Was Macht Man In Der Geriatrie?

Was Macht Man In Der Geriatrie
Geriatrie (Altersmedizin) ist die medizinische Spezialdisziplin für ältere Menschen. Sie befasst sich mit den körperlichen, sozialen und geistigen Aspekten in der Versorgung von akuten und chronischen Krankheiten, der (Früh-)Rehabilitation und Prävention alter Patientinnen und Patienten.

Was wird in der Geriatrie alles gemacht?

Was ist Geriatrie? Geriatrische Medizin versorgt Patientinnen und Patienten, die meist älter als 65 Jahre sind und unter alterstypischen Erkrankungen, auch Mehrfacherkrankungen leiden. Die Mehrzahl der Patienten, die von Geriatrischer Medizin profitiert, gehört der Altersgruppe der über 80-Jährigen an.

Diese Patientengruppe weist einen hohen Grad an Gebrechlichkeit und Multimorbidität auf und erfordert einen ganzheitlichen Ansatz. Im Alter können sich Krankheiten mit einem veränderten Erscheinungsbild präsentieren und sind daher häufig schwer zu diagnostizieren. Therapieerfolge treten verzögert ein.

In der Regel besteht zusätzlich ein Bedarf an sozialer Unterstützung. Geriatrie umfasst daher nicht nur organorientierte Medizin, sondern bietet zusätzlich die Behandlung im interdisziplinären Team, welche den funktionellen Status und die Lebensqualität des älteren Patienten verbessert und seine Autonomie fördert.

Die Geriatrie ist damit die medizinische Spezialdisziplin, die sich mit den körperlichen, geistigen, funktionalen und sozialen Aspekten in der Versorgung von akuten und chronischen Krankheiten, der Rehabilitation einschließlich Frührehabilitation und Prävention alter Patientinnen und Patienten sowie deren spezieller Situation am Lebensende befasst.

: Was ist Geriatrie?

Wie lange kann man in der Geriatrie bleiben?

Häufige Fragen zur geriatrischen Rehabilitation – Ja. Patienten müssen im Allgemeinen mindestens zwei geriatrische Krankheiten haben (bei hochbetagten Menschen reicht auch eine schwere Erkrankung), in der Regel das 70. Lebensjahr vollendet haben und eine gute Prognose,

Das bedeutet, dass die Aussicht besteht, durch eine Reha-Maßnahme in der Klinik Selbstständigkeit zurückzugewinnen. Eine weitere Voraussetzung ist die Rehabilitationsfähigkeit, das heißt, dass der Patient aktiv mitarbeiten kann. Eine Liste mit Kliniken, die nach IQMP zertifiziert sind, findet man auf der,

Generell wird empfohlen, eine geriatrische Rehamaßnahme wohnortnah durchzuführen, um auch Angehörige bzw. das soziale Umfeld einbinden zu können. Eine flächendeckende deutschlandweite Versorgung gibt es bis dato leider noch nicht. Die Dauer einer stationären geriatrischen Rehabilitation beträgt 3 Wochen, die einer ambulanten Maßnahme 20 Tage,

Die Dauer einer stationären oder ambulanten Reha kann bei medizinischer Notwendigkeit verlängert werden. Eine Sonderform ist die mobile Rehabilitation, bei der ein Team den geriatrischen Patienten bzw. die Patientin zu Hause behandelt. Am häufigsten wird eine rehabilitative Maßnahme allerdings stationär in einer Geriatrie-Klinik durchgeführt.

Seit 2007 gibt es einen Rechtsanspruch auf eine geriatrische Rehamaßnahme, Die Kosten dafür werden von den Krankenkassen getragen. Da eine solche Reha recht kostenintensiv ist, wurden Reha-Anträge früher manchmal abgelehnt oder die hochbetagten Patienten in eine weniger teure indikationsspezifische Reha umgeleitet.

  1. Seit 23. Oktober 2020 gilt jedoch das Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz, das eine Bewilligung von geriatrischen Rehabilitationen ohne Prüfung durch die Krankenkasse ermöglicht.
  2. Daher sollten Anträge nun schneller bewilligt werden können.
  3. In der Regel alle drei Jahre, es sei denn, dass früher eine medizinische Notwendigkeit auftritt.

: Geriatrische Reha – Voraussetzungen, Therapien, Klinik, FAQ

Wann ist ein Patient geriatrisch?

Wer ist ein geriatrischer Patient? – Geriatrische Patienten sind definiert

durch geriatrietypische Multimorbidität (gleichzeitiges Bestehen mehrerer behandlungsbedürftiger Erkrankungen) und höheres Lebensalter (überwiegend 70 Jahre oder älter). Die geriatrietypische Multimorbidität ist hierbei vorrangig vor dem kalendarischen Alter zu sehen.oder durch Alter 80+ auf Grund der alterstypisch erhöhten Vulnerabilität, z.B. wegen

des Auftretens von Komplikationen und Folgeerkrankungen,der Gefahr der Chronifizierung sowiedes erhöhten Risikos eines Verlustes der Autonomie mit Verschlechterung des Selbsthilfestatus

Patienten, die älter als 80 Jahre und akut krankenhausbehandlungsbedürftig sind, sind nicht generell geriatrische Patienten. Bei Bedarf könnte für diese Patienten ein geriatrisches Konsil jedoch angezeigt sein.

Ist Geriatrie ein Krankenhaus?

Wie finde ich einen Geriater in meiner Nähe? – Die Geriatrie verfügt nach der Kardiologie mittlerweile über die zweitgrößte Anzahl von spezialisierten internistischen Betten in deutschen Krankenhäusern. Die Geriater sind in die Bereitschaftsdienste der jeweiligen Kliniken und, wenn vorhanden, auch in die internistische Notaufnahme integriert.

