im Abstand von 8 Stunden oder 2-mal täglich 200 mg Aciclovir im Abstand von 12 Stunden erzielt werden. Kommt es trotz dieser 800 mg täglichen Gesamt-Dosis zur Durchbruchinfektion, so sind — wie bei der Dosierung bei Herpes-simplex-Infektionen angegeben — 200 mg Acivlovir tagsüber 5-mal im Abstand von 4 Stunden über 5 Tage zu verabreichen.

  1. Patienten mit geschädigter körpereigener Abwehr erhalten zur Vorbeugung eine Einzel-Dosis von 200 mg Aciclovir (1 Messlöffel Suspension) 4-mal täglich im Abstand von 6 Stunden.
  2. Nach Organtransplantationen kann eine Einzel-Dosis von 400 mg Aciclovir (2 Messlöffel Suspension) 4-mal täglich im Abstand von 6 Stunden verabreicht werden.
  3. Kinder mit Herpes-simplex-Infektionen: Kinder über 2 Jahre erhalten die Erwachsenen-Dosis, Kinder unter 2 Jahren die Hälfte der Erwachsenen-Dosis.

Patienten mit Niereninsuffizienz: Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann eine geringere Aciclovir-Dosis als oben angegeben zur Behandlung ausreichen. Eine entsprechende Dosisanpassung wird gegebenenfalls vom Arzt, in Abhängigkeit von den Nierenfunktionswerten, vorgenommen.

  1. Ältere Patienten: Bei älteren Patienten, die hohe Dosen von Aciclovir einnehmen, ist auf eine angemessene Flüssigkeitszufuhr zu achten.
  2. Bei älteren Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte der Dosisreduktion eine besondere Beachtung geschenkt werden.
  3. Hinweis für Diabetiker: 1 Messlöffel Suspension enthält 2,25 g Sorbitol-Lösung 70 % (entsprechend 0,13 BE).3.3.Wenn Sie eine größere Menge Aciclovir 800 Heumann eingenommen/angewendet haben, als Sie sollten Schäden durch Überdosierung können nicht ausgeschlossen werden.

Deshalb ist eine Überdosierung zu vermeiden. Vergiftungen sind nach Überdosierung von Aciclovir-haltigen Tabletten nicht zu erwarten. Vergiftungen sind nach Überdosierung von Aciclovir nicht zu erwarten. Nach einer auf einmal eingenommenen Dosis von 20 g Aciclovir traten keine Vergiftungserscheinungen auf.

Eine versehentliche, wiederholte Überdosierung von eingenommenem Aciclovir über mehrere Tage war verbunden mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Verwirrtheit. Falls eine Überdosierung vorliegt und vermehrt Nebenwirkungen auftreten oder Sie sich unsicher sind, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.3.4.Wenn Sie die Einnahme/Anwendung von Aciclovir vergessen haben 3.4.a) Tabletten/Suspension Setzen Sie die Behandlung wie verordnet fort (nehmen Sie die Tabletten z.B.

nicht häufiger oder in größeren Mengen ein). Sollten Sie mehrfach die Einnahme vergessen oder zu wenig Tabletten eingenommen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.3.4.b) Creme Setzen Sie die Behandlung wie verordnet fort (tragen Sie die Creme z.B.

  1. Nicht häufiger oder dicker auf).3.4.c) Augensalbe Bitte halten Sie sich strikt an die Dosierungsempfehlungen Ihres Arztes.
  2. Wenn Sie einmal die Anwendung vergessen haben, so holen Sie diese so bald wie möglich nach.
  3. Verabreichen Sie auf keinen Fall die doppelte Menge, sondern verfahren Sie gemäß Dosierungsanleitung.

Sollten Sie mehrere Anwendungen ausgelassen haben, so informieren Sie bitte Ihren Arzt, damit er gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen treffen kann.3.5.Auswirkungen, wenn die Behandlung mit Aciclovir abgebrochen wird Selbst bei einer spürbaren Besserung Ihres Befindens sollten Sie die Behandlung mit Aciclovir zu Ende führen, um den Heilungserfolg nicht zu gefährden.

  • Wie alle Arzneimittel kann Aciclovir Nebenwirkungen haben.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
  • – sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
  • – häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
  • – gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
  • – selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
  • – sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
  • – Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden

4.1.Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten? 4.1.a) Bei Einnahme (Tabletten/Suspension) 4.1.a.1.Häufig Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Juckreiz, Hautausschläge einschließlich Hautreaktionen nach Sonneneinstrahlung (fotosensibilität), Erschöpfung, Fieber.4.1.a.2.Gelegentlich Juckender, nesselsuchtartiger Hautausschlag, vermehrte Haarausdünnung (diffuser Haarausfall), wobei der Zusammenhang mit der Einnahme von Aciclovir bisher nicht vollständig belegt ist.4.1.a.3.Selten Schwere allergische Reaktion (anaphylaktische Reaktion, Quincke-Ödem, Luftnot).

  1. Anstieg von Blutwerten, die anzeigen, wie Ihre Leber funktioniert (Leberenzyme und Gallenfarbstoff), Anstieg von Blutwerten, die anzeigen, wie Ihre Niere funktioniert (Serumharnstoff und -kreatinin).
  2. Sehr selten
  3. Verringerung der Anzahl roter Blutkörperchen (Anämie), Verringerung der Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie) und Verringerung der Anzahl der Blutplättchen (Blutzellen, die für die Blutgerinnung wichtig sind)

Wenn die Anzahl roter Blutkörperchen vermindert ist, können bei Ihnen Symptome wie Müdigkeit oder Atemlosigkeit auftreten. Eine Verminderung Ihrer weißen Blutkörperchen kann Sie anfälliger für Infektionen machen. Wenn Sie eine niedrige Blutplättchenzahl haben, kann es sein, dass Sie schneller blaue Flecken bekommen.

Allgemeine körperliche Unruhe, Verwirrtheitszustände, Zittern, unsicherer Gang und fehlende Koordination, langsame, verwaschene Sprache, Sehen oder Hören von Dingen, die nicht da sind (Halluzinationen), wirre oder sprunghafte Gedanken (Wahn), Krampfanfälle, Schläfrigkeit, Erkrankung des Gehirns (Enzephalopathie), Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit (Koma).

Diese Nebenwirkungen, die im Allgemeinen nach Absetzen des Arzneimittels wieder verschwanden, traten für gewöhnlich bei Patienten mit geschädigter Nierenfunktion oder anderen Erkrankungen auf, die das Auftreten dieser unerwünschten Wirkungen begünstigen.

  1. Leberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht, akutes Nierenversagen (schwere Nierenfunktionsstörungen, die dazu führen können, dass Sie wenig oder kein Wasser lassen können), Schmerzen im unteren Rücken (Nierenschmerzen).
  2. Nur für Suspension: Methyl-4-hydroxybenzoat und Propyl-4-hydroxybenzoat (Konservierungsmittel) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen.

Glycerol (ein weiterer Bestandteil der Suspension) kann Kopfschmerzen, Magenverstimmung und Durchfall hervorrufen.4.1.b) Creme Nach dem Auftragen von Aciclovir bei Lippenherpes kann vorübergehendes Brennen oder Stechen an den behandelten Hautabschnitten auftreten.

Rötung, Eintrocknung, Juckreiz und Abschuppung der mit Aciclovir bei Lippenherpes behandelten Haut wurden gelegentlich beobachtet. Selten wurde nach Anwendung bei Lippenherpes vom Auftreten einer allergischen Hautreaktion (Kontaktdermatitis) berichtet. Wurden allergologische Untersuchungen durchgeführt, erwiesen sich in den meisten Fällen die Hilfsstoffe der Creme-Grundlage und nicht der Wirkstoff Aciclovir als Ursache der Hautreaktion.

Eine Kontaktdermatitis ist daran zu erkennen, dass die oben genannten Nebenwirkungen verstärkt auftreten und über die mit Creme behandelten Hautabschnitte hinausgehen. In diesem Fall sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.4.1.c) Augensalbe Kurz nach dem Einbringen der Augensalbe kann ein leichtes, schnell wieder abklingendes Brennen auftreten.

Sehr selten kann es bei längerer Anwendung (über 14 Tage) zu einer oberflächlichen entzündlichen Reaktion des unteren Hornhautrandes und der angrenzenden Bindehaut sowie zu oberflächlichen Hornhautdefekten (Keratitis superficialis punctata) kommen, die in der Regel ohne Folgeerscheinungen ausheilen.4.2.Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen? Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden.

Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden. Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können.

Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.5.Wie ist Aciclovir 800 Heumann aufzubewahren?

  • Lagern Sie Aciclovir 800 Heumann nicht über 25°C, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf.
  • Sie dürfen die Augensalbe/Suspension nach Anbruch nur noch 4 Wochen verwenden!
  • Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
  • Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

  1. 6.Quelle und Bearbeitungsstand
  2. Information der SCHOLZ Datenbank auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten
  3. Copyright by ePrax GmbH, München; Oktober 2014 (4)

: Aciclovir 800 Heumann

Wie lange dauert es bis Aciclovir hilft?

Virushemmende Medikamente wie Aciclovir oder Penciclovir können einen Herpes-Ausbruch um ungefähr einen Tag verkürzen.

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Wie lange wirken Aciclovir Tabletten?

Aufnahme, Abbau und Ausscheidung – Aciclovir, das über den Mund eingenommen wird, kann im Dünndarm nur sehr schlecht (zu etwa 10 bis 30 Prozent) resorbiert werden. Außerdem wird es schnell im Körper abgebaut – schon rund drei Stunden nach der Einnahme ist die Hälfte des Wirkstoffes wieder ausgeschieden (Halbwertszeit).

Was macht Aciclovir mit dem Körper?

Anwendungsgebiete von Aciclovir – Aciclovir hemmt die Vermehrung der Herpes-Viren. Der Wirkstoff kommt daher bei der Behandlung von Infektionen mit Herpes-Viren zum Einsatz. Es gibt unterschiedliche Formen der Herpes-Viren, die wiederum verschiedene Erkrankungen verursachen.

  1. Am bekanntesten ist sicher der Lippenherpes (Herpes labialis).
  2. Auslösend hierfür ist der Herpes-simplex-Virus Typ 1.
  3. Unsere Produkttipps – Aciclovir gegen Lippenherpes: Aciclostad ® gegen Lippenherpes Creme | Aciclovir-ratiopharm ® Lippenherpescreme | ACICLOVIR AL Creme | ZOVIRAX ® Lippenherpescreme Aber auch an den Geschlechtsteilen kann Herpes entstehen (Herpes genitalis),

Des Weiteren sind Herpes-Viren an Erkrankungen wie Gürtelrose oder Augeninfektionen beteiligt. Aciclovir-Augensalbe Die Aciclovir-Augensalbe dient zur Behandlung von Herpesinfektionen des Auges, Die antiviralen Eigenschaften wirken gegen Herpes-simplex-Viren Typ 1 und 2 sowie gegen Varizella-Zoster-Viren. Aciclovir Tabletten Wann Besserung

Wie lange muss man Aciclovir 400 einnehmen?

Aciclovir-ratiopharm ® 400 mg sollte so früh wie möglich nach Auftreten der ersten Anzeichen einer Infektion eingenommen werden. Die Behandlungsdauer bei Gürtelrose (Herpes zoster) beträgt 5 bis 7 Tage.

Wie lange Aciclovir Tabletten bei Lippenherpes?

Medikament – Patienteninformation für Aciclovir 800 Heumann 1.Was ist Aciclovir 800 Heumann und wofür wird es angewendet? 1.1.Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?

  • Aciclovir 800 Heumann enthält den Wirkstoff Aciclovir, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Virustatika (Arzneimittel zur Behandlung von Virusinfektionen).
  • Aciclovir ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
  • Ausnahme: Aciclovir-haltige Lippencremes zur Behandlung von Infektionen im Mund- und Rachenraum sind apothekenpflichtig und rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

1.2.Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?

