Wie Viele WeiE Haie Gibt Es?

Wie Viele WeiE Haie Gibt Es
Der Weiße Hai: Gefahr oder gefährdet? Zusammenfassung: Der Weiße Hai gibt der Wissenschaft nach wie vor viele Rätsel auf. Alter und geschlechtsreife der Tiere sind ebenso unbekannt wie ihre Routen durch die Weltmeere, Dank moderner Technik, wie satellitengestützte Langzeitsender, könnten bald zwei Rätsel gelöst werden: Wohin zieht der Weiße Hai, wenn er die Küstenregionen verlässt? Und: Wie viele Tiere gibt es genau? Diese Erkenntnisse könnten helfen, die gefährdeten Tiere zu schützen – vorausgesetzt der Mensch akzeptiert die großen Räuber vor seinen Küsten.

Eine Begegnung mit einem Weißen Hai in freier Wildbahn ist – anders. Auf den ersten Blick sieht er gar nicht aus wie die wilde Bestie, die man aus den Medien kennt. Er wirkt eher beleibt, um nicht zu sagen: fett. Reißt er das Maul auf, wabbeln weiche Wülste an seinen Wangen – ein feistes, leicht dümmliches Grinsen.

Von der Seite betrachtet gleicht eines der gefürchtetsten Raubtiere der Welt einem pausbäckigen Hanswurst. Dieser Eindruck ändert sich schlagartig, als sich der vermeintliche Clown uns zuwendet. Plötzlich verstehen wir die Angst, ja Panik, die dieses Tier bei den meisten Menschen auslöst, spüren sie am eigenen Leib.

Von vorn betrachtet sieht der Kopf aus wie ein spitzer Keil mit schwarzen Augen, die uns finster fixieren. Hängebacken und Grinsen sind verschwunden. Das Einzige, was wir in diesem Moment wahrnehmen, sind die mehrreihigen, fünf Zentimeter langen Zähne. Langsam und selbstbewusst nähert sich der Hai, dreht den Kopf erst zur einen, dann zur anderen Seite, scheint sich zu fragen, ob wir seiner Zeit wert sind.

Wenn wir Glück haben, wendet er sich ab, wird dabei wieder zum Clown und entschwindet im Dämmerlicht. Biologen unterscheiden zwischen mehr als 500 Haiarten, aber die menschliche Fantasie beschäftigt sich eigentlich nur mit einer Spezies: dem großen Weißen.

  • Gut 40 Jahre nachdem Spielbergs „Der weiße Hai” einer ganzen Generation den Strandurlaub vermieste, ist der Raubfisch noch immer einer der größten Filmstars überhaupt.
  • Auch in dem weltweit erfolgreichen Animationsfilm „Findet Nemo”, dessen zweiter Teil diesen Herbst in die Kinos kommt, wurde die Rolle des Bösewichts weder mit dem aggressiven Bullenhai noch mit dem Tigerhai besetzt, der viel besser in das Korallenriff-Setting passen würde.

Stattdessen war – selbstverständlich – mal wieder der Weiße Hai mit zähnefletschendem Grinsen auf Kinoplakaten und in Filmtrailern zu sehen. Jedes Kleinkind erkennt den Weißen Hai, und doch wissen wir wenig über ihn. Niemand hat je gesehen, wie sich die Raubfische paaren oder Junge zur Welt bringen.

Niemand weiß, wann sie Geschlechtsreife erlangen oder wie alt sie werden. Wir wissen nicht mal, welchen Routen sie durch die Weltmeere folgen oder wie viele es gibt. NG-Video: Wie Brian Skerry die Weißen Haie von Cape Cod fotografierte Und das Wenige, das wir zu wissen glauben, ist oft falsch. Der Weiße Hai ist keine erbarmungslose Bestie, die ihre Beute im Blutrausch zerfleischt, sondern geht beim Angriff überraschend vorsichtig vor und ist vermutlich schlauer, als viele Experten angenommen hatten.

Die Menschen fürchten den Meeresjäger nicht nur, weil er gut sechs Meter groß wird und mit einem Druck von zwei Tonnen zubeißt, sondern weil es sich um ein maritimes Phantom handelt. Weil wir so wenig über die Tiere wissen, fühlen wir uns unsicher und orientierungslos und bedroht.

Aber je mehr wir über den Carcharodon carcharias herausfinden, desto besser können wir einschätzen, ob er eine Gefahr für den Menschen darstellt – oder ob man ihn vor dem Menschen – Fangflotten, Umweltverschmutzung, Sportfischerei – schützen muss. Sollte man sich vor dem Weißen Hai, dem bekanntesten Killer des Planeten, nun fürchten – oder doch eher Mitleid mit ihm haben? Der Weiße Hai macht es Wissenschaftlern nicht leicht, Antworten auf diese Fragen zu finden.

Gäbe es ein gefährliches Landraubtier, das entlang der Küsten von Kalifornien, Südafrika oder Australien seine Beute jagt, hätten Forscher seine Paarungsgewohnheiten, seine Wanderungen und sein Verhalten längst genauestens untersucht. Im Ozean aber gelten andere Regeln.

Weiße Haie tauchen auf und verschwinden, in tieferen Meeresregionen ist es fast unmöglich, ihnen auf der Spur zu bleiben. Man kann die Fische nicht in Meerwasseraquarien halten, da sie sich in Gefangenschaft selbst in Gefahr bringen oder andere Beckenbewohner attackieren. Einige Haie traten in den Hungerstreik oder rammten ihren Kopf immer wieder gegen die Wand.

Mehrere Betreiber von Seewasseraquarien mussten gefangene Weiße Haie freilassen. Trotz dieser Schwierigkeiten stehen Wissenschaftler dank moderner Technik kurz davor, zumindest zwei Geheimnisse des Weißen Hais zu lüften. In welche Meeresregion zieht er sich zurück, wenn er die Küsten hinter sich lässt? Und: Wie viele Tiere gibt es genau? Ein wunderschöner Sommernachmittag auf Cape Cod an der Atlantikküste des US-Bundesstaats Massachusetts.

  • In Strandnähe liegt ein Sieben-Meter-Fischerboot.
  • Die Passagiere – Biologen, Touristen, Journalisten – haben es sich auf Bänken bequem gemacht.
  • Über Funk lauschen sie einem Piloten, der 300 Meter über ihnen kreist.
  • In markantem Neuengland-Akzent sagt er: „Etwas südlich schwimmt ein verdammt hübscher Hai.” Der Fischereibiologe Greg Skomal, der im Energie- und Umweltministerium arbeitet, wird munter und steigt auf einen Vorbau am Bug, der die Reling um eineinhalb Meter über ragt.

In der Hand hält er allerdings weder Harpune noch Angel, sondern eine drei Meter lange Stange mit Videokamera. Als der Kapitän endlich Gas gibt, grinst Skomal voller Vorfreude wie ein kleines Kind. Der Forscher hatte lange Zeit wenig Gelegenheit, den Weißen Hai zu studieren.

