Wer Erfährt Von Bewährungsstrafe?

Wer Erfährt Von Bewährungsstrafe
Exkurs: Arbeits-, dienst-, berufs- und gewerberechtliche Konsequenzen – Für viele Personen, gegen die ein Strafverfahren geführt wird, oder, die verurteilt werden, kann die Strafe weitergehende, ausserstrafrechtliche Konsequenzen haben. Die Durchführung eines Strafverfahrens oder die Verhängung einer Strafe, auch wenn es sich bloß um Geldstrafe oder eine Bewährungsstrafe handelt, kann von der Staatsanwaltschaft, vom Gericht oder der Vollstreckungsbehörde weiteren Stellen mitgeteilt werden.

  1. Problematisch ist dies insbesondere für Arbeitnehmer, wenn der Arbeitgeber informiert wird.
  2. Wann eine Pflicht zur Mitteilung besteht, ist in der Anordnung über Mitteilungen in Strafsachen (MiStra) geregelt.
  3. Mitteilungspflichten bestehen insbesondere bei Beamten und Richtern, bei Beschäftigten im öffentlichen Dienst (wenn es sich um ein Verbrechen handelt oder ein Bezug zum Dienst bzw.

Beruf vorliegen kann), bei Soldaten, bei Zivildienstleistenden, bei Geistlichen, bei Erziehern oder bei Beschäftigten in Pflegeberufen. Im schlimmsten Fall droht, insbesondere wenn das Strafverfahren einen Bezug zum Arbeitsverhältnis oder Dienstverhältnis besitzt, die Kündigung des Arbeitsverhältnisses.

  1. Werden Beamte wegen einer vorsätzlichen Tat zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt, tritt von Gesetzes wegen der Verlust des Beamtenrechts ein, bei bestimmten Taten reicht bereits eine Verurteilung zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe (§ 41 BBG).
  2. Ärzten und Zahnärzten, die – unabhängig davon, in welchem Umfang – strafrechtlich verurteilt werden, können berufsrechtliche Schwierigkeiten drohen, insbesondere besteht die Möglichkeit des Widerrufs der Approbation (§§ 3, 5 BÄO, § 4 ZHG).

Gewerbetreibenden droht die Gewerbeuntersagung wegen Unzuverlässigkeit (§ 35 GewO), Geschäftsführern droht der Verlust der Möglichkeit, weiterhin als Geschäftsführer tätig zu sein (§ 6 II Nr.3 GmbHG). Auch eine mehrtägige Untersuchungshaft und dadurch bedingtes Fernbleiben vom Arbeitsplatz kann bereits in jedem Beruf eine Kündigung rechtfertigen.

Auch im umgekehrten Fall, also bei bestimmten Zivilverfahren, bestehen unter gewissen Voraussetzungen Mitteilungspflichten, die dann wiederum strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können. Die Anordnung über Mitteilungen in Zivilsachen (MiZi) bestimmt zum Beispiel, dass die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung der Staatsanwaltschaft mitzuteilen ist, wenn das Verfahren eine Aktiengesellschaft (AG), einen Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) oder eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) betrifft.

Auch die Eröffnung eines nicht privaten Insolvenzverfahrens ist mitzuteilen. In Bayern sind die Mitteilungen in solchen Fällen an die Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Wirtschaftsstrafsachen zu richten, z.B. die Staatsanwaltschaft Regensburg. Es drohen dann Wirtschaftsstrafverfahren, etwa wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung oder des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt.

Wer erfährt von einer Vorstrafe?

– Im Bundeszentralregister können Strafrichter aber auch andere Behörden amtlich feststellen, ob jemand vorbestraft ist. Aber auch das polizeiliche Führungszeugnis gibt Auskunft über die Vorstrafen. In der sogenannten Selbstauskunft kann man nachlesen, was auch in dem Führungszeugnis steht.

Dies kann man beim Bundeszentralregister beantragen. Im Führungszeugnis kann man bestehende Vorstrafen oder Auflagen erfahren. Nicht enthalten sind im polizeilichen Führungszeugnis Jugendstrafen, die bis zu einer bestimmtem Höhe ausgesprochen wurden. Zusätzlich sind auch Geldstrafen die erstmals ausgesprochen wurden und die Höhe von 90 Tagessätzen nicht überschreitet, nicht im polizeilichen Führungszeugnis aufgelistet, genauso wie erstmalige Verurteilungen von drogenabhängigen Straftätern.

Wenn der Arbeitgeber ein Führungszeugnis verlangt, muss man sich wohl oder übel zu den Vorstrafen äußern, denn im Bewerbungsgespräch darf nach den aufgelisteten Vorstrafen gefragt werden. Zu Vorstrafen, die nicht im Führungszeugnis aufgelistet sind, muss man sich natürlich nicht äußern! Nach der Straftat selbst, die zur Verurteilung geführt hat, muss man jedoch keine angaben machen, außer wenn für die Beschäftigung die Vorstrafe von Relevanz ist.

Wie läuft eine Bewährungsstrafe ab?

FAQ: Bewährung – Wann ist von „Bewährung” die Rede? Wird ein Täter zu Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt, ist die Vollstreckung dieser ausgesetzt. Dieser muss somit nicht in Haft, sondern erhält die Möglichkeit, in einem festgelegten Zeitraum unter Beweis zu stellen, dass er keine weiteren Straftaten begeht.

Ist eine Strafaussetzung zur Bewährung immer möglich? In der Regel kommt eine Bewährungsstrafe nur in Betracht, wenn die Haftstrafen drei oder sechs Monate betragen. Allerdings gibt es auch Straftaten bei denen diese Option grundsätzlich nicht besteht, wie Mord oder Totschlag. Darüber hinaus gilt es noch weitere Bewertungskriterien, über die wir hier informieren.

Wann kann die Bewährung widerrufen werden? Wird während der Bewährung eine Straftat begangen, wird diese widerrufen. Dieser Schritt ist außerdem möglich, wenn Täter gegen die Bewährungsauflagen verstoßen. Weitere Ratgeber zum Thema „Bewährungsstrafe” finden Sie hier: ➽ Bewährungsauflagen ➽ Bewährungshelfer ➽ Bewährungshilfe ➽ Straferlass

Wann wird eine Bewährungsstrafe erteilt?