  1. Aciclovir gibt es üblicherweise als
  2. – Tabletten/Filmtabletten enthaltend 200 mg Aciclovir oder 400 mg Aciclovir oder 800 mg Aciclovir;
  3. – Lippencreme enthaltend 50 mg/g Aciclovir;
  4. – Augensalbe enthaltend 30 mg/g Aciclovir;

– Suspension zum Einnehmen enthaltend 40 mg/ml (1 Messlöffel bzw.5 ml Suspension entsp.200 mg Aciclovir). Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.1.3.Aciclovir wird angewendet bei 1.3.a) Herpes-simplex-Virus Infektionen

  • – Infektionen der Haut und der Schleimhäute;
  • – Lippenherpes; zur lindernden Behandlung von Schmerzen und Juckreiz bei häufig wiederkehrenden Herpesinfektionen mit Bläschenbildung im Lippenbereich (rezidivierender Herpes labialis).
  • – Herpes-genitalis-Infektionen (Erstinfektion sowie häufig wiederkehrende Infektion im Genitalbereich);
  • – Hornhautentzündung des Auges.
  • Der Versuch einer vorbeugenden Behandlung bei erwachsenen Patienten, die an sehr schweren Verlaufsformen sehr häufig wiederkehrender genitaler Herpes-simplex-Infektionen leiden, ist angezeigt.
  • Hinweis:

1.3.b) Herpes Zoster (Gürtelrose).2.Was müssen Sie vor der Anwendung von Aciclovir beachten? 2.1.Aciclovir 800 Heumann darf nicht angewendet werden, – wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Aciclovir, Valaciclovir oder einen der sonstigen Bestandteile von Aciclovir 800 Heumann sind.2.2.Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Aciclovir ist erforderlich

  1. Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich, wenn:
  2. – Sie Probleme mit den Nieren haben
  3. – Sie älter als 65 Jahre sind
  4. – Ihr Immunsystem geschwächt ist.
  5. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob dies auf Sie zutrifft, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Aciclovir-haltige Arzneimittel einnehmen.
  6. Wenn Sie diese in hohen Dosen einnehmen, sollten Sie darauf achten, ausreichend zu trinken.

Verhütung der Übertragung von Genitalherpes: Falls Sie Aciclovir einnehmen, um Herpes im Genitalbereich zu behandeln oder vorzubeugen, oder falls Sie früher einmal Genitalherpes hatten, sollten Sie sich weiterhin beim Geschlechtsverkehr schützen („Safer Sex”), auch indem Sie Kondome benutzen.

  • Dies ist wichtig, um zu verhindern, dass Sie die Infektion auf andere übertragen.
  • Falls Sie wunde Stellen oder Bläschen im Genitalbereich haben, sollten Sie keinen Sex haben.
  • Lippencreme: Sie dürfen die Creme bei Lippenherpes nicht auf Schleimhäute (z.B.
  • In der Mundhöhle oder am Auge) auftragen, da sonst mit örtlichen Reizerscheinungen zu rechnen ist.

Augensalbe: Wenn Sie Träger von Kontaktlinsen sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt. Während einer Herpes-Erkrankung der Hornhaut und ihrer Behandlung mit Aciclovir sollten keine Kontaktlinsen getragen werden. Hinweise zu sonstigen Bestandteilen: – Arzneimittel zum Einnehmen können Lactose (Milchzucker) enthalten.

  • Bitte nehmen Sie diese daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
  • Suspension: Methyl-4-hydroxybenzoat und Propyl-4-hydroxybenzoat (Konservierungsmittel) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen.

Glycerol (ein weiterer Bestandteil der Suspension) kann Kopfschmerzen, Magenverstimmung und Durchfall hervorrufen. Bei Fructose-Intoleranz beachten: 5 ml Suspension zum Einnehmen enthalten 1,58 g Sorbitol (eine Quelle für 0,4 g Fructose) entsprechend ca.0,13 Broteinheiten (BE).

Sorbitol kann eine leicht abführende Wirkung haben. – Cetylalkohol, ein Bestandteil handelsüblicher Cremes, kann örtlich begrenzte Hautreaktionen (z.B. Kontaktdermatitis) auslösen. Auch Propylenglycol, ein anderer Bestandteil, kann Hautreizungen hervorrufen.2.2.a) Kinder Aciclovir-haltige Arzneimittel zum Einnehmen (z.B.

Suspension) werden nicht zur Behandlung von Herpes-simplex-Infektionen bei Neugeborenen oder schweren HSV-Erkrankungen bei immunsupprimierten Kindern empfohlen. zur Behandlung von HSV-Infektionen der Haut und von Genitalherpes angewendet. Für Kinder unter 5 Jahren sind Tabletten nicht geeignet.

  • Hierfür stehen besser geeignete Darreichungsformen (Suspension) zur Verfügung.2.2.b) Ältere Patienten Bei älteren Menschen liegt häufiger als bei anderen Patienten eine Einschränkung der Nierenfunktion vor.
  • Daher ist eine Überprüfung der Nierenfunktion zu empfehlen und verstärkt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei der Einnahme der Tabletten oder Suspension zu achten.

Gegebenenfalls wird der behandelnde Arzt eine Dosisanpassung vornehmen.2.2.c) Schwangerschaft Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

  • Sollte sich eine Behandlung in der Schwangerschaft als notwendig erweisen, so sind der Nutzen und die möglichen Risiken vom Arzt sorgfältig gegeneinander abzuwägen.
  • Die nach Markteinführung dokumentierten Daten zur Anwendung während der Schwangerschaft zeigten keine erhöhte Missbildungsrate im Vergleich zur normalen Bevölkerung.

Die aufgetretenen Missbildungen waren nicht einheitlich, sodass nicht auf eine gleiche Ursache geschlossen werden kann.2.2.d) Stillzeit Nach Anwendung von Aciclovir-haltigen Arzneimitteln wurde Aciclovir in der Muttermilch gefunden. Deshalb soll während der Behandlung nicht gestillt werden.2.2.e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen Aciclovir kann Nebenwirkungen verursachen, die Ihre Fähigkeit zum Steuern eines Fahrzeugs beeinträchtigen können.

Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie durch Nebenwirkungen beeinträchtigt sind. Aciclovir-haltige Augensalben können jedoch aufgrund ihrer fettartigen Beschaffenheit zu vorübergehender Beeinträchtigung des Sehens führen.

Besondere Vorsicht ist deshalb bei dem Lenken von Kraftfahrzeugen und der Bedienung gefährlicher Maschinen angezeigt.2.3.Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten? Bei Einnahme von Aciclovir-Tabletten/-Suspension: Informieren Sie insbesondere Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen: – Arzneimittel, die Auswirkungen auf die Nieren haben, z.B.

  • – Mycophenolat-Mofetil (zur Vorbeugung der Abstoßung transplantierter Organe),
  • – Theophyllin (zur Behandlung von Atemwegserkrankungen).
  • Bei Anwendung von Lippencreme/Augensalbe:
  • Wechselwirkungen sind nicht bekannt.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.2.4.Woran ist bei Anwendung von Aciclovir zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken? Es sind keine besonderen Vorkehrungen zu treffen.3.Wie ist Aciclovir anzuwenden? Wenden Sie Aciclovir 800 Heumann immer genau nach der Anweisung des Arztes an.

  1. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.3.1.Art und Dauer der Anwendung 3.1.a) Tabletten Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut möglichst nach den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit (z.B.1 Glas Wasser) ein.
  2. Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist verstärkt auf eine angemessene Flüssigkeitszufuhr während der Behandlung zu achten.

Aciclovir 800 Heumann sollte so früh wie möglich nach Auftreten der ersten Anzeichen einer Infektion eingenommen werden. Insbesondere bei wiederkehrenden Herpes-simplex-Infektionen sollte mit der Einnahme von Aciclovir 800 Heumann bereits bei ersten Anzeichen einer erneuten Erkrankung (z.B.

  • Juckreiz, Spannungsgefühl, erste Bläschen) begonnen werden.
  • Herpes-simplex-Infektionen: Die Behandlungsdauer beträgt 5 Tage, kann jedoch abhängig vom klinischen Zustand des Patienten verlängert werden.
  • Zur Vorbeugung von Herpes-simplex-Infektionen bei Patienten mit gesunder körpereigener Abwehr ist die Dauer der Behandlung abhängig von der Schwere der Verlaufsformen und der Rückfälligkeit.

Sie sollte jedoch einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten nicht überschreiten. Herpes Zoster: Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, sollte mit der Einnahme von Aciclovir (800 mg Tabletten) so früh wie möglich, d.h. bei Auftreten der ersten Hauterscheinungen, begonnen werden.

  • Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.
  • Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 7 bis 10 Tage.3.1.b) Creme Tragen Sie die Creme bei Lippenherpes mit einem Wattestäbchen auf, das mit einer für die Größe der infizierten Hautbereiche notwendigen Menge bestrichen wird.
  • Achten Sie beim Auftragen darauf, dass Sie nicht nur die bereits sichtbaren Anzeichen des Herpes (Bläschen, Schwellung, Rötung) mit der Creme bedecken, sondern dass Sie auch angrenzende Bereiche in die Behandlung mit einbeziehen.

Falls Sie das Auftragen mit den Fingern vornehmen, sollten Sie diese vorher und nachher intensiv reinigen, um eine zusätzliche Infektion der geschädigten Hautpartie (z.B. durch Bakterien) bzw. eine Übertragung der Viren auf noch nicht infizierte Schleimhaut- und Hautbereiche zu verhindern.

Um einen größtmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, sollten Sie Aciclovir bereits bei den ersten Anzeichen der Herpeserkrankung (Brennen, Jucken, Spannungsgefühl und Rötung) anwenden. Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt. Die Behandlungsdauer beträgt im Allgemeinen 5 Tage. Im Einzelfall führen Sie die Behandlung so lange durch, bis die Bläschen verkrustet oder abgeheilt sind.

Sie sollten jedoch eine Behandlungsdauer von 10 Tagen nicht überschreiten.3.1.c) Augensalbe Die Salbe wird am Auge angewendet. Ziehen Sie das untere Lid herunter und legen Sie den Salbenstrang in den Bindehautsack ein. Durch Schließen der Lider und Bewegen des Augapfels verteilen Sie den Salbenstrang über das Auge.

  1. Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.
  2. Nach Abheilung der Hornhautentzündung sollte die Behandlung noch mindestens 3 Tage lang weitergeführt werden.3.1.d) Suspension Die Einnahme der Suspension sollte möglichst nach den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit erfolgen.
  3. Bei eingeschränkter Nierenfunktion, wie sie insbesondere bei älteren Patienten vermehrt auftreten kann, ist auf eine angemessene Flüssigkeitszufuhr während der Therapie zu achten.

Die Suspension sollte so früh wie möglich nach Auftreten der ersten Anzeichen einer Infektion verabreicht werden. Insbesondere bei rezidivierenden Herpes-simplex-Infektionen sollte die Verabreichung beim Auftreten der ersten Anzeichen einer erneuten Erkrankung (z.B.

  1. Vor Gebrauch ist die Suspension zu schütteln!
  2. Herpes-simplex-Infektionen:
  3. Bei Herpes-simplex-Infektionen beträgt die Behandlungsdauer 5 Tage, kann jedoch abhängig vom klinischen Zustand des Patienten verlängert werden.

Zur Vorbeugung von Herpes-simplex-Infektionen bei Patienten mit gesunder Abwehr ist die Dauer der Behandlung abhängig von der Schwere der Verlaufsformen und der Häufigkeit der Infektionen. Sie sollte jedoch einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten nicht überschreiten.

Die Dauer der Anwendung bei der Prophylaxe von Herpes-simplex-Infektionen bei Patienten mit geschädigter körpereigener Abwehr wird von der Schwere der Abwehrschwäche und von der Dauer des Infektionsrisikos bestimmt.3.2.Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis 3.2.a) Tabletten 3.2.a.1.Herpes-simplex-Infektionen Bei Erwachsenen: 5-mal täglich 200 mg tagsüber im Abstand von jeweils etwa 4 Stunden (1 000 mg Aciclovir pro Tag).