  1. An der Ostküste der USA tauchten die Tiere nur äußerst selten auf – hin und wieder verfing sich einer in einem Fischernetz.
  2. Aber die Ostküste wurde nicht zu den Meeresregionen gezählt, in denen sich Weiße Haie zu bestimmten Jahreszeiten in größerer Zahl sammeln und Robben jagen: die Pazifikküste vor Kalifornien und Mexiko, die Südküsten von Südafrika und Australien.

Als im Jahr 2004 ein einzelnes Weibchen längere Zeit durch die seichten Buchten und Meeresarme von Massachusetts schwamm, war Skomal, der die Fische seit 20 Jahren mithilfe von Peilsendern untersucht, elektrisiert: ein großer Weißer! Direkt vor der Haustür! „Ich dachte nur: Was für ein Glück! So eine Chance bekomme ich nie wieder!”, erzählt er.

Er blieb dem Haiweibchen zwei Wochen auf der Spur, taufte es „Gretel” und schoss ihm mit einer kleinen Harpune einen elektronischen Peilsender unter die Haut. Der Sender fiel allerdings nach nur 45 Minuten wieder ab. Skomals Chance, endlich mehr über die mysteriösen Wanderbewegungen der Weißen Haie zu erfahren, war vorerst dahin.

Fünf Jahre später, am ersten Septembersonntag des Jahres 2009, sichtete ein Pilot vor Cape Cod fünf Weiße Haie. Als das Wochenende vorüber war, hatte Skomal sie alle mit Peilsendern versehen. „Ich flippte völlig aus”, sagt er. „Das Adrenalin peitschte durch meine Adern.

  1. Davon hatte ich immer geträumt.” Mittlerweile hat sich Skomal vielleicht daran gewöhnt.
  2. Denn die Haie besuchen die US-Ostküste seitdem jeden Sommer.
  3. In Kalifornien hat man mehr Erfahrung mit den Tieren.
  4. Scot Anderson beobachtet die Haie seit Mitte der Achtzigerjahre vor der kalifornischen Küste – zunächst verfolgten die Forscher die Fische mit bloßem Auge, später nutzten sie akustische Peilsender und heute modernste Satellitentechnologie.

In den vergangenen 30 Jahren hat Anderson gemeinsam mit Kollegen Tausende von Haisichtungen dokumentiert, die Fachleute identifizieren einzelne Tiere anhand der Form und Zeichnung ihrer Schwanzflossen oder beschreiben die Linie zwischen dem grauen Körper und dem weißen Bauch.

  1. Zumindest für die Meeresregion vor Kalifornien können die Biologen heute sagen, wie viele Haie es gibt und wo sie sich aufhalten.
  2. Um die Gesamtpopulation zu bestimmen, nutzen die Biologen eine statistische Formel, die auf der sogenannten Fang-Wiederfang-Methode basiert.
  3. Dazu setzt man die Zahl der Haie, die in einem bestimmten Zeitraum in einem Gebiet gesichtet werden, ins Verhältnis zu den Individuen, die dort zuvor schon gesichtet wurden, und zu denen, die erstmals auftauchen, und erhält so Rückschlüsse auf die Gesamtpopulation.2011 errechnete ein Forscherteam auf diese Art und Weise, dass vor Kalifornien nur 219 ausgewachsene Weiße Haie leben.

Das niedrige Ergebnis schockierte Experten wie Öffentlichkeit – und stand bald in der Kritik. Ein anderes Forscherteam wertete die Daten erneut aus, legte aber andere Annahmen zugrunde und schätzte die Zahl der Haie für die Meeresregion auf mehr als 2000 (einschließlich der Jungtiere, die in der ersten Berechnung nicht berücksichtigt worden waren).

Wenig später schätzte eine Arbeitsgruppe in Südafrika den Bestand dort auf etwa 900 Tiere. Vor der mexikanischen Insel Guadalupe leben weitere 120 Exemplare. Die Interpretation der Hai-Volkszählung ist schwierig: Wie sind diese Zahlen einzuschätzen? Und ab wann gilt eine Population als stabil? Die internationale Umweltorganisation IUCN bezeichnet den Weißen Hai als „gefährdete Art”.

Diese Einstufung klingt nachvollziehbar, wenn man den höchsten Schätzungen folgt, die von einer globalen Population von 25.000 Tieren ausgeht. Nach den niedrigsten Schätzungen gibt es jedoch weltweit nur etwa 4000 Weiße Haie – ähnlich viele wie wild lebende Tiger, die offiziell „vom Aussterben bedroht” sind.

Der australische Statistiker und Hai-Experte Aaron MacNeil sieht Grund für vorsichtigen Optimismus – auch wegen der regelmäßigen Haisichtungen vor Cape Cod. „Historisch gesehen gibt es heute weniger Weiße Haie als früher”, sagt MacNeil, „aber die Art ist nicht vom Aussterben bedroht. Vermutlich nimmt ihre Zahl derzeit sogar sehr langsam zu.” Eine positive Entwicklung ist, dass Weiße Haie anders als verwandte Arten kaum mehr von kommerziellen Fischern gejagt werden.

Sportfischer, die nach Trophäen gieren, und Schleppnetze, in der der große Weiße als Beifang endet, bedrohen die Spezies weiterhin. Da der Weiße Hai an der Spitze der Nahrungskette steht, spielt er für das ökologische Gleichgewicht der Ozeane eine wichtige Rolle.

Um zu klären, ob der Weiße Hai zu den schutzbedürftigen Arten zählt, ist es wichtig, mehr über seine Wanderungsrouten herauszufinden. Leider bewegen sich Haie weniger berechenbar als Zugvögel: Statt zu einer gewissen Jahreszeit von Region A in die Region B umzuziehen, verhalten sich die Haie erratisch: Manche bleiben an den Küsten, andere ziehen im Zickzack Hunderte von Kilometern durch das offene Meer.

Viele Haie – aber nicht alle – wandern offenbar je nach Jahreszeit zwischen warmem und kaltem Wasser hin und her. Und Männchen, Weibchen und Jungtiere sind auf unterschiedlichen Routen unterwegs. Seit einiger Zeit liefern satellitengestützte Langzeitsender der Forschung aufschlussreiche Informationen.

Bekannt ist, dass ausgewachsene Weiße Haie im Spätherbst die Küsten Kaliforniens und Mexikos verlassen und in die tieferen Meeresregionen in der Mitte des Pazifiks ziehen, die manche Meeresbiologen „Wüste des Ozeans” nennen. „Was um alles in der Welt machen sie dort?”, fragt der kalifornische Haiforscher Salvador Jorgensen.

See also:  Was Kostet Ein Formel 1 Auto?