Rechtsgrundlagen – Die Aussetzung der Freiheitsstrafe zur Bewährung ist in § 56 StGB geregelt. Sie wird im Tenor des Strafurteils ausgesprochen ( § 260 Abs.4 Satz 4 StPO) und erfasst die gesamte Dauer der Freiheitsstrafe ( § 56 Abs.4 Satz 1 StGB). Das bedeutet, dass die Strafvollstreckung einer verhängten Freiheitsstrafe ausgesetzt wird und der Verurteilte in Freiheit bleibt.

Die Vollstreckung wird an ein weiteres schuldhaftes Handeln, den sog. Bewährungsbruch, geknüpft. Die Dauer der Bewährung ( § 56a StGB), Auflagen ( § 56b StGB) und Weisungen ( § 56c StGB) werden in einem besonderen Beschluss zusammen mit dem Urteil verkündet ( § 268a StPO). Gibt der Verurteilte während der Bewährungszeit keinen Anlass zum Widerruf der Strafaussetzung (etwa durch Begehung neuer Straftaten), wird ihm die Strafe nach Ablauf der Bewährungszeit erlassen ( § 56g StGB).

Es können nur Freiheitsstrafen mit einer Dauer von bis zu zwei Jahren zur Bewährung ausgesetzt werden. Die Entscheidung darüber trifft das erkennende Gericht, Das erkennende Gericht hat dabei eine Prognose zu erstellen, ob davon auszugehen ist, dass der Täter auch ohne den Vollzug der Freiheitsstrafe künftig keine Straftaten mehr begehen wird.

Liegt die Freiheitsstrafe unter sechs Monaten und erscheint die Prognose günstig, so ist die Strafe zwingend zur Bewährung auszusetzen ( § 56 Abs.1 i.V.m. Abs.3 StGB). Im Bereich von sechs Monaten bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe ist die Aussetzung zusätzlich zum Vorliegen der Prognose davon abhängig, dass die Verteidigung der Rechtsordnung die Strafvollstreckung nicht gebietet ( § 56 Abs.3 StGB).

Hier wird demnach auf den Gedanken der Generalprävention abgestellt. Bei Freiheitsstrafen über zwölf Monaten bis zu zwei Jahren kann die Strafe zur Bewährung ausgesetzt werden, wenn die Prognose günstig ist, die Verteidigung der Rechtsordnung dem nicht entgegensteht und darüber hinaus besondere Umstände vorliegen ( § 56 Abs.2 StGB).

Wer erfährt von einer Verurteilung?

Exkurs: Arbeits-, dienst-, berufs- und gewerberechtliche Konsequenzen – Für viele Personen, gegen die ein Strafverfahren geführt wird, oder, die verurteilt werden, kann die Strafe weitergehende, ausserstrafrechtliche Konsequenzen haben. Die Durchführung eines Strafverfahrens oder die Verhängung einer Strafe, auch wenn es sich bloß um Geldstrafe oder eine Bewährungsstrafe handelt, kann von der Staatsanwaltschaft, vom Gericht oder der Vollstreckungsbehörde weiteren Stellen mitgeteilt werden.

  1. Problematisch ist dies insbesondere für Arbeitnehmer, wenn der Arbeitgeber informiert wird.
  2. Wann eine Pflicht zur Mitteilung besteht, ist in der Anordnung über Mitteilungen in Strafsachen (MiStra) geregelt.
  3. Mitteilungspflichten bestehen insbesondere bei Beamten und Richtern, bei Beschäftigten im öffentlichen Dienst (wenn es sich um ein Verbrechen handelt oder ein Bezug zum Dienst bzw.

Beruf vorliegen kann), bei Soldaten, bei Zivildienstleistenden, bei Geistlichen, bei Erziehern oder bei Beschäftigten in Pflegeberufen. Im schlimmsten Fall droht, insbesondere wenn das Strafverfahren einen Bezug zum Arbeitsverhältnis oder Dienstverhältnis besitzt, die Kündigung des Arbeitsverhältnisses.

Werden Beamte wegen einer vorsätzlichen Tat zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt, tritt von Gesetzes wegen der Verlust des Beamtenrechts ein, bei bestimmten Taten reicht bereits eine Verurteilung zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe (§ 41 BBG). Ärzten und Zahnärzten, die – unabhängig davon, in welchem Umfang – strafrechtlich verurteilt werden, können berufsrechtliche Schwierigkeiten drohen, insbesondere besteht die Möglichkeit des Widerrufs der Approbation (§§ 3, 5 BÄO, § 4 ZHG).

Gewerbetreibenden droht die Gewerbeuntersagung wegen Unzuverlässigkeit (§ 35 GewO), Geschäftsführern droht der Verlust der Möglichkeit, weiterhin als Geschäftsführer tätig zu sein (§ 6 II Nr.3 GmbHG). Auch eine mehrtägige Untersuchungshaft und dadurch bedingtes Fernbleiben vom Arbeitsplatz kann bereits in jedem Beruf eine Kündigung rechtfertigen.

Auch im umgekehrten Fall, also bei bestimmten Zivilverfahren, bestehen unter gewissen Voraussetzungen Mitteilungspflichten, die dann wiederum strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können. Die Anordnung über Mitteilungen in Zivilsachen (MiZi) bestimmt zum Beispiel, dass die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung der Staatsanwaltschaft mitzuteilen ist, wenn das Verfahren eine Aktiengesellschaft (AG), einen Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) oder eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) betrifft.

Auch die Eröffnung eines nicht privaten Insolvenzverfahrens ist mitzuteilen. In Bayern sind die Mitteilungen in solchen Fällen an die Schwerpunktstaatsanwaltschaften für Wirtschaftsstrafsachen zu richten, z.B. die Staatsanwaltschaft Regensburg. Es drohen dann Wirtschaftsstrafverfahren, etwa wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung oder des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt.

Wird eine Bewährungsstrafe im Führungszeugnis eingetragen?

1. Nicht jede Verurteilung führt zu einem Eintrag – Die gute Nachricht zuerst: nicht alle Verurteilungen werden ins Bundeszentralregister aufgenommen. Nicht aufgenommen werden Jugendstrafen von nicht mehr als zwei Jahren, sofern die Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird (§ 32 Abs.2 Nr.3 BZRG).

Wie lange dauert es bis eine Bewährungsstrafe verjährt?