Bei Herpes-simplex-Infektionen beträgt die Behandlungsdauer 5 Tage, kann jedoch von Ihrem Arzt abhängig vom Heilungserfolg verlängert werden. Bei Kindern ab dem 5. Lebensjahr: Kinder ab dem 5. Lebensjahr erhalten die Erwachsenen-Dosis, für Kinder unter 5 Jahren sind Tabletten nicht geeignet.

  • Zur Vorbeugung sehr schwerer Verlaufsformen von sehr häufig wiederkehrenden genitalen Herpes-simplex-Infektionen:
  • Patienten mit gesunder körpereigener Abwehr 4-mal täglich 200 mg tagsüber im Abstand von jeweils 6 Stunden (800 mg Aciclovir pro Tag).
  • Alternativ: 2-mal täglich 400 mg im Abstand von 12 Stunden (800 mg Aciclovir pro Tag).
  • In Einzelfällen kann eine wirksame Vorbeugung auch mit einer Dosierung von 3-mal täglich 200 mg im Abstand von 8 Stunden (600 mg Aciclovir pro Tag) oder 2-mal täglich 200 mg im Abstand von 12 Stunden (400 mg Aciclovir pro Tag) erzielt werden.

Kommt es trotz einer täglichen Gesamt-Dosis von 800 mg zu einem Rückfall (Durchbruchinfektion), so kann Ihr Arzt die Dosis erhöhen auf 5-mal täglich 200 mg tagsüber im Abstand von jeweils etwa 4 Stunden (1 000 mg Aciclovir pro Tag). Nach einer Behandlungsdauer von 5 Tagen kann erneut die oben genannte Dosierung eingenommen werden.

Zur Vorbeugung von Herpes-simplex-Infektionen bei Patienten mit gesunder körpereigener Abwehr ist die Dauer der Behandlung abhängig von der Schwere der Verlaufsformen und der Häufigkeit der Rückfälle. Sie sollte jedoch einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten nicht überschreiten. Patienten mit eingeschränkter körpereigener Abwehr: 4-mal täglich 200 mg im Abstand von jeweils 6 Stunden (800 mg Aciclovir pro Tag).

Patienten mit stark geschädigter eingeschränkter Abwehr, z.B. nach Organtransplantationen: 4-mal täglich 400 mg im Abstand von 6 Stunden (1600 mg Aciclovir pro Tag). Die Dauer der Behandlung hängt von der Schwere der Immunschädigung und von der Dauer des Infektionsrisikos ab und wird von Ihrem Arzt bestimmt.

  • Die Dauer der Anwendung bei der Vorbeugung von Herpes-simplex-Infektionen bei stark immungeschwächten Patienten wird von der Schwere der Immunschädigung und von der Dauer des Infektionsrisikos bestimmt.
  • Ältere Patienten: Bei älteren Patienten ist auf eine mögliche Einschränkung der Nierenfunktion zu achten.

Der Arzt wird gegebenenfalls die Dosis anpassen. Ältere Patienten, die Tabletten in hohen Dosen einnehmen, sollten darauf achten, ausreichend zu trinken. Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion: Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, ist möglicherweise eine Anpassung der Aciclovir-Dosis erforderlich.

Eine entsprechende Dosisanpassung wird Ihr Arzt in Abhängigkeit von den Nierenfunktionswerten vornehmen.3.2.a.2.Herpes Zoster (Gürtelrose) Erwachsene nehmen 5-mal täglich 1 Tablette mit 800 mg Aciclovir über den Tag verteilt in Abständen von 4 Stunden ein. Bei älteren Patienten ist auf eine mögliche Einschränkung der Nierenfunktion zu achten.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion: Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, ist möglicherweise eine Anpassung der Aciclovir-Dosis erforderlich. Eine entsprechende Dosisanpassung wird Ihr Arzt in Abhängigkeit von den Nierenfunktionswerten vornehmen.3.2.b) Creme Tragen Sie die Creme 5-mal täglich alle 4 Stunden auf die infizierten Hautbereiche dünn auf.3.2.c) Augensalbe Bringen Sie 5-mal täglich alle 4 Stunden einen etwa 5 mm langen Salbenstrang (31 mg Salbe) in den unteren Bindehautsack ein.3.2.d) Suspension zum Einnehmen Erwachsene mit Herpes-simplex-Infektionen: Eine Einzel-Dosis von 200 mg Aciclovir (1 Messlöffel Suspension) 5-mal tagsüber im Abstand von 4 Stunden; Behandlungsdauer: 5 Tage.

  1. Vorbeugung von schweren Verlaufsformen und sehr häufig wiederkehrenden genitalen Herpes-simplex-Infektionen: Patienten mit gesunder Eigenabwehr erhalten eine Einzel-Dosis von 200 mg Aciclovir (1 Messlöffel Suspension) 4-mal täglich im Abstand von 6 Stunden.
  2. Alternativ dazu können auch 400 mg Aciclovir (2 Messlöffel Suspension) 2-mal täglich im Abstand von 12 Stunden verabreicht werden.

In Einzelfällen kann eine wirksame Vorbeugung auch mit einer Dosierung von 3-mal täglich 200 mg Aciclovir im Abstand von 8 Stunden oder 2-mal täglich 200 mg Aciclovir im Abstand von 12 Stunden erzielt werden. Kommt es trotz dieser 800 mg täglichen Gesamt-Dosis zur Durchbruchinfektion, so sind — wie bei der Dosierung bei Herpes-simplex-Infektionen angegeben — 200 mg Acivlovir tagsüber 5-mal im Abstand von 4 Stunden über 5 Tage zu verabreichen.

  1. Patienten mit geschädigter körpereigener Abwehr erhalten zur Vorbeugung eine Einzel-Dosis von 200 mg Aciclovir (1 Messlöffel Suspension) 4-mal täglich im Abstand von 6 Stunden.
  2. Nach Organtransplantationen kann eine Einzel-Dosis von 400 mg Aciclovir (2 Messlöffel Suspension) 4-mal täglich im Abstand von 6 Stunden verabreicht werden.
  3. Kinder mit Herpes-simplex-Infektionen: Kinder über 2 Jahre erhalten die Erwachsenen-Dosis, Kinder unter 2 Jahren die Hälfte der Erwachsenen-Dosis.

Patienten mit Niereninsuffizienz: Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann eine geringere Aciclovir-Dosis als oben angegeben zur Behandlung ausreichen. Eine entsprechende Dosisanpassung wird gegebenenfalls vom Arzt, in Abhängigkeit von den Nierenfunktionswerten, vorgenommen.

  • Ältere Patienten: Bei älteren Patienten, die hohe Dosen von Aciclovir einnehmen, ist auf eine angemessene Flüssigkeitszufuhr zu achten.
  • Bei älteren Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte der Dosisreduktion eine besondere Beachtung geschenkt werden.
  • Hinweis für Diabetiker: 1 Messlöffel Suspension enthält 2,25 g Sorbitol-Lösung 70 % (entsprechend 0,13 BE).3.3.Wenn Sie eine größere Menge Aciclovir 800 Heumann eingenommen/angewendet haben, als Sie sollten Schäden durch Überdosierung können nicht ausgeschlossen werden.

Deshalb ist eine Überdosierung zu vermeiden. Vergiftungen sind nach Überdosierung von Aciclovir-haltigen Tabletten nicht zu erwarten. Vergiftungen sind nach Überdosierung von Aciclovir nicht zu erwarten. Nach einer auf einmal eingenommenen Dosis von 20 g Aciclovir traten keine Vergiftungserscheinungen auf.

Eine versehentliche, wiederholte Überdosierung von eingenommenem Aciclovir über mehrere Tage war verbunden mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Verwirrtheit. Falls eine Überdosierung vorliegt und vermehrt Nebenwirkungen auftreten oder Sie sich unsicher sind, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.3.4.Wenn Sie die Einnahme/Anwendung von Aciclovir vergessen haben 3.4.a) Tabletten/Suspension Setzen Sie die Behandlung wie verordnet fort (nehmen Sie die Tabletten z.B.

nicht häufiger oder in größeren Mengen ein). Sollten Sie mehrfach die Einnahme vergessen oder zu wenig Tabletten eingenommen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.3.4.b) Creme Setzen Sie die Behandlung wie verordnet fort (tragen Sie die Creme z.B.

Nicht häufiger oder dicker auf).3.4.c) Augensalbe Bitte halten Sie sich strikt an die Dosierungsempfehlungen Ihres Arztes. Wenn Sie einmal die Anwendung vergessen haben, so holen Sie diese so bald wie möglich nach. Verabreichen Sie auf keinen Fall die doppelte Menge, sondern verfahren Sie gemäß Dosierungsanleitung.

Sollten Sie mehrere Anwendungen ausgelassen haben, so informieren Sie bitte Ihren Arzt, damit er gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen treffen kann.3.5.Auswirkungen, wenn die Behandlung mit Aciclovir abgebrochen wird Selbst bei einer spürbaren Besserung Ihres Befindens sollten Sie die Behandlung mit Aciclovir zu Ende führen, um den Heilungserfolg nicht zu gefährden.

  • Wie alle Arzneimittel kann Aciclovir Nebenwirkungen haben.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
  • – sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
  • – häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
  • – gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
  • – selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
  • – sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
  • – Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden

4.1.Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten? 4.1.a) Bei Einnahme (Tabletten/Suspension) 4.1.a.1.Häufig Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Juckreiz, Hautausschläge einschließlich Hautreaktionen nach Sonneneinstrahlung (fotosensibilität), Erschöpfung, Fieber.4.1.a.2.Gelegentlich Juckender, nesselsuchtartiger Hautausschlag, vermehrte Haarausdünnung (diffuser Haarausfall), wobei der Zusammenhang mit der Einnahme von Aciclovir bisher nicht vollständig belegt ist.4.1.a.3.Selten Schwere allergische Reaktion (anaphylaktische Reaktion, Quincke-Ödem, Luftnot).

  1. Anstieg von Blutwerten, die anzeigen, wie Ihre Leber funktioniert (Leberenzyme und Gallenfarbstoff), Anstieg von Blutwerten, die anzeigen, wie Ihre Niere funktioniert (Serumharnstoff und -kreatinin).
  2. Sehr selten
  3. Verringerung der Anzahl roter Blutkörperchen (Anämie), Verringerung der Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukopenie) und Verringerung der Anzahl der Blutplättchen (Blutzellen, die für die Blutgerinnung wichtig sind)

Wenn die Anzahl roter Blutkörperchen vermindert ist, können bei Ihnen Symptome wie Müdigkeit oder Atemlosigkeit auftreten. Eine Verminderung Ihrer weißen Blutkörperchen kann Sie anfälliger für Infektionen machen. Wenn Sie eine niedrige Blutplättchenzahl haben, kann es sein, dass Sie schneller blaue Flecken bekommen.

Allgemeine körperliche Unruhe, Verwirrtheitszustände, Zittern, unsicherer Gang und fehlende Koordination, langsame, verwaschene Sprache, Sehen oder Hören von Dingen, die nicht da sind (Halluzinationen), wirre oder sprunghafte Gedanken (Wahn), Krampfanfälle, Schläfrigkeit, Erkrankung des Gehirns (Enzephalopathie), Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit (Koma).

Diese Nebenwirkungen, die im Allgemeinen nach Absetzen des Arzneimittels wieder verschwanden, traten für gewöhnlich bei Patienten mit geschädigter Nierenfunktion oder anderen Erkrankungen auf, die das Auftreten dieser unerwünschten Wirkungen begünstigen.

  • Leberentzündung (Hepatitis), Gelbsucht, akutes Nierenversagen (schwere Nierenfunktionsstörungen, die dazu führen können, dass Sie wenig oder kein Wasser lassen können), Schmerzen im unteren Rücken (Nierenschmerzen).
  • Nur für Suspension: Methyl-4-hydroxybenzoat und Propyl-4-hydroxybenzoat (Konservierungsmittel) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen.