Was ist der Unterschied zwischen palliativ und Geriatrie?

Der Schwerpunkt von Palli- ative Care liegt in dieser letzten Le- bensphase, in der die Kuration der Krankheit kein Ziel mehr sein kann. Die Geriatrie betreut vor allem hoch- altrige Menschen, welche multimorbid sind.

Was folgt nach der Geriatrie?

Rehabilitation: Was eine geriatrische Reha bringt Eine Reha ist nicht nur bei gebrochenen Knochen sinnvoll: Älteren Menschen kann sie helfen, im Alltag wieder selbstständiger zu werden. Einen Therapieplatz zu bekommen, ist oft schwierig. Und nicht jeder Arzt darf Patienten überweisen.

  • Alte und pflegebedürftige Menschen sind im klassischen Sinne nicht rehabilitationsfähig.
  • Das heißt: Sie können nicht ausreichend daran mitwirken, nach einer Erkrankung wieder ins gesellschaftliche oder berufliche Leben eingegliedert zu werden.
  • Bei der geriatrischen Rehabilitation (Reha) gelten andere Maßstäbe.

Die Patienten sollen besonders solche Fähigkeiten trainieren, die ihnen helfen, im Alltag wieder besser klar zu kommen. Die wichtigsten Fragen dazu im Überblick:

Was ist das Besondere an der geriatrischen Reha?

Die geriatrische Reha ist eine Sonderform der medizinischen Reha. Bei letzterer steht in der Regel eine Krankheit im Vordergrund: Nach einem Schlaganfall bekommen Patienten zum Beispiel eine neurologische Reha verschrieben, nach dem Einsetzen einer künstlichen Hüfte eine orthopädische.

  • Viele ältere Menschen leiden aber an mehreren Krankheiten gleichzeitig.
  • Bei einer geriatrischen Rehabilitation steht keine Indikation im Vordergrund.
  • Es wird der Gesamtzustand des Patienten berücksichtig.
  • Ein weiterer Unterschied ist, dass eine geriatrische Reha auch pflegebedürftigen Menschen offen steht, erklärt Manfred Gogol, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie in Berlin.

Eine herkömmliche medizinische Reha setze voraus, dass der Patient weitgehend selbstständig ist.

Wie läuft die geriatrische Reha ab?

Zum Anfang verschaffen Untersuchungen einen Überblick über die Beschwerden. Die Ärzte prüfen zum Beispiel, wie gut sich der Patient selbst versorgen kann, ob er Probleme beim Erinnern hat oder unter starken Stimmungsschwankungen leidet. Auf Basis dieser Informationen wird der Therapieplan erstellt.

An wen richtet sich die geriatrische Reha?

Die Patienten müssen bestimmte Kriterien erfüllen: Ein höheres Lebensalter – als Richtlinie gilt 70 Jahre und älter – und geriatrietypische Multimorbidität sind Voraussetzungen. Der Patient muss an mehreren Krankheiten leiden und typische Altersbeschwerden haben, etwa gehbehindert und wenig körperlich belastbar sein oder viele verschiedene Medikamente benötigen.

Was ist das Ziel der geriatrischen Reha?

Eine geriatrische Reha soll Behinderung oder Pflegebedürftigkeit abwenden oder beseitigen, Verschlimmerungen verhindern und mögliche Folgen mildern. Die Selbstständigkeit und Lebensqualität soll erhalten werden, so dass ein Patient nach der Reha z.B. wieder in der Lage ist, sich ohne Hilfe zu waschen und anzuziehen.

Wie bekommen Patienten an einen Therapieplatz?

Die geriatrische Reha folgt häufig auf eine Krankenhausbehandlung. Diese Anschlussheilbehandlung wird üblicherweise vom Krankenhaussozialdienst beantragt. Komplizierter wird es, wenn sich Patienten an ihren Hausarzt wenden: Nur Ärzte mit einer Zusatzausbildung dürfen eine Reha verordnen.

Das Bewilligungsverfahren

Der Reha-Antrag wird vom Kostenträger – in der Regel ist das die Krankenkasse – geprüft. Stimmt er zu, bekommt der Patient einen Bescheid, in dem die Dauer der Reha und eine Klinik genannt werden. Die geriatrische Reha findet selten ambulant statt. Meistens werden die Patienten in geriatrischen Abteilungen von Krankenhäusern oder in spezialisierten Einrichtungen behandelt.

  1. Wer in eine bestimmte Klinik möchte, sollte das bereits im Antrag festhalten.
  2. Die Krankenkassen müssen dem Wunsch aber nicht entsprechen.
  3. Geriatrische Patienten werden meist möglichst nah am Wohnort behandelt, da sie auch nach der Reha Unterstützung benötigen.
  4. Die Nähe der Angehörigen und deren Einbindung in die Behandlung wirken positiv.Eine stationäre Reha dauert üblicherweise 21 Tage, sie wird jedoch von den Kostenträgern ggf.

auf 14 Tage verkürzt. dpa : Rehabilitation: Was eine geriatrische Reha bringt

Was kostet ein Tag in der Geriatrie?

Geriatrische Reha: Dauer und Kosten – Grundsätzlich haben Patienten einen gesetzlichen Anspruch auf eine dreiwöchige geriatrische Rehabilitation. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die Reha. Mit Zustimmung der Krankenkasse kann die Reha sogar verlängert werden.

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Was versteht man unter geriatrischen Reha?

