Bnp-Wert Tabelle?

Bnp-Wert Tabelle
BNP und NT-proBNP: Normwerte – Ein BNP von weniger als 35 pg/ml und ein NT-proBNP von weniger als 125 pg/ml gelten im Allgemeinen als normal im Sinne von: Es liegt sehr wahrscheinlich keine Herzschwäche vor. Den Verdacht auf eine Herzschwäche hegen Mediziner, wenn ein Patient die typischen Symptome Atemnot ( Dyspnoe ), Müdigkeit und Wassereinlagerungen (Ödeme) etwa an den Beinen zeigt.

Messwerte Bedeutung
BNP < 100 pg/ml oder NT-proBNP < 300 pg/ml akute Herzschwäche sehr unwahrscheinlich
BNP ≥ 100 pg/ml oder NT-proBNP ≥ 300 pg/ml akute Herzschwäche wahrscheinlich

Der Verdacht auf eine chronische Herzinsuffizienz ergibt sich, wenn sich Symptome wie Atemnot allmählich innerhalb von Monaten bis Jahren entwickeln. Mediziner interpretieren die BNP- und NT-proBNP-Werte dann folgendermaßen:

Messwerte Bedeutung
BNP < 35 pg/ml oder NT-proBNP < 125 pg/ml chronische Herzschwäche sehr unwahrscheinlich
BNP ≥ 35 pg/ml oder NT-proBNP ≥ 125 pg/ml chronische Herzschwäche möglich

Eine Herzschwäche lässt sich nicht allein anhand der BNP-/NT-proBNP-Messwerte diagnostizieren! Es sind dafür weitere Untersuchungen nötig (vor allem ein Herzultraschall). Die oben genannten Werte sind zudem Richtwerte gemäß der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie.

  • Verschiedene Faktoren (z.B.
  • Geschlecht) beeinflussen die Grenzwerte für den jeweiligen Patienten (siehe unten).
  • Beim Interpretieren der Messwerte müssen Mediziner berücksichtigen, dass neben einem geschwächten Herzmuskel auch noch viele andere Faktoren den Blutspiegel von BNP und NT-proBNP beeinflussen.

So hängen die BNP- und NT-proBNP-Normwerte unter anderem vom Alter und Geschlecht der Patienten ab: Sie steigen mit den Lebensjahren an und sind grundsätzlich bei Frauen höher als bei Männern. Außerdem richten sich die Normwerte für BNP und NT-proBNP nach der Methode, mit der im Labor die Messung durchgeführt wird.

Alter weiblich männlich
bis 2 Tage 321 – 11.987 pg/ml
3 bis 11 Tage 263 – 5.918 pg/ml
12 Tage bis 12 Monate 37 – 646 pg/ml
1 bis 3 Jahre < 320 pg/ml
4 bis 6 Jahre < 190 pg/ml
7 bis 9 Jahre < 145 pg/ml
10 Jahre < 112 pg/ml
11 Jahre < 317 pg/ml
12 Jahre < 186 pg/ml
13 Jahre < 370 pg/ml
14 Jahre < 363 pg/ml
15 Jahre < 217 pg/ml
16 Jahre < 206 pg/ml
17 Jahre < 135 pg/ml
18 bis 44 Jahre < 130 pg/ml < 86 pg/ml
45 bis 54 Jahre < 249 pg/ml < 121 pg/ml
55 bis 64 Jahre < 287 pg/ml < 210 pg/ml
65 bis 74 Jahre < 301 pg/ml < 376 pg/ml
ab 75 Jahre < 738 pg/ml < 486 pg/ml

Der Messwert für BNP und NT-proBNP kann auch in der Einheit Nanogramm pro Liter (ng/l) statt Pikogramm pro Milliliter (pg/ml) angegeben werden. Die Werte entsprechen einander, das heißt: 1 ng/l = 1 pg/ml.

Wie hoch sollte der BNP-wert sein?

BNP-Test: Spezielle Blutuntersuchung bei Herzinsuffizienz – Im Rahmen der Herzinsuffizienz-Diagnose greifen Mediziner und Medizinerinnen für gewöhnlich auf den BNP-Test zurück. Da das Herz bei einer Herzinsuffizienz aufgrund von Flüssigkeitsansammlungen im Raum zwischen Brustkorb und Lunge unter Druck steht, schüttet es vermehrt das Hormon BNP (B-Type Natriuretic Peptide) aus.8 Grundsätzlich gilt ein BNP-Wert bis zu 100 Nanogramm pro Liter Serum als normal.8 Je höher der BNP-Wert ist, desto wahrscheinlicher leidet der Patient oder die Patientin an einer Herzinsuffizienz.

Wie hoch darf der proBNP wert sein?

; Birner, Christoph ; Laufs, Ulrich –

Artikel Grafiken/Tabellen Literatur Kommentare/Briefe Statistik

Die B-Typ-natriuretischen Peptide haben sich in der Notfalldiagnostik der Herzinsuffizienz etabliert. Sie sind auerdem starke Risikoprdiktoren. Die B-Typ-natriuretischen Peptide BNP und NT-proBNP haben sich in den letzten Jahren zunehmend in der Klinik etabliert.