Strafverfolgungsverjährung – wann hat man nichts mehr zu befürchten? – Spätestens nach dreißig Jahren ist jede Straftat verjährt. Allerdings gibt es eine wichtige Ausnahme: Mord. Dieser verjährt nämlich nie. Dies gilt ebenso für versuchten Mord oder Beihilfe zum Mord.

  • Bei anderen Straftaten hängt die Dauer der Verjährungsfrist von der Strafandrohung ab, also von der höchsten möglichen Freiheitsstrafe.
  • Das heißt: Delikte mit der Androhung lebenslanger Freiheitsstrafen verjähren in 30 Jahren, Taten mit Freiheitsstrafen über 10 Jahren verjähren in 20 Jahren.
  • Bei Strafandrohungen zwischen mehr als fünf und 10 Jahren beträgt die Verjährungsfrist zehn Jahre, bei Strafen von mehr als einem Jahr bis fünf Jahren sind es fünf Jahre.
See also:  Wer Ist Im Dsds Finale 2015?

Sämtliche anderen Straftaten verjähren in drei Jahren. Besondere Regeln gibt es für Straftaten, die bei der Ausübung bestimmter Berufe begangen werden.

Wann kommt man in den Knast?

Hanisauland: Lexikon @todo: aus Preprocess Die Justizvollzugsanstalt in München-Stadelheim. Kein Mensch darf grausam bestraft, oder erniedrigend behandelt werden – egal, was er getan hat. Das gilt auch für Kinder und Jugendliche, die kriminell geworden sind! Darum geht es in diesem Recht.

  1. dass kein Kind der Folter oder einer anderen grausamen, unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung oder Strafe unterworfen wird. Für Straftaten, die von Personen vor Vollendung des achtzehnten Lebensjahrs begangen worden sind, darf weder die noch lebenslange Freiheitsstrafe ohne die Möglichkeit vorzeitiger Entlassung verhängt werden:
  2. dass keinem Kind die rechtswidrig oder willkürlich entzogen wird. Festnahme, Freiheitsentziehung oder Freiheitsstrafe darf bei einem Kind im Einklang mit dem nur als letztes Mittel und für die kürzeste angemessene Zeit angewendet werden;
  3. dass jedes Kind, dem die Freiheit entzogen ist, menschlich und mit Achtung vor der dem Menschen innewohnenden und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Personen seines Alters behandelt wird. Insbesondere ist jedes Kind, dem die Freiheit entzogen ist, von Erwachsenen zu trennen, sofern nicht ein anderes Vorgehen als dem Wohl des Kindes dienlich erachtet wird; jedes Kind hat das Recht, mit seiner durch Briefwechsel und Besuche in Verbindung zu bleiben, sofern nicht außergewöhnliche Umstände vorliegen;
  4. dass jedes Kind, dem die Freiheit entzogen ist, das Recht auf umgehenden Zugang zu einem rechtskundigen oder anderen geeigneten Beistand und das Recht hat, die Rechtmäßigkeit der Freiheitsentziehung bei einem oder einer, anderen zuständigen, unabhängigen und unparteiischen Behörde anzufechten, sowie das Recht auf alsbaldige Entscheidung in einem solchen Verfahren.

Kinder als Straftäter – weltweit Weltweit sitzen über eine Million Kinder und Jugendliche im Gefängnis – meist wegen kleiner Straftaten: Sie haben zum Beispiel gebettelt oder Diebstähle begangen (Quelle: /Zeit, 2019). Für was man bestraft wird, ist von Land zu Land sehr unterschiedlich geregelt.

  1. Auch die Form der Bestrafung ist in den Ländern verschieden.
  2. In einigen wenigen werden Kinder sogar mit dem Tod bestraft.2014 wurden im 14 Jugendliche hingerichtet – obwohl das Land den über die unterschrieben hat (Quelle:, 2019).
  3. In vielen Ländern werden Jugendliche mit Erwachsenen zusammen eingesperrt (Quelle: Amnesty International, 2019).

Das ist oft gefährlich für sie. Sie bekommen nicht genug zu essen, werden misshandelt und erfahren Dinge, die für ihre weitere Entwicklung nicht gut sind. • • • Wenn du auf das Bild klickst, öffnen sich weitere Bilder.

  • Kinder als Straftäter – in Deutschland

In werden Kinder mit 14 Jahren, Ab diesem Alter müssen sie sich vor Gericht verantworten, wenn sie eine Straftat begangen haben – also zum Beispiel gestohlen, jemanden zusammengeschlagen oder Graffiti gesprüht haben. Wenn Kinder und Jugendliche etwas Verbotenes getan haben, kommen sie meist nicht gleich ins Gefängnis.

Zunächst versucht das Gericht, nicht zu bestrafen, sondern verordnet Maßnahmen, damit die Jugendlichen lernen, nicht wieder straffällig zu werden. Die Jugendlichen müssen zum Beispiel Kurse besuchen und ein Anti-Training machen. Oder sie werden dazu verurteilt, bestimmte Arbeiten zu machen: Zum Beispiel einen Spielplatz aufzuräumen oder in einem Altersheim zu helfen.

Ein kann auch beschließen, dass der Straftäter den Schaden wiedergutmachen muss. Das kann eine Entschuldigung bei dem Opfer sein oder eine Geldzahlung. Ins Gefängnis kommen Jugendliche nur bei sehr schweren Straftaten. Schwerer Diebstahl, schwere Körperverletzung, Drogenhandel, Totschlag und Mord – dafür kann man auch als Jugendlicher in Deutschland im Gefängnis landen.

Ist es möglich die Bewährungszeit zu verkürzen?

Fachbereich Bewährungshilfe – was Sie darüber wissen sollten Was heißt eigentlich „Bewährung”? Bewährungsaufsicht tritt ein, wenn Ihre Freiheitsstrafe, Jugendstrafe oder Ihr Strafrest zur Bewährung ausgesetzt wurde und das Gericht für die Dauer oder eines Teils der Bewährungszeit für Sie einen Bewährungshelfer oder eine Bewährungshelferin bestellt hat.

  1. Auch die Vollstreckung einer Maßregel kann das Gericht aussetzen, so z.B.
  2. Die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt oder in einem psychiatrischen Krankenhaus.
  3. Vom Gericht wird eine Bewährungszeit festgelegt, die in der Regel zwischen zwei und fünf Jahren liegt.
  4. Während der Bewährungszeit bekommen Sie die Gelegenheit, sich durch positives Sozialverhalten unter den Bedingungen eines Lebens in Freiheit Straferlaß zu verdienen.

