Was Macht Der Arbeitgeber Mit Der Krankmeldung?

Was Macht Der Arbeitgeber Mit Der Krankmeldung
Was Macht Der Arbeitgeber Mit Der Krankmeldung? –

  • 05.04.2023
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Haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf Bezahlung während der Krankmeldung? – Während der Zeit der Krankmeldung haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Während der ersten sechs Wochen erfolgt dies durch den Arbeitgeber. Anschließend übernimmt die Krankenkasse des Arbeitnehmers und zahlt ein Krankengeld aus, das jedoch maximal 70% des letzten Bruttogehalts beträgt.

Damit die Krankenkasse einspringt, muss der Arbeitnehmer jedoch sechs Wochen lang an derselben Krankheit erkrankt sein – und das durchgehend. Tritt zwischenzeitliche Genesung ein und erkrankt der Arbeitnehmer wieder an derselben Krankheit, so beginnt die Sechs-Wochen-Frist von Neuem. Disclaimer Disclaimer: Wir machen darauf aufmerksam, dass unser Web-Angebot lediglich dem unverbindlichen Informationszweck dient und keine Rechtsberatung im eigentlichen Sinne darstellt.

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Zur Lösung von konkreten Rechtsfällen konsultieren Sie bitte unbedingt einen Rechtsanwalt. : Krankmeldung und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung: Vorgaben, Rechte & Pflichten

Wer bekommt die Krankmeldung beim Arbeitgeber?

Am 1. Januar 2023 ist bei gesetzlich Krankenversicherten der bisherige „gelbe Schein” für die Krankmeldung digital geworden. Arztpraxen melden die Krankmeldung nun direkt an die gesetzlichen Krankenkassen. Arbeitgeber rufen die Krankmeldung elektronisch bei den gesetzlichen Krankenkassen ab. Das Wichtigste in Kürze:

  • Für gesetzlich Krankenversicherte ist die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung seit dem 1. Januar 2023 digital. Die Arztpraxis übermittelt die Krankmeldung elektronisch an die gesetzliche Krankenkasse.
  • Gesetzlich Versicherte müssen sich bei ihren Arbeitgebern, wie gewohnt, krank melden.
  • Bei ärztlicher Krankschreibung rufen Arbeitgeber die Krankmeldung direkt digital bei der Krankenkasse ab.
  • Gesetzlich versicherte Patient:innen erhalten nur einen Papierausdruck für ihre Unterlagen. Die Krankschreibung wird digital.

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Wohin Krankmeldung Arbeitgeber?

Die Krankmeldung erfolgt i.d.R. bei der Personalabteilung oder beim direkten Vorgesetzten. Dies sind die beiden ersten Anlaufstellen. Man muss sich spätestens am vierten Tag beim Arzt eine Krankmeldung ausstellen lassen (so ist es in den meisten Arbeitsverträgen).

Werden Krankmeldungen automatisch an den Arbeitgeber übermittelt?

Auch in Zukunft müssen sich Beschäftigte bei ihrem Arbeitgeber als arbeitsunfähig melden. Seit dem 1. Januar 2023 sind gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer jedoch nicht mehr dazu verpflichtet, ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an den Arbeitgeber weiterzuleiten.

Name der bzw. des BeschäftigtenBeginn und Ende der ArbeitsunfähigkeitDatum der ärztlichen Feststellung der ArbeitsunfähigkeitKennzeichnung als Erst- oder FolgemeldungAngaben zu einem möglichen Unfall (auch Arbeitsunfall) oder zu dessen Folgen

Tipp: Am besten rufen Sie die Daten nicht direkt am Tag der ärztlichen Krankschreibung ab, sondern einen Tag später.

Wird Krankmeldung automatisch an Krankenkasse übermittelt?