Glycerol (ein weiterer Bestandteil der Suspension) kann Kopfschmerzen, Magenverstimmung und Durchfall hervorrufen.4.1.b) Creme Nach dem Auftragen von Aciclovir bei Lippenherpes kann vorübergehendes Brennen oder Stechen an den behandelten Hautabschnitten auftreten.

Rötung, Eintrocknung, Juckreiz und Abschuppung der mit Aciclovir bei Lippenherpes behandelten Haut wurden gelegentlich beobachtet. Selten wurde nach Anwendung bei Lippenherpes vom Auftreten einer allergischen Hautreaktion (Kontaktdermatitis) berichtet. Wurden allergologische Untersuchungen durchgeführt, erwiesen sich in den meisten Fällen die Hilfsstoffe der Creme-Grundlage und nicht der Wirkstoff Aciclovir als Ursache der Hautreaktion.

Eine Kontaktdermatitis ist daran zu erkennen, dass die oben genannten Nebenwirkungen verstärkt auftreten und über die mit Creme behandelten Hautabschnitte hinausgehen. In diesem Fall sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.4.1.c) Augensalbe Kurz nach dem Einbringen der Augensalbe kann ein leichtes, schnell wieder abklingendes Brennen auftreten.

Sehr selten kann es bei längerer Anwendung (über 14 Tage) zu einer oberflächlichen entzündlichen Reaktion des unteren Hornhautrandes und der angrenzenden Bindehaut sowie zu oberflächlichen Hornhautdefekten (Keratitis superficialis punctata) kommen, die in der Regel ohne Folgeerscheinungen ausheilen.4.2.Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen? Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden.

Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden. Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können.

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Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.5.Wie ist Aciclovir 800 Heumann aufzubewahren?

  • Lagern Sie Aciclovir 800 Heumann nicht über 25°C, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf.
  • Sie dürfen die Augensalbe/Suspension nach Anbruch nur noch 4 Wochen verwenden!
  • Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
  • Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

  1. 6.Quelle und Bearbeitungsstand
  2. Information der SCHOLZ Datenbank auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten
  3. Copyright by ePrax GmbH, München; Oktober 2014 (4)

: Aciclovir 800 Heumann

Wie lange dauert es bis Gürtelrose weg ist?

Wie ist der Krankheitsverlauf bei einer Gürtelrose? – Bei einem normalen Verlauf ohne Komplikationen dauert es bei Erwachsenen zwei bis vier Wochen, bis eine Gürtelrose abgeheilt ist. Bei Kindern und jungen Menschen verläuft die Erkrankung im Allgemeinen unkompliziert.

  • In der Regel erkrankt man nur einmal im Leben an Herpes zoster, allerdings sind auch wiederkehrende Erkrankungen möglich.
  • Man geht davon aus, dass bei gesunden Personen die Wahrscheinlichkeit bei unter 2 Prozent liegt, innerhalb der nächsten 2 Jahre erneut an Gürtelrose zu erkranken.
  • Nach acht Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit bei sechs Prozent.

Risikofaktor Ausbreitung Sehr selten kann es vorkommen, dass sich die Bläschen des Ausschlags auf benachbarte Hautbereiche oder sogar über den gesamten Körper ausbreiten. Dies kann bei Menschen passieren, deren Immunsystem sehr geschwächt ist. Das trifft beispielsweise für Patienten mit einer schweren Erkrankung wie Krebs oder Aids zu.

Wie lange dauert eine Herpesinfektion?

Es dauert etwa 1 bis 2 Wochen, bis der Lippenherpes wieder verschwunden ist. Die kleinen Wunden hinterlassen keine sichtbaren Narben. Manche Menschen haben immer wieder mit Lippenherpes zu tun – in der Regel 1- bis 2-mal jährlich. Bei etwa 5 bis 10 % der Betroffenen kommt es aber zu mehr als fünf Ausbrüchen pro Jahr.

Wann nach Aciclovir nicht mehr ansteckend?

Wie lange ist Lippenherpes ansteckend? – Die typischen Herpesbläschen sind mit einer hochansteckenden Flüssigkeit gefüllt. Sie bilden sich nach einer Inkubationszeit von drei bis sieben Tagen, manchmal auch nach mehreren Wochen. Bei Lippenherpes beträgt die Dauer der möglichen Ansteckungszeit für andere etwa drei Tage,

Was tun wenn Aciclovir nicht hilft?

Frühe Therapie ist wichtig Herpes zoster von H. Martina Lilie und Sawko W. Wassilew, Krefeld Herpes zoster ist eine durch das Variczella-zoster-Virus (VZV) hervorgerufene neurodermale Krankheit, die als endogenes Rezidiv einer Primärinfektion definiert wird.

  • Eine frühzeitige antivirale und analgetische Therapie kann den Krankheitsverlauf mildern und Folgeschmerzen vermeiden helfen.
  • Herpes zoster tritt ohne saisonale Prävalenz sporadisch auf.
  • Linisch finden sich typisch segmental angeordnete Effloreszenzen in den sensiblen Innervationsgebieten eines Hirn- oder Spinalnerven.

Eine der gefürchtetsten Komplikationen ist der Schmerz. Hierzu zählen der akute und der chronische Schmerz, die postherpetischen Neuralgien (PHN). Therapieziele sind die Reduktion von Komplikationen wie Virusreplikation, Dissemination (Streuung) und vor allem von Zoster-assoziierten akuten und chronischen Schmerzen, insbesondere postherpetischen Neuralgien.

  • Zur Behandlung stehen verschiedene antivirale Substanzen zur Verfügung.
  • Viele Studien belegen, dass eine frühzeitige Therapie das Risiko und die Dauer der PHN vorwiegend bei älteren Patienten signifikant reduziert.
  • Zudem sollten bei Menschen mit Herpes zoster im Kopfbereich und bei immunsupprimierten Patienten Virustatika in Kombination mit einer adäquaten Schmerztherapie möglichst innerhalb von 72 Stunden nach Auftreten der ersten Hautveränderungen eingesetzt werden.

Zuerst Schmerzen und Kribbeln Die ersten Symptome sind in der Regel Schmerzen, Dysästhesien (schmerzhafte Missempfindungen, gestörte Oberflächensensibilität), Parästhesien (Fehlempfindungen wie Kribbeln), oberflächliches Brennen, Fieber, Kopfschmerzen und Lymphknotenschwellungen.

Ebenso werden Pruritus und intermittierende oder konstante Schmerzen angegeben, lokalisiert in einem oder mehreren von einer hinteren Spinalnervenwurzel innervierten Hautbezirken (Dermatomen) oder diffus. Mehr als 80 Prozent der Patienten haben solche Prodromalsymptome. Sie beginnen meist einige Tage bis zu drei Wochen vor Auftreten der Hautveränderungen.

Der akute Herpes zoster beginnt mit einer unilateralen (einseitigen) Rötung, die in der Regel auf ein bis drei Dermatome begrenzt ist. Danach entwickeln sich makulopapulöse Hautveränderungen. Aus diesen entwickeln sich innerhalb einiger Stunden gruppiert stehende Bläschen, die als Zeichen der Virusreplikation in bis zu fünf Tagen neu auftreten und konfluieren können.

Innerhalb von 72 Stunden entstehen meist Pusteln, die über verschiedene Stadien austrocknen, sodass der Zoster nach zwei bis vier Wochen abgeheilt ist. Narben entstehen in der Regel beim Herpes zoster necroticans und beim hämorrhagischen Zoster. Sie können in Anzahl und Größe variieren. Zudem können für längere Zeit Hypästhesien, Hypalgesien oder Dysästhesien in diesen Narben persistieren.

Bei Mitbefall der Schleimhäute finden sich Aphthen, flache Erosionen und Ulzerationen. Herpes zoster kann in jedem Hautbezirk auftreten, ist aber am häufigsten in den kranialen (am Kopf) und thorakalen (den Brustkorb betreffenden) Segmenten zu finden.

der akute Schmerz vor und während der Hautveränderungen und der chronische Schmerz nach Abheilung der Hautveränderungen.

Unter postherpetischen Neuralgien versteht man persistierende Schmerzen nach einem definierten Zeitintervall. Wann die akute Phase endet und die chronische beginnt, ist strittig. Nach einer neueren Definition wird der Schmerz als Zoster-assoziierter Schmerz (ZAP) vom Beginn bis zum Ende der Erkrankung beschrieben.

  • Er umfasst den Prodromalschmerz, den akuten Schmerz und die postherpetische Neuralgie.
  • Die akuten Schmerzen, die meist als scharf oder stechend beschrieben werden, sind definiert als Schmerzen vor oder während der Hautveränderungen.
  • Die meisten Patienten leiden unter moderaten bis schweren akuten Schmerzen, die bis zu einem Monat andauern.

Während der Hautveränderungen verstärkt sich normalerweise der akute Schmerz und ist langsam regredient, meist parallel zur Abheilung der Hautläsionen. Die chronischen Schmerzen, die PHN, die im Gegensatz zu den akuten Schmerzen meist als brennend beschrieben werden, beginnen normalerweise während der Hautveränderungen, können aber auch erst nach deren Abheilung auftreten.

Die Definition variiert bei verschiedenen Autoren. Typischerweise sind PHN Schmerzen, die drei bis sechs Monate oder länger nach der akuten Infektion persistieren. Die Inzidenz variiert je nach Definition. Chronische Schmerzen treten meist bei älteren, über 50-jährigen Patienten auf. Intensität und Dauer hängen außerdem von der Intensität der Hautveränderungen und der akuten Schmerzen ab.

Geschlecht und Rasse beeinflussen die Dauer der Schmerzen nicht, obwohl diese bei den über 50-jährigen Patienten, insbesondere bei Frauen, intensiver sind und deutlich länger anhalten. Virustatika wirken nicht gleich Für die Behandlung des Herpes zoster sind in Deutschland verschiedene Virustatika zugelassen: Aciclovir, Valaciclovir, Famciclovir, Brivudin, Foscarnet.

  1. Alle Substanzen verkürzen die akute Schmerzphase im Vergleich zu Placebo.
  2. Unterschiede bestehen in der Beeinflussung chronisch Zoster-assoziierter Schmerzen, postherpetischer Neuralgien, der Menge und Einnahmehäufigkeit sowie im Preis.
  3. Aciclovir (9- guanin) ist ein Nukleosidanalogon.
  4. In die mit Varicella-zoster-Viren befallenen Zellen penetriert, wird Aciclovir mit Hilfe des für die Replikation der Viren notwendigen Enzyms Thymidinkinase aktiviert.

Durch zelluläre Kinasen umgewandelt, inhibiert Aciclovirtriphosphat die virale DNA. Der Wirkstoff steht zur intravenösen und zur oralen Applikation zur Verfügung. Wirksamkeit und Sicherheit wurden in verschiedenen placebokontrollierten Studien belegt. Intravenös appliziertes Aciclovir (10 mg/kg KG dreimal täglich über sieben Tage) verkürzt den akuten Schmerz und die Virusausscheidung.

Auch Aciclovir oral (800 mg fünfmal täglich für sieben Tage) verkürzt die Abheilungszeit und reduziert die Intensität der akuten Schmerzen, allerdings nur, wenn die Therapie innerhalb von 72 Stunden nach Beginn der Hautveränderungen startet. Die Auswertung einer Metaanalyse ergab für Aciclovir einen signifikanten Effekt in Bezug auf die Reduktion Zoster-assoziierter Schmerzen.

In anderen Studien zeigte sich unter der Therapie jedoch keine reduzierte Dauer der PHN. Auf Grund der nur sehr geringen Bioverfügbarkeit von 20 Prozent bei peroraler Applikation sollte Aciclovir nur intravenös eingesetzt werden. Bei lokaler Anwendung ist es nicht wirksam.