  1. Aktuell haben die neuen Herzinsuffizienz-Leitlinien der europischen Fachgesellschaft fr Kardiolgie (ESC) und die neu eingefhrte ARNI-Therapie bei Herzinsuffizienz zustzliche Implikationen fr die praktische Anwendung.
  2. Der nachfolgende berblick fasst den aktuellen Stellenwert der B-Typ-natriuretischen Peptide mit klinisch relevanten Empfehlungen zusammen.

Das natriuretische Peptid BNP und sein biologisch inaktives Signalpeptid NT-proBNP werden in quimolaren Konzentrationen aus den Herzmuskelzellen in das Blut sezerniert ( Grafik ). Beide Peptide besitzen unterschiedliche biochemische Eigenschaften und weisen unterschiedliche Plasmakonzentrationen auf ( Tabelle 1 ). Grafik Sekretion von BNP und NT-proBNP aus der Herzmuskelzelle Tabelle 1 Wichtigste Eigenschaften von BNP und NT-proBNP Die Plasmakonzentrationen werden neben der Sekretion aus den Herzmuskelzellen auch durch eine Vielzahl nichtkardialer Faktoren beeinflusst. Am bedeutsamsten sind Alter, weibliches Geschlecht und Niereninsuffizienz (hhere Plasmakonzentrationen) und die Adipositas (niedrigere Plasmakonzentrationen) ( Tabelle 2 ) ( 1 3 ). Tabelle 2 Einflussgren auf die B-Typ-natriuretischen Peptide Die grte Bedeutung besitzen die Marker zur Diagnose einer akuten Herzinsuffizienz. Da eine Blutprobe meist wesentlich schneller verfgbar ist als eine Echokardiographie, erlauben die B-Typ-natriuretischen Peptide bei unklarer Dyspnoe vor allem einen schnellen Ausschluss der Verdachtsdiagnose Herzinsuffizienz.

  • Dementsprechend wird in der krzlich erschienenen ESC-Herzinsuffizienz-Leitlinie empfohlen, bei Verdacht auf akute Herzinsuffizienz ein natriuretisches Peptid zu bestimmen, um eine nichtkardiale Genese schnell ausschlieen zu knnen ( 4 ).
  • Auch bei Verdacht auf eine chronische Herzinsuffizienz kann bei negativem Testergebnis eine Herzinsuffizienz aufgrund des hohen negativ prdiktiven Wertes auch ohne Echokardiographie weitestgehend ausgeschlossen werden.