Service-Apps und Online-Geschäftsstellen Das BAS hat bereits zahlreiche Projekte der Krankenkassen zur elektronischen Übermittlung von AU-Bescheinigungen mit dem Ziel einer digitalen Krankengeldbewilligung aufsichtsrechtlich bewertet. Nach Erörterung der Thematik auf diversen Aufsichtsbehördentagungen ist die Frage der Zulässigkeit dieser Übermittlungsform inzwischen durch die Änderung der Anlage 2 des Bundesmantelvertrags-Ärzte rechtlich geklärt.

Die elektronische Übermittlung der AU-Bescheinigung vom Versicherten an seine Krankenkasse begegnet keinen rechtlichen Bedenken mehr. Da es im Falle der Arbeitsunfähigkeit oftmals zur Auszahlung von Krankengeld kommt, ist ein Risikomanagement auch hier erforderlich. Einer Bewertung wurden auch Projekte unterzogen, bei denen eine elektronische Übermittlung der AU-Bescheinigung vom Arzt unmittelbar an die Krankenkasse vorgenommen wird.

Hierbei ist anzumerken, dass die im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) enthaltene Norm des § 295 SGB V verpflichtend die elektronische Übermittlung der Arbeitsunfähigkeitsdaten durch die Ärzte an die Krankenkasse vorsieht. Der Termin für den Start der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) war gesetzlich zunächst schon zum 1.

  1. Januar 2021 vorgesehen und wurde aufgrund von Verzögerungen der Technik mehrfach und zuletzt einvernehmlich zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) auf den 1.
  2. Januar 2022 verschoben.
  3. Da die erforderlichen Prozesse und Komponenten für die eAU in allen Arztpraxen flächendeckend erst frühestens Mitte 2022 etabliert werden konnten, hatte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) zur Sicherstellung der Versorgung zunächst in einer Richtlinie festgelegt, dass Krankschreibungen übergangsweise auch noch bis zum 30.
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Juni 2022 in Papierform ausgestellt werden konnten. Seit dem 1. Juli 2022 ist die Übermittlung der AU-Daten an die Krankenkassen nun verpflichtend. Patientinnen und Patienten erhalten zunächst weiterhin für sich und die Arbeitgeberin bzw. den Arbeitgeber einen Papierausdruck.

Eine Krankenkasse hatte das BAS ferner gebeten, ihr Projekt zur elektronischen Anbindung von Arbeitgebern an diesen Prozess zu bewerten. Mangels einer rechtlichen Grundlage hierfür hat das BAS bisher eine Umsetzung dieses Vorhabens nur im Rahmen einer modellhaften Erprobung unter der Voraussetzung einer schriftlichen Ermächtigung des Versicherten toleriert.

Mit dem Bürokratieentlastungsgesetz III hat der Gesetzgeber zudem in § 109 SGB IV die Einführung eines elektronischen Meldeverfahrens geregelt, wonach die Krankenkasse den Arbeitgeber ab dem 1. Januar 2022 auf Abruf elektronisch über Beginn und Dauer der Arbeitsunfähigkeit seines gesetzlich versicherten Arbeitnehmers informiert.

  1. Auch hier wurde der Beginn aufgrund von Verzögerungen der Technik auf den 1.
  2. Januar 2023 verschoben.
  3. Spätestens dann haben die Krankenkassen die AU-Daten digital für die Arbeitgeberin oder den Arbeitgeber zum Abruf bereitzustellen,
  4. Mit dem 7.
  5. SGB IV-Änderungsgesetz wurden auch die von den Krankenhäusern zu meldenden Daten über die Zeiten eines stationären Krankenhausaufenthalts in das Meldeverfahren einbezogen, um so weitere Papierbescheinigungen gegenüber den Arbeitgebern einzusparen (§ 109 Abs.3a SGB IV),

Ergänzend wurde mit dem 7. SGB IV-Änderungsgesetz in § 125 SGB IV bereits mit Wirkung ab 1. Juli 2021 eine Ermächtigungsgrundlage für Pilotprojekte zur Meldung der Arbeitsunfähigkeits- und Vorerkrankungszeiten durch die Krankenkassen an Arbeitgeber in digitaler Form geschaffen.

  • Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass die elektronische Übermittlung der AU-Bescheinigung vom Versicherten an die Krankenkasse zulässig ist.
  • Eine elektronische Übermittlung der AU-Bescheinigung vom Arzt an die Krankenkasse ist ab dem 1.
  • Juli 2022 verpflichtend.
  • Die elektronische Anbindung von Arbeitgebern an den Prozess kann seit dem 1.

Januar 2022 erfolgen. Die Krankenkassen sind ab dem 1. Januar 2023 verpflichtet, die Arbeitgeberin oder den Arbeitgeber auf Abruf elektronisch über Beginn und Dauer der Arbeitsunfähigkeit sowie Zeiten eines stationären Krankenhausaufenthalts seines gesetzlich versicherten Arbeitnehmers zu informieren.

Wem muss ich die Krankmeldung geben?

An wen muss die Krankmeldung gerichtet sein? Die Krankmeldung muss an 'den Arbeitgeber’ gerichtet sein. Das kann je nach Organisationsstruktur des Unternehmens auch die Personalabteilung oder die/der direkte Vorgesetzte sein. Dies gilt allerdings nicht für die ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (§ 5 Abs.

Wie kann der Arbeitgeber die eAU abrufen?

Seit 2023 eAU-Abruf für Arbeitgeber verpflichtend – Arbeitnehmer sind grundsätzlich ab dem vierten Tag ihrer Arbeitsunfähigkeit verpflichtet, dem Arbeitgeber eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen ( § 5 EFZG ). Der Arbeitgeber darf sogar am ersten Tag ein Attest fordern.

  • Gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer informieren ihren Arbeitgeber daher unverzüglich über ihre Arbeitsunfähigkeit und suchen – sofern erforderlich – einen Arzt auf.
  • Seit dem 1.
  • Januar 2023 ist der Abruf von AU-Daten bei den Krankenkassen für Arbeitgeber verpflichtend.
  • Arbeitnehmer müssen ihrem Arbeitgeber von da an auch keine AU-Bescheinigung mehr vorlegen.

Was allerdings – zumindest vorerst – erhalten bleiben soll, ist eine ärztliche Papierbescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit als gesetzlich vorgesehenes Beweismittel. Außerdem hat der Arbeitnehmer weiterhin die Pflicht, dem Arbeitgeber seine Arbeitsunfähigkeit zu melden und diese ärztlich feststellen zu lassen.

Was passiert wenn man Krankmeldung nicht an Arbeitgeber schickt?

Die Krankmeldung bei einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit muss dem Arbeitgeber unverzüglich mitgeteilt werden. Andernfalls riskiert der Arbeitnehmer eine Abmahnung und im Wiederholungsfall sogar die Kündigung des Arbeitsverhältnisses. Was der Begriff „unverzüglich” im arbeitsrechtlichen Sinne bei einer Krankmeldung bedeutet, was passiert, wenn die Krankmeldung zu spät abgegeben wird und was der Unterschied zwischen einer Krankmeldung und einer Krankschreibung durch den Arzt ist, erklären wir Ihnen im folgenden Blog.

Krankmeldung ab welchem Tag? Unterschied Krankmeldung und Krankschreibung Abmahnung wegen verspäteter Krankmeldung Krankmeldung zu spät abgegeben – Kündigung gerechtfertigt? Zusammenfassung verspätete Krankmeldung Rechtliche Hilfe bei Kündigung und Abmahnung wegen verspäteter Krankmeldung

Wie erfährt der Arbeitgeber von der Krankmeldung?

Welche Informationen werden übermittelt? – Die Arztpraxen übermitteln die bekannten Informationen: den Namen der versicherten Person, Beginn und Ende der Arbeitsunfähigkeit und die Angabe, ob es sich um einen Erst- oder Folgeantrag handelt. Laut Verbraucherzentrale erfährt der Arbeitgeber weder den Namen des Arztes oder der Ärztin noch welche Diagnose gestellt wurde.

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Wer schickt die Krankmeldung zur Krankenkasse?