Besteht bis zum Ablauf dieser Zeit kein Anlaß, die Aussetzung zur Bewährung zu widerrufen, so wird vom Gericht die Strafe oder die Reststrafe erlassen bzw. die Maßregel für erledigt erklärt – andernfalls wird sie vollstreckt. Die Aufgaben der Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfe Bewährungshelfer/innen sind ausgebildete Dipl.

  • Sozialarbeiter/innen oder Dipl.
  • Sozialpädagogen/innen.
  • Organisatorisch gehört die Bewährungshilfe zur Justiz.
  • Bewährungshelfer/innen erfüllen Aufgaben u.a.
  • Nach §56d StGB und §§ 24,25 JGG,
  • Ihr Ziel ist es, Ihnen zu helfen, ein eigenverantwortliches Leben, ohne Straftaten zu führen.
  • Bewährungsaufsicht Ihr Bewährungshelfer bzw.

Ihre Bewährungshelferin muß kontrollieren, ob Sie die vom Gericht auferlegten Auflagen und Weisungen, die Sie auch Ihrem Bewährungsbeschluß entnehmen können, einhalten. Über Ihre Lebensführung sind in regelmäßigen Abständen Berichte zu erstellen. Die Berichte, die Ihr bewährungsaufsichts-führender Richter bekommt, beinhalten, neben den persönlichen Lebensumständen, Informationen über die Einhaltung von Auflagen und Weisungen und Mitteilungen von neuen Straftaten.

Beratung, Unterstützung und praktische Hilfe bei persönlichen und finanziellen Problemen Hilfe bei Problemen im Wohn- und Arbeitsbereich oder auch im Umgang mit Behörden, wie z.B. mit dem Arbeitsamt, Sozialamt, Ausländeramt, Gericht usw. Vermittlung an andere Beratungsstellen bei besonderen Schwierigkeiten, z.B. Drogenberatung, Schuldnerberatung, Familienberatung usw.

Welche Erwartungen werden an Sie gestellt ?

Straffreie Lebensführung Einhaltung von Auflagen und Weisungen Kontakthaltung zum Bewährungshelfer / zur Bewährungshelferin Die Einhaltung der vereinbarten Termine bzw. Benachrichtigung, wenn Sie Termine nicht wahrnehmen können Informationen über Ihre Lebensführung, d.h. alle Veränderungen, die die Bewährung betreffen, wie z.B. Wohnungswechsel, Arbeitsaufnahme, Arbeitsstellenwechsel oder Verlust.

Was können Sie von Ihrem Bewährungshelfer bzw. Ihrer Bewährungshelferin erwarten ?

Die Einhaltung der vereinbarten Termine bzw. Benachrichtigung, wenn die Termine nicht eingehalten werden können Über die Berichte und Schreiben in Ihrer Bewährungssache können Sie sich informieren lassen. Die Wahrung der Schweigepflicht, z.B, gegenüber dem Arbeitgeber oder anderen Stellen.

Aber !!! Ihr Bewährungshelfer bzw. Ihre Bewährungshelferin hat kein Zeugnisverweigerungsrecht, d.h., daß er/sie in einem neuen Strafverfahren auf Aufforderung als Zeuge aussagen muß. Ebenso besteht keine Schweigepflicht gegenüber dem bewährungsaufsichtsführenden Gericht.

wenn Sie eine neue Straftat begehen wenn Sie gerichtliche Auflagen nicht erfüllen wenn Sie keinen Kontakt zu Ihrem Bewährungshelfer oder Ihrer Bewährungshelferin aufnehmen bzw. fortgesetzte Termine nicht einhalten

Neben dem Bewährungswiderruf können noch andere gerichtliche Maßnahmen veranlaßt werden, wie z.B. :

die Verlängerung der Bewährungszeit zusätzliche Auflagen und Weisungen im Jugendverfahren evtl. Beugearrest.

Es besteht aber auch die Möglichkeit, Auflagen und Weisungen unter Umständen aufzuheben oder abzuändern, soweit triftige Gründe vorliegen. Bei außergewöhnlich gutem Verlauf kann die Dauer der Bewährungszeit vom Gericht bis auf das gesetzliche Mindestmaß von zwei Jahren verkürzt werden.

  1. Eine Aufhebung der Bewährungsunterstellung (Beiordnung eines Bewährungshelfers) ist ebenfalls möglich.
  2. Ihre Rechte : Wenn es in der Zusammenarbeit mit Ihrem Bewährungshelfer oder Ihrer Bewährungshelferin zu Konflikten kommt, so sollten Sie zunächst versuchen, diese im persönlichen Gespräch zu klären.

Falls eine Klärung in diesem Rahmen nicht möglich ist, so haben Sie in jedem Fall die Möglichkeit, dieses Problem Ihrem Richter vorzutragen. Grundsätzlich ist auch ein Wechsel des Bewährungshelfers oder der Bewährungshelferin möglich. Einen Antrag für eine gerichtliche Maßnahme, wie z.B.

Wie lange dauert es bis eine Bewährungsstrafe widerrufen wird?

Rechtsanwalt Mathias Klose, Regensburg: Bewährungswiderruf Freiheitsstrafen bis zur Dauer von zwei Jahren können nach § 56 StGB zur Bewährung ausgesetzt werden. Bei der Verurteilung zu Freiheitsstrafe von nicht mehr als einem Jahr setzt das Gericht die Vollstreckung der Strafe zur Bewährung aus, wenn zu erwarten ist, dass der Verurteilte sich schon die Verurteilung zur Warnung dienen lassen und künftig auch ohne die Einwirkung des Strafvollzugs keine Straftaten mehr begehen wird.

  1. Dabei sind namentlich die Persönlichkeit des Verurteilten, sein Vorleben, die Umstände seiner Tat, sein Verhalten nach der Tat, seine Lebensverhältnisse und die Wirkungen zu berücksichtigen, die von der Aussetzung für ihn zu erwarten sind (§ 56 Abs.1 S.1,2 StGB).
  2. Das Gericht kann unter den Voraussetzungen des § 56 Abs.1 StGB auch die Vollstreckung einer höheren Freiheitsstrafe, die zwei Jahre nicht übersteigt, zur Bewährung aussetzen, wenn nach der Gesamtwürdigung von Tat und Persönlichkeit des Verurteilten besondere Umstände vorliegen.