Besser bioverfügbar als Aciclovir Valaciclovir, ein L-Valyl-Ester von Aciclovir, ist ein Prodrug, das in den Zellen rasch in die Wirksubstanz umgewandelt wird. Es hat eine höhere Bioverfügbarkeit von circa 65 Prozent. In mehreren placebokontrollierten Studien konnte nachgewiesen werden, dass Valaciclovir (1000 mg dreimal täglich) die ZAP reduzieren und okuläre Komplikationen verhindern oder reduzieren kann.

Während die Hautveränderungen bei Valaciclovir in gleicher Weise wie bei Aciclovir abheilten, kamen die Schmerzen in der Valaciclovir-Gruppe um 34 Prozent schneller zur Ruhe als in der Aciclovir-Gruppe. Nach sechs Monaten hatten nur noch 19 Prozent der mit Valaciclovir, aber 26 Prozent der mit Aciclovir behandelten Patienten Schmerzen (p = 0,02).

Das Sicherheitsprofil ist identisch mit dem von Aciclovir. Daher erscheint Valaciclovir für die Therapie besser geeignet, zumal es nur dreimal täglich eingenommen werden muss, insgesamt allerdings sechs Tabletten pro Tag. Famciclovir ist ein Prodrug von Penciclovir und hat eine Bioverfügbarkeit von circa 77 Prozent bei dreimal täglicher peroraler Einnahme.

Die Daten der klinischen Studien sind nicht einheitlich, da unterschiedliche Dosierungen von Famciclovir empfohlen werden. Diese variieren je nach Land: dreimal 500 mg täglich in den USA, dreimal 250 mg in einigen europäischen Ländern und einmal 750 mg in England.

  • In placebokontrollierten Studien zeigte sich eine schnelle Abheilung der Hautläsionen und eine Reduktion der Dauer der Zoster-assoziierten Schmerzen sowie eine Verringerung der PHN bei älteren Patienten.
  • Brivudin einmal täglich reicht Brivudin ist ein potentes Virustatikum mit einer extrem hohen und selektiven Aktivität gegen Varicella-zoster- und Herpes-simplex-Viren Typ 1.

In-vitro-Untersuchungen haben gezeigt, dass Brivudin gegenüber VZV eine höhere antivirale Aktivität aufweist als Aciclovir und Penciclovir. In Deutschland und einigen osteuropäischen Ländern wurde Brivudin mehrere Jahre bei immunkompetenten und immunsupprimierten erwachsenen Patienten in einer Dosierung von viermal 125 mg täglich eingesetzt.

  • Neuere pharmakokinetische Untersuchungen haben gezeigt, dass Brivudin nicht nur eine lange Plasmahalbwertszeit hat, sondern auch lange in infizierten Zellen persistiert.
  • Daher konnte mittlerweile bewiesen werden, dass eine Einmaldosierung ausreicht.
  • Zwei an mehreren Tausend immunkompetenten Patienten prospektiv, randomisiert und doppelblind durchgeführte Studien ergaben, dass Brivudin 125 mg einmal täglich in Bezug auf akute Zosterschmerzen ebenso wirksam ist wie Famciclovir 250 mg dreimal täglich, dass es aber dem Aciclovir signifikant überlegen ist.

Auch in Bezug auf die chronischen Zosterschmerzen war Brivudin in der genannten Dosierung in einer Post-surveillance-Doppelblindstudie Aciclovir signifikant überlegen. In einer prospektiven randomisierten Doppelblindstudie mit mehr als 2000 Patienten erwies sich Brivudin als gleich effizient wie Famciclovir hinsichtlich der Prävalenz und Dauer der Schmerzen sowie der postzosterischen Neuralgien.

  1. Die Verträglichkeit von Brivudin erwies sich bei mehreren Tausend in Studien kontrollierten Patienten als vergleichbar gut wie bei Aciclovir und Famciclovir.
  2. Übelkeit und Kopfschmerzen waren die einzigen Nebenwirkungen, die bei mehr als einem Prozent der Patienten auftraten.
  3. Brivudin darf auf keinen Fall zusammen mit 5-Fluorouracil (5-FU) oder anderen 5-Fluoropyrimidinen gegeben werden, da es irreversibel das Enzym Dihydro-Pyrimidin-Dehydrogenase (DPD) hemmt, das am Abbau des Zytostatikums 5-FU beteiligt ist.

Dies führt zu einer Akkumulation und verstärkten Toxizität von 5-FU. Insgesamt bietet Brivudin mit der einmal täglichen Dosierung einen Vorteil gegenüber anderen antiviralen Therapien. Aciclovir bei Immunsupprimierten Immunsupprimierte Patienten wie Organtransplantierte, Patienten mit Malignomen oder HIV-Infektion sowie Patienten, die eine immunsuppressive Therapie, Corticosteroide oder Chemotherapien erhalten, haben ein höheres Risiko, einen Herpes zoster mit Komplikationen zu entwickeln.

Bislang ist nur Aciclovir für die Therapie des Herpes zoster bei immunsupprimierten Patienten zugelassen, vorzugsweise intravenös. Bei Aciclovir-resistentem VZV kann Foscarnet gegeben werden. Foscarnet ist ein Pyrophosphat-Analogon, das direkt die DNA-Polymerase inhibiert. Auf Grund der niedrigen peroralen Bioverfügbarkeit muss die Substanz intravenös per Infusion mit 120 bis 200 mg/kg KG täglich in zwei bis drei Dosen bis zum Auftreten von renalen Komplikationen appliziert werden.

Ist Foscarnet auf Grund von Genmutationen nicht effektiv, gilt Cidofovir als einzige Alternative. Brivudin, Famciclovir und Valaciclovir sind für die Behandlung immunsupprimierter Patienten nicht zugelassen. Sie zeigen aber positive Effekte auf den Zosterverlauf, was in Einzelfällen dargestellt wurde.

  • Eine zusätzliche oder alleinige Lokaltherapie beeinflusst den Verlauf des Herpes zoster nicht wesentlich.
  • Üblich sind, je nach Stadium der Erkrankung, austrocknende oder Krusten lösende Maßnahmen, zum Beispiel Lösungen, Cremes oder Salben, die Antiseptika enthalten können, um eine Superinfektion zu verhindern.

Schmerztherapie an WHO orientiert Hinsichtlich der Schmerzbeeinflussung sind die heutigen Virustatika (mit Einschränkung auch Aciclovir) bei gleicher Sicherheit durchaus vergleichbar. Alle genannten Studien haben gezeigt, dass die Therapie des akuten Herpes zoster mit Virustatika günstige Effekte auf Inzidenz und Prävalenz chronischer Zoster-assoziierter Schmerzen hat, diese aber nicht vollständig verhindern kann.

Die zusätzliche Gabe von 40 bis 80 mg Prednison initial hatte zwar günstige Effekte auf die Akut-, nicht jedoch auf die chronischen Schmerzen. Die Schmerztherapie kann sich nach deren Intensität richten, die mittels einer von der WHO empfohlenen Schmerzskala gemessen werden kann. Sie orientiert sich an den WHO-Empfehlungen für chronische Schmerzen in der Onkologie.

Sie ist für alle Patienten mit Akutschmerzen hilfreich und wird trotz mangelnder Datenlage von vielen Schmerztherapeuten auch zur Prävention von chronischen Schmerzen empfohlen. Aus diesem Grund sollten auch die akuten Zosterschmerzen und die chronischen, insbesondere die postherpetischen Neuralgien, zusätzlich analgetisch behandelt werden; in erster Linie mit Coanalgetika, die gegen neuropathische Schmerzen wirksam sind.

  1. Die Therapie sollte möglichst frühzeitig beginnen, ausreichend hoch dosiert und lange fortgesetzt werden.
  2. Wird innerhalb von drei Wochen keine Schmerzfreiheit erreicht, werden interventionelle, schmerztherapeutische Maßnahmen wie Sympathikus- oder Epiduralblockaden empfohlen.
  3. Entwickeln sich Neuralgien mit brennenden, einschießenden Schmerzen und Hyperalgesie, sind in der Regel Coanalgetika indiziert.

Besonders bewährt haben sich Amitriptylin und Gabapentin. Bei manchen Patienten gelingt eine Linderung der Neuralgien auch durch die lokale Applikation eines 5-prozentigen Lidocain-haltigen Pflasters (in Deutschland nicht im Handel). Die mehrmals tägliche Applikation von Capsaicin-haltigen Lösungen oder Cremes ist in Bezug auf die Wirksamkeit auf Neuralgien umstritten, führt aber in jedem Fall zu einem lokalen Brennen.

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: Frühe Therapie ist wichtig

Was sollte man bei einer Gürtelrose nicht tun?

Der an Gürtelrose Erkrankte sollte die Hautläsionen abdecken und die Händehygiene strikt beachten, insbesondere nach Berührung der Hautläsionen, um eine Schmierinfektion zu vermeiden. Solange der Bläschenausschlag besteht, sollte der Kontakt zu abwehrgeschwächten Personen und Schwangeren unbedingt vermieden werden.

Wie schnell wirken Virostatika?

Welche Virostatika bei welchem Virus? – Jedes Virostatikum ist mit seinem Wirkmechanismus auf bestimmte Viren spezialisiert und wirkt deshalb meist nur gegen eine bestimmte Virusfamilie. Einige Beispiele: Gegen Herpes-Infektionen (z.B. Lippenherpes, Gürtelrose, Herpes-bedingte Hirnhautentzündung, Zytomegalie) verschreiben Ärzte in vielen Fällen das Virostatikum Aciclovir.

  1. Es wird von Virus-Enzymen in das Erbgut (DNA) der Viren eingebaut, was die Virus-Vermehrung stoppt.
  2. Auch die Virostatika Famciclovir und Valaciclovir werden gegen Herpes-Infektionen eingesetzt.
  3. Bei einer Grippe (Influenza) wirken sogenannte Neuraminidase-Hemmer wie der Wirkstoff Oseltamivir.
  4. Die Neuraminidase ist ein Protein auf der Oberfläche der Grippeviren.

Es sorgt dafür, dass sich die von einer befallenen Körperzelle neu produzierten Viren von der Zelle lösen können – um dann ihrerseits neue Körperzellen zu befallen. Das Virostatikum Oseltamivir hemmt die Neuraminidase und verhindert so die weitere Ausbreitung der Grippeviren im Körper des Patienten.

Ist Aciclovir gut verträglich?

Bei äußerlicher Anwendung als Creme ist Aciclovir in der Regel gut verträglich. Selten kommt es zu Hautreizungen, Trockenheit, Rötungen, Juckreiz oder allergischen Reaktionen.

Kann man gegen Aciclovir resistent werden?