Er vermutet, dass sich die Haie dort fortpflanzen, was auch erklären würde, warum noch nie ein Taucher oder U-Boot eine Haipaarung beobachtet hat. Die „Wüste des Ozeans” ist riesig, das Wasser mehrere Tausend Meter tief. Die Auswertung der Satellitendaten ergab immerhin, dass sich Weibchen auf geradem Weg in das Gebiet bewegen, während die Männchen zwischen verschiedenen Meerestiefen hin und her wandern – auf der Suche nach Partnerinnen? Später schwimmen die Männchen zurück zur Küste, während die Weibchen ein weiteres Jahr auf hoher See bleiben, womöglich, um ihren Nachwuchs an einem unbekannten Ort zur Welt zu bringen.

  • Sicher ist nur, dass die Jungtiere irgendwann in den Futtergebieten der mittleren Breitengrade auftauchen, wo sie Fische fressen, bis sie groß genug sind, um mit ihren Artgenossen weiter nördlich und südlich auf Robbenjagd zu gehen.
  • Das Puzzle ist längst nicht komplett.
  • Noch ist unklar, wo die Jungen geboren werden.

Und bislang wurde nur die Population vor Kalifornien genauer untersucht. Die australischen Haie schwimmen vermutlich entlang der Südküste auf Nahrungssuche, aber es sieht nicht so aus, als gäbe es dort bestimmte Wanderungsbewegungen oder einen Paarungstreff.

  1. Über die Verhältnisse im Atlantik ist noch weniger bekannt.
  2. Greg Skomal sagt: „Es gibt Wanderer, und es gibt Küstenbewohner.
  3. Aber ich habe keine Ahnung, wonach sich das richtet.” Was er weiß, ist, dass der Weiße Hai an der US-Ostküste eine lange Geschichte hat.
  4. In seinem Arbeitszimmer in New Bedford zeigt er Dokumente, die belegen, dass schon die Ureinwohner auf Robbenjagd gingen.

Die Analyse von Knochenfunden an archäologischen Ausgrabungsstätten legt nahe, dass die Robbenbestände im heutigen Neuengland schon im 17. Jahrhundert zusammenbrachen – und deshalb auch die Haie fernblieben. Erst seit Kurzem gibt es dank strenger Naturschutzgesetze wieder größere Robbenkolonien in der Region.

Und mit den Beutetieren kamen auch die Haie zurück. Bei einem Patrouillenflug über der Ostküste macht Wayne Davis, ein erfahrener Pilot, der den Meeresbiologen hilft, Weiße Haie aufzuspüren, in nur 30 Flugminuten sieben Exemplare aus. Die Fische schwimmen vor Stränden, an denen Robben Nahrung suchen. Nur eineinhalb Kilometer entfernt liegt der Badestrand.

Die Bevölkerung von Neuengland hat die Neuankömmlinge bislang akzeptiert. Es gibt T-Shirts und Poster zu kaufen, auf denen die Haie meist von der Seite gezeigt werden – als fröhliche Witzbolde. Doch Experten gehen davon aus, dass irgendjemand die Haie irgendwann von einer anderen Seite kennenlernen wird – und sich einem Hai und seinen unzähligen Zähnen frontal gegenübersieht.

  1. Zwar sind Haiangriffe auf Menschen sehr selten.
  2. Nach einer neuen Studie der Universität Stanford kommt ein Haiangriff auf 738 Millionen Strandbesuche.
  3. Die letzte tödliche Haiattacke vor Neuengland ereignete sich im Jahr 1936.2012 wurde ein Schwimmer in beide Beine gebissen, 2014 wurden zwei Kanusportler aus ihrem Kanu geworfen und kamen mit dem Schrecken davon.

Wie lange hält das Glück vor? Spätestens wenn vor Massachusetts, im Mittelmeer oder im Südatlantik wieder ein Mensch durch einen Weißen Hai getötet wird, zeigt sich, wo wir wirklich stehen: Können wir unsere Ängste überwinden und dem Weißen Hai – dem legendären Killer, dem Clown mit den schwarzen Augen – eine Chance geben? (NG, Heft 7 / 2016, Seite(n) 96 bis 119) : Der Weiße Hai: Gefahr oder gefährdet?

Wie viele Weiße Haie gibt es im Mittelmeer?

Carcharodon carcharias, wie der Weiße Hai wissenschaftlich genannt wird, schwimmt schon seit Jahrtausenden durch das Mittelmeer. – Wie Viele WeiE Haie Gibt Es Quelle: Getty Images/Image Source/Rodrigo Friscione Es gibt keine genauen Schätzungen über die Populationsgröße. Es könnten ein paar hundert Weiße Haie im Mittelmeer sein. Die Weltnaturschutzorganisation IUCN hat den Weißen Hai im Mittelmeer auf der Roten Liste als vom Aussterben bedroht eingestuft.

Wo gibt es die meisten Weißen Haie?

Der Räuber wird zur Beute – Weiße Haie aus der Familie der Heringshaie haben eine durchschnittliche Länge zwischen drei und sechs Metern und erreichen ein Gewicht von maximal etwa 2.000 Kilogramm, wobei die Weibchen meistens größer werden als die Männchen.

  • Die großen scharfen Zähne können bei ausgewachsenen Tieren eine Länge von 7,5 Zentimeter erreichen.
  • Das größte Exemplar, das jemals gefangen wurde, war mit einem Gewicht von 3,2 Tonnen 6,40 Meter lang.
  • Spuren an Walkadavern lassen Experten allerdings vermuten, dass die Tiere bis zu acht Meter lang werden können.

Weiße Haie kommen weltweit in den gemäßigten Regionen, im Winter auch in subtropischen und tropischen Meeren vor. Bedingt durch ihr Fressverhalten findet man Weiße Haie vorwiegend in der Nähe von Seelöwen-, Seehund- oder Seeelefantenkolonien. Anfang des Jahrtausends wurden mehrere Weiße Haie vor Kalifornien, Australien und Südafrika besendert und ihre Wanderungen über Satellit verfolgt.

Es stellte sich heraus, dass sich die Tiere bis zu fünf Monate im Jahr auf hoher See aufhalten, bis zu 11.000 Kilometer wandern und bis 1.000 Meter tief tauchen. Genetische Studien an Populationen in Südafrika, Australien und Neuseeland geben Grund zur Annahme, dass vor allem die männlichen Tiere regelmäßig zwischen den Populationen wandern und dabei für einen Gen-Austausch sorgen.

Der Weiße Hai ist ein perfekter Räuber und Endglied vieler Nahrungsketten. Distanzen kann er eine Geschwindigkeit von bis zu 60 Kilometer pro Stunde erreichen. Um ihren Energiebedarf zu decken, bevorzugen ausgewachsene Tiere fettreiche Nahrung wie Seehunde, Robben und Seelöwen.

  1. Da Menschen für den Weißen Hai wenig Nahrungsgehalt besitzen, sind sie als direkte Beute nicht interessant.
  2. Die meisten Haiangriffe auf Schwimmer, Taucher und Surfer werden allerdings fälschlicherweise dem Weißen Hai zugeschrieben, da der optische Umriss von Menschen dem einer Robbe gleicht und er somit in sein Beuteschema fällt.