Bei der Entscheidung ist namentlich auch das Bemühen des Verurteilten, den durch die Tat verursachten Schaden wiedergutzumachen, zu berücksichtigen (§ 56 Abs.2 S.1,2 StGB). Die Bewährungszeit beträgt zwei bis fünf Jahre (§ 56a Abs.1 S.2 StGB). Widerruft das Gericht die Strafaussetzung nicht, so erlässt es die Strafe nach Ablauf der Bewährungszeit (§ 56g Abs.1 S.1 StGB).

See also:  Wer Zahlt Grundsteuer Bei Nießbrauch?

in der Bewährungszeit eine Straftat begeht und dadurch zeigt, dass die Erwartung, die der Strafaussetzung zugrunde lag, sich nicht erfüllt hat, gegen Weisungen gröblich oder beharrlich verstößt oder sich der Aufsicht und Leitung des Bewährungshelfers beharrlich entzieht und dadurch Anlass zu der Besorgnis gibt, dass er erneut Straftaten begehen wird, oder gegen Auflagen gröblich oder beharrlich verstößt.

Als Bewährungsweisungen, die an die Lebensführung des Verurteilten keine unzumutbaren Anforderungen stellen dürfen, kommen beispielsweise die Anweisungen in Betracht, Anordnungen zu befolgen, die sich auf Aufenthalt, Ausbildung, Arbeit oder Freizeit oder auf die Ordnung seiner wirtschaftlichen Verhältnisse beziehen oder sich zu bestimmten Zeiten bei Gericht oder einer anderen Stelle zu melden.

Auch die Weisung, sich des Genusses von Alkohol oder Betäubungsmitteln zu enthalten, ist zulässig, wenn der Verurteilte den Alkohol- bzw. Betäubungsmittelkonsum steuern kann. Möglich ist weiterhin z.B. die Verhängung eines Tierhaltungs- oder -betreuungsverbots, die Weisung an Verkehrsunterricht teilzunehmen, die Weisung Schulden nach einem Tilgungsplan abzubauen oder die Weisung eine Arbeitsstelle bzw.

einen Ausbildungsplatz anzunehmen.Als Bewährungsauflagen, die ebenfalls keine unzumutbaren Anforderungen haben dürfen, kommen etwa in Betracht, nach Kräften den durch die Tat verursachten Schaden wiedergutzumachen, einen Geldbetrag zugunsten einer gemeinnützigen Einrichtung zu zahlen, gemeinnützige Leistungen zu erbringen oder einen Geldbetrag zugunsten der Staatskasse zu zahlen.Ein gröblicher Verstoß ist ein schuldhafter und objektiv schwerwiegender Verstoß gegen eine zulässige Weisung oder Auflage.

Ein beharrlicher Verstoß muss kein schwerwiegender Verstoß sein, sondern ein wiederholter Verstoß in ablehnender Haltung gegenüber der betroffenen Auflage oder Weisung.Im Falle des Widerrufs der Aussetzung der verhängten Strafe zur Bewährung wegen einer neuen Straftat währen der Bewährungszeit, muss diese zur Überzeugung des Widerrufsgerichts feststehen.

Wird ein neues Strafverfahren nach §§ 153, 153a StPO eingestellt, so gilt die Unschuldsvermutung weiter, ein Widerruf der Bewährung ist regelmäßig ausgeschlossen. Nicht ausgeschlossen ist der Widerruf hingegen in Fällen, in denen es wegen einer neuen Straftat zu einer weiteren Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe kommt.

Wird die weitere (vorsätzliche) Straftat erst nach Ablauf der Bewährungszeit bzw. nach Straferlass bekannt, kann das Gericht den Straferlaß nochmals widerrufen, zu einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten verurteilt wurde; der Widerruf ist dann nur innerhalb von einem Jahr nach Ablauf der Bewährungszeit und von sechs Monaten nach Rechtskraft der Verurteilung zulässig.Das Gericht sieht jedoch zwingend vom Widerruf der Bewährung ab, wenn es ausreicht, weitere Auflagen oder Weisungen zu erteilen, insbesondere die verurteilte Person einem Bewährungshelfer zu unterstellen, oder die Bewährungs- oder Unterstellungszeit zu verlängern (§ 56f Abs.2 S.1 StGB).Kommt es zu einem Bewährungswiderruf, ist gegen den Widerrufsbeschluss (§ 453 Abs.1 StPO) das Rechtsmittel der sofortigen Beschwerde gegeben.

Die sofortige Beschwerde ist innerhalb einer Woche ab Bekanntgabe der Widerrufsentscheidung einzulegen (§ 311 Abs.2 StPO). Bleibt die sofortige Beschwerde erfolglos, kann aufgrund des stattfindenden Grundrechtseingriffs durch den Strafvollzug noch Verfassungsbeschwerde erhoben werden.

Wie oft muss man sich bei seinem Bewährungshelfer melden?

Wie oft muss man zum Bewährungshelfer? – Es gibt keine starren Vorgaben wie oft man zum Bewährungshelfer muss. Dies hängt vom Einzelfall ab. Die Höhe der verhängten Strafe und vor allem die Art der Auflage und Weisung sind maßgeblich. Nachdem das Gericht die Bewährungsstrafe ausgesprochen und einem einen Bewährungshelfer beigeordnet hat, muss das Urteil erst einmal rechtskräftig werden.

Wenn dies der Fall ist, erhält der Bewährungshelfer vom Gericht u.a. Informationen dazu, dass er zum Bewährungshelfer beigeordnet, wie das Urteil lautet und vor allem welche Auflagen und Weisungen der Verurteilte erhalten hat. Daraufhin nimmt der Bewährungshelfer Kontakt mit dem Verurteilten auf und macht einen ersten Termin.

Hier lernen sich der Verurteilte und der Bewährungshelfer kennen; danach wird besprochen, wie und wo die Auflagen zu erfüllt werden sollen/müssen. Wenn der Verurteilte die Auflagen und Weisungen unproblematisch erfüllt und die Termine ordnungsgemäß und fristgerecht einhält, sieht er den Bewährungshelfer eher selten.

Wie kann ich erfahren ob gegen mich ermittelt wird?