Für den immunologisch gesunden Patienten stellen aciclovirresistente Herpes-Mutanten kein Risiko dar. Auch die aufgrund wiederholter Lippenherpes-Infektionen häufig wiederholte Therapie mit Aciclovir-Lippenherpescreme führt nicht zu einer Resistenzbildung, die den therapeutischen Effekt der Selbstmedikation beeinträchtigen würde. Mutanten, die sich gegenüber Aciclovir resistent verhalten, werden auch ohne die Einwirkung des Virostatikums in Isolaten von Patienten mit einer Häufigkeit von 1:104 Viren beobachtet. Aus diesem Grund nimmt man an, daß Aciclovir keine Resistenzen im Sinne einer aktiven DNA-Veränderung verursacht, sondern einen Selektionsdruck auf die beim Menschen natürlicherweise vorhandenen Virusmischpopulationen ausübt. Auf diese Weise können einzelne Virusstämme mit Mutationen im Thymidinkinase(TK)- bzw. DNA-Polymerase-Gen unter Bedingungen, wie sie bei bestimmten, schwer immunsupprimierten Patienten vorliegen, gelegentlich einen Selektionsvorteil gegenüber normalen Viren erlangen und sich stärker vermehren. Die Pathogenität aciclovirresistenter Herpesviren läßt sich noch nicht endgültig beurteilen. Die bisher durchgeführten Untersuchungen zeigen jedoch, daß TK-Virusmutanten, die in etwa 95 Prozent der Fälle mit Resistenzen gefunden werden, eine wesentlich geringere Pathogenität als Viruswildstämme aufweisen. Bei Varicella-Zoster-Viren ist zwar grundsätzlich eine Resistenzentwicklung möglich, allerdings traten diese nur bei HIV-Patienten mit langer oraler Aciclovir-Therapie und einer CD4-Zellzahl <100/ml auf. Jedoch sind nicht nur bei immunsupprimierten Patienten, sondern vereinzelt auch bei Patienten mit einem normalen Immunsystem resistente Herpes-simplex-Virusmutanten (TK-Stämme) isoliert worden. Weder die topische, die perorale noch die parenterale Applikationsform sticht in bezug auf die Selektion hervor. TK-Herpes-simplex-Mutanten vermehren sich auch in vivo nicht so schnell, so daß selbst immunsupprimierte Patienten eine solche Selektion unbeschadet überstehen können. Aciclovirresistente Herpesviren spielen, was die Therapie immunkompetenter Patienten betrifft, bislang praktisch keine Rolle. Nach über 15jährigem Einsatz von Aciclovir gibt es keine Anhaltspunkte dafür, daß sich resistente Herpesviren beim Menschen - und dies gilt gleichermaßen für immunkompetente und immunsupprimierte Patienten - ähnlich, wie dies für resistente Bakterienstämme beschrieben ist, ausbreiten können. Aciclovir-Resistenzen treten deshalb nur in untergeordnetem Maße bei immunsupprimierten Patienten auf, z.B. bei bis zu 5% der Transplantations- oder HIV-Patienten. Auch unter Langzeittherapie ließ sich bei immunkompetenten Patienten keine erhöhte Inzidenz an aciclovirresistenten Herpesviren feststellen. In einer Studie mit 239 immunkompetenten Patienten, die Aciclovir über 6 Jahre zur Suppression des Herpes genitalis erhielten, konnte kein Unterschied hinsichtlich aciclovirresistenter Herpes-simplex-Viren gezeigt werden (vor Therapie: 3% resistente HSV, nach Therapie 3%). Literaturhinweise Balfour, H.H., et al.: Management of acyclovir-resistant herpes simplex and varicella-zoster virus infections.J. Aqu. Imm. Defic. Syndr.7/3, 254-260 (1994). Barry, D.W., et al.: Viral resistance - clinical experience. Scand.J. Infect. Dis.47, 155-164 (1985). Fife, K.H., et al.: Recurrence and resistance pattern of herpes simplex virus following cessation.J. Infect. Dis.169/6, 1338-1341 (1994). Kimberlin, D.W., R.J. Whitley: Antiviral resistance: mechanisms, clinical significance, and future implications.J. Antimic. Chemotherapy 37, 404-421 (1996). tar

Wie viele Aciclovir Tabletten am Tag?

1 Tablette Aciclovir 800 Heumann) 5-mal tagsüber im Abstand von 4 Stunden. Die Behandlungsdauer beträgt 5 – 7 Tage. Die Einnahme der Tabletten sollte unzerkaut möglichst nach den Mahlzeiten mit Flüssigkeit (z.

Warum bekommt man Lippenherpes?

Welche Ursachen hat ein Lippenherpes? – Verursacht wird Lippenherpes durch eine Infektion mit Herpes-simplex-Viren. Von diesen Viren gibt es 2 Arten: Für Lippenherpes ist vor allem das Virus vom Typ 1 (HSV-1) verantwortlich. Herpes simplex Typ 2 (HSV-2) löst dagegen Genitalherpes aus.

  • Übertragen werden die Viren durch die Flüssigkeit in den Bläschen oder Geschwüren, etwa beim Küssen oder auch über gemeinsam benutzte Gegenstände.
  • Beim Oralverkehr können Herpes-Viren vom Typ 1 in den Intimbereich der Sexualpartnerin oder des Sexualpartners gelangen und dort Genitalherpes auslösen.
  • Die Herpesviren setzen sich in den Knoten (Ganglien) des Gesichtsnervs (Trigeminus-Nervs) fest.

Bricht die Erkrankung aus, wandern sie entlang der Nervenfasern in die Lippen und lösen die typischen Beschwerden aus. Wer sich einmal mit Herpesviren angesteckt hat, trägt sie lebenslang in sich. Lippenherpes bricht vor allem bei einem geschwächten oder geforderten Immunsystem aus – also zum Beispiel bei Erkältungen oder nach starker körperlicher Anstrengung.

Wann sind die Schmerzen bei Gürtelrose am schlimmsten?

Post-Zoster-Neuralgie (PZN) – Einige Menschen verspüren monatelang in dem bereits abgeheilten Hautbereich Schmerzen. Die Beschwerden rühren von einem Nervenschaden in dem peripheren Nerv her, der vorher von der Gürtelrose betroffen war. Vor allem ältere Patienten sind gefährdet, 50-75% der Betroffenen sind zwischen 60 und 70 Jahre alt,

einen brennenden, bohrenden Dauerschmerzkurze, einschie ß ende Schmerzattacken heftigste Ber ü hrungsschmerzen. Die Schmerzen breiten sich h ä ufig in benachbarte Hautregionen aus, die nicht von der G ü rtelrose befallen waren.

Fast alle PZN-Patienten haben einen hohen Leidensdruck und sind verzweifelt. Ihre Schmerzen belasten meist sehr.

Wie lange darf man bei Gürtelrose nicht duschen?

Darf man mit einer Gürtelrose duschen? – Ja, in der Regel ist es sicher, mit Gürtelrose zu duschen. Gleichzeitig sollten Pflegekräfte einige Dinge beachten, um eine Verschlimmerung der Symptome oder eine Ausbreitung der Infektion zu vermeiden. Hier sind einige praktische Tipps:

  1. Waschen Sie sich gründlich die Hände, bevor Sie den Patienten berühren, um eine mögliche Übertragung zu vermeiden.
  2. Stellen Sie sicher, dass das Wasser nicht zu heiß ist, da dies die Schmerzen und das Jucken verstärken kann.
  3. Verwenden Sie milde Seifen oder Reinigungsmittel, um die Haut nicht weiter zu reizen.
  4. Vermeiden Sie es, direkt auf den betroffenen Hautbereich zu drücken oder zu reiben, um eine Infektion oder Ausbreitung der Bläschen zu vermeiden.
  5. Verwenden Sie keine Schwämme oder Bürsten, da diese die Haut weiter reizen können. Stattdessen können Sie eine weiche, saubere Waschlappen verwenden.
  6. Trocknen Sie den betroffenen Bereich vorsichtig mit einem sauberen, weichen Handtuch ab.
  7. Stellen Sie sicher, dass der Patient bequeme Kleidung trägt, die nicht an den betroffenen Hautbereich reibt oder scheuert.
  8. Stellen Sie sicher, dass der Patient regelmäßig seine Kleidung wechselt und dass seine Bettwäsche und Handtücher häufig gewaschen werden.
  9. Wenn der Patient Schmerzen hat, kann er vor dem Duschen eine schmerzlindernde Medikamente einnehmen, wie von einem Arzt empfohlen.
  10. Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn der Patient Anzeichen einer Verschlechterung der Symptome zeigt oder wenn es zu Komplikationen kommt.
See also:  Ab Wann Ist Man Geringverdiener?

Wie lange bleiben die Bläschen bei Gürtelrose?

Windpocken sind hoch ansteckend. Sie werden durch Varizella-Zoster-Viren verursacht und kommen weltweit vor. Eine Ansteckung geschieht meist in der Kindheit und zeigt sich durch Fieber und juckenden Hautausschlag. Ist die Krankheit überstanden, bleiben die Viren schlummernd im Körper. Von Mensch zu Mensch Der Name ist bezeichnend: Windpocken können selbst über einen großen Abstand durch den „Wind” übertragen werden. Die Viren werden meistens durch das Einatmen von winzigen Speicheltröpfchen aufgenommen, die Erkrankte beim Atmen, Husten, Niesen oder Sprechen in der Luft verbreiten.

Fast jeder Kontakt zwischen einer ungeschützten Person und einem an Windpocken Erkrankten führt zu einer Ansteckung. Besonders ansteckend ist auch die Flüssigkeit der Bläschen, wenn diese platzen. So können die Viren beim Kratzen des Ausschlags oder der Krusten an Hände gelangen und dann von Hand zu Hand weitergegeben werden.

Von den Händen werden die Viren leicht auf die Schleimhäute von Mund oder Nase übertragen. Anders als bei Windpocken wird die Gürtelrose nicht durch Kontakt zu Windpocken- oder Gürtelrose-Patientinnen bzw. -Patienten ausgelöst, sondern durch ein Wiedererwachen der im Körper verbliebenen Viren.

Die Gürtelrose ist auch weniger ansteckend. Die Viren werden nicht durch Tröpfchen übertragen, die beim Atmen, Husten, Niesen oder Sprechen in die Luft ausgeschieden werden. Nur die Flüssigkeit der Gürtelrose-Bläschen ist ansteckend. Daher ist der Hauptübertragungsweg hier die Schmierinfektion, vor allem über Hände.

Wer noch keine Windpocken-Erkrankung durchgemacht hat und nicht dagegen geimpft ist, kann sich durch den Kontakt zu Gürtelrose-Bläschen mit dem Varizella-Zoster-Virus anstecken und zunächst an Windpocken erkranken. Über verunreinigte Gegenstände Auch außerhalb des Körpers können die Viren einige Stunden bis wenige Tage ansteckend bleiben. Möglich ist eine Übertragung zum Beispiel durch Anfassen von Türgriffen, Handläufen oder Wasserhähnen oder Spielzeug, an denen die Erreger haften.

  • In der Schwangerschaft und bei Neugeborenen Selten ist eine Übertragung auf das ungeborene Kind über die Blutbahn in der Schwangerschaft möglich, wenn die Mutter in den ersten 6 Monaten der Schwangerschaft an Windpocken erkrankt.
  • Erkrankt eine Schwangere hingegen kurz vor oder nach dem Geburtstermin an Windpocken, besteht für das Neugeborene eine hohe Ansteckungsgefahr.

Von einer Gürtelrose-Erkrankung der Mutter geht dagegen keine Gefahr für das ungeborene Kind aus. Windpocken Erkrankte haben zunächst 1 bis 2 Tage ein leichtes Krankheitsgefühl und gelegentlich Fieber. Danach zeigt sich der typische Hautausschlag, das Fieber kann selten über 39°C steigen.

Der stark juckende Ausschlag breitet sich von Kopf und Rumpf über den ganzen Körper aus. Rasch bilden sich daraus flüssigkeitsgefüllte Bläschen, die auch die Schleimhäute, Genitalien und Kopfhaut befallen können. Sie trocknen später zu Krusten aus. Alle Stadien des Hautausschlages erscheinen typischerweise zeitgleich.

Die Bläschen selbst heilen meistens nach 3 bis 5 Tagen ab. Durch starkes Kratzen oder eine zusätzliche bakterielle Infektion der Haut können jedoch Narben zurückbleiben. Schwere Verläufe kommen vor allem bei Neugeborenen oder Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr vor, sie sind aber auch bei ansonsten Gesunden möglich.

Zusätzliche bakterielle Infektionen der Haut sind möglich.Gefürchtet ist eine Lungenentzündung. Sie tritt bei etwa jedem 5. Erwachsenen auf, beginnt gewöhnlich 3 bis 5 Tage nach Krankheitsausbruch und kann schwer verlaufen. Schwangere Frauen sind besonders gefährdet.Selten ist das zentrale Nervensystem betroffen: Gleichgewichtsstörungen und eine Reizung der Hirnhäute sind mögliche Folgen.

Während der Schwangerschaft

Selten können Windpocken in den ersten 6 Monaten der Schwangerschaft zu Hautveränderungen, Augenschäden, schweren Fehlbildungen und neurologischen Krankheiten des Kindes führen.Erkrankt die Schwangere um den Geburtstermin, kann eine Windpocken-Infektion für das Kind lebensbedrohlich sein. Bis zu 30 % der Kinder sterben.