Neu: Krankschreibung geht digital an Krankenkassen Bislang mussten Beschäftigte je ein Exemplar der Krankschreibung an die Krankenkasse und an den Arbeitgeber schicken. Künftig wird es einfacher Von dpa, 01.10.2021 Beschäftigte, die vom Arzt oder der Ärztin krankgeschrieben werden, müssen das ihrer Krankenkasse und ihrem Arbeitgeber melden. © F1online Hintergrund: Wer gesetzlich versichert ist, muss eine Krankschreibung rechtzeitig an seine Krankenkasse melden, um später nicht einen möglichen Krankengeldanspruch zu verlieren, so die VZ NRW. Dieses Risiko entfalle nun, weil Arztpraxen und Krankenkassen direkt kommunizieren.

Wird die Krankmeldung an den Arbeitgeber geschickt?

Welche Ausnahmen gibt es? – Die elektronische Krankmeldung gilt zwar für alle gesetzlich Krankenversicherten, werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Privatärzten, Reha-Kliniken, Physio- und Psychotherapeuten krankgeschrieben, muss die AU weiterhin schriftlich an den Vorgesetzten weitergeleitet werden.

Sollte man krankschreibungen behalten?

Aufbewahrungsfristen nicht strikt vorgegeben – AUs unterliegen derzeit keinen strikten Aufbewahrungsfristen, Was die Regellöschfrist betrifft, wird allgemein angeraten, so lange im Besitz der Krankmeldung zu bleiben, wie gegenüber den Krankenkassen der Ersatzanspruch auf Lohnfortzahlung.

  1. Die „gelben Scheine” sollten daher etwa fünf Jahre aufbewahrt werden,
  2. Spätestens fünf Jahre nach Erhalt des Belegs kann die Vernichtung seitens des Arbeitnehmers erfolgen.
  3. Naturgemäß ist die Aufbewahrung entsprechend kürzer zu halten, wenn die AU nicht in Verbindung mit einer Entgeltzahlung (Lohnfortzahlung) steht.

Betragen die Fehltage weniger als sechs Wochen, rät das bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht eine Vernichtung der AU nach etwa einem Jahr. Die ausschließlich empfohlenen Aufbewahrungspflichten an sich, unterscheiden sich von Arbeitgeber/Arbeitnehmer und dem ausstellenden Arzt.

Ansprüche auf die Lohnfortzahlung verlöschen in der Regel nach Ablauf vom vierten Kalenderjahr, nach der Entstehung des Anspruches oder einfacher ausgedrückt, nach Ausstellung der AU. Letztere verjährt also nach vier Jahren (§ 6 AAG), insofern jener Aktenvernichtung keine andere Vorschrift oder kein anderes Gesetz entgegensteht.

Eine Krankmeldung ausgestellt in 2016, kann also im Jahr 2020 guten Gewissens entsorgt werden. Die sehen da hingegen etwas anders aus. Krankenkassen sprechen den Ärzten eine Empfehlung zur Aufbewahrung von einem Jahr aus.

Wie antworte ich wenn der Chef fragt warum ich krank bin?

Muss dem Arbeitgeber während oder nach der Arbeitsunfähigkeit eine Auskunft über die Krankheitsursache gegeben werden? – Nein. Die Art der und ihre medizinische Ursache gehen den Arbeitgeber nichts an. Die Frage nach dem Gesundheitszustand ist zwar erlaubt, muss aber nicht beantwortet werden.

Wie viel bekommt ein Arbeitgeber Wenn ich krank bin?

Wie hoch ist die Erstattung für Arbeitgeber bei Entgeltfortzahlung (Umlageverfahren)? | Die Techniker – Firmenkunden Grundsätzlich erstattet die TK Ihnen 70 Prozent der Aufwendungen im Falle einer Arbeitsunfähigkeit (U1). Auf Wunsch erhalten Sie aber auch 80 oder 50 Prozent, ganz nach Ihrer Wahl.