Wird/wurde gegen mich ermittelt? AW: Wird/wurde gegen mich ermittelt? Sehr geehrter Fragesteller, es besteht keine Pflicht der Staatsanwaltschaft mitzuteilen, ob gegen jemanden ermittelt wird. Wenn begründeter Verdacht besteht, dass eine Anzeige erstattet wurde, kann man eine Anfrage an die Staatsanwaltschaft stellen und um Auskunft bitten.

Ich wünsche Ihnen noch eine schöne Woche.Viele Grüße Alexander Dietrich Rechtsanwalt

: Wird/wurde gegen mich ermittelt?

Wie schlimm ist eine Bewährungsstrafe?

Was bedeutet Bewährung? – Rudolph Rechtsanwälte Viele Verurteilte freuen sich, wenn sie eine Bewährungsstrafe bekommen. Es bedeutet, dass sie ihre Strafe nicht in einer Justizvollzugsanstalt absitzen müssen, sondern in Freiheit leben können. Doch eine Bewährungsstrafe ist kein Freispruch. Es handelt sich vielmehr um eine „ambulante” Strafvollstreckung.

Was passiert nach der Bewährungszeit?

Prüfung von Widerrufsgründen für die Strafaussetzung – Das Strafgericht muss für den Erlass der Strafe prüfen und ermitteln, ob Widerrufsgründe für die Strafaussetzung in der Person des Verurteilten liegen. Diese Widerrufsgründe sind in § 56f Abs.1 StGB benannt: „Das Gericht widerruft die Strafaussetzung, wenn die verurteilte Person 1.) in der Bewährungszeit eine Straftat begeht und dadurch zeigt, dass die Erwartung, die der Strafaussetzung zugrunde lag, sich nicht erfüllt hat, 2.) gegen Weisungen gröblich oder beharrlich verstößt oder sich der Aufsicht und Leitung der Bewährungshelferin oder des Bewährungshelfers beharrlich entzieht und dadurch Anlass zu der Besorgnis gibt, dass sie erneut Straftaten begehen wird, oder 3.) gegen Auflagen gröblich oder beharrlich verstößt.” Gelangt das Strafgericht zu der Feststellung, dass solche Widerrufsgründe fehlen, muss der Straferlass erfolgen. Wer Erfährt Von Bewährungsstrafe Die Strafe wird nicht erlassen, wenn sich der Straftäter z.B. beharrlich der Aufsicht des Bewährungshelfers entzieht. Allerdings ist ein Widerruf des Straferlasses möglich, wenn auch nur in einem engen zeitlichen Rahmen. Er kommt aber erst in Betracht, nachdem der Straferlass in Rechtskraft erwachsen ist. Die Voraussetzungen hierfür sind in § 56g Abs.2 StGB geregelt:

Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten wegen einer vorsätzlichen StraftatStraftat muss der Verurteilte während seiner Bewährungszeit begangen habenWiderrufsfrist „von einem Jahre nach Ablauf der Bewährungszeit und von sechs Monaten nach Rechtskraft der Verurteilung”

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Wie hoch ist die höchste Bewährungsstrafe?

Wann kann meine Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt werden? – Das Gericht kann nur Freiheitsstrafen, die nicht mehr als 2 Jahre betragen zur Bewährung aussetzen. Je nach Höhe der Strafe sind unterschiedlich strenge Voraussetzungen zu erfüllen. Immer muss das Gericht davon ausgehen, dass zukünftig keine weiteren Straftaten mehr begangen werden.

Es muss somit bereits die Verurteilung und die Auflagen als Warnung ausreichen. Hier kann ein Rechtsanwalt positiv auf die Prognose einwirken, in dem er zum Beispiel die straffreie Zeit zwischen Tat und Verurteilung aufzeigt oder neue positive Lebensumstände, wie beispielsweise die Aufnahme einer neuen Arbeit, in das Verfahren einbringt.

Ab einer Strafe von sechs Monaten darf ferner die Verteidigung der Rechtsordnung der Aussetzung der Strafe nicht entgegenstehen. Zumeist stellt dieser Punkt aber kein Problem dar. Schwieriger wird es bei Freiheitsstrafstrafen, die länger als ein Jahr betragen.

  1. In diesen Fällen müssen besondere Umstände vorliegen, um eine positive Sozialprognose stellen zu können.
  2. Die Gründe für eine Strafaussetzung zur Bewährung können entweder in der Tat oder der Persönlichkeit des Täters liegen.
  3. Dabei dürfen „besondere Umstände” jedoch nicht dahingehend missverstanden werden, dass es sich um eine Ausnahme handelt.

Wenn das Gericht davon ausgeht, dass zukünftig keine Straftaten mehr von Ihnen begangen werden, so liegen bereits darin zumeist „besondere Umstände” für eine Bewährungsstrafe.

Welche Strafen verjähren nicht?

Verjährung im Strafrecht – Rudolph Rechtsanwälte Ich habe vor zehn Jahren eine wertvolle Uhr gestohlen. Kann ich deswegen heute noch verurteilt werden? Liegt die Begehung einer Straftat schon viele Jahre zurück, macht eine Strafe oft keinen Sinn mehr.

Aus diesem Grund gibt es die sogenannte Verfolgungsverjährung. Nach Ablauf einer bestimmten Frist kann eine Straftat nicht mehr verfolgt werden. Ausgeschlossen von der Verjährung sind besonders schwerwiegende Straftaten wie Mord, Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie Kriegsverbrechen. Tritt Verfolgungsverjährung ein, ist das Verfahren einzustellen und es darf nicht mehr ermittelt werden.

Es darf keine Anklage erhoben werden, es gibt keine Verhandlung vor dem Gericht, eine Strafe darf nicht verhängt werden.

Wie lange steht man im polizeilichen Führungszeugnis?

Weitere Informationen zur Streichung (Tilgung) – Eine Eintragung im Strafregister bleibt bestehen, so lange die Tilgungsfrist einer anderen Eintragung noch nicht abgelaufen ist. Geldbußen sind von dieser Regelung ausgenommen, sie haben keinen Einfluss auf die Tilgungsfrist anderer Eintragungen.