Neben der Bestimmung eines natriuretischen Peptids werden in jedem Fall eine Anamnese, eine klinische Untersuchung und ein EKG empfohlen. Fr die B-Typ-natriuretischen Peptide hat sich in der Praxis gezeigt, dass ein einzelner Grenzwert (cutoff) keine optimalen Vorhersagewerte liefert, sondern dass auch der klinische Kontext eine Rolle spielt. Tabelle 3 Klinisch bedeutsame Grenzwerte der B-Typ-natriuretischen Peptide Beim (chronischen) Praxisszenario liegt der Grenzwert fr BNP bei 35 pg/mL und fr NT-proBNP bei 125 pg/mL und entspricht damit der oberen Grenze des Normalbereiches gesunder Individuen. Bei BNP < 35 pg/mL oder NT-proBNP < 125 pg/mL ist eine Herzinsuffizienz sehr unwahrscheinlich ( 4 ). Bei zweiterem (akuten) Notaufnahmeszenario liegen die Grenzwerte hher und werden zustzlich in einen unteren Ausschluss-Grenzwert (rule-out) und einen oberen Einschluss-Grenzwert (rule-in) differenziert. Fr BNP liegt der untere rule-out- Grenzwert bei 100 pg/mL und der obere rule-in- Grenzwert bei 400 pg/mL. Fr NT-proBNP liegt der untere rule-out-Grenzwert bei 300 pg/mL, wohingegen der obere rule-in-Grenzwert mit zunehmendem Alter ansteigt und in der Altersgruppe unter 50 Jahre bei 450 pg/ml liegt, in der Altersgruppe zwischen 50 und 75 Jahre bei 900 pg/mL und in der Altersgruppe ber 75 Jahre bei 1 800 pg/mL. Diese Differenzierung erlaubt, bei Unterschreitung des unteren Grenzwertes eine akute Herzinsuffizienz mit grtmglicher Sicherheit auszuschlieen (rule-out) und bei berschreitung des oberen Grenzwertes mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen (rule-in) ( 5 7 ). Im positiven Fall ist eine weitere kardiale Abklrung geboten. Liegt das Messergebnis im Graubereich, dann besteht eine kardiale Belastung, aber meist keine akute Dekompensation. Die zunehmende Spreizung zwischen dem unteren und dem oberen Grenzwert reflektiert den mit dem Alter ansteigenden Normalbereich und die parallel zunehmende Bedeutung anderer Einflussgren. Kardiovaskulre Risikostratifikation Bei manifester kardialer Erkrankung sind die B-Typ-natriuretischen Peptide starke Prdiktoren des kardiovaskulren Risikos ( 8 10 ). Sie korrelieren eng mit dem klinischen Schweregrad der Herzinsuffizienz (NYHA-Stadium), der linksventrikulren Pumpfunktion und einer Reihe anderer kardialer und extrakardialer Prdiktoren, unter anderem linksventrikulre Masse, Blutdruck und Nierenfunktion. Nach Dekompensation einer Herzinsuffizienz besitzen die B-Typ-natriuretischen Peptide einen besonderen Vorhersagewert hinsichtlich der spteren Rehospitalisierungsrate ( 11 ). Dabei ist der Vorhersagewert nach Rekompensation (bei Entlassung aus der Klinik) hher als derjenige zum Zeitpunkt der Dekompensation. Bei akutem Koronarsyndrom ist der prognostische Wert der natriuretischen Peptide statistisch unabhngig von Troponin ( 12 ). Bei Personen ohne manifeste Herzerkrankung, aber erhhten Risikofaktoren sind die B-Typ-natriuretischen Peptide ebenfalls starke Risikoprdiktoren. Bei Typ-2-Diabetes sind erhhte Konzentrationen hnlich prognostisch relevant wie eine Makroalbuminurie ( 13 ). Ferner identifizieren erhhte Markerkonzentrationen Risikopatienten, bei denen eine frhzeitige kardioprotektive Therapie eine sptere Herzinsuffizienz verhindern kann ( 14, 15 ). Selbst bei Individuen ohne bekanntes kardiovaskulres Risiko und in der Normalbevlkerung eignen sich die B-Typ-natriuretischen Peptide zur Risikostratifikation. Es gibt Hinweise auf ein kontinuierliches, konzentrationsabhngiges Risiko schon innerhalb und unmittelbar oberhalb des normalen Konzentrationsbereiches ( 16 20 ). Insgesamt fassen die B-Typ-natriuretischen Peptide die Aussagekraft vieler Risikofaktoren zusammen und ermglichen so eine integrative Bewertung des kardiovaskulren und Mortalittsrisikos, sowohl bei Personen mit als auch ohne erkennbare Risikofaktoren. Die gute Korrelation mit dem Schweregrad der Herzinsuffizienz prdestiniert die natriuretischen Peptide auch zur Steuerung der Therapie ( 21 ). Mittlerweile liegen randomisierte Studien vor, nach denen eine BNP/NT-proBNP-gefhrte Herzinsuffizienztherapie die Morbiditt reduzieren kann, vor allem bei Patienten unter 75 Jahren und ohne schwere Komorbiditt ( 22 26 ). Im Gegensatz zur Morbiditt konnten die meisten Einzelstudien keinen signifikanten Effekt auf die Mortalitt zeigen ( 23 25 ). Eine Metaanalyse errechnete aber eine relative Risikoreduktion von 2030 % fr eine BNP- bzw. NT-proBNP-gefhrte Herzinsuffizienztherapie, was fr einen positiven Effekt auf die Mortalitt von Patienten ohne schwere Komorbiditt spricht ( 26 ). Bezglich des anzustrebenden Zielwerts erscheint ein BNP-Wert von unter 100 pg/mL beziehungsweise ein NT-proBNP von unter 1 000 pg/mL sinnvoll ( 22, 28 ). Bezglich des neu verfgbaren Angiotensin-Rezeptor Neprilysin-Inhibitor (ARNI) Sacubitril/Valsartan ist zu bedenken, dass BNP ein Neprilysin-Substrat ist, nicht aber das NT-proBNP. Bei Neprilysin-Inhibition fllt deshalb lediglich das NT-proBNP ab, nicht aber das BNP ( 29 ). Der Einsatz der B-Typ-natriuretischen Peptide soll rational und evidenzbasiert erfolgen. Fr die Primrdiagnostik bei unklarer, akuter und nichtakuter Luftnot ist der diagnostische Wert der B-Typ-natriuretischen Peptide belegt und kann deshalb empfohlen werden ( 4 ) ( Tabelle 4 ). Tabelle 4 Empfehlungen zum Einsatz der B-Typ-natriuretischen Peptide Bei akuter Herzinsuffizienz ist in der Klinik eine Wiederholungsmessung unmittelbar vor Entlassung am sinnvollsten, weil dann eine Abschtzung des Rekompensationserfolges und des Risikos einer kurzfristigen Rehospitalisation am besten gelingt ( 11 ).

Im ambulanten Bereich knnen Wiederholungsmessungen im Abstand von 3 Monaten die Steuerung der medikamentsen Herzinsuffizienztherapie verbessern ( 22 26 ). Der Nutzen hufigerer Messungen und der Nutzen fr ltere Patienten mit ausgeprgter Komorbiditt sind weder belegt noch zu erwarten. Eine Bestimmung der B-Typ-natriuretischen Peptide zum Zweck der Risikostratifikation kann fr kardial erkrankte, aber auch augenscheinlich gesunde Individuen sinnvoll sein.

10 Warnzeichen, dass dein Herz nicht richtig funktioniert

Denn erhhte Konzentrationen weisen auf ein Risiko hin, und eine frhzeitige kardioprotektive Therapie kann eine sptere Erkrankung verzgern oder gar verhindern ( 14, 15 ). Die B-Typ-natriuretischen Peptide sind erwachsen geworden und in der Notfalldiagnostik der Herzinsuffizienz etabliert.

Fr die Zukunft sind ein zunehmender Stellenwert bei der Therapiesteuerung bei Herzinsuffizienz und fr die kardiovaskulre Risikostratifikation zu erwarten. ▄ DOI: 10.3238/PersKardio.2016.10.14.02 Prof. Dr. med. Andreas Luchner, Klinikum St. Marien, Amberg Priv.-Doz. Dr. med. Christoph Birner, Universittsklinikum Regensburg Prof.