Reha & Vorsorge Rehabilitation Leistungen der medizinischen Rehabilitation Geriatrische Rehabilitation

Geriatrische Rehabilitation ist eine spezialisierte Rehabilitation für ältere Patienten. Ziel der geriatrischen Rehabilitation ist es, die individuelle Selbstständigkeit der Betroffenen wiederherzustellen und eine Pflegebedürftigkeit zu vermeiden.

Was ist eine akutgeriatrie?

Akutgeriatrie – Erkrankungen, Diagnostik, Klinik, FAQ Als Akutgeriatrie bezeichnet man die umfassende medizinische und pflegerische Versorgung von älteren und sehr alten Menschen mit plötzlich auftretenden Erkrankungen oder Verletzungen. Die Patienten werden von einem multiprofessionellen Team stationär behandelt und betreut.

Kann man mehrere Krankheiten gleichzeitig haben?

Multimorbidität: Gleichzeitiges Bestehen mehrerer Krankheiten – Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an einer chronischen Erkrankung zu leiden, wie etwa Diabetes, Hypertonie, Arteriosklerose, Arthrose, Herzinsuffizienz oder Osteoporose. Treten mehrere Erkrankungen gleichzeitig auf, spricht man von Multimorbidität.

Was ist der Unterschied zwischen Geriatrie und Gerontopsychiatrie?

Startseite Branchenbuch 2 Fachinformationen 2.02 Altern, Altenhilfe, Pflege Geriatrie und Gerontologie

24 Datensätze Seite zurück 1 2 weiter Unter Geriatrie versteht man die Altersheilkunde, also die Beschäftigung mit den Krankheiten des alternden Menschen. Die Gerontologie ist die Altersforschung. Sie beschäftigt sich unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren mit dem Alterungsprozess.

Verwandte Rubriken siehe rechte Spalte. Ärztliche Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Geriatrie in Bayern e.V. Zweck der Arbeitsgemeinschaft ist die Förderung und Koordination von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Geriatrie in Bayern. Details & Kontakt Berliner Altersstudie BASE Die Berliner Altersstudie II (BASE II) ist eine Fortführung und Erweiterung der Berliner Altersstudie (BASE).

Ziel der neuen Studie mit mehr als 2.200 Teilnehmern verschiedenen Alters ist es, die Analyse der geistigen Entwicklung im Lebensverlauf durch sozio-ökonomische und biologische Faktoren wie Lebensumstände, Gesundheitszustand und genetische Voraussetzungen zu ergänzen.

  1. Details & Kontakt Bundesverband Geriatrie Der Bundesverband ist die zentrale verbandspolitische Vertretung der auf die geriatrische Versorgung spezialisierten Einrichtungen und Fachabteilungen in Deutschland.
  2. Details & Kontakt Deutsche Gesellschaft für Geriatrie e.V.
  3. Die Fachgesellschaft befasst sich mit der Medizin der späten Lebensphase.

Details & Kontakt Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie e.V. Details & Kontakt Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie e.V. (DGGPP) Details & Kontakt Deutsches Zentrum für Altersfragen e.V. – DZA Das DZA ist ein unabhängiges wissenschaftliches Institut, das der gerontologischen Forschung und der Dokumentation wissenschaftlicher Erkenntnisse im Bereich der sozialen Gerontologie gewidmet ist.

  1. Es betreibt die Literaturdatenbank GeroLit.
  2. Details & Kontakt dvgg – Dachverband der Gerontologischen und Geriatrischen Wissenschaftlichen Gesellschafte n Deutschlands e.V.
  3. Details & Kontakt Unser Tipp: DZA GeroStat Statistisches Informationssystem des Deutschen Zentrums für Altersfragen, Berlin – frei zugängliches Gerontologisches Fachinformationssystem mit statistischen Daten und Informationen zum Thema „Alter(n)” Details & Kontakt European Journal of Geriatrics Das wissenschaftliche Organ der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie Details & Kontakt Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V.

– Institut für Gerontologie an der Uni Dortmund Details & Kontakt Forschungsinstitut Geragogik e.V. Das Forschungsinstitut Geragogik (FoGera) existiert seit 2002 und befasst sich mit dem Thema „Lernen und Bildung in alternden Gesellschaften”. Details & Kontakt Geriatrie Journal Fortbildungsmagazin für Ärzte, herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie e.V.

Details & Kontakt Geriatrie News Mitgliederzeitung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie e.V., Erscheinungsweise: viermal jährlich GeroLit Online Literaturdatenbank des Deutschen Zentrums für Altersfragen Institut für Gerontologie (IfG) der Universität Heidelberg Details & Kontakt Institut für Gerontologische Forschung e.V.

Das Team des IGF e.V. forscht rund um das Themenfeld „älter werdende Gesellschaft”. Details & Kontakt Institut für Psychogerontologie der Universität Erlangen-Nürnberg Das Insitut unter der Leitung von Prof. Dr. Frieder R. Lang verfolgt neben der Forschung noch folgende Aktivitäten: Masterstudiengang Gerontologie (M.Sc.), Gedächtniszentrum, Obergutachtenstelle (MPTO) für auffällig gewordene Kraftfahrer.

  • Details & Kontakt Netzwerk AlternsfoRschung (NAR) Im Netzwerk Alternsforschung werden interdisziplinär von Geistes- und Naturwissenschaftlern und Medizinern umfassend die Aspekte des Alterns untersucht, da das Altern den Menschen in seiner Gesamtheit betrifft.
  • Das NAR ist mit seinem ganzheitlichen, systemischen Ansatz und seiner Interdisziplinarität einmalig in Deutschland.