Bei Mutterschaft erstattet die TK 100 Prozent der Aufwendungen (U2). Während der Entgeltfortzahlung soll Ihr Mitarbeiter das Bruttoentgelt erhalten, das er ohne die Arbeitsunfähigkeit erhalten hätte. Die Kosten, die Ihnen als Arbeitgeber daraus entstehen, werden Ihnen im Rahmen der bis zu einer festgelegten Höhe von der Krankenkasse erstattet.

Bitte beachten Sie, dass die auf das Arbeitsentgelt entfallenden Arbeitgeberanteile und Beitragszuschüsse der Arbeitgeber nach (Aufwendungsausgleichsgesetz) mit dieser Erstattung abgegolten sind. Ein Wechsel des Erstattungssatzes ist grundsätzlich immer nur zum Jahreswechsel möglich.

Was erfährt der Arbeitgeber von der Krankenkasse?

Was steht in dem Krankenschein an den Arbeitgeber? – Grundsätzlich erfährt der Arbeitgeber – genau wie beim bisherigen „gelben Schein” – weder die Diagnose noch den ärztlichen Befund des Patienten. Die Krankenkasse übermittelt dem Arbeitgeber lediglich:

den Namen der versicherten Personden Beginn und das Ende der Arbeitsunfähigkeitdie Kennzeichnung als Erst- oder Folgemeldung.

Zudem erfährt der Arbeitgeber auch nicht, von welcher Ärztin oder welchem Arzt die Krankmeldung erfolgt ist. Die Daten der elektronischen AU werden immer erst ab dem Folgetag nach der Krankschreibung für den Arbeitgeber verfügbar sein.

Kann der Arbeitgeber bei der Krankenkasse anrufen?

Erneuter Anspruch auf Lohnfortzahlung – Ein Arbeitnehmer hat einen erneuten Anspruch auf eine volle sechswöchige Lohnfortzahlung, wenn der Arbeitnehmer vor der erneuten Arbeitsunfähigkeit infolge derselben Krankheit mindestens sechs Monate arbeitsfähig war oder seit Beginn der ersten Arbeitsunfähigkeit infolge derselben Krankheit eine Frist von zwölf Monaten abgelaufen ist.

  1. Vorerkrankungszeiten wegen derselben Erkrankung sind hingegen anzurechnen, wenn es nicht zu einem erneuten sechswöchigen Anspruch auf Lohnfortzahlung kommen kann.
  2. Angerechnet werden können nur Arbeitsunfähigkeitszeiten derselben Krankheit.
  3. Dafür müssen Arbeitgeber jedoch die Krankheitsursache kennen – was ihnen in den meisten Fällen nicht möglich ist.
See also:  Was Macht Michael Wendler?

Damit sie die gesetzliche Regelung trotzdem anwenden können, haben Arbeitgeber die Möglichkeit, sich zwecks Prüfung an die Krankenkasse zu wenden.

Was erfährt der neue Arbeitgeber von der Krankenkasse?

Arbeitnehmer können ab 2021 bei jedem Jobwechsel die Krankenkasse ändern Ab 1.1.2021 können Beschäftigte bei jedem Arbeitgeberwechsel ihre Krankenkasse neu wählen. Dies hat der Bundestag mit der Annahme des Entwurfs der Bundesregierung für ein MDK-Reformgesetz (Drucksache 19/14871) beschlossen. | In der Praxis bedeutet das Folgendes:

Der Arbeitgeber wird von dem neuen Mitarbeiter darüber informiert, bei welcher Krankenkasse er versichert sein möchte. Der Arbeitgeber meldet den Beschäftigten daraufhin innerhalb von sechs Wochen bei der Wunsch-Krankenkasse an. Die neue Krankenkasse stellt unverzüglich eine Mitgliedsbescheinigung aus und teilt den Wechsel der bisherigen Krankenkasse des Arbeitnehmers mit. Hier ist keine Kündigung erforderlich. Macht der Arbeitnehmer keine Angaben bei seinem Arbeitgeber, meldet der Arbeitgeber den Beschäftigten bei dessen bisheriger Krankenkasse an. Bestand zuvor keine gesetzliche Krankenversicherung, wählt der Arbeitgeber die Krankenkasse und informiert den Arbeitnehmer hiervon.