Der einzige bekannte natürliche Feind des Weißen Hais ist der große Schwertwal (Orca orca). Der Weiße Hai ist die am meisten geschützte Haifischart der Welt – und trotzdem stark gefährdet. Die Weltnaturschutzunion IUCN hat den Weißen Hai im Jahr 2000 auf der Roten Liste bedrohter Arten als „gefährdet” eingestuft.

In Australien und den nordöstlichen USA ist der Weiße Hai seit den 50er Jahren und spätestens seit dem Erfolg des Kinofilms „Der Weiße Hai” in den 70er Jahren eine heißbegehrte Trophäe bei Sportfischern. Zähne und Kiefer erzielen hohe Preise und tatsächlich ist die Sportfischerei die größte Bedrohung für diese Art.

Für die große kommerzielle Fischerei ist der Weiße Hai nicht relevant, da er zu selten vorkommt. Bis vor kurzem wurde er aber häufig als Beifang der Langleinen- und Schleppnetzfischerei angelandet. Besonders im Mittelmeer leidet der Weiße Hai sehr unter der Lebensraumveränderung.

  1. Hier sind die Populationen besonders stark durch die Gewässerverschmutzung und den Rückgang der Tunfischbestände beeinträchtigt, die hier ihre wichtigste Beute darstellen.
  2. Der WWF hat maßgeblich an dem Aufbau des Shark Trust mitgewirkt, der einzigen gemeinnützigen Organisation, die sich seit 1996 ausschließlich für den Schutz von Haien in europäischen Gewässern engagiert, und unterstützt ihn weiterhin.

Der WWF drängt Länder dazu, Aktionspläne zum Schutz der Haie zu entwickeln, um die Bedrohung durch den Beifangs zu stoppen. WWF und TRAFFIC setzen sich dafür ein, wirkungsvolle Strategien zu entwickeln, um den nicht nachhaltigen Handel mit Haifischprodukten zu verringern.

Haie – verfemt und verfolgt Sie gehörten schon immer zu den furchterregendsten Tieren der Welt. Tatsache aber ist: Es kommen mehr Menschen durch Elefanten oder Bienen ums Leben als durch Haie. Weiterlesen, Ungewollter Beifang Millionen Tonnen Meereslebewesen pro Jahr landen aufgrund umweltgefährdender Fangmethoden unbeabsichtigt in den Netzen als so genannter Beifang. Weiterlesen,

Tierporträts im WWF-Artenlexikon

Hammerhai Porträt des Hammerhai im Artenlexikon des WWF mit Informationen zu Lebensraum, Verbreitung, Biologie und Bedrohung der Art. Weiterlesen, Heringshai Porträt des Heringshai im Artenlexikon des WWF mit Informationen zu Lebensraum, Verbreitung, Biologie und Bedrohung der Art. Weiterlesen, Riesenhai Porträt des Riesenhais im Artenlexikon des WWF mit Informationen zu Lebensraum, Verbreitung, Biologie und Bedrohung der Art. Weiterlesen,

Wo in Europa gibt es Weiße Haie?

Welche Haie leben vor Europas Urlaubsküsten im Meer? – Wie Viele WeiE Haie Gibt Es Bildunterschrift anzeigen Bildunterschrift anzeigen Der Weiße Hai: Auch vor Europas Küsten tummelt sich das Raubtier in den Meeren. © Quelle: imago images/Nature Picture Library Haie gibt es auch vor Europas Urlaubsküsten in Italien, Kroatien und Mallorca. Die meisten sind für den Menschen eigentlich nicht gefährlich. Dennoch gibt es hin und wieder Angriffe. Aber wie wahrscheinlich ist das? Share-Optionen öffnen Share-Optionen schließen Mehr Share-Optionen zeigen Mehr Share-Optionen zeigen Haie gibt es nicht nur im Pazifik rund um Hawaii oder Australien, sondern auch an beliebten Urlaubsorten in Europa – an der Nordsee, der Ostsee und im Mittelmeer.

Die heimischen Haiarten sind meist für den Menschen nicht gefährlich. Denn Haie jagen grundsätzlich keine Menschen und wollen diese eigentlich auch nicht fressen. Gelegentlich kommt es dennoch zu tödlichen Zwischenfällen. Zuletzt kam es beim ägyptischen Badeort Hurghada zu zwei Hai-Angriffen, Weiterlesen nach der Anzeige Weiterlesen nach der Anzeige In ganz Europa verzeichnet der Internationale Index für Haiangriffe (ISAF) seit 1847 allerdings nur 54 Angriffe.

Darunter: 15 in Griechenland, 13 in Italien, sechs in Spanien, fünf in Kroatien, fünf in Frankreich und fünf in Malta. Die meisten Tiere halten sich zwar im Hochgewässer auf. Dennoch kommt es immer wieder zu Sichtungen unter anderem von Jungtieren in der Adria, in der Straße von Sizilien und bei den Balearen.

Wo gibt es weiße Haie in Deutschland?

Auch Heringshaie kommen in der Nordsee und der Ostsee vor – Wie Viele WeiE Haie Gibt Es Der Hundshai lebt in der Nordsee und ist im Sommer häufig vor Helgoland zu finden. © Quelle: imago images/blickwinkel Überfischung hat auch dafür gesorgt, dass der Heringshai (Lamna nasus) vom Aussterben bedroht ist. Der in der Nordsee beheimatete Hai ist gelegentlich auch in der Ostsee zu finden.

  1. Mit einer Größe von bis zu drei Metern und aufgrund seines Aussehens wird er oft auch als „kleiner weißer Hai” bezeichnet.
  2. Doch genau wie der Hundshai ernährt sich der Heringshai von Heringen, Sardinen und Makrelen.
  3. Für den Menschen sind damit beide Haiarten eigentlich ungefährlich.
  4. Da es sehr menschenscheue Tiere sind, ist ein Angriff äußerst selten.

In Strandnähe tauchen sie gar nicht auf. Dennoch listet das International Shark Attack File drei Vorfälle: einen Hundshai-Angriff und zwei Heringshai-Angriffe – allerdings nicht in Deutschland, sondern vor der englischen und der kanadischen Küste. Weiterlesen nach der Anzeige Weiterlesen nach der Anzeige Die Auflistung hat aber ihre Schwächen.

Wer ist stärker ein Hai oder ein Orca?

Orcas töten Weiße Haie im „Shark Alley” – Orcas sind länger, schwerer und schneller als der Weiße Hai. Mit ihrer horizontalen Schwanzflosse sind Orcas viel wendiger und können sich besser und zielgerichteter im Meer bewegen. Für Haien ist das mit der senkrechten Schwanzflosse viel schwieriger.