Interdisziplinarität in der für die Alternsforschung notwendigen Breite und Tiefe erfordert neue Wege des Wissenstransfers, der eine Verbindung zwischen den Fächern, aber auch zwischen Theorie und Praxis sicherstellt. Details & Kontakt Österreichische Gesellschaft für Geriatrie und Gerontolgie Die österreichische Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie vertritt die Interessen all jener Hochschulabsolventen, die sich mit Altersforschung und der Betreuung alter Menschen befassen.

Woher kommt der Begriff Geriatrie?

Das Wort Geriatrie kommt aus dem Griechischen (geras = hohes Alter, iatreia = Heilkunde) und bedeutet somit Altersheilkunde. Dieses Spezialgebiet der Medizin befasst sich mit den Erkrankungen und deren Besonderheiten bei älteren Menschen und zwar sowohl bezüglich Diagnostik und Therapie als auch bezüglich Prävention und Rehabilitation.

Geriatrie umfasst immer die Gesamtheit eines Menschen, deshalb werden individuell körperliche, geistige, seelische und soziale Aspekte gleichgewichtig berücksichtigt. Die WHO hat 1989 das Ziel der Geriatrie folgendermaßen definiert: Es muss versucht werden, den Jahren Leben zu geben und nicht dem Leben Jahre! Das heißt, die Lebensqualität hat oberste Priorität.

So ist das Ziel des ganzheitlichen Konzepts – im Rahmen der vorgegebenen Möglichkeiten – Erhalt oder Wiederherstellung eines Höchstmaßes an Gesundheit und Wohlbefinden, geistiger und körperlicher Vitalität, Mobilität und Selbständigkeit. Entsprechend sind die Aufgaben der Geriatrie: Im Bereich der Prävention ist das Ziel, Menschen zu befähigen, selbst dazu beizutragen, gesund und fit alt zu werden.

    Wer arbeitet in der Geriatrie?

    Karriere in der Geriatrie – Medizin von Morgen – Altersmedizin in der GFO Geriatrie ist Teamarbeit: Auf einer geriatrischen Station arbeiten Pfleger, Ärzte, Therapeuten, Schwestern, Sozialarbeiter und Seelsorger Hand in Hand. Während Ärzte eine klare Vorstellung davon haben, wie ihre Karriere verlaufen kann, sind die anderen Karriere-Wege viel weniger bekannt. Quelle Demographie: http://www.cesifo-group.de/de/ifoHome/publications/docbase/details.html?docId=19139482 http://wirtschaftslexikon.gabler.de/media/654/798371293.jpeg Jede Station in einem Krankenhaus wird von jemandem geleitet, der oder die auch selbst auf dieser Station arbeitet – der Stationsleitung. Sie organisiert die Abläufe und ist verantwortlich für die Pflege und ihre Qualität, organisiert die Warenwirtschaft und vor allem: Sie führt die Mitarbeiter der Pflege, erstellt die Einsatzpläne, arbeitet Kollegen ein, fördert und fordert sie. Die Weiterbildung zur Stationsleitung funktioniert bei uns berufsbegleitend. Wir stellen angehende Stationsleiter für ca. eine Woche im Monat frei, damit sie in Blöcken lernen können. In etwa zwei Jahr werden sie so auf die Abschlussprüfung vorbereitet. Eine wichtige Kennzahl für die Bestimmung der Größe eines Krankenhauses ist die Anzahl der Betten. In den kommenden Jahren soll der Gesamtbestand aller Krankenhausbetten um neun Prozent gesenkt werden. Entgegen diesem Trend steigt der Bettenbedarf in der Geriatrie aber um über 13 Prozent.

    In NRW werden so bald insgesamt 5.197 geriatrische Betten vorgesehen sein. Und jedes zusätzliche Bett bedeutet zusätzliche Arbeit für Ärzte, Schwestern, Pfleger und Therapeuten. Die Anzahl geriatrischer Betten steigt damit übrigens ebenso wie der Bevölkerungsanteil der über 65-Jährigen.2025 werden 12,9 Prozent unserer Bevölkerung 65 und älter sein.

    Quelle: Weißbuch Geriatrie, Bundesverband Geriatrie e.V., 2016. : Karriere in der Geriatrie – Medizin von Morgen – Altersmedizin in der GFO

    Was ist eine geriatrische akutklinik?

    In der Geriatrischen Akutabteilung werden Patienten mit einem fortgeschrittenen Lebensalter behandelt. Ziel der Behandlung ist es, dauerhafte Behinderungen, die zu einem Verlust der Selbstständigkeit führen, zu vermeiden. Die Geriatrische Fachklinik Rheinhessen-Nahe bietet auf das hohe Lebensalter ihrer Patienten zugeschnittene Therapien und Leistungen an, die den verschiedenen Dimensionen der Gesundheit, sowohl körperlicher als auch seelischer Natur, Rechnung trägt.

    Wie wird man Geriatrie?

    Geriatrische Reha: Voraussetzungen und Antrag „Meine 75-jährige Mutter ist nach einem Unfall mit einem Bruch des Oberschenkels in der Bewegung eingeschränkt. Sie leidet an Diabetes und einer chronischen Lungenerkrankung, sie trinkt und isst nicht richtig.

    Ich versorge sie. Nun habe ich gehört, dass es die Möglichkeit einer geriatrischen Rehabilitation gibt. Was ist das genau? Kommt das für meine Mutter in Betracht?” Die gesetzliche Krankenkasse bewilligt eine geriatrische Rehabilitation, kurz Reha, wenn folgende Voraussetzungen beim Betroffenen vorliegen: Rehabilitationsbedürftigkeit, -fähigkeit und -prognose.