Eintragungen im Strafregister werden nach maximal 20 Jahren getilgt, mit Ausnahme von Freiheitsstrafen, die spätestens 20 Jahre nach Haftentlassung getilgt werden, sowie Zwangsunterbringungen in der Psychiatrie, die spätestens 20 Jahre nach Entlassung getilgt werden (§ 18 und § 17). Gemeldete Straftaten, die kein Urteil nach sich ziehen, werden nicht im Strafregister registriert.

Auch Freisprüche in erster Instanz werden nicht ins Register aufgenommen. Bei einem Freispruch in höherer Instanz wird die Eintragung zum Inkrafttreten des Urteils aus dem Strafregister getilgt. Die Bestimmungen zur Tilgung bzw. Streichung aus dem Strafregister sind im Strafregistergesetz (Lag om belastningsregister) enthalten.

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Wann beginnt die Verfolgungsverjährung?

Wann beginnt die Verfolgungsverjährung? – Gem. § 78a StGB beginnt die die Verjährung, sobald die Tat beendet ist. Tritt ein zum Tatbestand gehörender Erfolg erst später ein, so beginnt die Verjährung zu diesem Zeitpunkt. Interessant und zugleich problematisch kann der Beginn der Verfolgungsverjährung zum Beispiel beim Besitz von Waffen oder Drogen sein.

  • Der Besitz von Drogen (Verstoß gegen das BtMG) oder der Besitz von Waffen (Verstoß gegen WaffG) ist ein Dauerdelikt.
  • Solange man die Drogen oder Waffen im Besitz hat, beginnt die Verjährung nicht zu laufen.
  • Das gleiche gilt beim Besitz von kinderpornografischen Schriften gem.
  • § 184b StGB.
  • Da der Besitz von verbotenen Gegenständen wie z.B.

Waffen, Drogen oder kinderpornografischen Schriften einen Besitzwillen voraussetzt, kann eine Bestrafung trotzdem nicht erfolgen, wenn man vergessen hat, die Gegenstände zu besitzen.

Wer kann mein Strafregister einsehen?

In Zukunft noch mehr Einsicht für Ämter? – Der Umgang mit dem Strafregister wird bald einige gewichtige Neuerungen erfahren; im Juni hat der Bundesrat eine entsprechende Gesetzesrevision eingeleitet. Insbesondere sollen künftig mehr Behörden Zugang zum Strafregister bekommen, so etwa kantonale Polizeistellen oder jene Stellen, die für die Zulassung von Sicherheitsfirmen zuständig sind.

  1. Um trotz dieser Öffnung zu gewährleisten, dass die Behörden nur Daten sehen, die sie für ihre Aufgaben wirklich benötigen, wird es neu vier verschiedene Arten von Strafregisterauszügen geben.
  2. Dabei bleibt die bisherige Unterscheidung zwischen Auszügen für Private und solchen für Behörden bestehen.
  3. Zusätzlich wird nun aber auch nach Behörde differenziert: Das Strafgericht etwa benötigt andere Daten als die Steuerbehörde.

Zudem soll der Datenschutz für Bürger gestärkt werden: Künftig hat jede Privatperson das Recht zu erfahren, welche Behörde etwas über sie wissen wollte. So weit der Blick in die Zukunft – im Beobachter-Beratungszentrum sind Erkundigungen rund ums Strafregister an der Tagesordnung.

  • Die zehn wichtigsten Fragen und Antworten dazu: 1.
  • Was ist der Zweck des Strafregisters? Es unterstützt Behörden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben.
  • Es wird etwa bei Strafverfahren, bei Erteilung und Entzug von Lernfahr- und Führerausweisen oder bei Einbürgerungen beigezogen.
  • Ein Beispiel: Wie hoch die Strafe für ein Delikt ist, hängt auch von allfälligen Vorstrafen ab – entsprechende Informationen entnimmt der Richter dem Strafregister.2.

Wer wird im Strafregister eingetragen? Personen, die in der Schweiz verurteilt worden sind. Aber auch im Ausland ver­urteilte Schweizer Bürger.3. Welche Delikte werden im Strafregister vermerkt? Verbrechen (Delikte mit einer Strafdrohung von mehr als drei Jahren) und Ver­gehen (Strafdrohung bis zu drei Jahren oder Geldstrafe) – sofern eine Strafe oder Massnahme ausgesprochen worden ist.

Auch Übertretungen (mit Busse sanktionierte Delikte) werden eingetragen, aber nur, wenn die Busse mehr als 5000 Franken beträgt oder gemeinnützige Arbeit von 180 Tagen verordnet wurde.4. Wer hat Einsicht ins Strafregister? In erster Linie Strafjustiz-, Einbürgerungs- und Migrationsbehörden sowie Strassenverkehrsämter.

Alle anderen, also auch Privatpersonen wie Vermieter oder Arbeit­geber, haben kein Einsichtsrecht. Vielmehr müssen sie Betroffene auffordern, ihnen einen «Strafregisterauszug für Privatpersonen» zu besorgen. Dieser ist weniger detailliert als jener für Behörden; Übertretungen etwa werden nur eingetragen, falls ein Berufsverbot verhängt wurde.5.

  1. Wofür wird ein Strafregisterauszug überhaupt benötigt? Zum Beispiel bei Bewerbungen um gewisse Stellen, zum Erlangen eines Waffenscheins oder bei Einbürgerungsgesuchen.6.
  2. Wie komme ich zu meinem eigenen Strafregisterauszug? Man kann den Auszug grundsätzlich nur für sich selber verlangen – gegen 20 Franken, Ausweiskopie und Unterschrift.

Bestellungen sind am Postschalter oder auf der Website des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements möglich.7. Wie lange bleibt ein Eintrag im Strafregister? Das hängt von der Strafdauer ab.20 Jahre bleibt der Eintrag bei einer Freiheitsstrafe von mehr als fünf Jahren, 15 Jahre bei einer solchen zwischen einem und fünf Jahren.

  1. Bei Freiheitsstrafen unter einem Jahr bleibt er zehn Jahre bestehen; ebenso bei Urteilen, die eine bedingte Freiheitsstrafe, eine Geldstrafe, Busse oder gemeinnützige Arbeit als Hauptstrafe enthalten.
  2. Beim Strafregisterauszug für Private werden die Einträge schon früher gelöscht – nach Ablauf von zwei Dritteln der massgebenden Strafdauer.