Gürtelrose Typischerweise treten flüssigkeitsgefüllte Bläschen auf. Sie röten sich, schwellen an und schmerzen. Meistens sind sie auf einen Hautabschnitt einer Körperhälfte begrenzt, in der Regel gürtelförmig am Rumpf, seltener auch am Kopf oder Hals. Nach 1 bis 2 Wochen heilen die Bläschen unter Krustenbildung ab.

In der Regel verschwinden die Schmerzen zusammen mit dem Hautausschlag. Die Schmerzen können jedoch auch nach der Abheilung bestehen bleiben, zum Teil jahrelang. Mögliche, aber seltene Komplikationen sind Nerven- oder Gehirnentzündungen. Die Windpocken brechen 8 Tage bis 4 Wochen nach Ansteckung aus, meistens nach gut 2 Wochen.

Erkrankte sind schon 1 bis 2 Tage, bevor der Ausschlag zu sehen ist, ansteckend. Die Ansteckungsgefahr endet, wenn alle Bläschen verkrustet sind (in der Regel 5 bis 7 Tage nach Beginn des Ausschlags). Bei Gürtelrose endet die Ansteckungsgefahr ebenfalls, wenn die letzten Bläschen verkrustet sind. Windpocken treten in der Regel im frühen Kindesalter auf. Besonders betroffen sind Kindergarten- und Schulkinder bis zu 10 Jahren. Ungeschützte Jugendliche oder Erwachsene können sich aber ebenfalls anstecken. Oft verlaufen die Windpocken im Erwachsenenalter schwerer.

Erkrankte sollten sich in der akuten Erkrankungsphase zu Hause auskurieren und den Kontakt mit Menschen meiden, die an einer Abwehrschwäche leiden.Bei Windpocken werden in der Regel nur die Beschwerden behandelt. Dazu gehört eine sorgfältige Pflege der Haut mit Bädern und Juckreiz stillenden Medikamenten. Die Hautpflege hilft zudem, bakterielle Infektionen der Haut zu vermeiden.Antibiotika sind bei Krankheiten, die durch Viren ausgelöst werden, wirkungslos. Sie kommen gegebenenfalls zum Einsatz, wenn bakteriell verursachte Komplikationen auftreten.Die Gürtelrose wird in der Regel durch eine sorgfältige Hautpflege und zusätzlich verordnete antivirale Medikamente behandelt.Informieren Sie die Arztpraxis vor einem Besuch über den Verdacht einer Windpocken-Erkrankung, damit das Praxisteam entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen kann.Bei Windpocken gelten die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes. Kinder und Erwachsene, bei denen eine Windpocken-Erkrankung festgestellt wurde bzw. der Verdacht darauf besteht, dürfen Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Kindergärten vorübergehend nicht besuchen oder dort tätig sein. Dies gilt auch für Personen, in deren Wohngemeinschaft ein Krankheits- oder Verdachtsfall aufgetreten ist, wenn sie über keinen ausreichenden Schutz vor Windpocken verfügen. Betroffene müssen die Gemeinschaftseinrichtung über die Erkrankung informieren. Gemeinschaftseinrichtungen dürfen wieder besucht werden, sobald die Erkrankten nicht mehr ansteckend sind.Ungeschützte Schwangere oder Menschen mit einer Abwehrschwäche, die mit Erkrankten in Kontakt gekommen sind, sollten sich unverzüglich bei ihrer behandelnden Ärztin oder ihrem behandelnden Arzt melden.

Impfung gegen Windpocken Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Windpocken.

Für Kinder wird der Aufbau des Impfschutzes in zwei Schritten empfohlen: Die erste Impfung sollte im Alter von 11 bis 14 Monaten und die zweite im Alter von 15 bis 23 Monaten erfolgen. Ungeimpfte sowie nur einmal geimpfte Kinder und Jugendliche sollen fehlende Impfungen so schnell wie möglich nachholen.

Bei ungeimpften Erwachsenen ohne durchgemachte Windpocken wird eine Impfung mit zwei Impfdosen empfohlen:

für Menschen, die im Gesundheitsdienst arbeiten bzw. in Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder im Vorschulalter neu eingestellt werden,für Frauen mit Kinderwunsch,vor einer Behandlung, welche die Immunabwehr unterdrückt,vor einer Organtransplantation,für Menschen mit starker Neurodermitis,

sowie bei den drei letztgenannten auch für deren Kontaktpersonen. Personen, die zu Windpocken-Erkrankten Kontakt hatten und nicht geschützt sind, können sich unter Umständen auch nachträglich noch impfen lassen. Nähere Informationen bietet hier das örtliche Gesundheitsamt. Impfung gegen Gürtelrose Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung mit einem Totimpfstoff gegen Gürtelrose:

allen Personen ab 60 Jahren,Personen ab 50 Jahren, deren Abwehrsystem durch Krankheit oder Behandlung geschwächt ist,Personen ab 50 Jahren mit Grunderkrankungen wie beispielsweise Diabetes, rheumatoider Arthritis, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung oder Asthma.

Die Impfung besteht aus zwei Impfdosen, die im Abstand von mindestens 2 bis maximal 6 Monaten verabreicht werden. Das örtliche Gesundheitsamt steht Ihnen für weitere Beratung zur Verfügung. Da Windpocken gemeldet werden müssen, liegen dort Informationen zur aktuellen Situation und große Erfahrung im Umgang mit der Krankheit vor. Weitere (Fach-) Informationen gibt es auch im Internet auf den Seiten des Robert Koch-Institutes ( www.rki.de/varizellen ).

Wie schnell wirken Virostatika?

Welche Virostatika bei welchem Virus? – Jedes Virostatikum ist mit seinem Wirkmechanismus auf bestimmte Viren spezialisiert und wirkt deshalb meist nur gegen eine bestimmte Virusfamilie. Einige Beispiele: Gegen Herpes-Infektionen (z.B. Lippenherpes, Gürtelrose, Herpes-bedingte Hirnhautentzündung, Zytomegalie) verschreiben Ärzte in vielen Fällen das Virostatikum Aciclovir.

  1. Es wird von Virus-Enzymen in das Erbgut (DNA) der Viren eingebaut, was die Virus-Vermehrung stoppt.
  2. Auch die Virostatika Famciclovir und Valaciclovir werden gegen Herpes-Infektionen eingesetzt.
  3. Bei einer Grippe (Influenza) wirken sogenannte Neuraminidase-Hemmer wie der Wirkstoff Oseltamivir.
  4. Die Neuraminidase ist ein Protein auf der Oberfläche der Grippeviren.

Es sorgt dafür, dass sich die von einer befallenen Körperzelle neu produzierten Viren von der Zelle lösen können – um dann ihrerseits neue Körperzellen zu befallen. Das Virostatikum Oseltamivir hemmt die Neuraminidase und verhindert so die weitere Ausbreitung der Grippeviren im Körper des Patienten.

Wie schnell wirkt Aciclovir Salbe?

Die Behandlung von Lippenbläschen mit Aciclovir-Salbe kann den Krankheitsverlauf um ca.0,5 Tage verkürzen. Unangenehme Symptome wie Brennen, Jucken oder Spannungsgefühl bleiben dennoch bestehen. Bei fortgeschrittenem Ausbruch kann eine Bläschenbildung nicht mehr verhindert werden.

Was tun wenn Aciclovir nicht hilft?

Frühe Therapie ist wichtig Herpes zoster von H. Martina Lilie und Sawko W. Wassilew, Krefeld Herpes zoster ist eine durch das Variczella-zoster-Virus (VZV) hervorgerufene neurodermale Krankheit, die als endogenes Rezidiv einer Primärinfektion definiert wird.

  1. Eine frühzeitige antivirale und analgetische Therapie kann den Krankheitsverlauf mildern und Folgeschmerzen vermeiden helfen.
  2. Herpes zoster tritt ohne saisonale Prävalenz sporadisch auf.
  3. Linisch finden sich typisch segmental angeordnete Effloreszenzen in den sensiblen Innervationsgebieten eines Hirn- oder Spinalnerven.

Eine der gefürchtetsten Komplikationen ist der Schmerz. Hierzu zählen der akute und der chronische Schmerz, die postherpetischen Neuralgien (PHN). Therapieziele sind die Reduktion von Komplikationen wie Virusreplikation, Dissemination (Streuung) und vor allem von Zoster-assoziierten akuten und chronischen Schmerzen, insbesondere postherpetischen Neuralgien.

Zur Behandlung stehen verschiedene antivirale Substanzen zur Verfügung. Viele Studien belegen, dass eine frühzeitige Therapie das Risiko und die Dauer der PHN vorwiegend bei älteren Patienten signifikant reduziert. Zudem sollten bei Menschen mit Herpes zoster im Kopfbereich und bei immunsupprimierten Patienten Virustatika in Kombination mit einer adäquaten Schmerztherapie möglichst innerhalb von 72 Stunden nach Auftreten der ersten Hautveränderungen eingesetzt werden.

Zuerst Schmerzen und Kribbeln Die ersten Symptome sind in der Regel Schmerzen, Dysästhesien (schmerzhafte Missempfindungen, gestörte Oberflächensensibilität), Parästhesien (Fehlempfindungen wie Kribbeln), oberflächliches Brennen, Fieber, Kopfschmerzen und Lymphknotenschwellungen.

  • Ebenso werden Pruritus und intermittierende oder konstante Schmerzen angegeben, lokalisiert in einem oder mehreren von einer hinteren Spinalnervenwurzel innervierten Hautbezirken (Dermatomen) oder diffus.
  • Mehr als 80 Prozent der Patienten haben solche Prodromalsymptome.
  • Sie beginnen meist einige Tage bis zu drei Wochen vor Auftreten der Hautveränderungen.

Der akute Herpes zoster beginnt mit einer unilateralen (einseitigen) Rötung, die in der Regel auf ein bis drei Dermatome begrenzt ist. Danach entwickeln sich makulopapulöse Hautveränderungen. Aus diesen entwickeln sich innerhalb einiger Stunden gruppiert stehende Bläschen, die als Zeichen der Virusreplikation in bis zu fünf Tagen neu auftreten und konfluieren können.

Innerhalb von 72 Stunden entstehen meist Pusteln, die über verschiedene Stadien austrocknen, sodass der Zoster nach zwei bis vier Wochen abgeheilt ist. Narben entstehen in der Regel beim Herpes zoster necroticans und beim hämorrhagischen Zoster. Sie können in Anzahl und Größe variieren. Zudem können für längere Zeit Hypästhesien, Hypalgesien oder Dysästhesien in diesen Narben persistieren.

Bei Mitbefall der Schleimhäute finden sich Aphthen, flache Erosionen und Ulzerationen. Herpes zoster kann in jedem Hautbezirk auftreten, ist aber am häufigsten in den kranialen (am Kopf) und thorakalen (den Brustkorb betreffenden) Segmenten zu finden.

der akute Schmerz vor und während der Hautveränderungen und der chronische Schmerz nach Abheilung der Hautveränderungen.

Unter postherpetischen Neuralgien versteht man persistierende Schmerzen nach einem definierten Zeitintervall. Wann die akute Phase endet und die chronische beginnt, ist strittig. Nach einer neueren Definition wird der Schmerz als Zoster-assoziierter Schmerz (ZAP) vom Beginn bis zum Ende der Erkrankung beschrieben.

  • Er umfasst den Prodromalschmerz, den akuten Schmerz und die postherpetische Neuralgie.
  • Die akuten Schmerzen, die meist als scharf oder stechend beschrieben werden, sind definiert als Schmerzen vor oder während der Hautveränderungen.
  • Die meisten Patienten leiden unter moderaten bis schweren akuten Schmerzen, die bis zu einem Monat andauern.

Während der Hautveränderungen verstärkt sich normalerweise der akute Schmerz und ist langsam regredient, meist parallel zur Abheilung der Hautläsionen. Die chronischen Schmerzen, die PHN, die im Gegensatz zu den akuten Schmerzen meist als brennend beschrieben werden, beginnen normalerweise während der Hautveränderungen, können aber auch erst nach deren Abheilung auftreten.