Dr. med. Ulrich Laufs, Universittsklinikum des Saarlandes, Homburg Die Autoren sind Mitglieder im Nukleus und ehem. Sprecher (A.L.), dz. Sprecher (U.L.) und stv. Sprecher (C.B.) der Arbeitsgruppe Chronische Herzinsuffizienz (AG10) der Deutschen Gesellschaft fr Kardiologie (DGK).

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Interessenkonflikt : Autor Luchner hat Referenten- und Beraterhonorare von Roche Diagnostics und Biosite/Alere erhalten. Autor Laufs hat Beraterhonorare von Roche Diagnostics erhalten. Autor Birner gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht. @Literatur im Internet: www.aerzteblatt.de/lit4116 1. Luchner A, Hengstenberg C, Lowel H, Riegger GA, Schunkert H, Holmer S: Effect of compensated renal dysfunction on approved heart failure markers: direct comparison of brain natriuretic peptide (BNP) and N-terminal pro-BNP.

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BNP und NT-proBNP: Zwei kardiale Marker werden erwachsen

Wie hoch ist der BNP-Wert bei einer Herzinsuffizienz?

BNP und NT-proBNP – Als zuverlässige Herzinsuffizienz-Biomarker dienen dem Arzt zwei Hormone aus der Gruppe der natriuretischen Peptide, nämlich das Protein BNP (brain natriuretic peptide) und eine Vorstufe davon, das NT-proBNP (N-terminales pro-BNP).

  1. BNP wird fast ausschließlich in den Herzkammern gebildet.
  2. Es regt unter anderem die Nieren an, Flüssigkeit auszuscheiden.
  3. Wenn der Druck im Herzen ansteigt, etwa durch oder durch einen Rückstau bei einer akuten Herzinsuffizienz, setzen die Herzmuskelzellen BNP frei.
  4. Das bewirkt zum einen, dass die Nieren mehr Wasser ausscheiden, und zum anderen, dass sich die Blutgefäße erweitern.

Dadurch nimmt das Blutvolumen wieder ab und der Blutdruck sinkt. Im Fall von plötzlich auftretenden, schweren Symptomen (akute Herzinsuffizienz) gilt ein BNP-Wert von mehr als 100 Nanogramm pro Liter Blut als erhöht. Beim Verdacht auf eine chronische Herzinsuffizienz mit schleichendem Beginn liegt der BNP-Grenzwert dagegen bereits bei mindestens 35 Nanogramm pro Liter Blut.

  • NT-proBNP ist, kurz gesagt, eine Vorstufe des BNP: Es ist im Blut länger nachweisbar, daher lassen Mediziner bei einer Blutuntersuchung auch diesen Wert bestimmen.
  • Als Grenzwert bei einer chronischen Herzinsuffizienz gelten laut Deutscher Gesellschaft für Kardiologie 125 Nanogramm pro Liter Blut, bei einer akuten Herzinsuffizienz sind es 300 Nanogramm pro Liter Blut.

Beide Stoffe zeigen an, wie hoch die sogenannte Wandspannung im Herzen ist, also letztlich, wie groß der Druck und damit die Belastung sind. Erhöhte BNP- und NT-proBNP-Werte kennzeichnen eine erhöhte Wandspannung bzw. Überlastung und damit eine Herzinsuffizienz.

Was sagt der BNP-wert?

Hinweis – Ein normaler NT-pro-BNP-Wert schließt das Vorliegen einer Herzinsuffizienz mit hoher Wahrscheinlichkeit aus. Erhöhte Werte sind ein Hinweis auf eine Herzmuskelschwäche. Je stärker ausgeprägt die Herzmuskelschwäche ist, umso höher sind auch die Messwerte der natriuretischen Hormone im Blut.

Was tun bei hohem BNP wert?

Was sagt der NT-proBNP Wert aus? – Verdacht auf Herzinsuffizienz In der Leitlinie der europäischen Kardiologen-Fachgesellschaft (Leitlinien sind wissenschaftsbasierte Entscheidungshilfen für behandelnde Ärzte) wird die Bestimmung von NT-proBNP bei Verdacht auf nicht-akute Herzschwäche (Herzinsuffizienz) empfohlen – und zwar noch vor dem Herzultraschall, der sogenannten Echokardiografie.

Ein normaler NT-pro-BNP-Wert schließt eine Herzinsuffizienz mit hoher Wahrscheinlichkeit aus. Bei erhöhten NT-proBNP-Werten ist eine weitere kardiologische Abklärung erforderlich. Therapiekontrolle Bei der Behandlung einer Herzinsuffizienz mit Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitoren (ARNI) eignet sich der Eiweißstoff zur Therapiekontrolle.

Bei einer erfolgreichen Behandlung sinkt der NT-proBNP-Spiegel im Blut. Früherkennung Der Insuffizienzmarker kann zudem hilfreich sein, um das Risiko von Personen ohne manifeste Herzerkrankung, aber mit Risikofaktoren einzuschätzen –etwa als Zusatzleistung bei der regelmäßigen Gesundheitsuntersuchung für Erwachsene (ehemals „Check-up 35″).