  • Orcas sind außerdem Teamplayer, sie jagen im Rudel.
  • Und als Säugetier sind sie wahrscheinlich auch intelligenter als der Weiße Hai, der eben „nur” ein Fisch ist.
  • ​”Orcas sind Weißen Haien in jeglicher Hinsicht überlegen: Sie sind nicht nur deutlich größer, sondern mit durchschnittlich 9000 Kilogramm gegenüber lediglich 2300 Kilogramm, auch deutlich schwerer und massiger.” Mario Ludwig, Deutschlandfunk Nova Der Orca ist dem Weißen Hai also überlegen, aber trotzdem ist es für ihn nicht einfach, den Hai zu überwältigen.
See also:  Wie Viele Nullen Hat Eine Billion?

Die Orcas haben deshalb eine raffinierte Jagdtechnik: Sie rammen ihr Opfer, von schräg unten kommend, mit der Schnauze mit großer Wucht in die seitliche Bauchregion und drehen den Hai dadurch auf den Rücken. In dieser Rückenlage kann sich der Hai nicht mehr bewegen.

  1. Wissenschaftler nennen das „tonische Immobilität”.
  2. Dauert dieser Zustand länger an, ertrinkt der Hai, da er konstant schwimmen muss, um sauerstoffreiches Wasser durch seine Kiemenspalten strömen zu lassen.
  3. Die Orcas können ihr Opfer in dieser Lage bequem mit ihren scharfen Zähnen sezieren und die Leber verspeisen.

„Eine Haileber ist ein äußerst nähstoffreicher Leckerbissen. Sie ist sehr reich an Öl und enthält deshalb für Orcas wichtige Nähr- und Energiestoffe.” Mario Ludwig, Deutschlandfunk Nova Für die Erbeutung der Weißen Haie zahlen die Orcas einen gewissen Preis: Sie bekommen Zahnprobleme durch das Aufbeißen der Haihaut.

„Es ist eine Katastrophe” | Millionen Haie sterben jährlich durch den Menschen. Viele Haiarten – auch der Weiße Hai – sind vom Aussterben bedroht. Die NGO Sharkproject will dagegen etwas tun. Rehabilitierung für den Weißen Hai? | Steven Spielbergs „Der Weiße Hai” – vor 40 Jahren hat der Horror-Blockbuster das Image des gleichnamigen Tiers ziemlich kaputt gemacht. Angst vor Haien ist unbegründet | Als am Strand von Mallorca ein Blauhai gesichtet wird, bricht Hysterie aus. Dabei ist es ziemlich unwahrscheinlich, von einem Hai getötet zu werden.

Was für Haie gibt es in der Ostsee?

Dornhai, Heringshai, Riesenhai – welche Haie leben in der Ostsee? Auch in der Ostsee schwimmen Haie. Blauhaie, Dornhaie und Heringshaie sind nur drei Vertreter ihrer Art. Viele Haie haben sich dauerhaft in der Ostsee angesiedelt, einige kommen nur selten zu Besuch oder schwimmen aus Versehen in das Baltische Meer.

Wann war der letzte Hai Angriff im Mittelmeer?

Hai-Angriffe in der Adria – 11 Tote in 150 Jahren – Video und Karte In der Adria kommen über 30 Haiarten vor. Darunter auch der Riesenhai (Cetorhinus maximus), Weißer Hai (Carcharodon carcharias), Kurzflossen-Makohai (Isurus oxyrinchus), Blauhai (Prionace glauca), Gewöhnlicher Glatthai (Mustelus mustelus), Heringshai (Lamna nasus) und der Fuchs- oder Drescherhai (Alopias vulpinus).

Offizielle Daten zu Hai-Angriffen in der Adria werden seit 1868 gesammelt, also seit bald 150 Jahren. Die Statistiken führt heute das US-amerikanische Shark Research Institute aus Princeton, New Jersey, eine der Forschung und dem Schutz von Haien gewidmete Organisation. Seit 1868 gab es 11 registrierte Angriffe mit tödlichen Folgen in der Adria.1868 starb ein Schwimmer vor Triest an den Folgen eines Angriffs.1907 erwischte es Schwimmer nahe den kroatischen Inseln Krk und Hvar.1934 passierte ein tödlicher Angriff auf eine slowenische Touristin bei Kraljevica in der Kvarner Bucht.

Im Sommer 1955 gab es jeweils einen Angriff bei Opatija (Kvarner Bucht) und beim montenegrinischen Budva. In Opatija war das Opfer eine 32-jährige deutsche Touristin aus Augsburg, Bei Budva soll ein 6,5 Meter langer Weißer Hai einen Studenten aus Belgrad zur Hälfte durchgebissen haben.

  1. In Opatija erwischte es 1961 wiederum einen Studenten aus Belgrad, der Hai biss beide Beine und Teil eines Arms ab.
  2. Der 19-jährige schwamm mit Freunden ca.100 Meter von der Küste entfernt.
  3. In der Kvarner Bucht gab es den nächsten tödlichen Hai-Angriff bei dem Ort Bakar in 1966, das Opfer war ein tschechischer Tourist.

Der Tscheche schwamm hinter dem Netz eines Thunfischfängers als der Hai ihn angriff. Das nächste Opfer wurde 1971 ein polnischer Tourist bei Ika. Der letzte Angriff mit tödlichem Ausgang war 1974 beim dalmatinischen Omis der 21-jährige deutsche Tourist Rolf Schneider.

Was ist der stärkste Hai?

Die schwersten Haie der Welt –

Hai Gewicht
Walhai 15-20 t
Riesenhai 19 t
Weißer Hai 1,9 t
Grönlandhai 1 t
Großer 580 kg
Fuchshai 500 kg
Bullenhai 318 kg

Was ist der größte Hai der Welt?

Keine Kuscheltiere – trotzdem schutzbedürftig! – Haie sind so vielfältig wie ihr Lebensraum. Von tropischen Küstengewässern bis in die Tiefsee haben sie sich in den 450 Millionen Jahren, die sie auf diesem Planeten verbracht haben, in fast jeder erdenklichen Nische des Lebensraumes Meer heimisch gemacht.

Die meisten Haie sind Raubfische : Einige von ihnen stehen an der Spitze der Nahrungspyramide und haben keine natürlichen Feinde, die meisten sind jedoch Räuber des mittleren Ranges. Die größten Haiarten jedoch – Walhai, Riesenhai und Riesenmaulhai – sind Filtrierer, die sich von Plankton und kleinen Fischen ernähren.

Der Walhai kann bis zu zwanzig Meter lang werden und ist der größte Fisch überhaupt. Es gibt aber auch Mini-Haie wie den Zwergdornhai aus der Tiefsee, der mit 20 Zentimetern Länge schon ausgewachsen ist. Haie werden spät geschlechtsreif und produzieren wenige Nachkommen,

Das macht sie anfällig für Überfischung, wie sie bei einigen Arten in den letzten Jahrzehnten erfolgt sind. Weltweit, aber vor allem in Europa, wird ihr Fleisch konsumiert und ihre Flossen gelten in vielen Ländern Asiens als teure Delikatesse und sind heiß begehrt. Durch den wachsenden Wohlstand in diesen Ländern können sich mittlerweile immer mehr Menschen diesen Luxus leisten.