  1. Die Definition variiert bei verschiedenen Autoren.
  2. Typischerweise sind PHN Schmerzen, die drei bis sechs Monate oder länger nach der akuten Infektion persistieren.
  3. Die Inzidenz variiert je nach Definition.
  4. Chronische Schmerzen treten meist bei älteren, über 50-jährigen Patienten auf.
  5. Intensität und Dauer hängen außerdem von der Intensität der Hautveränderungen und der akuten Schmerzen ab.

Geschlecht und Rasse beeinflussen die Dauer der Schmerzen nicht, obwohl diese bei den über 50-jährigen Patienten, insbesondere bei Frauen, intensiver sind und deutlich länger anhalten. Virustatika wirken nicht gleich Für die Behandlung des Herpes zoster sind in Deutschland verschiedene Virustatika zugelassen: Aciclovir, Valaciclovir, Famciclovir, Brivudin, Foscarnet.

  1. Alle Substanzen verkürzen die akute Schmerzphase im Vergleich zu Placebo.
  2. Unterschiede bestehen in der Beeinflussung chronisch Zoster-assoziierter Schmerzen, postherpetischer Neuralgien, der Menge und Einnahmehäufigkeit sowie im Preis.
  3. Aciclovir (9- guanin) ist ein Nukleosidanalogon.
  4. In die mit Varicella-zoster-Viren befallenen Zellen penetriert, wird Aciclovir mit Hilfe des für die Replikation der Viren notwendigen Enzyms Thymidinkinase aktiviert.

Durch zelluläre Kinasen umgewandelt, inhibiert Aciclovirtriphosphat die virale DNA. Der Wirkstoff steht zur intravenösen und zur oralen Applikation zur Verfügung. Wirksamkeit und Sicherheit wurden in verschiedenen placebokontrollierten Studien belegt. Intravenös appliziertes Aciclovir (10 mg/kg KG dreimal täglich über sieben Tage) verkürzt den akuten Schmerz und die Virusausscheidung.

  1. Auch Aciclovir oral (800 mg fünfmal täglich für sieben Tage) verkürzt die Abheilungszeit und reduziert die Intensität der akuten Schmerzen, allerdings nur, wenn die Therapie innerhalb von 72 Stunden nach Beginn der Hautveränderungen startet.
  2. Die Auswertung einer Metaanalyse ergab für Aciclovir einen signifikanten Effekt in Bezug auf die Reduktion Zoster-assoziierter Schmerzen.

In anderen Studien zeigte sich unter der Therapie jedoch keine reduzierte Dauer der PHN. Auf Grund der nur sehr geringen Bioverfügbarkeit von 20 Prozent bei peroraler Applikation sollte Aciclovir nur intravenös eingesetzt werden. Bei lokaler Anwendung ist es nicht wirksam.

  1. Besser bioverfügbar als Aciclovir Valaciclovir, ein L-Valyl-Ester von Aciclovir, ist ein Prodrug, das in den Zellen rasch in die Wirksubstanz umgewandelt wird.
  2. Es hat eine höhere Bioverfügbarkeit von circa 65 Prozent.
  3. In mehreren placebokontrollierten Studien konnte nachgewiesen werden, dass Valaciclovir (1000 mg dreimal täglich) die ZAP reduzieren und okuläre Komplikationen verhindern oder reduzieren kann.

Während die Hautveränderungen bei Valaciclovir in gleicher Weise wie bei Aciclovir abheilten, kamen die Schmerzen in der Valaciclovir-Gruppe um 34 Prozent schneller zur Ruhe als in der Aciclovir-Gruppe. Nach sechs Monaten hatten nur noch 19 Prozent der mit Valaciclovir, aber 26 Prozent der mit Aciclovir behandelten Patienten Schmerzen (p = 0,02).

  1. Das Sicherheitsprofil ist identisch mit dem von Aciclovir.
  2. Daher erscheint Valaciclovir für die Therapie besser geeignet, zumal es nur dreimal täglich eingenommen werden muss, insgesamt allerdings sechs Tabletten pro Tag.
  3. Famciclovir ist ein Prodrug von Penciclovir und hat eine Bioverfügbarkeit von circa 77 Prozent bei dreimal täglicher peroraler Einnahme.

Die Daten der klinischen Studien sind nicht einheitlich, da unterschiedliche Dosierungen von Famciclovir empfohlen werden. Diese variieren je nach Land: dreimal 500 mg täglich in den USA, dreimal 250 mg in einigen europäischen Ländern und einmal 750 mg in England.

In placebokontrollierten Studien zeigte sich eine schnelle Abheilung der Hautläsionen und eine Reduktion der Dauer der Zoster-assoziierten Schmerzen sowie eine Verringerung der PHN bei älteren Patienten. Brivudin einmal täglich reicht Brivudin ist ein potentes Virustatikum mit einer extrem hohen und selektiven Aktivität gegen Varicella-zoster- und Herpes-simplex-Viren Typ 1.

In-vitro-Untersuchungen haben gezeigt, dass Brivudin gegenüber VZV eine höhere antivirale Aktivität aufweist als Aciclovir und Penciclovir. In Deutschland und einigen osteuropäischen Ländern wurde Brivudin mehrere Jahre bei immunkompetenten und immunsupprimierten erwachsenen Patienten in einer Dosierung von viermal 125 mg täglich eingesetzt.

  • Neuere pharmakokinetische Untersuchungen haben gezeigt, dass Brivudin nicht nur eine lange Plasmahalbwertszeit hat, sondern auch lange in infizierten Zellen persistiert.
  • Daher konnte mittlerweile bewiesen werden, dass eine Einmaldosierung ausreicht.
  • Zwei an mehreren Tausend immunkompetenten Patienten prospektiv, randomisiert und doppelblind durchgeführte Studien ergaben, dass Brivudin 125 mg einmal täglich in Bezug auf akute Zosterschmerzen ebenso wirksam ist wie Famciclovir 250 mg dreimal täglich, dass es aber dem Aciclovir signifikant überlegen ist.

Auch in Bezug auf die chronischen Zosterschmerzen war Brivudin in der genannten Dosierung in einer Post-surveillance-Doppelblindstudie Aciclovir signifikant überlegen. In einer prospektiven randomisierten Doppelblindstudie mit mehr als 2000 Patienten erwies sich Brivudin als gleich effizient wie Famciclovir hinsichtlich der Prävalenz und Dauer der Schmerzen sowie der postzosterischen Neuralgien.

  • Die Verträglichkeit von Brivudin erwies sich bei mehreren Tausend in Studien kontrollierten Patienten als vergleichbar gut wie bei Aciclovir und Famciclovir.
  • Übelkeit und Kopfschmerzen waren die einzigen Nebenwirkungen, die bei mehr als einem Prozent der Patienten auftraten.
  • Brivudin darf auf keinen Fall zusammen mit 5-Fluorouracil (5-FU) oder anderen 5-Fluoropyrimidinen gegeben werden, da es irreversibel das Enzym Dihydro-Pyrimidin-Dehydrogenase (DPD) hemmt, das am Abbau des Zytostatikums 5-FU beteiligt ist.

Dies führt zu einer Akkumulation und verstärkten Toxizität von 5-FU. Insgesamt bietet Brivudin mit der einmal täglichen Dosierung einen Vorteil gegenüber anderen antiviralen Therapien. Aciclovir bei Immunsupprimierten Immunsupprimierte Patienten wie Organtransplantierte, Patienten mit Malignomen oder HIV-Infektion sowie Patienten, die eine immunsuppressive Therapie, Corticosteroide oder Chemotherapien erhalten, haben ein höheres Risiko, einen Herpes zoster mit Komplikationen zu entwickeln.

  1. Bislang ist nur Aciclovir für die Therapie des Herpes zoster bei immunsupprimierten Patienten zugelassen, vorzugsweise intravenös.
  2. Bei Aciclovir-resistentem VZV kann Foscarnet gegeben werden.
  3. Foscarnet ist ein Pyrophosphat-Analogon, das direkt die DNA-Polymerase inhibiert.
  4. Auf Grund der niedrigen peroralen Bioverfügbarkeit muss die Substanz intravenös per Infusion mit 120 bis 200 mg/kg KG täglich in zwei bis drei Dosen bis zum Auftreten von renalen Komplikationen appliziert werden.

Ist Foscarnet auf Grund von Genmutationen nicht effektiv, gilt Cidofovir als einzige Alternative. Brivudin, Famciclovir und Valaciclovir sind für die Behandlung immunsupprimierter Patienten nicht zugelassen. Sie zeigen aber positive Effekte auf den Zosterverlauf, was in Einzelfällen dargestellt wurde.

Eine zusätzliche oder alleinige Lokaltherapie beeinflusst den Verlauf des Herpes zoster nicht wesentlich. Üblich sind, je nach Stadium der Erkrankung, austrocknende oder Krusten lösende Maßnahmen, zum Beispiel Lösungen, Cremes oder Salben, die Antiseptika enthalten können, um eine Superinfektion zu verhindern.

Schmerztherapie an WHO orientiert Hinsichtlich der Schmerzbeeinflussung sind die heutigen Virustatika (mit Einschränkung auch Aciclovir) bei gleicher Sicherheit durchaus vergleichbar. Alle genannten Studien haben gezeigt, dass die Therapie des akuten Herpes zoster mit Virustatika günstige Effekte auf Inzidenz und Prävalenz chronischer Zoster-assoziierter Schmerzen hat, diese aber nicht vollständig verhindern kann.

  • Die zusätzliche Gabe von 40 bis 80 mg Prednison initial hatte zwar günstige Effekte auf die Akut-, nicht jedoch auf die chronischen Schmerzen.
  • Die Schmerztherapie kann sich nach deren Intensität richten, die mittels einer von der WHO empfohlenen Schmerzskala gemessen werden kann.
  • Sie orientiert sich an den WHO-Empfehlungen für chronische Schmerzen in der Onkologie.

Sie ist für alle Patienten mit Akutschmerzen hilfreich und wird trotz mangelnder Datenlage von vielen Schmerztherapeuten auch zur Prävention von chronischen Schmerzen empfohlen. Aus diesem Grund sollten auch die akuten Zosterschmerzen und die chronischen, insbesondere die postherpetischen Neuralgien, zusätzlich analgetisch behandelt werden; in erster Linie mit Coanalgetika, die gegen neuropathische Schmerzen wirksam sind.

  • Die Therapie sollte möglichst frühzeitig beginnen, ausreichend hoch dosiert und lange fortgesetzt werden.
  • Wird innerhalb von drei Wochen keine Schmerzfreiheit erreicht, werden interventionelle, schmerztherapeutische Maßnahmen wie Sympathikus- oder Epiduralblockaden empfohlen.
  • Entwickeln sich Neuralgien mit brennenden, einschießenden Schmerzen und Hyperalgesie, sind in der Regel Coanalgetika indiziert.

Besonders bewährt haben sich Amitriptylin und Gabapentin. Bei manchen Patienten gelingt eine Linderung der Neuralgien auch durch die lokale Applikation eines 5-prozentigen Lidocain-haltigen Pflasters (in Deutschland nicht im Handel). Die mehrmals tägliche Applikation von Capsaicin-haltigen Lösungen oder Cremes ist in Bezug auf die Wirksamkeit auf Neuralgien umstritten, führt aber in jedem Fall zu einem lokalen Brennen.

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: Frühe Therapie ist wichtig

Wann nach Aciclovir nicht mehr ansteckend?

Wie lange ist Lippenherpes ansteckend? – Die typischen Herpesbläschen sind mit einer hochansteckenden Flüssigkeit gefüllt. Sie bilden sich nach einer Inkubationszeit von drei bis sieben Tagen, manchmal auch nach mehreren Wochen. Bei Lippenherpes beträgt die Dauer der möglichen Ansteckungszeit für andere etwa drei Tage,