  • Beispiel: Ein 60 Jahre alter Patient mit eigener Firma, der Tag für Tag Stress hat, weist erhöhten Blutdruck, aber einen guten NT-proBNP-Wert auf.
  • Hier gibt es keinen Grund, eine Herzleistungsschwäche in Betracht zu ziehen.
  • Umgekehrt kann ein Patient normalen Blutdruck, aber einen hohen NT-proBNP-Wert haben.

Auch wenn die Betroffenen noch gar keine Herzleistungsschwäche spüren, ist das ein Hinweis auf ein kardiologisches Risiko. In diesem Fall werden weitere kardiologische Untersuchungen veranlasst.

Kann sich eine Herzschwäche wieder verbessern?

Je nach den zugrunde liegenden Ursachen kann eine Herzinsuffizienz heilbar sein oder nicht. Bei Erkrankten, bei denen die Herzschwäche durch übermäßigen Alkoholkonsum entstanden ist, kann die Herzfunktion wieder normal werden, wenn sie auf Alkohol vollkommen verzichten.

  1. Auch durch die erfolgreiche Behandlung einer Grunderkrankung kann eine Herzschwäche günstig beeinflusst werden.
  2. Herzinsuffizienz ist ein häufiger Grund für Krankenhausaufenthalte.
  3. Im Anschluss daran ist in vielen Fällen eine Rehabilitation vorteilhaft oder sogar notwendig.
  4. Je früher mit einer Therapie begonnen wird, umso wirksamer können die Beschwerden gelindert und das Fortschreiten der Erkrankung verzögert werden.

Sie umfasst die Behandlung der Ursachen, einen gesunden Lebensstil und Medikamente. Führen alle diese Maßnahmen zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis, stehen für bestimmte Patientinnen/Patienten implantierbare Geräte wie z.B. Herzschrittmacher zur Unterstützung des Herzens sowie als letzte, aber wirksame Möglichkeit ein Herzersatz (Kunstherz, Herztransplantation) zur Verfügung.

  1. Die kardiale Resynchronisationstherapie, die technisch wie ein Schrittmacher funktioniert und ein asynchron schlagendes Herz wieder synchronisiert, kann die Pumpfunktion des Herzens und die Leistungsfähigkeit der Patientinnen/Patienten deutlich verbessern.
  2. Ein eingebauter Defibrillator kann lebensbedrohliche Rhythmusstörungen erkennen und unterbrechen.

Falls all dies nicht funktioniert, gibt es auch noch die Möglichkeit des Einbau eines mechanischen Unterstützungssystems oder einer Herztransplantation. Ziel ist es, der Herzschwäche quasi den Boden zu entziehen, z.B. durch folgende Maßnahmen:

Gewissenhafte Einstellung des hohen Blutdrucks, Operation bzw. Ersatz defekter Herzklappen, Bypassoperation zur Umgehung verengter Herzkranzgefäße.

Wie viel Prozent Herzleistung ist normal?

Chronische Herzinsuffizienz Herzschwäche bedeutet, dass das Herz in seiner Pumpleistung eingeschränkt ist. Der Fachbegriff dafür lautet „Herzinsuffizienz”. Mediziner sprechen oft von einer links-ventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF, also „Auswurfleistung” der linken Herzkammer), um die Herzschwäche zu beschreiben.

Bei einem normalen, gesunden Herz liegt der Wert bei rund 60%, d.h. das Herz pumpt bei jedem Herzschlag mehr als die Hälfte seiner Blutmenge weiter. Liegt die Auswurfleistung z.B. nur bei 30%, wird entsprechend ein geringerer Anteil pro Herzaktion weitertransportiert. Bei körperlicher Belastung ist es für ein schwaches Herz dann schwieriger, den Körper ausreichend mit Blut bzw.

Sauerstoff zu versorgen. Das äußert sich in körperlichen Beschwerden, wie Atemnot oder Erschöpfung. Wenn die zu transportierende Blutmenge die Pumpleistung des Herzens überschreitet, kommt es zu einem Rückstau von Flüssigkeit im Körper, z.B. in die Lunge (Lungenödem oder auch „Wasser in der Lunge”) oder in die Beine (Beinödem oder auch „Wasser in den Beinen”, „dicke Beine”).

Um diese gefährlichen Symptome zu vermeiden, hat Ihnen Ihr behandelnder Arzt vielleicht eine tägliche Trinkmengenbeschränkung verordnet, in der Regel in Kombination mit einer entwässernden Medikation (Diuretikum oder auch „Wassertablette”). Neben einer entwässernden Medikation (Diuretika) gibt es zahlreiche Medikamente, die das Herz entlasten, die Symptome der Herzschwäche lindern und das Fortschreiten dieser chronischen Erkrankung verlangsamen.

Zu ihnen gehören Medikamente wie ACE-Hemmer, Betablocker und Aldosteronantagonisten. Auch spezielle Herzschrittmacher (CRT-Systeme), die eine verbesserte Pump-Koordination des Herzens ermöglichen, können die „Auswurfleistung” des Herzens verbessern. Es gibt verschiedene Ursachen für die Entstehung einer Herzschwäche.

Warum BNP erhöht?