So werden immer mehr Haie gefangen, als natürlich nachwachsen können. Haie sind von der industriellen und handwerklichen Fischerei aber auch dann bedroht, wenn sie nicht direkt gefischt werden. Sie werden als so genannter „ Beifang ” mitgefangen. Als „Zweitfang” machen sie, wie zum Beispiel in manchen Thunfisch-Fischereien, sogar den Hauptteil des Fangs aus.

In Fischereien mit zum Beispiel Stellnetzen, die auf mehrere Arten abzielen, sind sie zufälliger, wenn auch begehrter Beifang und werden mitgenommen. Insgesamt werden weltweit Jahr für Jahr an die 100 Millionen Haie und Rochen gefischt. Der WWF Deutschland engagiert sich weltweit mit vielen Projekten für den Schutz der Haie,

Mit Partnern arbeiten wir in einer Initiative an der Erholung von stark gefährdeten Beständen in letzten Refugien ihres Vorkommens. Weitere Informationen

Haie und Rochen: Bedrohte Meeresbewohner Haie und Rochen sind so vielfältig wie ihre Lebensräume. Von den Tropen bis in die Polargebiete, von Küstengewässern bis in die Tiefsee – in fast jeder Nische sind sie heimisch geworden, sogar im Süßwasser. Weiterlesen, Ungewollter Beifang Millionen Tonnen Meereslebewesen pro Jahr landen aufgrund umweltgefährdender Fangmethoden unbeabsichtigt in den Netzen als so genannter Beifang. Weiterlesen,

Tierporträts im WWF-Artenlexikon

Hammerhai Porträt des Hammerhai im Artenlexikon des WWF mit Informationen zu Lebensraum, Verbreitung, Biologie und Bedrohung der Art. Weiterlesen, Heringshai Porträt des Heringshai im Artenlexikon des WWF mit Informationen zu Lebensraum, Verbreitung, Biologie und Bedrohung der Art. Weiterlesen, Riesenhai Porträt des Riesenhais im Artenlexikon des WWF mit Informationen zu Lebensraum, Verbreitung, Biologie und Bedrohung der Art. Weiterlesen,

Welches Tier ist der König der Meere?

Mysteriöser Superraubfisch frisst Weißen Hai

E-Mail Teilen Mehr Twitter Drucken Feedback Fehler melden Sie haben einen Fehler gefunden? Bitte markieren Sie die entsprechenden Wörter im Text. Mit nur zwei Klicks melden Sie den Fehler der Redaktion. Aber keine Sorge: Gentechnish verändert sind die

Der Weiße Hai gilt als fast konkurrenzloser König der Meere – bis jetzt. Nun wurde vor der Küste Australiens ein Weißer Hai von einem bisher unbekannten Riesen-Raubfisch angegriffen und verspeist. Forscher rätseln, welches Tier dazu in der Lage sein könnte.

Irgendetwas hat diesen Hai gegessen.aber was?” So ist ein betitelt, das mittlerweile über 5 Millionen Mal angesehen wurde und eine hochinteressante Geschichte aus der Meeresforschung erzählt. Australische Forscher hatten einen drei Meter langen Weißen Hai, genannt „Shark Alpha”, mit einem Sender versehen, um so seine Wege nachvollziehen zu können.

Vier Monate später wurde der Sender an einem Strand gefunden – ohne Haifisch daran, aber mit spektakulären Daten darauf. „Ich war absolut von den Socken”, sagt Dave Riggs, ein in das Hai-Projekt involvierter Dokumentarfilmer, im Video.

Sind in der Ostsee Weiße Haie?

Heringshai – Der Heringshai, auch „kleiner weißer Hai” genannt, lebt eigentlich überwiegend im Nord­atlantik, ist allerdings auch in der Ostsee anzutreffen. Den Namen „kleiner weißer Hai” verdankt er seiner Ähnlichkeit zum großen Exemplar, er ist jedoch wesentlich kleiner als der Weiße Hai.

Der Heringshai gehört zur Familie der Makrelenhaie und kann ein Höchstalter von 30 Jahren erreichen. Seine Haupt­nahrungs­quelle besteht aus Schwarm­fischen, kleineren Walen und Haien, auch neigt er, wie viele Haiarten, zu Kannibalismus. Weibliche Heringshaie gebären im Schnitt ein bis fünf Jungtiere.

Der Heringshai dient dem Menschen als Speisefisch und ist durch starke Überfischung mittler­weile als gefährdet eingestuft.

Größe max.3 m, bis zu 230 kg
Merkmale spindelförmiger Körper blau-graue Färbung, weiße Bauchseite konische Schnauze

Wie groß ist der größte Weiße Hai der Welt?

So groß ist der Weiße Hai – Weiße Haie sind durchschnittlich 3 bis 6 Meter lang und haben ein Gewicht von etwa 2.000 Kilogramm, Die Weibchen sind meistens größer als die Männchen. Der größte bekannte Weiße Hai ist Deep Blue mit über 6 Metern Länge. Die Hai-Dame wird oft vor Hawaii gesichtet.

Wie wehrt man sich gegen einen Hai?

Begegnung mit einem Hai – wie sollte man sich verhalten? – Hai-Forscher haben folgende Tipps parat, wenn die Situation mal brenzlig werden sollte:

Vor dem Baden und Schnorcheln: Werden Haie bewusst mit Fischen oder Abfällen für Touristen angelockt? Dann Abstand halten!Ist eine Flussmündung in der Nähe? Ist das Wasser trüb und flach? Sind Angler oder Fischer in der Nähe, die Haie anlocken könnten?Surfer, die Pausen auf dem Meer machen, sollten sich komplett auf das Board legen. Keine Arme oder Beine ins Wasser hängen lassen.Nähert sich ein Hai: Ruhig bleiben! Nicht schreien, nicht paddeln oder planschen. Keine Geräusche machen! Für Schwimmer: Nehmen Sie eine vertikale Haltung ein, also mit Füßen unten und Kopf oben. Drehen Sie sich mit dem Hai und halten Sie festen Blickkontakt. Er umkreist Sie nicht, weil er angreifen will, sondern weil permanent Wasser durch seine Kiemen fließen muss. Kommt er noch näher, hilft die Angriffstaktik. Berühren Sie seine Schnauze oder Kiemen mit der Hand. Schwimmt er dann nicht weg, schlagen Sie als nächstes kräftig auf Augen oder Kiemen. Eine Verletzung dort wäre für den Hai tödlich und er sucht das Weite.Schwimmen Sie dann ruhig und kontrolliert an Land.

Wie vertreibt man einen Hai?