Nach Eingang der Anmeldung bestätigt die Krankenkasse dem Arbeitgeber über das elektronische DEÜV-Meldeverfahren, ob es zu einem gültigen Krankenkassenwechsel gekommen ist. Die Daten der neuen elektronischen Meldung nimmt der Arbeitgeber zu den Entgeltunterlagen seines Arbeitnehmers.

anstatt wie bisher 18 Monate nur noch 12 Monate.

Beachten Sie | Sonderkündigungsrechte, etwa nach Erhöhung des Zusatzbeitrags, bleiben hiervon unberührt. : Arbeitnehmer können ab 2021 bei jedem Jobwechsel die Krankenkasse ändern

Wem muss ich die Krankmeldung geben?

An wen muss die Krankmeldung gerichtet sein? Die Krankmeldung muss an 'den Arbeitgeber’ gerichtet sein. Das kann je nach Organisationsstruktur des Unternehmens auch die Personalabteilung oder die/der direkte Vorgesetzte sein. Dies gilt allerdings nicht für die ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (§ 5 Abs.

Wie erhält der Arbeitgeber die digitale Krankmeldung?

Wie kann man sich online krankschreiben lassen? – Wer jetzt von Arzt oder Ärztin krankgeschrieben wird, bekommt nur noch einen Papierausdruck für seine Unterlagen. Künftig soll es aber möglich sein, die Krankmeldung auch in der elektronischen Patientenakte speichern zu lassen.

  • Mit dem neuen Verfahren entfällt für Arbeitnehmer die Übermittlung der Krankschreibung an Krankenkasse und Arbeitgeber.
  • Denn nun übermittelt die Arztpraxis die Krankmeldung elektronisch direkt an die gesetzliche Krankenkasse.
  • Von dort ruft der Arbeitgeber sie dann ab.
  • An dem digitalen Verfahren nehmen laut Verbraucherzentrale auch Krankenhäuser teil, Privatärzte dagegen nicht.

Funktioniert die digitale Übermittlung wegen technischer Störungen nicht, druckt die Arztpraxis Ersatz-Bescheinigungen aus. Diese muss der Arbeitnehmer dann selbst einreichen, also an Krankenkasse und Arbeitgeber schicken.

Wie bekommt der Arbeitgeber die Krankmeldung 2023?

Was sind die wichtigsten Änderungen? – Wer sich seit 01. Januar 2023 krankschreiben lässt, muss sich nicht mehr um die Abgabe des Krankenscheins beim Arbeitgeber kümmern. Den sogenannten „gelben Schein” gibt es jetzt digital von der Arztpraxis direkt an die Krankenkasse.

Wie kann Arbeitgeber eAU abrufen?

Seit 2023 eAU-Abruf für Arbeitgeber verpflichtend – Arbeitnehmer sind grundsätzlich ab dem vierten Tag ihrer Arbeitsunfähigkeit verpflichtet, dem Arbeitgeber eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen ( § 5 EFZG ). Der Arbeitgeber darf sogar am ersten Tag ein Attest fordern.

  • Gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer informieren ihren Arbeitgeber daher unverzüglich über ihre Arbeitsunfähigkeit und suchen – sofern erforderlich – einen Arzt auf.
  • Seit dem 1.
  • Januar 2023 ist der Abruf von AU-Daten bei den Krankenkassen für Arbeitgeber verpflichtend.
  • Arbeitnehmer müssen ihrem Arbeitgeber von da an auch keine AU-Bescheinigung mehr vorlegen.

Was allerdings – zumindest vorerst – erhalten bleiben soll, ist eine ärztliche Papierbescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit als gesetzlich vorgesehenes Beweismittel. Außerdem hat der Arbeitnehmer weiterhin die Pflicht, dem Arbeitgeber seine Arbeitsunfähigkeit zu melden und diese ärztlich feststellen zu lassen.