Weitere Ursachen für erhöhte Messwerte – Neben Herzschwäche können aber auch andere Faktoren das BNP und NT-proBNP erhöhen. Hier eine Auflistung weiterer wichtiger Ursachen:

andere Herzerkrankungen wie Herzklappenfehler, Vorhofflimmern, Verdickung des Herzmuskels (krankheitsbedingt oder bei Leistungssportlern) Nierenschwäche ( Niereninsuffizienz ) Bluthochdruck (Hypertonie) Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie) Diabetes Schlaganfall „Blutvergiftung” (Sepsis) Leberschwäche (Leberinsuffizienz) Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) Einnahme von Betablockern (z.B. bei Herzschwäche, Bluthochdruck)

Zudem kann körperliche Belastung kurz vor oder während der Entnahme der Blutprobe ein Grund dafür sein, dass der BNP-/NT-proBNP-Wert zu hoch ausfällt. Diese Erhöhung ist aber nur kurzfristig.

Warum soll man bei Herzinsuffizienz wenig trinken?

Soll ich weniger trinken? – Bei Herzschwäche lagern Betroffene mehr Wasser ein, weil das Herz nicht mehr richtig pumpt. Man bekommt zum Beispiel dicke Beine. Früher wurde deshalb empfohlen, wenig zu trinken. Heute gilt eine Trinkmenge von 1,5 Litern pro Tag als empfehlenswert.

  • Weniger kann schädlich sein, weil es dadurch zu ernsthaften Folgen kommen kann: Verwirrtheit, Stürze, die Nieren arbeiten nicht mehr richtig und das Herz schlägt zu schnell.
  • Es gibt aber Ausnahmen: Wenn Wassereinlagerungen zu starken Beschwerden führen wie Bluthochdruck oder Atemnot, sollte man zeitweise weniger trinken.
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Grundsätzlich gilt: Die Trinkmenge am besten mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen.

Wie lange kann man mit einer Herzinsuffizienz leben?

Wie hoch ist die Lebenserwartung bei Herzinsuffizienz? – Studien haben ergeben, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Patienten mit Herzinsuffizienz bei 50 Prozent liegt, die nächsten fünf Jahre nach der Diagnosestellung zu überleben.1 Das klingt beim ersten Lesen jetzt erstmal grausam.

  • Generell gilt jedoch, je eher eine Herzinsuffizienz diagnostiziert wird, desto höher ist die weitere Lebenserwartung.
  • Mit der richtigen Behandlung und der Mitarbeit des Patienten können zusätzliche Lebensjahre gewonnen werden.
  • Lange Zeit ging man davon aus, dass sich Patienten mit Herzschwäche nicht belasten sollten, um das Herz zu schonen.

Viele Betroffene wurden dadurch noch schwächer und konnten ihren Alltag nicht mehr meistern. Heute sind sich Fachleute einig: Mit Bewegung ist die Herzinsuffizienz zwar auch nicht heilbar, aber sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Besserung des Befindens.

Wie schlafen bei Herzinsuffizienz?

Schlafmangel durch Herzschwäche – Häufige nächtliche Toilettengänge unterbrechen den Schlaf. Die möglichen Ursachen für einen gesteigerten nächtlichen Harndrang sind vielfältig, wie beispielsweise eine zu hohe Flüssigkeitszufuhr vor dem Schlafengehen oder das Trinken harntreibender Getränke.

  • Tritt dieses Symptom jedoch häufiger auf oder zusammen mit tagsüber geschwollenen Beinen, dann könnte eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) dahinterstecken.
  • Diese ist häufig die Folge einer bereits vorliegenden Koronaren Herzkrankheit (KHK) oder eines Bluthochdrucks (Hypertonie); beide Erkrankungen verursachen zunächst nicht unbedingt Beschwerden und sind daher vielleicht auch noch nicht bekannt.

Bei einer KHK kommt es dazu, dass der Herzmuskel weniger gut durchblutet wird und dadurch zu schwach ist, eine effektive Blutzirkulation aufrechtzuerhalten. Ist ein Herzinfarkt vorangegangenen, sorgt die Vernarbung des Herzmuskels dafür, dass die Herzmuskelzellen weniger beweglich sind.

In der Folge verliert das Herz an Pumpkraft. Diese Schwäche kann sowohl die rechte wie auch die linke Herzseite aber auch beide Seiten gleichzeitig betreffen Je nachdem, welche Seite betroffen ist, äußern sich die Symptome anders. Nächtliche Toilettengänge bei Rechtsherzschwäche Bei einer Rechtsherzinsuffizienz, staut sich das Blut in den Beinvenen – den Blutgefäßen, die das Blut vom Körper in Richtung Herz führen.

Durch die so prall gefüllten Venen dringt dann Flüssigkeit in das umliegende Gewebe und lässt die Beine anschwellen (Ödeme), Nachts, wenn die Beine im Liegen eine horizontale Position einnehmen und damit entlastet sind, fließt die Flüssigkeit zurück in die Gefäße und erreicht die Blase.

Dies verursacht nächtlichen Harndrang (Nykturie), der den Schlaf stört – vor allem, wenn das Bad häufiger aufgesucht werden muss. Linksherzschwäche diktiert Liegeposition Ist die linke Herzseite von der Insuffizienz betroffen, staut sich das Blut in den Lungengefäßen und verursacht so Atemnot (Dyspnoe), vor allem bei Anstrengung.