    Das Mindestalter der Patienten in der geriatrischen Reha beträgt in der Regel 70 Jahre, in Ausnahmefällen kann es aber auch vorkommen, dass der Betroffene erst 60 Jahre alt ist. Der Patient muss zudem seit einem halben Jahr mindestens zwei chronische Erkrankungen mit sogenannter sozialmedizinischer Relevanz haben.

      starke Sehbehinderungen, ausgeprägte Schwerhörigkeit, Depressionen, Schwindel, chronische Schmerzen, Inkontinenz oder Mangelernährung.

    Außerdem muss der Betroffene aufgrund der Multimorbidität den Alltag nicht mehr allein bewältigen können, sodass die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gefährdet ist. Wichtig ist jedoch, dass er trotz der Einschränkungen belastbar genug ist, um an einer Rehabilitation mitzuwirken.

    Die Kasse prüft außerdem, ob die alltagsrelevanten Beeinträchtigungen beseitigt oder bestenfalls durch ein Training vermindert werden können und ob der Betroffene anpassungsfähig ist. Die Rehabilitation umfasst einen mehrdimensionalen Ansatz, der Aspekt der Pflege ist nur ein Teil davon. Das heißt, wenn der Betroffene ausschließlich Unterstützung bei der Pflege benötigt, hat er keinen Anspruch auf eine geriatrische Rehabilitation.

    Dasselbe gilt, wenn er im Krankenhaus behandelt werden muss.

    Welche Patienten kommen auf Palliativ?

    Versorgung von Schwerstkranken und Sterbenden Schwerstkranke Menschen und Sterbende haben Anspruch auf eine spezialisierte palliative Versorgung. Die Palliativmedizin hat das Ziel, die Folgen einer Erkrankung zu lindern (Palliation), wenn keine Aussicht auf Heilung mehr besteht.

    1. Die Palliativversorgung kann zu Hause, im Krankenhaus, im Pflegeheim oder im Hospiz erfolgen – darauf haben Versicherte einen gesetzlichen Anspruch.
    2. Versicherte haben außerdem einen Anspruch auf individuelle Beratung und Unterstützung ihrer Krankenkasse bei der Auswahl und Inanspruchnahme von Leistungen der Palliativ- und Hospizversorgung.

    Dabei sollen sie auch allgemein über Möglichkeiten persönlicher Vorsorge für die letzte Lebensphase, insbesondere zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung, informiert werden.

    Was wird bei der Palliativ gemacht?

    Bitte beachten Sie, dass Texte, die älter als 2 Jahre sind, sich in der Überarbeitung befinden und gegebenenfalls nicht den aktuellen wissenschaftlichen Stand wiedergeben. Auch wenn eine Krankheit nicht mehr heilbar ist, kann durch Palliativmedizin viel für das Wohlbefinden des Patienten getan werden. Quelle: © Barabas Atilla – fotolia.com

    Wann ist ein Patient Palliativ Care?

    Palliative Care – DHPV Wir verwenden auf dieser Website ausschließlich technisch notwendige Cookies. Wir machen dies, damit unsere Website funktioniert und Sie sie komfortabel bedienen können. Wir nutzenden den Inhalt dieser Cookies zu keinem anderen Zweck.

    • Palliativmedizin, palliative Pflege, hospizliche Begleitung – all diese Begrifflichkeiten lassen sich unter dem Oberbegriff Palliative Care zusammenfassen und meinen einzelne Aspekte einer umfassenden Begleitung und Versorgung von Menschen am Lebensende.
    • Die Weltgesundheitsorganisation definiert Palliative Care als den Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten (Erwachsene und Kinder) und ihren Familien, die mit Problemen konfrontiert sind, die mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung einhergehen, und zwar durch Vorbeugen und Lindern von Leiden, durch frühzeitiges Erkennen, Einschätzen und Behandeln von Schmerzen sowie anderer belastender Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art.

    () Medizin, Pflege, psychosoziale Begleitung und spiritueller Beistand – Menschen mit schweren Erkrankungen, bei denen eine Heilung nicht mehr möglich ist, bedürfen einer umfassenden Versorgung, bei der nicht mehr die Heilung und Lebensverlängerung im Vordergrund steht, sondern der bestmögliche Erhalt der Lebensqualität, Nähe, Zuwendung und die Linderung von Schmerzen und anderen Symptomen.

    Um den individuellen Wünschen und Bedürfnissen der Betroffenen Rechnung zu tragen, müssen in jedem Einzelfall die körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Dimensionen gleichermaßen berücksichtigt werden. Das erfordert vernetztes, multiprofessionelles, sektorenübergreifendes Handeln, eine intensive Kommunikation aller an der Betreuung beteiligten Haupt- und Ehrenamtlichen und partnerschaftliche Zusammenarbeit.

    Das lateinische Wort Pallium bedeutet Mantel. In diesem Sinne will die Palliativmedizin Patient*innen umhüllen und Schmerzen sowie andere schwere Symptome lindern. Ursprünglich für Tumorpatienten entwickelt, behandelt die Palliativmedizin Menschen, die an einer nicht heilbaren, weit fortgeschrittenen, die Lebenserwartung begrenzenden Erkrankung leiden.

    • Vor allem betrifft dies Patient*innen mit einer unheilbaren Krebserkrankung, aber auch mit AIDS, verschiedenen Organerkrankungen oder neurologischen Erkrankungen.
    • Palliativmediziner*innen arbeiten immer in einem multidisziplinären Team, zu dem neben Pflegepersonal und Ärzt*innen auch Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen, Seelsorger*innen, Psychotherapeut*innen und Krankengymnast*innen gehören können.