Den Hai vertreiben – Kommt der Hai erneut näher, ist ein fester Schlag vor die Schnauze die richtige Wahl. Kommt er öfter zurück, nur keine Angst: „Schwimmen Sie direkt auf den Hai zu. Auch das kennt er nicht.” Startet der Hai dennoch einen sehr seltenen Angriff, ist ein Druck oder Schlag seitlich auf die Kiemen die richtige Antwort.

Was tun wenn man einen Hai sieht?

Empfehlungen zu Begegnungen mit Haien – Für Taucher

Ein guter Guide erzählt beim Briefing, welche Haie zu erwarten sind und wie man sich zu Verhalten hat. Wenn Du mit Haien tauchst, erzählt Dir ein guter Guide etwas über Notfallmaßnahmen, das sollte sowieso beim ersten Briefing Pflicht sein, auch ohne Haie! Wenn Dein Hobby Fotografieren oder Filmen ist, dann bitte Dein Buddy oder Guide, dass er/sie auf Dich achtet. Behalte aber trotzdem den Rundumblick und nicht nur die „Kamerasicht”! Behalte den Respekt, es sind Wildtiere! Anfassen ist ein No-Go! Genauso wie bedrängen Dreh Dich regelmäßig um und schau hinter Dir, schnell kann der Hai unbemerkt da sein, aber genauso schnell wieder weg. Auch, wenn keine sichtbar sind. Zieh Handschuhe, eine Kopfhaube und komplett schwarze Kleidung ohne Kontraste an, wenn Du mit großen Haien, die gefüttert oder mit Fischköder angelockt werden, tauchst. Denn helle Kontraste können mit Fisch verwechselt werden. Berühre den Köder nicht und nähere Dich ihm nicht, auch wenn da die Action für gute Fotos garantieren, oder eben auch nicht mehr! Halte Dich von der Geruchslinie fern. Schwimmt ein Hai auf Dich zu, bleibe ruhig, halte den Blickkontakt und drehe Dich mit ihm mit, wenn er Dich umkreist. Nimm eine vertikale Haltung ein. Haie schwimmen immer vorwärts, sie können keinen Rückwärtsgang einlegen! Bleibe bei Deiner Gruppe und halte nur geringen Abstand, dass der Hai nicht zwischendurch schwimmen kann.

© Christine Gstöttner Für Schnorchler, Schwimmer und Badende

Achte auf Deine Umgebung: werden in Deinem gewünschten Schnorchelgebiet Haie mit Fischen angelockt? Sind Safariboote in der Nähe? Und entsorgen ihre Küchenabfälle usw. im Meer? Ist eine Flussmündung in der Nähe? Sind Angler oder Fischer in der Nähe?

Wenn Du diese Fragen mit Ja beantwortest, dann ist das nicht der richtige Ort zum Schnorcheln, Schwimmen oder Baden. Der Grund dafür: Fische werden angelockt, das wiederum lockt Haie an.

Egal mit oder ohne Flossen: achte darauf, dass Du wie eine Meerjungfrau durchs Wasser gleitest. Planschen ist für Haie interessant, wie zappelnde Beute. Geh immer mit einer Zweitperson ins Wasser, dann kann auch geholfen oder Hilfe geholt werden. Von Vorteil ist, wenn Du eine Schwimmbrille/Tauchmaske mit Schnorchel trägst oder dabei hast, damit Du den Hai beobachten kannst, was er macht und wo er ist. Hier gilt: Blickkontakt halten. Informiere Dich über mögliche Strömung und vermeide diese! Das Meer hat eine enorme Wucht und kann Dich ins offene Meer treiben.

© Christine Gstöttner Für Surfer

Surfe nicht in Gebieten, die den Haien als Jagdgebiet gehören. Robben-, Seelöwengebiet oder Fischschwärme. Haifütterungen für Taucher sollte ebenfalls dringend gemieden werden. Flussmündungen, Angler oder Fischer in der Nähe können Haie anlocken, deshalb ebenfalls zu vermeiden. Trübes, aufgewühltes Wasser mit Brandung können die Sinne der Haie irritieren, deshalb auch nicht zu empfehlen, da zu surfen. Wir empfehlen eine Schwimmbrille mitzunehmen und vielleicht auf ein elektronisches Abwehrsystem zurückzugreifen. Wenn Du müde bist und eine Pause brauchst, mach das komplett auf dem Board. Lass keine Extremitäten ins Wasser hängen. Empfehlung bei Pausen auf dem Meer: den Körper und die Extremitäten auf dem Board lassen. Keine Körperteile ins Wasser hängen lassen.

© Christine Staacks Merke Dir

Ruhig bleiben, nicht schreien oder zappeln Nicht wegschwimmen – so verhalten sich Beutetiere und man wird für den Hai interessant. Den Hai immer beobachten und wenn möglich mit dem Körper mitdrehen. Verliere nicht den Respekt Genieße die Kraft und die Schönheit des Tieres!

© Kurt Amsler © Christine Gstöttner © Christine Gstöttner Veröffentlichungen & Guides bis 2005 ADORE SANE, Anschwimm-Muster nach Dr. Erich Ritter 2008 SSI Shark Diver Specialist 2009 Hands OFF – Kampagne und Guide mit dem Umgang mit Haien 2019 Tauch-Guide Ägypten in 8 Sprachen 2014 – 2021 Blind Dates – Das große Buch der Haibegegnungen Gerhard Wegner und Christine Gstöttner Herausgeber: Sharkproject

Wo gibt es im Mittelmeer Weiße Haie?

Hier sind sie heimisch: Wo weiße Haie im Mittelmeer leben – Der größte von De Maddalena identifizierte weiße Hai ist wahrscheinlich ein Weibchen mit einer geschätzten Länge zwischen 6,6 und 6,8 Metern, der am 15. Oktober 1925 vor Marseille, Frankreich, gefangen wurde.

Fast genauso groß waren die gefangenen Haie aus 1987 vor Filfla, Malta, und drei weitere Weibchen mit geschätzten Maßen zwischen 6 und 6,2 Metern, die 1961 vor Sizilien, 1976 vor Mallorca und 1985 vor Halkidiki, Griechenland. Und da die Jungtiere immer wieder zu ihrem Geburtsort zurückkehren, liegt das Hauptaufkommen der Raubfische derzeit in der Straße von Sizilien, der Adria und der Ägäis.

Vorzugweise in Bereichen mit milden Wassertemperaturen. „Rund 15 Grad Celsius” schätzt der Hai-Experte. Diese Einschätzung bestätigt auch Papastamatiou, Haiverhaltensökologe und Professor der Florida international University. „Das Wichtigste ist eine ausreichende Nahrungsquelle und die richtigen Wasserbedingungen”, erklärt er.