Jedoch kann Atemnot auch auf Übergewicht, einen unzureichenden Trainingszustand oder beispielsweise auf eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) zurückzuführen sein und so bei den Betroffenen eventuell das Vorliegen einer Herzinsuffizienz verschleiern.

Kommt es dagegen nachts dazu, dass Betroffene sich häufig im Bett wenden oder das Gefühl haben, den Oberkörper hoch lagern zu müssen, um ohne Husten, Schmerzen und Atemnot schlafen zu können, ist es ratsam, die ärztliche Praxis aufzusuchen, denn: Während das gesunde Herz im Liegen auf den stärkeren Blutzustrom aus dem Körper eingestellt ist, stellt dies für die linke Seite des herzinsuffizienten Herzens, die das Blut in den Körperkreislauf pumpt, eine Belastung dar.

Diese ist umso größer, wenn der betroffene Mensch auf der linken Körperseite liegt. Für eine ruhigere Nacht empfiehlt sich daher das Liegen auf der rechten Körperseite. Obstruktive Schlafapnoe unterbricht Schlafphasen Menschen mit einer Herzinsuffizienz erleben oft auch Atemstörungen in der Nacht, sogenannte Schlafapnoen – dabei ist die obstruktive Schlafapnoe die häufigste Form.

  • Charakteristisch sind hier Schnarchen und nächtliche Mundatmung.
  • Im Laufe der Nacht verengt sich der Rachenraum wiederholt, was eine ausreichende Sauerstoffversorgung in diesen Zeiträumen nicht mehr möglich macht.
  • Der Sauerstoffmangel im Gehirn löst eine Stressreaktion mit Hormonausschüttung aus, wodurch der Schlaf mehrmals pro Nacht gestört wird.

Die Mundatmung trocknet zudem die Schleimhäute aus und provoziert so nächtliche Hustenanfälle. Diese regelmäßigen Unterbrechungen der Nachtruhe begünstigen, dass sich ein Bluthochdruck (Hypertonie) entwickelt. Herzklappenerkrankung – Grund für Schlaflosigkeit? Andere Herzerkrankungen, die für eine gestörte Nachtruhe sorgen können, sind verschiedene Herzklappendefekte, wie eine Verengung (Stenose) oder Undichtigkeit (Insuffizienz) der Aorten- oder Mitralklappen.

Sind diese Erkrankungen fortgeschritten, kann es bereits im Liegen zu Atemnot oder Reizhusten kommen – beides Störfaktoren für einen gesunden Schlaf. Ist beispielsweise eine Mitralklappeninsuffizienz diagnostiziert worden, lässt sich diese im Rahmen eines minimalinvasiven Eingriffs mit dem MitraClip™ behandeln.

Dabei handelt es sich um eine Klammer, die mittels eines Katheters über die Beinvene von der Leiste aus bis zum rechten Vorhof und durch die Herzscheidewand bis zum linken Vorhof vorgeschoben wird. Hier unterstützt der MitraClip™ die erkrankte Herzklappe, indem er die Segelklappen zusammenführt, sodass die Klappe wieder dicht schließt.

mit Begleiterkrankungen leben,ein mittleres bis hohes Operationsrisiko haben,fortgeschrittenen Alters odergebrechlich sind.

Bei diesem Verfahren tauscht die Chirurgin oder der Chirurg die defekte Aortenklappe nicht aus, sondern verdrängt sie durch eine in einem feinen röhrenförmigen Metallgeflecht zusammengefaltete, aus tierischem Gewebe bestehende biologische Aortenklappe (wie beispielsweise die Navitor™-Klappe).

Wie schnell schreitet eine Herzinsuffizienz fort?

Therapietreue – Therapietreue (Fachbegriffe: Compliance, Adhärenz) bedeutet, ob und inwieweit sich Betroffene an die verordnete und mit ihrem Arzt abgesprochene Therapie halten. Nehmen sie ihre Medikamente regelmässig ein? Gehen sie zu den Kontrolluntersuchungen? Passen sie ihren Lebensstil ihrer Krankheit an? Therapietreue ist wichtig, damit die Krankheit nicht weiter fortschreiten kann.

Deshalb empfiehlt sich für die Betroffenen, sich genau erklären zu lassen, warum sie welche Medikamente nehmen sollen und welche Änderung des Lebensstils ihnen wirklich hilft. Viele Fachärzte raten auch zur Führung eines Herztagebuchs, in das Betroffene Gewichtsveränderungen, Beschwerden, Medikamenteneinnahme, Bewegung usw.

eintragen, um selbst die Kontrolle über Krankheit und Therapie zu erhalten. Welchen Verlauf eine Herzschwäche nehmen kann, hängt von der Form der Herzinsuffizienz ab. Eine akute Herzinsuffizienz entwickelt sich innerhalb von Stunden oder Tagen, während die chronische Herzschwäche im Verlauf von Monaten oder Jahren entsteht.

Dabei schreitet die Herzinsuffizienz schleichend fort, denn dem Körper gelingt es lange, die Herzschwäche auszugleichen. Er entwickelt einen eigenen Mechanismus, um die Pumpleistung des Herzens aufrechtzuerhalten. Das Herz vergrössert sich oft und die Herzschlagfrequenz erhöht sich. Ebenso passen sich die Gefässe, das Hormonsystem und die Nierenfunktion an die Herzschwäche an.