    Palliative Pflege beginnt dann, wenn Krankheitsverläufe und Symptome nicht mehr ursächlich therapiert werden können. Ziel ist es, Schmerzen und andere belastende Symptome wie Übelkeit und Erbrechen, Atemnot, großflächige Wunden, Lymphödeme, Juckreiz oder Unruhe zu lindern.

    • Ziel der palliativen Pflege ist die Erhaltung bzw.
    • Die Wiederherstellung einer erträglichen, symptomfreien bzw.
    • Symptomarmen Lebensqualität, dass die Betroffenen trotz Krankheit am täglichen Leben teilhaben können.
    • Auch die palliative Pflege orientiert sich an den Bedürfnissen der Betroffenen: Was tut der / dem Patient*n gut, was möchte sie / er, was ist für sie / ihn aus pflegerischer Sicht hilfreich und unterstützend? Palliative Pflege integriert psychische und spirituelle Aspekte, steht den Angehörigen und Freunden bei der Verarbeitung seelischer und sozialer Probleme während des Krankheitsverlaufs bis zum Tod der*s Patient*in zur Seite.

    Unter psychosozialer Begleitung versteht man die umfassende emotionale Unterstützung des sterbenden Menschen und seiner An- und Zugehörigen. Die psychosoziale Begleitung gehört zu den Kernkompetenzen der Hospizarbeit und stellt den Schwerpunkt der Arbeit ehrenamtlicher Hospizbegleiter*innen dar.

    • Die für diese Aufgabe qualifizierten Ehrenamtlichen unterstützen dabei, Gefühle und Ängste zu verarbeiten, die in Zusammenhang mit der Erkrankung und dem bevorstehenden Tod auftreten können.
    • Die Hospizbegleiter*innen sind auch da, um praktische Aspekte zu besprechen, zum Beispiel, ob eine Reise möglich ist, bis hin zur Frage, wie man Bestattung und Trauerfeier vorbereitet.

    Sie helfen aber auch dabei, das eigene Leben zu ordnen und sich in Gesprächen schönen wie schlimmen Erinnerungen zu stellen. Um Angehörige zu entlasten, sichern Ehrenamtliche die Anwesenheit beim Sterbenden ab. So ist ein Treffen mit Freund*innen, ein Friseur- oder Theaterbesuch möglich.

    Auch in den letzten Lebensstunden sind ehrenamtliche Hospizbegleiter*innen bei Bedarf für die sterbenden Menschen da und stehen den Angehörigen zur Seite. Der Begriff der Spiritualität ist in der Begleitung Sterbender von großer Bedeutung. Im Angesicht des Todes werden bei allen Beteiligten Gefühle ausgelöst und Denkprozesse angestoßen, die sich sowohl mit der Tatsache der eigenen Vergänglichkeit, als auch mit Fragen der individuellen Glaubensvorstellungen beschäftigen.

    Neben den Jenseitsvorstellungen der großen monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam suchen Menschen auch in anderen Kulturen und Glaubenssystemen, etwa in Hinduismus und Buddhismus, in esoterischen Bewegungen, in Schamanismus und Kulten, Spiritismus usw.

    Trost. Alle bieten geeignete Bewältigungsstrategien im Angesicht des Todes sowie eine Reihe von Übergangsriten an, die den Sterbeprozess begleiten. Hospizbegleitung ist daher nicht konfessionell oder weltanschaulich gebunden, sondern orientiert sich auch bei den spirituellen Bedürfnissen immer am sterbenden Menschen.

    Spiritueller Beistand im hospizlichen Sinn möchte Sterbende so bei den letzten wichtigen Fragen nach dem Sinn des Lebens, des Todes, des Sterbens und nach dem Danach unterstützen, ohne fertige Antworten zu präsentieren. : Palliative Care – DHPV

    Wie lange dauert eine geriatrische Komplexbehandlung?

    Die geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung ist ganzheitlicher therapeutischer Ansatz, um bei akuten Gesundheitsstörungen insbesondere bei internistischen, neurologischen, aber auch bei chirurgischen Erkrankungen des höheren Lebensalters eine Wiederherstellung der größtmöglichen Mobilität und Selbständigkeit erreichen zu können.

    Insbesondere wird Wert auf die Therapie der so genannten geriatrischen Syndrome gelegt, hierzu zählen unter anderem Sturzneigung und Gangstörungen, demenzielle Syndrome, Inkontinenz, Kreislaufstörungen, Schwindelsyndrome, Depression, chronische Schmerzen und allgemeine körperliche Abbauprozesse (Mangelernährung etc.).

    Die Betreuung der Patienten erfolgt durch besonders geschultes Pflegepersonal, das eine so genannte aktivierende Pflege mit Einbeziehung der Teilhabe des Patienten bei Umsetzung der Aktivitäten des täglichen Lebens durchführt. Wesentlicher Baustein der Komplexbehandlung sind tägliche Therapieeinheiten von Physiotherapie und Ergotherapie.

    • Die Schwerpunkte der physiotherapeutischen Behandlung liegen im Training von Kraft, Ausdauer und allgemeiner Belastbarkeit.
    • Es wird die größtmögliche Beweglichkeit, Selbständigkeit und Sicherheit im Alltag wiedererlangt und Pflegebedürftigkeit zu verringern versucht.
    • Von Seiten der Ergotherapie wird Eigenständigkeit in den Bereichen Körperpflege, selbständiges An- und Auskleiden, Essen, Trinken und alltägliche Bewegungsabläufe trainiert.