„Mittlerweile ist das Mittelmeer jedoch ein ziemlich nährstoffarmes Meer und wurde überfischt, sodass es wahrscheinlich viel weniger Beute gibt als früher. Das ist auch im Hinblick auf den Status des Meeres als Hotspot für den Naturschutz kritisch.” Der von den in Auftrag gegebene SOFIA-Bericht (State of World Fisheries and Aquaculture) aus dem Jahr 2018 weist das Mittelmeer als das vom Menschen am stärksten dezimierte Meer der Welt aus, in dem 62 Prozent der Fischbestände als überfischt eingestuft werden.

Diese Entwicklung habe laut Papastamatiou auch Einfluss auf die Haie. „Insbesondere Weiße Haie sind dafür bekannt, dass sie Gebiete mit hohen Konzentrationen von Robben und Seelöwen aufsuchen”, erklärt er. Außerdem für den Forscher interessant: Die Haie schlüpfen schon im Bauch des Muttertieres aus den Eiern.

Sind im Mittelmeer Weiße Haie?

Wel­che Haie leben im Mittelmeer? – Was vie­le nicht wis­sen: Auch der berühm­te Wei­ße Hai lebt im Mit­tel­meer. His­to­ri­sche Quel­len bele­gen sogar, dass er schon seit dem Jahr 476 n. Chr. dort vor­kommt. Ihre Jun­gen bekom­men die medi­ter­ra­nen Wei­ßen Haie wahr­schein­lich in der Meer­enge von Sizi­li­en, der Adria und dem Ägäi­schen Meer. Wie Viele WeiE Haie Gibt Es Häu­fi­ger Gast im Mit­tel­meer: der Herings­hai © naturepl.com/Doug Perrine/ WWF Der Herings­hai streift auch durch das Mit­tel­meer. Er sieht dem Wei­ßen Hai sehr ähn­lich, da er mit ihm eng ver­wandt ist. Nur ist er erheb­lich klei­ner und ein flin­ker Fischräuber. Wie Viele WeiE Haie Gibt Es Eine Kurio­si­tät im Mit­tel­meer: Der Sand­ti­ger­hai hält Luft in sei­nem Magen und bil­det so eine Art Schwimm­bla­se © Tanya Houppermans Ein wei­te­rer Hai, der im Mit­tel­meer sein Zuhau­se hat, ist der Sand­ti­ger­hai. Er ist der ein­zi­ge Hai, der Luft in sei­nem Magen spei­chern kann. Wie Viele WeiE Haie Gibt Es Blau­hai © Joost van Uffelen / WWF Der Blau­hai ist die am wei­tes­ten ver­brei­te­te Knor­pel­fisch­art. Blau­haie leben eher in den küs­ten­fer­ne­ren Gegen­den des Mit­tel­mee­res. Dort tau­chen sie bis zu 350 Meter tief. Mit ihren gro­ßen Brust­flos­sen und der tief­blau­en Kör­per­far­be sind sie an ein Leben im offe­nen Meer per­fekt angepasst. Wie Viele WeiE Haie Gibt Es Trotz sei­ner Grö­ße ein harm­lo­ser Mee­res­be­woh­ner: der Rie­sen­hai © naturepl.com / Alex Mus­tard / WWF Auch der zweit­größ­te Fisch der Welt, der Rie­sen­hai, ist wie­der häu­fi­ger an der spa­ni­schen Mit­tel­meer­küs­te gesich­tet wor­den. Die­ser rie­si­ge Ver­tre­ter der Haie, der aus­ge­wach­sen über zehn Meter lang wer­den kann, ist ein harm­lo­ser Plank­ton­fres­ser und schwimmt häu­fig gemäch­lich an der Was­ser­ober­flä­che, um Plank­ton­schwär­me zu durch­sie­ben.

  1. Es gibt ihn übri­gens auch in der Nordsee.
  2. Wei­te­re im Mit­tel­meer leben­de Hai­ar­ten sind zum Bei­spiel Engel­haie, die eher aus­se­hen wie Rochen, und die nach ihrer tief­brau­nen Far­be benann­ten Scho­ko­la­den­haie,
  3. Beim Baden im Mit­tel­meer von einem die­ser Haie ange­grif­fen zu wer­den ist dabei aber sehr, sehr unwahr­schein­lich,

Da ist es deut­lich wahr­schein­li­cher auf dem Weg zum Strand in einen Auto­un­fall zu geraten.

Wie viele Haie gibts im Mittelmeer?

Wo gibt es Haie im Mittelmeer? Insgesamt gibt es 47 Haiarten, die im Mittelmeer heimisch sind. Von ihnen stellen jedoch nur sehr wenige eine Gefahr für den Menschen dar. Die meisten von ihnen kommen in Gewässern vor, in denen touristische Badegäste nie schwimmen würden.

Wann war der letzte Hai Angriff im Mittelmeer?

Hai-Angriffe in der Adria – 11 Tote in 150 Jahren – Video und Karte In der Adria kommen über 30 Haiarten vor. Darunter auch der Riesenhai (Cetorhinus maximus), Weißer Hai (Carcharodon carcharias), Kurzflossen-Makohai (Isurus oxyrinchus), Blauhai (Prionace glauca), Gewöhnlicher Glatthai (Mustelus mustelus), Heringshai (Lamna nasus) und der Fuchs- oder Drescherhai (Alopias vulpinus).

Offizielle Daten zu Hai-Angriffen in der Adria werden seit 1868 gesammelt, also seit bald 150 Jahren. Die Statistiken führt heute das US-amerikanische Shark Research Institute aus Princeton, New Jersey, eine der Forschung und dem Schutz von Haien gewidmete Organisation. Seit 1868 gab es 11 registrierte Angriffe mit tödlichen Folgen in der Adria.1868 starb ein Schwimmer vor Triest an den Folgen eines Angriffs.1907 erwischte es Schwimmer nahe den kroatischen Inseln Krk und Hvar.1934 passierte ein tödlicher Angriff auf eine slowenische Touristin bei Kraljevica in der Kvarner Bucht.

Im Sommer 1955 gab es jeweils einen Angriff bei Opatija (Kvarner Bucht) und beim montenegrinischen Budva. In Opatija war das Opfer eine 32-jährige deutsche Touristin aus Augsburg, Bei Budva soll ein 6,5 Meter langer Weißer Hai einen Studenten aus Belgrad zur Hälfte durchgebissen haben.

  1. In Opatija erwischte es 1961 wiederum einen Studenten aus Belgrad, der Hai biss beide Beine und Teil eines Arms ab.
  2. Der 19-jährige schwamm mit Freunden ca.100 Meter von der Küste entfernt.
  3. In der Kvarner Bucht gab es den nächsten tödlichen Hai-Angriff bei dem Ort Bakar in 1966, das Opfer war ein tschechischer Tourist.

Der Tscheche schwamm hinter dem Netz eines Thunfischfängers als der Hai ihn angriff. Das nächste Opfer wurde 1971 ein polnischer Tourist bei Ika. Der letzte Angriff mit tödlichem Ausgang war 1974 beim dalmatinischen Omis der 21-jährige deutsche Tourist Rolf Schneider.