Ebenso ein Urteil, das eine bedingte oder teilbedingte Strafe enthält – wenn der Verurteilte sich bis zum Ablauf der Probezeit bewährt hat.8. Können auch Minderjährige einen Eintrag im Strafregister bekommen? Ja. Eingetragen werden Verurteilungen zu Freiheitsentzug, Unterbringung in eine geschlossene Einrichtung oder ambulante Behandlung.

Bemerkenswerterweise spielt hier das Strafmass keine Rolle. Eingetragen wird schon eine Verurteilung zu einem Tag bedingtem Freiheitsentzug mit Vollzug. In den Auszügen für Private wird das aber nur sichtbar, wenn Verurteilte als Erwachsene zusätzliche Einträge erhalten. Bei einem Auszug etwa für die Staatsanwaltschaft aber ist das Delikt nach wie vor ersichtlich.9.

Gibts für zu schnelles Fahren oder Fahren in angetrunkenem Zustand einen Eintrag im Strafregister? Im Strafregister sind nur schwere Strassenverkehrsdelikte ersichtlich. Zum Beispiel Geschwindigkeitsüberschreitungen ab 25 Kilometer pro Stunde innerorts, 30 ausserorts und 35 auf der Autobahn.

  1. Auch Fahren in angetrunkenem Zustand mit 0,8 Promille und darüber zählt dazu.10.
  2. Dürfen Arbeitgeber einen Strafregisterauszug verlangen? Das kommt auf die Art der Stelle an.
  3. Bei einer Bewerbung als Gärtner oder Journalist ginge das zu weit.
  4. Anders sieht es wohl aus, wenn es um eine Kaderfunktion oder um einen Job im Sicherheits­bereich geht.

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Wird Arbeitgeber über Vorstrafe informiert?

Mitteilung an den Arbeitgeber über ein Strafverfahren – Staatsanwaltschaften und Gerichte sind verpflichtet, den Arbeitgeber eines Beschuldigten über das Strafverfahren zu informieren, wenn diese Information für arbeitsrechtliche Maßnahmen des Arbeitgebers, wie z.B.

  • Eine Kündigung, erforderlich ist.
  • Dies setzt im Wesentlichen zwei Dinge voraus: Erstens muss der Tatvorwurf für die berufliche Tätigkeit relevant sein.
  • Es muss sich um eine Verletzung von Berufsausübungspflichten handeln, oder es müssen sich aufgrund des Tatvorwurfs Zweifel an der Eignung, Zuverlässigkeit oder Befähigung des Betroffenen für seine berufliche Tätigkeit ergeben.

Zweitens darf eine Übermittlung erst erfolgen, wenn die Ermittlungen so weit vorangeschritten sind, dass von einem gefestigten Tatverdacht ausgegangen werden kann. Dies ist z.B. der Fall, wenn die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben hat. In einem Fall hat sich ein Arbeitnehmer an uns gewandt, weil er der Meinung war, der Staatsanwalt hätte seinen Arbeitgeber nicht über das gegen ihn geführte Strafverfahren informieren dürfen.

Nach Prüfung dieser Übermittlung haben wir die Auffassung des Arbeitnehmers bestätigt und gegenüber der Staatsanwaltschaft eine Beanstandung nach dem Landesdatenschutzgesetz (in der Fassung, die bis zum 24. Mai 2018 galt) ausgesprochen. Die Besonderheit in diesem Fall lag darin, dass gegen den Arbeitnehmer zwei Strafverfahren geführt wurden.

In dem ersten Verfahren ging es um den eigentlichen Vorwurf. Das zweite Verfahren wurde wegen des Verdachts der falschen Verdächtigung eingeleitet, weil der Arbeitnehmer in dem Ausgangsverfahren Beschwerde eingelegt und darin aus Sicht der Staatsanwaltschaft wahrheitswidrige Behauptungen aufgestellt hatte.

  1. Der eigentliche Vorwurf, der mit dem ersten Strafverfahren verfolgt wurde, war zwar möglicherweise relevant für die Berufsausübung des Beschwerdeführers.
  2. In diesem Verfahren war jedoch keine Information an den Arbeitgeber erfolgt, vielleicht weil die Ermittlungen noch nicht weit genug vorangeschritten waren.

Dagegen war im zweiten Strafverfahren eine Übermittlung vorgenommen worden. Dies war vom Stand des Ermittlungsverfahrens aus betrachtet zwar zulässig. Es fehlte hier jedoch die Relevanz des Strafverfahrens für die Berufsausübung des Arbeitnehmers. Die Staatsanwaltschaft konnte nicht begründen, warum der Verdacht einer falschen Verdächtigung für die Ausübung des Berufs erheblich war.

Wie lange bleibt eine Vorstrafe im Register?

Weitere Informationen zur Streichung (Tilgung) – Eine Eintragung im Strafregister bleibt bestehen, so lange die Tilgungsfrist einer anderen Eintragung noch nicht abgelaufen ist. Geldbußen sind von dieser Regelung ausgenommen, sie haben keinen Einfluss auf die Tilgungsfrist anderer Eintragungen.

  • Eintragungen im Strafregister werden nach maximal 20 Jahren getilgt, mit Ausnahme von Freiheitsstrafen, die spätestens 20 Jahre nach Haftentlassung getilgt werden, sowie Zwangsunterbringungen in der Psychiatrie, die spätestens 20 Jahre nach Entlassung getilgt werden (§ 18 und § 17).
  • Gemeldete Straftaten, die kein Urteil nach sich ziehen, werden nicht im Strafregister registriert.

Auch Freisprüche in erster Instanz werden nicht ins Register aufgenommen. Bei einem Freispruch in höherer Instanz wird die Eintragung zum Inkrafttreten des Urteils aus dem Strafregister getilgt. Die Bestimmungen zur Tilgung bzw. Streichung aus dem Strafregister sind im Strafregistergesetz (Lag om belastningsregister) enthalten.

Habe ich einen Eintrag im Strafregister?

Der Bundeszentralregisterauszug – Wie erhalten Betroffene Auskunft? – Jeder, der wissen möchte, ob und welche Verurteilungen über sie im Bundeszentralregister eingetragen wurden, haben zwei Möglichkeiten, Bundeszentralregisterauskunft zu verlangen: als Auskunft nach § 42 BZRG oder in Form eines Führungszeugnisses, Eintrag im Bundeszentralregister: Die Auskunft darüber kann über zwei Wege erfolgen.