Deshalb spüren die Betroffenen anfänglich nur, wie ihre körperliche Leistungsfähigkeit nachlässt. Wie sich eine diagnostizierte Herzschwäche weiterentwickelt, lässt sich selten vorhersagen. Für Betroffene, die sich an ihren Therapieplan mit Medikamenteneinnahme und ausgeglichener Lebensweise halten, verringert sich das Risiko, dass sich die Krankheit verschlimmert oder gar zum Tod führt.

Wo tut es weh wenn man Herzmuskelentzündung hat?

Schmerzen im Brustkorb – Hinter Schmerzen im Brustkorb können sich folgende Herzprobleme verbergen:

koronare Herzkrankheit mit Verengungen der Herzkranzgefäße Herzinfarkt: Bei einem Herzinfarkt tritt der Schmerz als Enge- oder Druckgefühl hinter dem Brustbein oder über dem Herzen auf. Von dort strahlt der Schmerz in Hals, Unterkiefer, Oberbauch und den linken Arm aus. Herzmuskelentzündung (Myokarditis): Herzstolpern, Herzrasen oder ein Stechen im Brustkorb in Verbindung mit Kurzatmigkeit und Schwellung der Beine können auf eine Herzmuskelentzündung hindeuten. Herzbeutelentzündung: Stechende Schmerzen, die sich im Liegen und in Linksseitenlage verstärken, haben ihre Ursache oft in einer Herzbeutelentzündung. Riss in der Hauptschlagader: Bei diesem Herzproblem treten häufig starke Brustschmerzen auf, die in den Rücken, den Bauch und die Beine ausstrahlen. Lungenembolie: starke Brustschmerzen und Kurzatmigkeit

Woher weiß ich ob mein Herz krank ist?

Herzinfarkt-Symptome erkennen – Ein Herzinfarkt kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Nicht immer geht es dem Patienten dramatisch schlecht, ein Infarkt führt manchmal nur zu geringen Beschwerden. Bei folgenden Anzeichen sollten Sie aber unbedingt an einen Herzinfarkt denken:

Was: Schmerzen, die länger als 5 Minuten anhalten. Wo: typisch im Brustkorb, häufig hinter dem Brustbein. Zusätzlich können Schmerzen im Rücken oder Oberbauch (Verwechslung mit „Magenschmerzen” möglich) ein Alarmzeichen sein. Die Schmerzen können in den Arm, den Hals oder den Oberbauch ausstrahlen. Wie: Die Schmerzen sind flächenhaft und werden als brennend und drückend mit Engegefühl in der Brust beschrieben.

Weitere Symptome und Besonderheiten: Je älter die Person mit Herzinfarkt, desto weniger ausgeprägt kann der typische Brustschmerz sein. Bei Frauen häufiger als bei Männern können – zusätzlich zu den oben genannten Schmerzen oder auch alleine – weitere Symptome wie Atemnot, Übelkeit oder Erbrechen, Schwitzen, Benommenheit oder Schwindel sowie unerklärliche Müdigkeit ein Alarmzeichen sein.

Kann sich eine Herzschwäche wieder verbessern?

Je nach den zugrunde liegenden Ursachen kann eine Herzinsuffizienz heilbar sein oder nicht. Bei Erkrankten, bei denen die Herzschwäche durch übermäßigen Alkoholkonsum entstanden ist, kann die Herzfunktion wieder normal werden, wenn sie auf Alkohol vollkommen verzichten.

  1. Auch durch die erfolgreiche Behandlung einer Grunderkrankung kann eine Herzschwäche günstig beeinflusst werden.
  2. Herzinsuffizienz ist ein häufiger Grund für Krankenhausaufenthalte.
  3. Im Anschluss daran ist in vielen Fällen eine Rehabilitation vorteilhaft oder sogar notwendig.
  4. Je früher mit einer Therapie begonnen wird, umso wirksamer können die Beschwerden gelindert und das Fortschreiten der Erkrankung verzögert werden.

Sie umfasst die Behandlung der Ursachen, einen gesunden Lebensstil und Medikamente. Führen alle diese Maßnahmen zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis, stehen für bestimmte Patientinnen/Patienten implantierbare Geräte wie z.B. Herzschrittmacher zur Unterstützung des Herzens sowie als letzte, aber wirksame Möglichkeit ein Herzersatz (Kunstherz, Herztransplantation) zur Verfügung.

  • Die kardiale Resynchronisationstherapie, die technisch wie ein Schrittmacher funktioniert und ein asynchron schlagendes Herz wieder synchronisiert, kann die Pumpfunktion des Herzens und die Leistungsfähigkeit der Patientinnen/Patienten deutlich verbessern.
  • Ein eingebauter Defibrillator kann lebensbedrohliche Rhythmusstörungen erkennen und unterbrechen.

Falls all dies nicht funktioniert, gibt es auch noch die Möglichkeit des Einbau eines mechanischen Unterstützungssystems oder einer Herztransplantation. Ziel ist es, der Herzschwäche quasi den Boden zu entziehen, z.B. durch folgende Maßnahmen:

Gewissenhafte Einstellung des hohen Blutdrucks, Operation bzw. Ersatz defekter Herzklappen, Bypassoperation zur Umgehung verengter Herzkranzgefäße.