    Während des stationären Aufenthaltes berät der Sozialdienst über Möglichkeiten der weiteren Hilfestellungen und Versorgungsangebote nach der Entlassung. Wir sind gerne auch bei der Antragstellung und Koordination der Pflegeangebote behilflich. Bindeglied der Therapie sind die Teambesprechungen von Pflege, Physio- und Ergotherapie, Sozialdienst sowie des ärztlichen Dienstes.

    Unter ärztlicher Leitung erfolgt eine weitergehende Diagnostik und Therapieanpassung der akuten und chronischen Erkrankungen unter besonderer Berücksichtigung der Er-krankungen des höheren Lebensalters. Eine geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung erfolgt in mindestens 15-tägigem stationärem Aufenthalt, damit wir mit unserem Team eine auf den Patienten abgestimmte Behandlung durchführen können.

    Wir legen großen Wert darauf, die geistige Frische der Patienten zu erhalten oder zu stabilisieren, auf die derzeitige Lebenssituation von Patienten gezielt einzugehen und damit den Wünschen und Interessen beiderseits motiviert Therapieeinheiten zu gestalten.

    Wie bekomme ich eine Kur als Rentner?

    Reha beantragen als Rentner – Um den Reha-Aufenthalt bewilligt zu bekommen, müssen Sie einen Antrag bei Ihrer Krankenversicherung stellen (hier finden Sie Antragsformulare zum Download ). Sollte bei Ihnen als Rentner ausnahmsweise nicht die Krankenversicherung der zuständige Kostenträger sein, ist dies auch kein Problem.

    Die Versicherung ist ohnehin verpflichtet, innerhalb von zwei Wochen Ihren Antrag an die zuständige Stelle weiterzuleiten. Lassen Sie sich bei der Antragsstellung am besten von Ihrem Arzt unterstützen. Sie benötigen ohnehin ein Gutachten Ihres Arztes, dass nur ein Reha-Aufenthalt Ihr Leiden lindern oder beseitigen kann.

    Sollte es sich um eine Anschlussheilbehandlung handeln, also eine Reha nach einer Operation (im Gegensatz zur sogenannten konservativem Reha), unterstützt sie das operierende Krankenhaus bei der Antragsstellung. Nach Eingang Ihres Reha-Antrags muss Ihre Kasse innerhalb von drei Wochen über die Bewilligung der Leistung entscheiden.

    Es gibt ambulante Therapien, die noch nicht genutzt wurdenSie haben in letzter Zeit (innerhalb der letzten vier Jahre) bereits eine Reha gemachtEs ist zweifelhaft, ob die Reha-Maßnahmen die Heilung tatsächlich fördernEin Krankenhausaufenthalt wird als sinnvoller als eine Reha erachtet

    Wird Ihr Reha-Antrag per Bescheid abgelehnt, haben Sie die Möglichkeit, beim zuständigen Kostenträger innerhalb von 30 Tagen Widerspruch einlegen, Begründen Sie in Ihrem Widerspruch noch einmal, dass alle anderen Maßnahmen zur Wiederherstellung Ihrer Gesundheit gescheitert bzw.

    Was ist eine mobile geriatrische Reha?

    Bei der mobilen geriatrischen Rehabilitation (MoGeRe) kommt ein interdisziplinäres Team zum Patienten, zum Beispiel in die Wohnung oder ins Seniorenheim. Sie wird von MoGeRe-Teams erbracht, mit denen Krankenkassenverbände einen Versorgungsvertrag geschlossen haben.

    Was sind geriatrische Diagnosen?

    Was ist spezialisierte geriatrische Diagnostik? – In der Einschätzung der besonderen Bedürfnisse und bei der Diagnose altersbedingter Erkrankungen helfen bestimmte Testverfahren. Diese so genannten Assessments ermöglichen dem Hausarzt oder dem Geriater altersbedingte Einschränkungen systematisch zu erfassen. Besonderes Augenmerk richten wird dabei auf:

    SelbstversorgungsfähigkeitMobilitätGedächtnisleistungGefühlswahrnehmung und -kontrolleErnährungSchmerzempfindenBefähigung zu Aktivitäten des täglichen Lebens

    Wie lange dauert eine geriatrische Komplexbehandlung?

    Die geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung ist ganzheitlicher therapeutischer Ansatz, um bei akuten Gesundheitsstörungen insbesondere bei internistischen, neurologischen, aber auch bei chirurgischen Erkrankungen des höheren Lebensalters eine Wiederherstellung der größtmöglichen Mobilität und Selbständigkeit erreichen zu können.

    Insbesondere wird Wert auf die Therapie der so genannten geriatrischen Syndrome gelegt, hierzu zählen unter anderem Sturzneigung und Gangstörungen, demenzielle Syndrome, Inkontinenz, Kreislaufstörungen, Schwindelsyndrome, Depression, chronische Schmerzen und allgemeine körperliche Abbauprozesse (Mangelernährung etc.).

    Die Betreuung der Patienten erfolgt durch besonders geschultes Pflegepersonal, das eine so genannte aktivierende Pflege mit Einbeziehung der Teilhabe des Patienten bei Umsetzung der Aktivitäten des täglichen Lebens durchführt. Wesentlicher Baustein der Komplexbehandlung sind tägliche Therapieeinheiten von Physiotherapie und Ergotherapie.

    Die Schwerpunkte der physiotherapeutischen Behandlung liegen im Training von Kraft, Ausdauer und allgemeiner Belastbarkeit. Es wird die größtmögliche Beweglichkeit, Selbständigkeit und Sicherheit im Alltag wiedererlangt und Pflegebedürftigkeit zu verringern versucht. Von Seiten der Ergotherapie wird Eigenständigkeit in den Bereichen Körperpflege, selbständiges An- und Auskleiden, Essen, Trinken und alltägliche Bewegungsabläufe trainiert.

    Während des stationären Aufenthaltes berät der Sozialdienst über Möglichkeiten der weiteren Hilfestellungen und Versorgungsangebote nach der Entlassung. Wir sind gerne auch bei der Antragstellung und Koordination der Pflegeangebote behilflich. Bindeglied der Therapie sind die Teambesprechungen von Pflege, Physio- und Ergotherapie, Sozialdienst sowie des ärztlichen Dienstes.

    1. Unter ärztlicher Leitung erfolgt eine weitergehende Diagnostik und Therapieanpassung der akuten und chronischen Erkrankungen unter besonderer Berücksichtigung der Er-krankungen des höheren Lebensalters.
    2. Eine geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung erfolgt in mindestens 15-tägigem stationärem Aufenthalt, damit wir mit unserem Team eine auf den Patienten abgestimmte Behandlung durchführen können.

    Wir legen großen Wert darauf, die geistige Frische der Patienten zu erhalten oder zu stabilisieren, auf die derzeitige Lebenssituation von Patienten gezielt einzugehen und damit den Wünschen und Interessen beiderseits motiviert Therapieeinheiten zu gestalten.

    Was ist eine geriatrische Komplexbehandlung?

    Geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung Die geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung ist ein spezielles Behandlungsverfahren, bei dem zusätzlich zu den wegen einer Akuterkrankung erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen eines Krankenhauses bereits frühzeitig intensive Rehabilitationsmaßnahmen durchgeführt werden.

    1. Unter Leitung eines Geriaters werden die notwendigen medizinischen und rehabilitativen Maßnahmen von verschiedenen Berufsgruppen durchgeführt.
    2. Die Pflegekräfte führen eine aktivierende Pflege durch, d.h.
    3. Die Patienten werden ermuntert und angeleitet, möglichst viele Tätigkeiten selbst durchzuführen.
    4. Dabei wird besondere Aufmerksamkeit auf die bestehenden Defizite gelegt.

    Liegt zum Beispiel nach einem Schlaganfall eine Halbseitenlähmung vor, wird aktiv versucht insbesondere die erkrankte Seite zu fordern und zu fördern. Dies erfolgt bei allen Alltagstätigkeiten, wie Körperpflege, Essen, Ankleiden usw. Ist die Mobilität eingeschränkt wird in Begleitung zum Beispiel der Gang zur Toilette geübt.

    1. Eine solche aktivierende Pflege ist natürlich zeitaufwändig.
    2. Die Förderung der Aktivität und der Selbstständigkeit eines jeden Menschen stehen im Geriatrischen Zentrum Stuttgart im Vordergrund und sind für das weitere Leben des betroffenen Menschen von großer Bedeutung.
    3. Begleitende Physiotherapie und Ergotherapie Zusätzlich finden bei Erkrankungen gezielte Behandlungen durch verschiedene Therapeuten statt.

    So üben beispielsweise die Mitarbeiter der Physiotherapie mit den Patienten Mobilität und Kraft. Die Ergotherapeuten üben je nach Bedarf Selbsthilfefähigkeit, Geschicklichkeit und auch geistige Tätigkeiten. Die Logopädinnen üben Sprechen und Schluckfähigkeit.

    1. Durch diese Maßnahmen wird auch vermieden, dass die durch bestimmte Erkrankungen bedingte Bettruhe zu einem zusätzlichen Abbau von Leistungsfähigkeit führt.
    2. Vor allem bei älteren Menschen kann das fatal für die weitere Selbstständigkeit sein.
    3. Akut aufgetretene Defizite beheben Das Hauptziel der umfassenden Maßnahmen des geriatrischen Teams ist es, ganz gezielt die akut aufgetretenen Defizite so weit wie medizinisch möglich zu beheben.

    Dadurch wird die Zeit optimal genutzt, die ein erkrankter Mensch ohnehin im Krankenhaus verbringen muss. Die Voraussetzungen für eine spätere Selbstständigkeit sind damit meist deutlich besser, als wenn erst später mit einer Rehabilitation begonnen würde.

    So ermöglicht die geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung einer ganzen Anzahl von Patienten die Entlassung nach Hause. In anderen Fällen wird durch den frühzeitigen Beginn der Rehabilitationsmaßnahmen es überhaupt erst ermöglicht, anschließend weitere rehabilitative Maßnahmen durchführen zu können.

    In wöchentlichen Besprechungen des gesamten Behandlungsteams werden alle relevanten Untersuchungsergebnisse, Entwicklungen und Beobachtungen für jeden Patienten besprochen und das weitere Vorgehen geplant. Behandlung hilft, die Selbständigkeit zu erhalten Insgesamt hilft daher die Durchführung einer frührehabilitativen Komplexbehandlung bei vielen älteren Menschen mit einer Akuterkrankung, ihre Selbstständigkeit zu erhalten und möglichst wieder in der bisherigen Aktivität und Selbstständigkeit leben zu können.

    Was versteht man unter geriatrische Reha?

    Reha & Vorsorge Rehabilitation Leistungen der medizinischen Rehabilitation Geriatrische Rehabilitation

    Geriatrische Rehabilitation ist eine spezialisierte Rehabilitation für ältere Patienten. Ziel der geriatrischen Rehabilitation ist es, die individuelle Selbstständigkeit der Betroffenen wiederherzustellen und eine Pflegebedürftigkeit zu vermeiden.